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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : launisch



roy_leo
16.06.2004, 20:46
hallo alle

hört mal, ich hab da so ein kleines problem mit mir (ok ok, um ehrlich zu sein, s'sind schon ein paar mehr : ))) , aber eines ist dabei, das ich gerne mit euch anschauen möchte).

ich bin ein furchtbar launischer mansch. will heissen, meine laune kann innert minuten von himmelhoch-jauchzend zu tiefbetrübt wechseln. da reichen kleinigkeiten, um mit rasender geschwindigkeit in ein stimmungsloch zu fallen. (bin halt ein kleines sensibelchen.... oder mimöschen.... oder so.)

wieder rauszukommen benötigt deutlich mehr zeit und vor allem so was wie disziplin. ich mein' damit, da muss ich meine gedanken schon mit ziemlichem nachdruck wieder auf "die rechten bahnen" lenken.

kennt ihr das auch? und wenn ja, habt ihr da irgendwelche strategien entwickelt, durch die ihr nicht durch (eigentlich nicht erwähnenswerte) dinge, aussagen oder vorkommnisse schon wieder in ein loch fallt?

wenn ja, raus damit!!!! *smile* will auch ausprobieren!!! *heavysmile*

dank' euch im voraus und

liebe grüsse
leo_roy

Devi
20.06.2004, 10:27
Tja,

nun, das kenne ich auch. Von früher. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm.

Ein Tipp (den ich allerdings nie umgesetzt habe, aber frag mich nicht warum) ist Musik. Musik hat auf solche Wechseltierchen wie uns einen sehr großen Einfluss und auch wenn einem im Tief gerade nach tristen Tönen ist, so hilft doch Musik, die ein wenig Power hineinbringt. Ich mag mittelalterliche Musik zu diesem Zweck oder keltisch.
Die, die ein bisschen in die Beine fährt ;-D

Du kannst Dir auch anschauen, ob es überhaupt Deine eigene Emotionen sind, die Dich da in Hochs und Tiefen reißen.

Und dann ist es wirklich Gedankendisziplin - "Halt" zu sagen, wenn die Spirale nach unten sich zu drehen beginnt (die Spirale nach oben ist ja meist nicht so unangenehm..;-D). Ich habe viel aus dem Buch von Byron Katie "lieben was ist" gelernt, in der sie uns mit ihrer Idee vertraut macht, das wir nie unter der Gegenwart, sondern nur unter unseren Geschichten darüber leiden.
Wenn Du mehr wissen willst, schreib mir, sonst ufert das hier aus....

Und dann geht es noch um Deinen eigenen Anspruch, nicht so zu sein, wie Du bist. Wenn Du melancholisch wirst und Dich dann noch dafür schimpfst, dann wird es umso schwieriger, aus dem Loch herauszukommen. Ich kenne das...

Vielleicht hätte es nur ein paar Minuten gedauert und dann hätten schöne Gedanken wieder die Regie übernommen - aber gegen Selbstvorwürfe haben die keine Chance.

Viel Kraft auf Deinem Weg
Devi

Sylphe
20.06.2004, 20:04
Hi roy_leo,
erstmal finde ich schön, dass du so offen hier bist :)
danke!

Also, diese Gefühlswechsel die kenne ich selbst auch nur zu gut,
deshalb kann ich das gut verstehen.
Ich bin auch ein sehr sensibler Mensch und habe eine ausgeprägte Wahrnehmung, vielleicht hast du die ja auch. Ich sehe wo gelitten wird ich fühle den Schmerz von anderen und das zieht mich oft selbst runter.

Ich habe in einem anderen Thread hier mal geschrieben, ich bin ich und nicht Jesus....damit wollte ich sagen, dass ich meine Grenzen meiner Möglichkeiten finden muss, denn ansonsten bringen mich "Kleinigkeiten" ( die nicht wirklich Kleinigekeiten sind, aber eben auf die ich vielleicht keinen Einfluss habe, was nicht in meiner Macht steht..) völlig aus der Fassung.

Hm, ich weiß nicht, ob das vielleicht auch auf dich zutrifft.

Für mich ist auf jeden Fall klar, dass man nie nur nach einer Sache gehen kann, also z. B. nach der Launenhaftigkeit.
Es spielen immer viele Faktoren zusammen, man sollte das Ganze betrachten, denn alles greift ineinander ein und deshalb ist es unmöglich zu sagen, hier oder dies ist die Ursache für die Stimmungswechsel.
Ich sehe das wie devi, man sollte sich gegen seine gefühle nicht wehren und sich zugestehen, auch mal deprimiert, wütend, hysterisch, euphorisch... zu sein, denn wenn man sich dagegen wehrt oder gar selbst dafür bestraft..dann wird es nur noch schlimmer.


Was mir zur Zeit hilft ist meine Gefühlswelt und Gedanken, Verhaltensweisen... aufzuschreiben, nicht wie ein Tagebuch, in das ich jeden Abend reinschreibe, sonder einfach ein kleines Büchlein, das hab ich immer bei mir und wenn mir irgendwas in den Sinn kommt, etwas was mich ärgert oder r freut, oder irgendeine bestimmte Macke die ich mal wieder an mir feststelle,
dann schreib ich das auf, kurz in Stichpunkten.
Ist ganz interessant, das dann mal nach einem Monat zu lesen und oft wird einem so manches klarer über sich selbst.

hmmm...

ich will dir ja jetzt nicht zu nah treten oder so, aber was mir eigentlich die ganze Zeit schon auf der Zunge brennt, ist,
ich finde du bist etwas zu streng mit dir selbst ;)

( irgendwie weiß ich nicht ob ich die Zeilen so abschicken soll, denn ich find das immer blöd wenn man sich genegenseitig Ratschläge an den Kopf wirft...aber ich habs jetzt halt mal so geschrieben..hoffe meine Zeilen werden richtig verstanden, ist ja auch nicht immer einfach die richtigen Worte für solche tiefen Begegnungen wir hier in einem Forum zu finden, nicht wahr ? )

Ich wünsch dir und den anderen alles Liebe,

sei nicht so streng mit dir roy_leo !

und einen wunderschönen Sommeranfang euch allen, mit vielen duftenden Blumen und kleinen Insekten und alles was noch so kreucht und fleucht *g*
~Sylphe~

mönch in der welt
21.06.2004, 16:21
hallo!
ich kenn diese stimmungswechsel SEHR gut.man geht anderen damit mehr auf den keks als sich selbst.das ist eigentlich das schlimme, aber ein bißchen leiden reinigt ja die seele.das meint jetzt nicht, dass man dann halt leiden soll, auf keinen fall, wirklich etwas dagegen tun!!! glaubt einer frau die drei jahren an starken depressionen zu grunde gegangen ist.
ich gebe auch nicht gerne tipps, jeder sollte seine medizin durch experimente selbst finden: ich sag einfach mal was mir geholfen hat: raus aus der wohnung...an die frische luft, spazieren radfahren schwimmen, etwas in der richtung wenn man merkt, dass man ins loch fällt. auf jeden fall WAS TUN, mit seinen händen arbeiten, nicht mit seinen gedanken. nicht versuchen durch nachdenken auf den ursprung der schlechten laune zu kommen. das ist total egal woher es kommt(kommt eh immer vom dämon, vom verwirrer).
hausarbeit machen, Ordnung machen, wohnung oder zimmer umstellen, sich mit bunten farben umgeben, bummeln gehn aberNIX kaufen, unter leute gehn, ganz wichtig....genau die dinge, von denen man meint, dass man sie in dieser stimmung nicht will und nicht kann, ganau das MUSS man tun.
es gibt nichts gutes außer man TUT es.
amen.
euer mönch

roy_leo
21.06.2004, 18:11
halle an alle

ich möchte Euch schon mal für Eure tollen antworten bedanken.

))) wirklich tolle und MUTMACHENDE antworten (((

bin heute nicht so in der verfassung - na ja, lassen wir das - und werde Euch noch ausführlicher antworten.

und nochmal: vielen dank für eure tipps (...schliesslich hab ich danach gefragt!!!)

liebe grüsse
roy_leo

RA
22.06.2004, 11:10
Hallo ihr Lieben,

Schön, was ihr da schreibt.
Launisch sein kenne ich auch sehr gut. Es ist viel besser geworden, seitdem ich mich bewege und versuche mehr im Klang mit mir selber zu leben.

Ich finde euch alle so toll und sehr liebevoll. Es ist schön zu sehen, dass man auch liebevoll miteindander umgehen kann.

Auch ich will dem roy_leo nicht kluge Ratschläge geben und möchte weit weg von irgendeine Kritik. Ich selber habe bei mir beobachtet, dass ich viel zu viel mich selber urteile: du sollst so: nett, lieb, harmonisch, freundlich etd. etc sein. Bei mir ist das an die Erziehung gelegen. Ich sollte immer brav sein und ruhig sitzten und ja, niemanden stören.
So habe ich gelernt, dass alle Gefühle, die die Elltern verurteilt hat, verurtelt man jetzt selber.
Bei mir ist so schlimm gewesen, das ich mich komplet verleugnet habe, und der Körper hat mir dann gezeigt, wo es lang geht. Ich wunde sehr krank, meiner Meinung nach, weil ich meine Gefühle einfach ignoriert habe.

Es war ein langes, schmerzhaftes Prozes, aber es geht mir mittlerweille gut und jetzt weiß ich, dass jeder, aber wirklich jeder meine Gefühle berechtigt ist. Es hat einen Sinn, warum ich diese Gefühle habe. Ich versuche sie anzunehemen ohne mich dafür zu verurteilen. Es fällt mir nicht immer leicht, aber ich kann euch versichern, dass die unangenehmen Gefühle, viel selterner geworden sind und ich bin viel ruhiger und ausgeglicher. Ich weiß aber, dass auch wenn ich nicht so bin, bin ich liebenwert und bin deswegen auch nicht weniger wertvoll.

Ich hoffe, dass ich euch mit meiner Geschichte nicht gelangweillt habe. Ich wollte nur damit sagen, dass wir alle Krieger sind, dass wir alle Fehler machen, aber unsere Stärke ist, die Fehler zu erkennen und zu versuchen sie zu vverbessern.

Ihr seid alles sehr wertvoll und liebenswürdig, auch wenn ihr "launisch" seid. Es ist eure gutes Recht, launich oder was auch immer zu sein.

Alles Liebe
RA

roy_leo
04.08.2004, 21:47
hallo alle

ich habe viel nachgedacht - wieder mal....


devi, musik ist gut. archaisch. dringt in unsere tiefsten tiefen. kann reinigend, aufbauend und so ziemlich alles sein. musik gehört einfach zum menschsein. ich werd' wieder mehr musik hören!!!! besser wärs zwar, die selber zu machen :)))


weisst du sylphe, du hast da schon recht. ich sollte nicht zu streng mit mir sein.

trotzdem - ich könnte schon sagen: "die hat mich gekränkt" oder "der hat mich verletzt". so schiebe ich den ursprung meiner gefühle aber anderen in die schuhe, gebe dem "aussen" die schuld und werde mich fragen: "warum hat die mich gekränkt?", "warum hat der mich verletzt?". nur, die andern kann ich nicht ändern........

richtig wäre es doch zu sagen: "ich fühle mich von ihr gekränkt", "ich fühle mich von ihm verletzt" oder "mich schmerzt das". dann werde ich mich fragen "warum fühle ich mich von ihr gekränkt", "warum fühle ich mich von ihm verletzt". jetzt kann ich den hebel ansetzen, bei mir, mich kann ich ändern, meine einstellungen kann ich beeinflussen, ich kann den dingen den stellenwert geben, die sie verdienen.


mönch in der welt, ja, leiden bringt uns zum nachdenken. macht, dass wir uns gedanken über uns und unser leben machen. aber wieso brauchts da immer leiden dazu. sollte doch auch ohne gehen........

....und ablenkung tut manchmal not, daher danke für deine tipps :))))


ra, ich kann dir nur beipflichten, ich darf mich für diese gefühle nicht verurteilen. das machts nur schlimmer. ist aber manchmal gar nicht so einfach wie sich's anhört. trotzdem, ein guter ansatz - und ich arbeite daran!!! :))))


so, und geh ich ein bisschen gute laune haben!! *smile*

Sylphe
05.08.2004, 00:31
Lieber roy_leo,
erstmal find ich es super, dass du jetzt wieder hier schreibst und auch reinschaust....denn das zeigt schon mal, dass du an dir arbeitest und dich nicht aus den Augen verlierst :
großes Plus an dich : super !!!!

Zum anderen ist es verrückt, also ich finde es verrückt, wie sehr mich eure und hiermit dein "Prob" immer wieder selbst betrifft.
Es geht mir sehr oft so, dass die themen auch meine themen sind.

Ich habe mich erst vor ein paar Tagen gefragt, warum mich eine "dumme ironische Antwort" auf meine doch so ernste Frage in der Teamsitzung ( man muss sagen, ich bin der Neuling und erst seit kurzem dabei) so aus der Fassung bringt, dass es mich so sehr verletzt.
Es tat mir richtig weh, ich wollte nicht schon wieder in der Situation sein, die ich doch so sehr schon kenne, ich wieder das Omegahuhn, auf dem die Alphahühner schön rumhacken können.


Ich kenne deine direkt Situation nicht roy_leo..aber mir hilft es immer sehr wenn ich von anderen erfahre und kann dann meine Schlüsse ziehn,
deshalb bin ich so frei und erzähl mal, wie das bei mir ist :

ich hab mir gedanken gemacht und habe festgestellt, dass ich vielleicht den anderen "Angst" gemacht habe, obwohl das nicht meine Absicht war.
Ich habe erkannt, dass die anderen ihre Position verteitigen .

Es ist machmal schwer zu verstehen und oft neigt man dazu, wenn keine anderen Antworten passen, die Schuld bei sich selbst zu suchen.
Und du hast recht roy_leo, was wirklich gut ist , ist die Offenheit.
Dem anderen in die Augen zu sehen und zu fragen:
Wie meinst du das jetzt ?
Ich versteh das nicht?
Das kränkt mich, denn meine Absicht war diese.....

(ultra schwer)



Wir sind auf dem richtigen Weg,
und wie gerne würde ich mit euch am Lagerfeuer sitzen und reden, reden, reden *träum*
wer weiß, vielleicht wird das ja mal Realität,

ich mag euch alle und schick euch alles Liebe

~Sylphe~

roy_leo
10.08.2004, 18:20
hallo alle, hallo sylphe

<quote>Zum anderen ist es verrückt, also ich finde es verrückt, wie sehr mich eure und hiermit dein "Prob" immer wieder selbst betrifft.
Es geht mir sehr oft so, dass die themen auch meine themen sind.</quote>

einzigartig und ein universum für sich - ist jeder mensch.
und trotzdem - in so vielen dingen sind wir uns ähnlich.....


mein prob - eines meiner probs :)) - ist, dass ich sehr empfindlich auf äusserungen meiner mitmenschen reagiere. (je nach "tagesform")
einen guten ansatz von dir finde ich, dass ich mein gegenüber erst mal fragen sollte, wie die äusserung denn gemeint sei?! ihm mitteile, dass ich mich von der äusserung verletzt fühlte.
ich nehme mir vor, deinen ansatz bei nächster gelegenheit umzusetzen - und hoffe, dass mein mut mich dann nicht verlassen wird!
ich kann mir gut vorstellen, dass soviel offenheit auch unser gegenüber öffnet und sich die vermeintlich ironische oder in irgendeiner anderen form verletzliche aussage als völlig harmlos erwiesen könnte.....
i'll keep u posted!!! :))

liebe grüsse
roy_leo

Steinwulk
10.08.2004, 21:43
Hallo, Ihr Lieben!

Mein Problem hat mit Eurem zwar nur am Rand zu tun, aber vielleicht könnt Ihr mir auch weiterhelfen.

Äußerungen von anderen mir gegenüber verletzen mich höchst selten. Wenn jemand mir „seine Meinung“ sagt, höre ich sie mir an. Vielleicht ist sie ja lehr- oder hilfreich. Selbst wenn diese Meinung boshaft, enttäuscht oder von Absichten geprägt ist, hilft es mir, sie anzuhören. In den meisten Fällen diskutiere ich nicht einmal darüber. Ich sage „Vielen Dank“ und ziehe meine Schlüsse. Auch wenn mir jemand einen Fehler vorwirft, den er meines Erachtens selbst öfter oder schlimmer begeht, sage ich ihm das nicht. Es geht ja hier nicht um sein Problem sondern um meins.

Aber jetzt kommts! Was ist, wenn jemand mich und eine mir nahe stehende Person kritisiert? Vor Leuten, die mir nahe stehen, habe ich keine Geheimnisse. Ich verplappere mich sowieso dauernd, es hätte keinen Sinn. Ich denk mir also: „Na ja, da hat er recht, da übertreibt er, da will er mich zu etwas bewegen“ oder was auch immer. Niemals reflektiere ich das Verhalten des Kritisierenden. Es ist ja nicht Gegenstand des Problems. Ich lasse seine Meinung stehen. Wenn ich aber der mir nahe stehenden Person das Ergebnis mitteile, geht der Stress los: Was, der soll doch erstmal selber…, hast Du ihm nicht gesagt, dass…, usw.

Meine Denkweise habe ich schon oft weitergegeben, umsonst. Einige Personen im meiner nächsten Umgebung glauben halt, Kritik käme nur von Vollkommenen.

Ich möchte nicht sagen: „Deine Meinung interessiert mich nicht!“, genauso wenig möchte ich Geheimnisse haben.

Was tun, fragt hier ein Steinwulk.

roy_leo
10.08.2004, 22:35
hallo Steinwulk

hm, wenn ich dich richtig verstehe:

jemand kritisiert eine dir nahe stehende person, und zwar bringt er die kritik an der dir nahestehenden person bei dir an. du teilst dies der dir nahestehenden person mit (weil plappermaul *smile*) - die dann aber ungehalten reagiert.

ich gaube, da stecken mindestens 2 ungute Verhaltensweisen drin. eine kommt von aussen (nicht von dir), eine kommt von dir (du machst).

aber das findest du sicher selbst raus! sicher ich mir da bin :)))

liebe grüsse
roy_leo

davanala
10.08.2004, 22:41
Lieber Steinwulk,

das Problem, dass du beschreibst, kenne ich sehr gut. Leider ist es in meiner Umgebung auch oft so, dass die Leute zu mir ankommen, um, ich sag jetzt mal, über andere "abzulästern". Es gab Zeiten, da hab ich mir das angehört, hab mir den ganzen seelischen Giftmüll der anderen aufladen lassen und dann mit mir rumgeschleppt, mit schlechtem Gewissen, es der betreffenden Person nicht erzählt zu haben. Und wenn ich es erzählt habe, ging es genauso los, wie du es beschrieben hast, da wurde dann gegen gewettert.

Mittlerweile bin ich auf dem Standpunkt, den Leuten in so einem Fall einfach zu sagen, dass das nicht meine Probleme sind, dass ich das anders sehe, mit der betreffenden Person kein Problem habe und sie anschließend bitte, das mit der jeweiligen Person selbst zu regeln. Das ganze Geklatsche macht nämlich auf Dauer ganz schön krank, manchmal habe ich das Gefühl, dass es sogar zu Paranoia der schlimmsten Art führen kann.

Ich habe aufgehört, mich bei so etwas einzumischen. Klar biete ich meine Hilfe bei einem klärendem Gespräch an, aber wenn das nicht gewünscht wird, ziehe ich mich zurück. Entweder die bekommen das hin, oder eben nicht. Das Einmischen in solchen Fällen führt doch eh nur zu weiterer Verschlimmerung, da man das Gesagte nicht genau wiedergeben kann und am Ende ist man selbst meist der Dumme, der eh an allem Schuld ist.

Wie gesagt, ich versuche mich in solchen Fällen möglichst rauszuhalten, meist klärt sich das eh von allein.

Eine gute Nacht und einen erfolgreichen Tag euch allen

davanala

Sylphe
10.08.2004, 23:01
Hallo Krieger und Kriegerinnen,
roy_leo ich drück dir die Daumen und wünsch dir die Kraft und den Mut im richtigen Moment die richtigen Worte zu finden und danach zu handeln...ich weiß selbst wie schwer es ist und es gelingt mir kaum :/..aber ich arbeite dran !!

zu dir Steinwulk *breites grinsen* mich hätte etwas anderes gewundert :),
ich find dein starkes Selbstwertgefühl super, um nicht zu sagen, ich bin vielleicht sogar ein wenig neidisch drauf ;)
( gib mal ne Scheibe rüber )

zu deinem Prob., da kann ich mich davanala anschließen, ich halt mich aus sowas raus, das sollen die Leute selbst miteinander klären...kommt auch noch drauf an um was es genau geht....schwer da einen Rat zu geben.
Wünsch dir auf jeden Fall weniger Stess und Gequake um dich herum,

lasst es euch gut gehen,
alles Liebe durch die Nacht zu euch,
~Sylphe~

Steinwulk
11.08.2004, 10:48
Vielen Dank roy_leo, davanala, und Sylphe für Eure Antworten!

Das mit dem Ablästern ist klar. Ich mache ja auch jedem klar, daß ich gar nicht gewillt bin, meinen Mund zu halten, bzw. Heimlichkeiten von Nichtheimlichkeiten zu unterscheiden. Mit anderen Worten: "Sag es mir nicht, wenn´s der andere nicht hören soll!"

Hier gehts aber um Kritik an Dingen, die gemeinsam getan werden wie z.B. Kindererziehung. Wenn ich hier sage, daß ich nichts hören will, mache ich mich für Kritik unempfänglich. Das ist nicht in meinem Sinne, da man gerade in Sachen Kindern oft sehr "betriebsblind" ist.

Es ist ebensowenig in meinem Sinn, daß ich meinen "Mitstreitern" die Meinung Dritter vorenthalte (das wären ja Geheimnisse voreinander). Angebrachte und nicht angebrachte Kritik unterscheiden sich aber nicht sofort voneinander. Stattdessen erhalte ich den Vorwurf, warum ich meine "Mitstreiter" nicht verteidige. Ich verteidige mich ja nicht mal selber. Genauso gut könnte ich sagen: Bitte sage mir Deine Meinung, aber bitte nur das, was ich, bzw. mein "Mitstreiter" hören will. Andererseits fällt die Kritik an mir meist wesentlich konstruktiver aus, als bei meinen "Mitstreitern". Ich habe schon das Gefühl, vor den Karren gespannt zu werden - sowohl vom Kritiker als auch vom Mitstreiter. Ich weiß nur nicht, wo ich den Hebel ansetzen soll!



Gar nicht so einfach, oder?

Liebe Grüße, Steinwulk

Zum Thema "Ablästern" noch eine Erfahrung von mir: Das Telefon ist ein Segen beim Austausch von Informationen, aber ansonsten sehr mit Vorsicht zu geniessen. Das fehlende Angesicht des Gegenübers verleitet geradezu zum Weitergeben allzu subjektiver Weisheiten. Und die kommen alle zurück!

Sylphe
11.08.2004, 11:38
Direkte, vielleicht dumme Frage...aber es ist schwer dich zu verstehen, wenn man nicht weiß um was es geht.
Geht es hier um deine Frau und eine andere Frau ?

Die Frage für dich ist:
Ist an der Kritik was dran, was du eventuell ändern kannst und möchtest?
erst wenn du das klar gestellt hast kannst du handeln, entweder indem du mit dem "Mitstreiter" drüber redest, wie und was man verändern möchte..
oder du zweifelst den Kritiker an ( was nicht so danach aussieht, denn sonst wär das nicht ein Problem für dich)
Daraus jetzt einen Streit zu machen wär einfach nur blöde...es geht ja um die Sache,. um die Kritik, die sollte nicht aus den Augen verloren werden..sonst weiß man auf einmal nicht mehr aus welchen Grund man mit Kanonen aufeinander schießt.

Steinwulk, ich denk, oder besser gesagt, mir geht es so,
ich finds schwer dir Rat zu geben, denn geht es um die Kindererziehung, dann find ich , so wie du sagst, man ist da oft "betriebsblind", würde ich mir noch die Meinung von anderen ( Freunden, Verwandten...) holen, wenn ich mir nicht sicher bin.
Zum anderen würde ich einfach nur drüber nachdenken und anfangen mich und "meine Erziehung" erstmal zu beobachten und nicht gleich ,so viel Wert auf die Worte eines Kritikers legen.
Denn gerade in Erziehung gehen die Ansichten oft weit auseinander und es gibt sicher auch kein Patentrezept.

Ich könnte noch viel schreiben, aber aus Angst ich schieß am eigentlichen vorbei, lass ich das mal so stehen und wünsch euch einen schönen Tag
~Sylphe~

Steinwulk
11.08.2004, 12:51
Liebe Sylphe,

die Sache mit der Kindererziehung sollte lediglich ein Beispiel zur Veranschaulichung sein.

Es geht hier generell um folgendes: Ich bin Teil einer Gemeinschaft, und diese Gemeinschaft (Mitstreiter und ich) hat ein Vorhaben oder eine Gemeinsamkeit. Das Vorhaben oder diese Gemeinsamkeit kommt zur Sprache, es wird diskutiert. Es entsteht zwangsläufig Kritik. Ob und in welchem Maße sie für mich relevant ist, sei dahingestellt. Wenn Sie mit der Sache nichts zu tun hat, unterbinde ich sie - sofern ich das schon im Gespräch merke.
Ich gehe auch nicht her und schmiere diese Kritik meinem Mitstreiter postwendend aufs Brot. Mein Bedarf an Streß ist gedeckt, da brauche ich keinen Zusätzlichen. Aber ich verheimliche die Meinung anderer auch nicht, denn auch das wäre Streß - zumindest irgendwann. Also ist irgendwann der Mitstreiter mit der Aussage des Kritikers konfrontiert und da beginnt das Problem: Denn es geschieht durch mich!


Im übrigen hat es bei mir Jahre gedauert, bis ich in der Lage war, selbst aus einer sehr subjektiven Meinung das Positive zu suchen und muß auch heute noch oft an mir arbeiten. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, andere von diesem Verhalten zu überzeugen. Das wäre auch nicht möglich.


Kennt das Problem in dieser Form sonst niemand?

Grüße, Steinwulk

roy_leo
12.08.2004, 21:43
hallo Steinwulk

dein prob scheint ja komplexer zu sein, als ich so voreilig annahm. daher
erst mal 'tschuldigung für meine oberflächliche antwort. es ist ja nur verständlich, dass du die kritik an einem gemeinsamen vorhaben auch mit deinen mitstreitern teilen möchtest. kann ich sehr gut nachvollziehen.

nun war es ja schon immer so, dass der überbringer einer "schlechten" botschaft sagen wir mal nicht gerade mit lorbeeren überschüttet wurde. das ist heute nicht anders.

da weiss ich dir keinen rat. höchstens den. abzuwägen, ob die kritik eurem vorhaben nützlich sein könnte, es vorantreiben könnte, euch weiter bringt. wenn ja, dann stimmt der "preis". wenn nicht, behalte sie für dich. ich jedenfalls finde nicht, dass das auch nur im entfertesten was mit geheimnstuerei zu tun hätte. aber da empfindet sicher jeder anders.

so oder so, ich wünsch' dir und deinen mitstreitern bei eurem vorhaben viel erfolg, viel positive kritik und tolle gemeinsame stunden.

liebe grüsse
roy_leo

weil neugierig ich bin *gg*, was habt ihr denn so vor, deine mitstreiter und du?

Steinwulk
13.08.2004, 16:15
Liebe Sylphe, davanala und roy_leo!

@ roy_leo: es ist kein konkretes Vorhaben oder ein konkretes Problem. Aber da dieses Forum mit Sicherheit nicht der geeignete Platz ist um seine "Wäsche zu waschen" und es nebenbei auch nicht mein Stil ist, wollte ich die Problematik so abstrakt wie möglich darstellen. Wahr ist aber, wie Sylphe schon vermutet hat, daß es erst zum Problem wird, wenn es sich im engsten Kreis (Familie) abspielt. Die Rollen wechseln auch, d.h. Kritiker wird in einer anderen Problematik zum Mitstreiter und andersrum.

@ Euch alle: Eure Antworten haben mir trotzdem sehr geholfen, weil ich erkannt habe, daß meine Rolle immer dieselbe ist. Und eben die möchte ich nicht mehr spielen, weil ich dahintergekommen bin, daß es nichts weiter als eine sehr subtile Art des "Ablästerns" ist.


Ein dankbarer Steinwulk.

trollkata
16.08.2004, 13:41
hallo alle

wer in sich ruht
nie launisch tut

Steinwulk
16.08.2004, 15:38
... und ist frohgemut

weil Stock und Hut
steht ihm gut!

:D

hi trollkata, herzlich willkommen!


Steinwulk

Vanessa
03.11.2004, 17:33
Hallo zusammen!

Also ich bin manchmal auch sehr launisch was vielleicht damit zu tun hat das ich Krebs vom Sternzeichen her bin und denen sagt man das ja nach. Mir hilft es in Phasen wo mich andere zur Weisglut bringen wollen, wenn ich mir dann vorstelle das ich einen Energiekreis um mich herum habe und negative Energien daran abprallen oder dass ich mir sage" Hey du bekommst meine Energie nicht". Manchmal verspüre ich dann auch den Drang mich zurückzuziehen und zu meditieren oder das ich mir Reiki gebe um meinen Energiehaushalt wieder aufzufüllen.Trotzdem klappt das nicht immer bei mir,denn auch dies ist menschlich und gehört zum Leben dazu.

Das war es für`s erste mal

Liebe Grüße Vanessa

DINO
03.11.2004, 18:21
@Steinwulk
Ich hatte da eine ähnliche Situation: ich habe in einem büro gearbeitet wo zwei frauen waren die nur über andere gelästert habe. ähnlich wie du tut einem so eine hinterlistigkeit, falschheit weh. es kann sogar sein dass meine gesunheitlichen probleme damit zu tun haben.
ich habe dann den folgenden rat bekommen:
du hast mehrere möglichkeiten:
1. du sprichst mit dieser person und sagst ihr dass dir solche hinterlistigkeiten/falschheiten weh tun und sagst dass sie damit aufhören soll

2. du sagst der person dass sie diese dinge der betreffenden person ins gesicht sagen soll oder wenn das alles (aus welchen gründen auch immer) ncht geht dann geh einfach oder

3. du schließt die augen und stellst dir vor dass dich eine fgroße weisse kugel umgibt an der alle diese negativen energien abprallen.

auf alle fälle nicht in sich "hinenfressen" das tut einem nicht gut!!

@leo_roy (König der löwen?)
wenn du ständig verletzt wirst ist es auch eine frage des zulassens!
hier ein schönes zitat aus einem lied von udo Jürgens:
"Was du geschehn' läßt, ist auch das, was dir geschieht. "

um die aussage nicht aus dem kontext zu reissen hier das ganze lied :-)

Alles Liebe und viel mut euch beiden

Udo Jürgens

Das ist dein Tag, dieser Tag, der Blumen und Lichter.
Das ist dein Tag, wer dich mag, denkt heute an dich.
Fühl' dich befreit, wie von Liebe getragen.
Das ist dein Tag, dieser Tag, den du nie vergißt.

Was du behältst ist immer das, was in dein Leben paßt.
Was du geschehn' läßt, ist auch das, was dir geschieht.
Was du bekommst, ist immer das, was du gegeben hast.
Die Welt ist reicher, weil es dich gibt.

Das ist dein Tag, dieser Tag, der großen Gefühle.
Du blickst zurück, auf das Stück, das hinter dir liegt.
Du siehst nach vorn und du stellst neue Fragen.
Heut', an dem Tag, diesem Tag, den du nie vergißt.

Das ist dein Tag, dieser Tag, der Blumen und Lichter.
Das ist dein Tag, wer dich mag, denkt heute an dich.
Fühl' dich befreit, wie von Liebe getragen.
Das ist dein Tag, dieser Tag, den du nie vergißt.

Das ist dein Lied, es sagt dir, was Worte nicht sagen.
Mit diesem Lied wünsch' ich mir, bleib' so, wie du bist.
Fühl' dich befreit, wie von Liebe getragen.
Das ist dein Tag, dieser Tag, den du nie vergißt.

Steinwulk
04.11.2004, 13:37
Lieber Dino,

ich glaube mittlerweile, der Schlüssel liegt nicht an meiner Umgebung, sondern an mir.

Niemand äußert sich über irgendetwas oder irgendjemand ohne eine Motivation. Wenn er sich negativ äußert, so wird seine Motivation wohl ein Problem sein, wie auch immer es geartet ist.

Nun ist es in unserer Gesellschaft immer hoch angesehen, sich der Probleme anderer anzunehmen. Doch es ist nicht angemessen sich die Probleme anderer zu eigen zu machen - egal wie nahe sie einem stehen. Das hilft niemandem, am wenigsten einem selbst. Er oder sie hat in Bezug auf einen gewissen Umstand entschieden, ein Problem zu haben - nicht ich. Und niemand kann für mich mitentscheiden.

In unserer Gesellschaft mag das kaltherzig erscheinen. Doch es ist gütiger, jemandem sein Problem in aller Klarheit zu überlassen als ihn und sich selbst in gegeseitige Erwartungen zu verstricken und damit ein kunstvolles Gebäude um das Kernproblem zu errichten. Mit Türmchen und goldenen Zinnen, so dass wir es gar nicht mehr wagen, unser Problem anzugreifen. Mit Güte und Mitgefühl hat das nichts zu tun.

Doch bis man selbst die Klarheit erhält, muß man die eine oder andere Erfahrung und auch Hilfestellung bekommen. Einige davon habe ich hier im Forum bekommén und möchte dafür danken.

Ach ja,

Udo Jürgens ist spitze

Steinwulk

Steinwulk
04.11.2004, 13:49
Ooops ;)

Hi Vanessa.

Habe nur Dinos Beitrag gesehen.


Willkommen und schön dass Du da bist! Von allen Seiten höre ich momentan immer nur Reiki. Ich weiß nicht mal, was das ist. Werde mich wohl mal informieren müssen.

Ein hoffentlich nicht mehr allzu lange unwissender


Steinwulk

Vanessa
04.11.2004, 22:33
Hallo Steinwulk!

Danke für deinen herzlichen Empfang! Naja bevor ich meinen ersten Reiki Grad gelernt habe konnte ich mir auch darunter nichts vorstellen, aber ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Es ist schön die Energie in seinen Händen fliessen zu spüren. Wenn Du fragen zu Reiki hast kannst du Sie mir gerne stellen.

Liebe Grüße Vanessa

Sylphe
05.11.2004, 14:52
Hallo Vanessa,
schön dass du hier bist, herzlich Willkommen !!!
Leider kenne ich mich auch über Reiki nicht aus, danke für den neuen Impuls, vielleicht gibt es ja ein neues thread darüber, würde mich auch sehr interessieren.

Ich sehe das genau wie Steinwulk, der Schlüssel liegt bei jedem selbst.
Ich versuche das immer mehr zu verstehen und anzunehmen, denn ich bin ein Mensch, der durch meine Erziehung immer für andere mitdenkt.
Ich plage mich oft mit Gedanken wie:" Ist das dem anderen auch recht was ich da tue ?" " War das vielleicht ein Fehler?" " Darf ich mir das jetzt erlauben oder hat der andere Vorang?...)u.s.w.
Das ganze führt nur dazu, dass es mir schlecht geht und ich mich selbst blockiere,
(und um beim Thema zu bleiben):
habe ich durch diese Gedanken um andere , keine ausgeglichenen Energien mehr für mich selbst, meinen Partner...
und dies führt zu einer Launenhaftigkeit.
Der Schlüssel liegt in mir selbst,
genauso ist es.
In erster Linie geht es darum für sich selbst zu sorgen und wirklich helfen kann man nur dem, der auch Hilfe annimmt.
Ich kann nur danach handeln was mir mein Gegenüber auch deutlich sagt, alles andere sind Interpretationen.
Vielleicht ist das auch ein allgemeines Problem unserer Gesellschaft, nicht nur, dass man dazu neigt sich die Probleme anderer aufzuhalsen, so wie Steinwulk sagt, sondern auch selbst "um den heißen Brei herum redet, oder tut" und nicht klar sagt, ich hab dieses oder jenes Problem, wer kann mir helfen?
Ohjee, ich verstrick mich, entschuldigt.
Vielleicht haben wir einfach ein Kommunikationsproblem, ist das so ?
*lächel*

Ich geb zu, mir fällt es selbst schwer jemanden anderen ganz klar zu sagen wie man mir helfen könnte, weil ich ja wiederum niemandem zur Last gehen möchte......
ein Teufelskreis....und wie Steinwulk sagt, keinem ist wirklich geholfen.

Gedankenpause *g*
Alles Liebe zu euch und ein paar Sonnenstrahlen ins bunte Herbstlaub zu euch zauber,
~Sylphe~

DINO
05.11.2004, 16:09
Hi Syphe!

Dein Eintrag passt gerade gut in mein Leben. es gibt da einen menschen der sich nicht helfen lässt und das tut sehr weh wenn man sieht wie dieser leidet,
vor alle, wenn man diesen menschen sehr sehr gerne hat!
schlimm wenn dies aus falschen stolz geschieht. aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.
aber man muß auch auf sich schaun sonst geht man dabei drauf! und dann kann man dem anderen gar nicht mehr helfen.
nur wenn es einem selbst gut geht dann kann man den anderen helfen. ich glaube auch immer ich muß allen helfen (bin ein kleiner weltverbesserer)
(vielelicht ist das eine eigenschaft der KDL)
aber das geht leider nicht man kann nicht allen helfen!

klar man kann nur dem helfen der es deutlich artikuliert, aber manchmal könen das die menschen nicht mehr, aber das ist auch eine kleine Kunst, dann dies zu erkennen und einen schritt auf sie zuzugehen!

ALLES Liebe
DINO

Steinwulk
05.11.2004, 20:08
Einen wunderschönen gutlaunischen Herbstabend wünsche ich Euch.

Von Sylphe gezauberter Sonnenstrahl durch Herbstlaub angekommenmelde!

:)

Hallo Vanessa – Ja, ich würde gerne mehr über Reiki erfahren. Die Vorstellung, die ich bisher davon habe, ist wahrscheinlich höchst unvollständig. Über einen neuen Thread würde ich mich auch freuen.

Zum Nachdenken gebracht hat mich allerdings Dinos Beitrag, da ich über dieses Thema erst kürzlich mit einem Freund diskutierte.

Er sagte, um jemanden helfen zu können, muss man ihn dort abholen wo er gerade steht. Obwohl ich ihm in diesem Gespräch zugestimmt habe, bin ich im Nachhinein zu einer anderen Ansicht gelangt. Wenn er sich nämlich nicht helfen lässt, könnte es daran liegen, dass man noch nicht bei ihm ist. Man möchte ihm so gern helfen, dass man bereit, den Standpunkt seines Nächsten zu suchen. Am Ende hat man sich ihm zuliebe ein Stück weit in eine Richtung bewegt, in die man niemals wollte. Und von dort aus kann man ihm auch nicht besser helfen.

Um jemandem helfen zu können, muss ich ihm nur zwei Dinge mitteilen: Dass ich dazu in der Lage bin, und dass ich dazu bereit bin. Mehr nicht. Alles andere darf ich seiner Entscheidung überlassen.

Nun gibt es aber den Fall, dass ich nicht in der Lage bin, meinem Nächsten in dem von mir gewünschten Umfang zu helfen – ganz einfach weil ich seinen Zustand noch nicht erfahren habe.

Zur Veranschaulichung vielleicht folgendes Beispiel: Ein Arzt mit schiefer Nase macht nicht automatisch die besseren Nasenkorrekturen, wo hingegen es durchaus dienlich ist, wenn der Arzt selbst mal eine schiefe Nase hatte. Er weiß, wovon er redet.

Nun wird sich natürlich kaum ein Arzt die Nase verbiegen, um die von anderen besser operieren zu können.

Unsere Seele hingegen ist sehr wohl bestrebt, Erfahrungen zu machen - unter anderem um anderen in eben diesen Erfahrungen besser beistehen zu können. Um mitfühlen zu können. In diesem Fall sehe ich es schon als angemessen den Standpunkt meines Nächsten zu suchen. Um der Erfahrung willen. Um Mitfühlen zu können muss man anscheinend zuerst mitleiden.

Deshalb stellt man sich wahrscheinlich auch die weisesten Ratgeber uralt vor (Uralte Morla, kennt Ihr die noch?). Weisheit ist quasi die Summe aller Erfahrungen. Und die Quelle des Mitgefühls. Das dürfte der wichtigste Faktor bei der Fähigkeit sein, helfen zu können.

Ich stelle mir vor, dass ein(e) wirklich Weise(r) es mich lediglich wissen lässt, dass er mir in meinem Kummer helfen kann und will. Alles andere bleibt mir überlasse. Seines Mitgefühls hingegen darf ich mir in jedem Fall sicher sein.


Wohlgemerkt, das ist meine Theorie zu dieser Angelegenheit – nicht mehr.

Quasi ein sehr theoretischer

Steinwulk

Sylphe
06.11.2004, 00:46
Ich grüße euch alle !


Es ist tief in der Nacht, und ich nicht mehr ganz so nüchtern,
also möchte ich auch nur noch kurz einen Beitrag geben.

Ich bin davon überzeugt, dass nichts aus Zufall passiert.
Demzufolge haben wir narrenfreiheit.
Die Folgen kann jeder abschätzen...durch die Erfahrunegen die man sammelt.


Ich habe lange versucht jemandem zu helfen....einem Drogensüchtigen, er war mal mein Exfreund....aber er ließ sich nicht helfen, oder ich habe es nicht geschafft....

es ist egal wie ich es auslege.
alles hat seinen Sinn und mittlerweile gehe ich meinen Weg und er seinen.

Jeder Mensch hat die Freiheit über seinen Weg selbst zu entscheiden und das ist großartig, einfach wunderbar, dafür danke ich "Gott" von ganzem Herzen !


Lasst und die Welt eine schöne Welt sein !

Dir DINO wünsche ich, dass du deinen Weg erkennst und an zweiter Stelle den Menschen zur Seite stehen kannst die dich brauchen....du kannst nicht mehr wie da sein !!!


Danke Steinwulk für deine Zeilen,
ich fühle mich verstanden,
und dich verstanden,
und das ist schön.
Ich danke für dieses thread ! ;)

DANKE TOBI
alles Liebe
~Sylphe~

RA
06.11.2004, 09:12
Einen wunderschönen Guten Morgen an ihr alle

Es ist schön, zu lesen, über Themen, die im Moment, auch bei mir sehr aktuell sind(sonst wäre ich nicht da:-))

Eigentlich wollte ich mein Senf zum Thema Helfen beigeben.
Ich habe auch an dem Helfersyndrom(wie es schön genannt wurde) gelitten und dabei fast zu Grunde gegangen.

Es klingt wahrscheinlich hart, was ich jetzt sage, es ist aber in dem Helfen, auch eine Selbstbefriedigung dabei. Man soll sich wahrscheinlich fragen, was habe ich davon?
Ich kann sagen, was bei mir der Fall war.
ich hatte einfach viel zu wenig Selbstwertgefühl und wenn ich jemanden geholfen habe(auch von der andere Person nicht ganz gewollt), dann habe ich ein gutes Gefühl - ich habe,etwas Gutes getan. Mein Selbstwertgefühl war befriediegt.
So ist das bei mir gewesen und es kommt nach wie vor oft vor, dass ich über die Grenzen den Anderen gehe und versuche ihn zu helfen, obwohl er(sie) das gar nicht will.
Habt ihr mal gedacht über die Situation der Geholfenen?
Wie würde uns in dieser Situation gehen.
Weil, wenn ich ihm sage, lasst dir von mir helfen, heißt automatisch, ich unterstelle ihm, er macht seine Sache nicht richtig. Das hieße, ich stelle mich über ihm(sie) und sage ihn, was für IHN(SIE) besser wäre.

Ich glaube, dass wir unsere Hilfe anbieten sollen, sogar mehrmals, wir sollen aber nicht vergessen, dass wir nicht wissen, wofür(welche Erfahrungen) sich diese Seele entschieden hat, wenn sie auf die Erde gekommen ist.
Mit meinem Verhalten, habe ich das Gefühl, den anderen mit meiner HIlfestellung unter Durck zu setzen und es bleibt ihm oft nichts anderes übrig als sich zu entfernen.

Das ist meine Erfahrung.

Ich wollte euch das nur mitteilen.
Helfen ist nicht nur gut.
Es gibt kein entweder oder, es gibt nur sowohl als auch. Auch beim Helfen.

Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit
Alles Liebe
Ra

WohlfühlManager
17.11.2004, 03:02
um noch mal auf das eröffnungsposting zurückzukommen, von wegen ins loch fallen - dabei musste ich sofort an einen WOL-newsletter denken, der diese geschichte enthielt:

Falling into the abyss
The warrior - inadvertently - takes a wrong step and falls into the abyss. Phantoms startle him, loneliness torments him. As always he sought the Good Combat, and didn't think this would happen to him.
But it did. Surrounded by darkness, he communicates with his master.
"Master, I have fallen into the abyss," he says. "The waters are deep and dark."
"Remember one thing," replies the master. "That it is not the fall which drowns, but the length of time underwater."
And this causes the warrior to use all his strength to get out of the situation in which he finds himself. aber das zu wissen und dann zu machen... gelingt mir auch nur selten. zum glück falle ich nicht mehr so oft und so tief, wie das früher mal war

und zu devis verweis auf lieben-was-ist von byron katie wollt ich noch hinzufügen, dass diese methode für mich am einfachsten funktioniert. zu schauen, dass ich in meinen angelegenheiten bleibe und die realität akzeptiere. darüber klar werden, dass das schlechte gefühl eigentlich nicht durch eine situation verursacht wurde, sondern durch meine gedanken/geschichten/glaubenssätze dazu.

also, gemeinsam aufwärts, zum licht!!!

euer wohlfühlmanager

roy_leo
22.11.2004, 12:35
hallo alle und hallo WohlFühlManager !!

danke für das tolle zitat. das kommt für mich gerade richtig! :)))

nun ist mir wieder klar,
warum ich öfter mal dieses tolle forum besuche,
von dem geschriebenem profitiere
und auch versuche mit selbst gewinnbringend für andere einzubringen.

liebe grüsse an alle in diesem forum
roy_leo