Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen mit geistigen Übungen
In allen Weltreligionen und bei allen geistigen Schulungswegen gibt es Übungen zu einem höheren Bewusstseinsgrad, bzw. Weiterentwicklung des gegenwärtigen Daseins. Mir sind solche Übungen seit Jahren wichtig und Bestandteil meines Lebens. Meine Frage an alle Leser dieser Zeilen lautet: Machst Du Übungen, z.B. die "Tibeter", spezielle Jogaübungen, betest Du regelmäßig, sind Dir Meditationen wichtig, wenn ja in welcher Form, usw., so schreibe doch bitte Deine Erfahrungen in diese Rubrik. Nicht die Übungen als abstrakte Anleitungen sind mir wichtig, sondern einzig Erfahrungen die mit selbst erlebten Übungen gemacht wurden.
Mit gespannten Erwartungen, Sateeju
Hallo Sateeju und Willkommen!
Ich denke, dass es schon wichtig ist, irgendetwas in dieser Richtung zu machen. Ich für meinen Teil bevorzuge Meditation, autogenes Training und (wenn ich mehr Zeit hätte) zazen (das sollte man halt regemäßig machen, halbherzig ist nicht gut, aber jeder so wie er kann, denke ich).
Meine Erfahrung damit:
Es entspannt, es beruhigt den Geist und man kann klarer denken. Man wird ruhiger (gelassener) und man lernt sich selbst besser kennen (auf sich zu achten, wenn der Körper etwas sagt). Auch denke ich, dass man durch dieses "selbst kennen lernen" mehr Selbstvertrauen erlangt (hier kann ich nicht sagen, ob es durch Meditation alleine kommt, da ich seit vielen Jahren traditionelle Karate machen (wodurch ich zur Meditation kam)).
Grüße und einen schönen Sonntag!
Tobi
mönch in der welt
11.07.2004, 11:47
hallo!
euer mönch betet. das gibt ihm kraft, denn bevor man betet muss man frieden mit sich und der welt schaffen, ganz ruhig werden, in sich gehen und dann den geist fließen lassen.dadurch dringt man in seinen innersten kern vor. bete am morgen und am abend. abends am liebsten, weil da schalt ich das elektrische licht aus, zünd meine krze am "altar" an.konzentrier mich auf die flackernde flamme, und das allein macht mich ruhig, auf dass ich einen gesunden schlaf hab und erfrischt in einen neuen tag gehen kann. es gibt aber auch vorgegebene gebete, das entscheide ich spontan nach lust und laune, was ich halt grad brauch. das wiederholen dieser formeln, diese eintönigkeit (rosenkranz etc.), da gehts ja nicht so um den inhalt sondern um den rhythmus des sprechens, der seine wirkung tut.
dazwischen rede ich oft spontan mit gott, das kommt von ganz allein, und seit kurzem redet er auch mit mir...so hab ich meine berufung (mönch) erfahren.
aber die art der meditation, die ich am besten finde, am kraftvollsten, ist, wenn man sein ganzes leben zu einem gebet macht, in gedanken worten und taten beten: das meint: ganz im moment leben, und alle tätigkeiten (und sei es geschirrspülen, oder putzen) so auszuführen als wäre es die letzte in deinem leben, also mit voller hingabe, mit aller liebe.
so findet euer mönch zu seiner mitte.
Hallo ihr Lieben,
Es ist schön, alles was ihr da macht. Toll.
Ich versuche mich gesund zu ernähren(bin Vegetarierin) und seit kurzem mache ich Yoga.
Momentan habe ich keine Lust auf Meditation(habe jahrelang regelmässig gemacht).Ich denke, wie der Mönch so schön sagt, das ganze Leben zu einem Gebet zu machen - einfach im Hier und Jetzt leben und dann kann auch essen, kochen, putzten, was auch immer man macht, eine meditative Tätigkeit.
Damit hat man sein Geist und die Gedanken immer bei der Sache, die man gerade macht und man ist ruhig und ausgeglichen.
Mir gelingt leider nicht immer, aber seitdem ich das mache, bin ich viel konzentrierter und habe kaum mehr Ängste.
Ich danke dir Saateju für die Interesse an uns, finde die Idee sehr gut. So lernen wir uns besser kennen.
Alles Liebe
Ra
Liebe SchreiberInnen
Herzlichen Dank für Eure Reaktionen, die mich sehr erfreut haben.
Das ging doch schneller als ich mir dachte und auch tiefer und direkter. Mit all den Übungen die so existieren ist es ja so eine Sache. Es gibt hunderte, wenn nicht tausende davon, aber wirken tun nur diejenigen, die getan werden. Deshalb ist es mir auch so wichtig konkrete Erlebnisse zu erfahren.
Ich persönlich beschäftige mich seit etwas über zehn Jahren, nach dem ich alles mögliche an Meditationen ausprobiert habe, mit den sogenannten "Nebenübungen", die R. Steiner als Hilfe für das Gegenwartsbewusstsein angegeben hat. Es sind dies fünf unterschiedliche Übungen, die ich abwechselnd für jeweils einen Monat mache. Durch diese Übungen kultiviere ich sozusagen mein Denken, Fühlen und Wollen und kann, dadurch, dass die drei Wesensglieder getrennt angegangen werden, mein Leben differenzierter erleben.
Vielleicht kurz zu Dir Mönch. Der Versuch im Hier und Jetzt zu leben und die Gegenwart bewusst zu erleben, gehört heute mehr den je zu den wichtigsten Aufgaben, denn die Welt der Ablenkungen ist enorm und hindert uns tatsächlich auf der Welt anzukommen.
Soviel für heute. Meine Erfahrungen mit den "Nebenübungen" werde ich natürlich auch noch erzählen.
Seid herzlich gegrüßt
Sateeju
Würdige Grüße an dich Sateeju!
Meine Übungen heben sich etwas von den anderen hier ab. Ich glaube an die Körper-Geist-Brücke und so "schule" ich reglmäßig meinen Geist durch Kommunikation, durch Inspiration und ständiges Suchen nach mir selbst.
Doch befindet sich dieser Gesit in einer Hülle und diese muss auch "gepflegt" und getestet werden. Und so versuche ich meinen Körper, meist durch Ausdauersport, an die Grenzen zu bringen.
An einem gewissen Punkt, nämlich am körperlichen "Todpunkt" übernimmt der Geist und treibt mit starkem Willen den Körper weiter. Und nach diesen Übungen oder Trainings fühle ich mich sehr gut.
Manchmal ist es wie eine Art Trance (...hoffe ich hab das Wort richtig geschrieben. ;) ) in die man fällt, beim trainieren.
Dies sind meine Übungen. Fand die Unterscheidnug deiner drei Wesensglieder aber sehr interessant. Denken, fühlen und wollen...
Werd auch nun mal hierauf achten und dies in meine Übungen und Inspirationen aufnehmen.
Schön dich hier zu haben!
Bis bald... Renegard
Suchender
14.07.2004, 09:05
Hallo,
um ehrlich zu sein mache ich keine "Übungen" (jedenfalls nicht wissentlich).
Im Gegenteil, ich habe mit den Jahren angefangen zu lernen auf mich
selbst oder besser gesagt mein inneres zu hören.
Abends wenn ich ins Bett gehe lege ich mich entspannt auf den Rücken
und "höhre" in mein innerstes. Meistens ist es lediglich wie eine Art
Revuepassierung des Tages und Ordnung der Ereignisse, ab und an
aber auch wie eine Art Zwiegespräch mit einer Stimme die zu mir spricht
aus meinem inneren. Diese Stimme ist mir irgendwie sehr bekannt, klingt
sehr alt, ist aber nicht meine eigene. Weis auch nicht wie ich es beschreiben
soll, jedoch habe ich das Gefühl mit meinem inneren Zwiesprache zu
führen. Seltsam ist nur dass wenn sich diese "alte" Stimme meldet
ich in der folgenden Nacht sehr reale Träume von alten Zeiten habe,
welche mir aber vertraut scheinen.
Also kurz gefasst halte ich lediglich Zwiesprache mit meinen inneren
Stimmen. Den ich bin der Meinung man sollte vielmehr auf sich selbst hören
und achten, es wird schon alles kommen wenn es kommen soll.
Gruß
Suchender
Liebe MitschreiberInnen
Nachdem ich gestern abend an einem Brief über eine Stunde geschrieben habe und ihn dann nicht abgesendet sondern abgeschossen habe hat Tobi erste Hilfe geleistet, nochmals herzlichen Dank. Also von vorne!
Für mich beinhalten Übungen eine gewisse Regelmäßigkeit, sie sind aber in der heutigen Zeit nicht mehr nach Rezept anwendbar, sondern benötigen einen individuellen Ansatz. Was Du Suchender jeden abend für Dich anwendest ist eine Übung um Dich weiter zu entwickeln, wichtig dabei ist, dass ein Element des Bewusstmachens miteingebaut ist, denn an dem bewussten Betrachten der Wiederholungen kann ich eine Entwicklung erkennen. Selbst Abwaschen, oder andere alltägliche Notwendigkeiten können, wenn ich mich dabei regelmäßig betrachte, wertvolle Übungen sein, denn sie helfen, im Hier und Jetzt, präsent zu sein.
Nun aber noch einige Sätze zu der ersten, der sogenannten sechs Nebenübungen, die ich schon seit Jahren mit unterschiedlichem Erfolg praktiziere. Die Vorgabe ist folgende:
Man nehme einen möglichst einfachen Gegenstand, eine Stecknadel, ein Bleistift, ein Abschnitt eines Brettes, ein Radiergummi, ein leeres Blatt Papier, usw. (es muss ein von Menschenhand gemachter Gegenstand sein!) und versuche einmal am Tag, für fünf Minuten diesen Gegenstand mit geschlossenen Augen, sich innerlich vorzustellen, über die Zeit eines Monates.
In den ersten Tagen geht das relativ leicht, das es immer noch Neues zu entdecken ist am gewählten Gegenstand. Mit der Zeit wird es immer schwieriger, denn einerseits wird der Gegenstand langweilig und andererseits schießen mir ständig Gedanken in den Kopf, die nichts mit dem Gegenstand zu tun haben und wollen mich von meinem Beobachten ablenken. Alles was mich zur Zeit gerade so beschäftigt, Arbeit, Familie, Urlaub, usw., aber auch Projektionen, die durch den Gegenstand ausgelöst werden, flattern wie „Schmetterlingsgedanken“ um meinen Kopf und kreuz und quer durch meinen Kopf. Es fällt mir also manchmal sehr schwer einigermaßen an dem gewählten Gegenstand dran zu bleiben.
Was für mich wichtig dabei ist, dass ich feststelle wie sehr wenig „meine“ Gedanken, wirklich meine Gedanken sind. Die meisten Gedanken kommen sozusagen aus der Umwelt und ich reagiere dann darauf. Zum Beispiel sobald ein Gefühl auftaucht, ist das Gefühl mit dem Gedanken durchgegrannt und es braucht erneut Energie die Gedanken wieder an den Gegenstand zu binden. An Gedanken, die ich mit meiner Entschlusskraft gefasst habe, dran zu bleiben, empfinde ich als sehr schwer und diese Übung ist eine Hilfe, dass ich immer mehr Herr im Hause meiner Gedanken werde. Die erste Übung nennt sich „Gedankenkontrolle“.
Das ist jetzt sicher etwas viel und bestimmt noch mehr Fragen auslösend, obwohl ich versucht habe mich kurz zu fassen.
Aber interessiert es Euch denn überhaupt?
Liebe Grüße von Sateeju
Lilliana
21.07.2004, 00:42
Seid gegrüßt!
Ich habe noch nicht so viel Erfahrungen mit geistigen Übungen machen können, aber unbewusst doch von allem bereits etwas erlebt.
Zur Zeit beginne ich mich mit Yoga und Meditationen zu beschäftigen (auch aus beruflichen Gründen). Leider waren meine Einblicke noch nicht sehr tiefgründig.
Früher habe ich Autogenes Training gemacht. Es hat mir sehr dabei geholfen, mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Und es war mir eine große Hilfe beim Treffen einer wichtigen Entscheidung...
Am häufigsten halte ich jedoch ebenfalls Zwiesprache mit meinem Geist, allerdings nicht immer in Form eines Gespräches. Ich lasse vor meinem geistigen Auge alles Revue passieren, versuche mir vorzustellen, was wäre, wenn.... Ich stelle mir kritisch Fragen, welche wiederum neue Fragen aufwerfen und versuche irgendwo in meinem Innern die Antworten darauf zu finden. Ich mache mir meine Situation, meine Wünsche, Bedürfnisse, Forderungen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und auch Schwächen bewusst und frage meinen Geist um Rat.
Belastet mich etwas muss ich es herauslassen und in Energie umwandeln. Meine Ablassventile sind das Tanzen und das Singen. Meine Emotionen wandle ich entweder in tänzerische Bewegungen um oder die Emotionen verlassen über meine Stimmbänder meinen Körper. Erst dann kann ich mich geistig mit dem Problem oder einfach der Situation beschäftigen.
Auch mit der beschriebenen Übung von Sateeju habe ich Erfahrungen sammeln können. Im Wicca wird dies als Visualisieren bezeichnet. Es ist eine sehr sehr wichtige Übung. Doch mir fällt sie sehr schwer, aus genau den Gründen, die Sateeju bereits genannt hat.
Ich finde dieses Thema sehr interessant und hoffe, dass sich hier noch mehr Anregungen finden werden.
Besonders gespannt bin ich auf die anderen fünf Nebenübungen von Sateeju...
Blessed be!
Namárie!
Lilliana
Hallo Sateeju,
Danke für diese Übung, die finde ich wirklich besonders interessant.
Eigentlich sagst du mit andere Worte, dasselbe, was ich auch glaube, dass wichtig ist die kontrolle über die Gedanken zu haben.
Wenn man immer im Hier und Jetzt ist kann man bewusst seine eigene Realität schaffen.
Ich probiere demnnächst diese Übung.
Vielen Dank
Alles Liebe
Ra
Liebe MitschreiberInnen
Die zweite der sechs Nebenübungen möchte ich heute vorstellen.
Sie hat eine ähnliche Qualität wie die erste, nur findet sie ihre Anwendung im Willen und nicht wie die erste im Denken.
Die Vorgabe ist ganz einfach:
Morgens nach dem Aufstehen nehme ich mir einen oder zwei Zeit-Fixpunkte im Laufe des Tages vor. Zum Beispiel 10.35 Uhr und 14.15 Uhr. Zu diesen Zeitpunkten, möglichst genau und ohne Anwendung einer Weckuhr, verrichte ich eine ganz simple Tätigkeit. Die Art der Tätigkeit kann ich selbst auswählen, z.B. an der Nase kratzen, die Schuhe schnüren, das Taschentuch von der einen Hosentasche in die andere stecken, usw.
Bei dieser Übung konzentriere ich meinen Willen auf einen ganz bestimmten Augenblick. Diesen Augenblick zu treffen ist nicht ganz einfach, aber man hat ja mit jeder Übung einen Monat Zeit. Indem ich eine „sinnlose“ Tätigkeit verrichte am gegebenen Zeitpunkt, aktiviere ich sozusagen den „reinen“ Willen, der nicht an eine Tätigkeit gebunden ist, die mit äußern Angelegenheiten zu tun hat.
Für diese Übung brauchte ich sehr lange, bis ich sie nur einigermaßen geschafft habe. Wenn ich über den Tag beschäftigt bin, ist es sehr schwer für mich, mich im richtigen Zeitpunkt aus dem Geschehen rauszunehmen. Gelingt es aber, ist das Erfolgsgefühl wie ein Licht im Inneren. Auch hier stelle ich immer wieder fest, wie wenig ich in meinem Willen das Sagen habe und arbeite mit der Übung daran, mich schrittchenweise weiter zu entwickeln.
Liebe Grüße von
Sateeju
Liebe MitschreiberInnen
Ich möchte nun die dritte der sechs „Nebenübungen“ beschreiben.
Die erste gibt uns die Möglichkeit an unseren Gedanken zu arbeiten, bei der zweiten war der Wille das Ziel unseres übens.
Bei der dritten geht es, wie könnte es auch anders sein um das Gefühl.
Die Gefühle sind das, was wir zuerst wahrnehmen und meistens am schlechtesten damit umgehen können. Darum ist es auch wichtig den Übungen in der richtigen Reihenfolge nachzugehen, damit sozusagen Denken und Willen auf die Gefühlswellen vorbereitet werden.
Aber wie bringe ich mehr Bewusstsein in meine Gefühle? Da die Gefühle unmittelbar und ohne jegliche Vorbereitung in uns entstehen, ist es wichtig erstmal mit Gefühlen zu arbeiten, die regelmäßiger oder öfters auftauchen. Abends betrachte ich meine Gefühlswelt und lese mir eines davon aus, wenn möglich, wie gesagt, eines das am nächsten Tag erneut eintreten wird. (Warum muß der Nachbar schon wieder so laut Musik hören, z.B. usw.) Nun versuche ich also abends mir nochmals dieses Gefühl vorzustellen und nehme mir für den nächsten Tag vor, wenn das Gefühl erneut auftritt, es ein klein wenig zu drehen, oder zu schauen wie ich dieses Gefühl etwas verändern kann. Abends, mache ich eine kurze Rückschau und betrachte wie mir das gelungen ist und nehme mir für den nächsten Tag wieder ein Gefühl vor. Es kann auch über mehrere Tage das gleiche Gefühl sein.
Mit der Zeit erhalte ich dadurch ein wunderbares Bilderbuch meiner Gefühle und was dabei ganz wichtig wird, ich bin der Betrachter des Bilderbuches. Und jedem neuen Gefühl, welches mich früher vielleicht völlig irritiert hätte, schenke ich heute eine neue Seite des Bilderbuches.
Es geht hierbei nicht um eine Unterdrückung der Gefühle, auf keinen Fall. Aber wenn ich die Qualität eines Glücksgefühls in seiner vollen Reinheit erleben möchte, muss ich lernen die Störfaktoren zu eliminieren. Genau so geht es mit anderen Gefühlen, je reiner ich sie erleben kann, desto schöner das Bild im Bilderbuch.
Man stelle sich einen dunklen Raum vor, voller Gefühle, die alles durchweben. Ich kann sie im Finstern nicht erkennen. Wenn ich Licht anmache, ändert das an den Gefühlen überhaupt nichts die im Raum drin sind, aber ich kann sie sehen und zuordnen und mit ihnen lachen oder weinen.
Liebe Grüße an Euch Übende.
Sateeju
Liebe LeserInnen,
Denken, Wollen und Fühlen waren die drei Übungen, die ich bisher vorstellte. Es sind die ersten drei von den sechs sogenannten „Nebenübungen“ die vor ca. 100 Jahren Rudolf Steiner, als Übungen für die heutige Zeit beschrieben hat.
Die ersten drei Übungen können wir sozusagen als tägliches Programm uns erüben. Die nächsten drei, sind Übungen, die wir in konkreten Lebenssituationen anwenden können und zwar erst, wenn diese tatsächlich auftreten. Das heißt, wir haben erstmal wach genug zu werden um die Situation in der wir uns gerade befinden, zu erkennen. Die vorangegangene dritte Übung ist in dieser Beziehung sehr hilfreich.
Die vierte Übung heißt Positivität.
Positiv denken ist längst Bestandteil unserer Gesellschaft. Was unter positivem Denken meistens verstanden wird, dass man das Negative nicht anschaut, das ist allerdings mit dieser Übung nicht gemeint.
Im Gegenteil, wenn ich etwas sehe, wovor mich ekelt oder ich etwas begegne, was schrecklich ist, Strukturen entdecke, die mich meiner Freiheit berauben, mir im Skiurlaub ein Bein breche, vor einer wichtigen Besprechung in einen Hundehaufen trete, usw., dann habe ich als Übungsaufgabe; ganz genau die Situation zu betrachten, ihr nicht auszuweichen, um in der vorliegenden negativen Gegebenheit etwas zu finden, was positiv, vielleicht sogar schön ist.
Ich erlebe diese Übung so, dass mir das Auffinden von etwas Positivem in einer unangenehmen Sache, wie eine Rettungsinsel erscheint. Gar zu leicht verbeiße ich mich im mir vorliegenden Negativen und komme so schnell nicht wieder davon weg. Auch nicht wenn andere Menschen mir sagen, das ist doch alles nicht so schlimm. Habe ich aber im Negativen den positiven Wendepunkt erkannt, relativiert sich, zumindest für mich, die Angelegenheit ganz wesentlich.
Die Positivitätsübung gibt mir einen Ausweg, indem ich das Unangenehme intensiv betrachte, denn hinter dem ersten Eindruck verbirgt sich oft ein Weg zu dem Weiterführenden.
Herzliche Grüße
Sateeju
sei gegrüsst Sateeju
die gründe, warum sich suchende in diesem forum einfinden, mögen vielfältiger natur sein.
was ist der deine?
liebe grüsse
roy_leo
Hallo roy_leo
In meinem ersten Beitrag habe ich meine Gründe beschrieben. Es gibt für mich einfach Gestaltungselemente für mein Leben. Diese, so hatte ich die Absicht, würde ich gerne anderen Menschen, anhand von meinen persönlichen Erfahrungen mitteilen und hoffte ursprünglich, dass auch andere Personen ihre Erfahrungen diesbezüglich hier mitteilen.
Zur Zeit komme ich mir etwas missionarisch vor, was allerdings nicht im entferntesten meine Absicht ist, denn es geht mir um persönliche Erfahrungen, die man machen kann durch angewandte geistige Übungen.
Liebe Grüße von Sateeju
hallo Sateeju
es ist ein grosse freunde deine beiträge - insbesondere die beschreibungen
der übungen, die dir so viel bringen - zu lesen.
Mit all den Übungen die so existieren ist es ja so eine Sache. Es gibt hunderte, wenn nicht tausende davon, aber wirken tun nur diejenigen, die getan werden. des pudels kern, hier liegt der hund begraben, ins schwarze getroffen.
zumindest was mich betrifft. ich fange schon mal an, mit "übungen". aber
mein elan lässt nach einer weile jeweils stark nach. oder einfach gesagt,
mir scheint es an der nötigen selbstdiziplin zu mangeln.
in diesem sinne möchte ich deinen rat befolgen: wirken tun nur diejenigen,
die getan werden.
liebe grüsse
roy_leo
Hallo Ihr Lieben,
Danke Sateeju für deine ausfühliche Beschreibung der Übungen.
Es ist sehr, sehr interessant.
Mir geht es, allerdings, auch so wie dem roy_leo, dass ich eine Weile, veschieden Sachen mache, aber irgendwann möchte ich etwas Neues probieren.
So war, z. B., mit verschiedenen Arten der Meditation.
Ich bin bis jetzt, bei keine wirklich geblieben.
Habe auch schon gedacht, ich wäre nicht disziplineirt, beharrlich genug etc.
Mittlerweile habe ich aufgehört mich zu verurteilen, und glaube, dass das Leben einfach eine ständige Bewegung und Änderung ist. Wahrscheinlich brauche ich einfach die Abwechslung. Es kann auch sein, dass ich, halt, diese Entschuldigung für mich gefunden habe und das gar nicht stimmt.
Mir geht es allerdings besser, wenn ich tolerant zu mir bin. Verurteilen macht mich selber immer klein, unzufrieden, ungestimmt.
Was meint ihr dazu?
Wie motiviert ihr euch, dass irgendeine Sache lebenslang macht?
Habt ihr Tipps?
Alles Liebe
RA
Hallo RA
Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten bezüglich der "Nebenübungen".
Der technische Ablauf der Nebenübungen ist so, dass jede der sechs Übungen immer "nur" für die Zeit eines Monates gemacht wird und dann kommt die nächste dran. Das hilft etwas über die schwierigen Zeiten hinweg, denn es kommt bald eine andere Übung, gerade wenn man frustriert ist. Mit den Jahren merke ich, dass mir die Übungen gut tun. Ich habe immer wieder Durchhänger und verbrauche viel Kraft, bis mir bewusst wird, dass mir die Übungen fehlen. Dann bin ich erneut motiviert.
Natürlich hilft es auch, wenn man sich mit anderen Personen, die sich gleichzeitig die selbe Übung vornehmen, dass man sich mit diesen Personen austauschen kann und mit den gemachten Erfahrungen diejenigen motivieren kann weiter zu machen, die gerade einen Durchhänger hatten.
Und lieb sein zu sich und nicht verbissen!
Deine Frage ist jedenfalls eine wichtige, gerade in der Zeit der unendlich vielen Ablenkungen.
Liebe Grüße von Sateeju
Chan Woo
14.08.2004, 00:14
Hallo!
die motiviation ist nur dann vorhandem, wenn man wirklich auf dem richtigen weg ist. Doch auch dort kommt man immer vom richtigen weg ab. Man findet aber immer wieder zurück!
Bleibt euch selbst treu!
Und lest "das Handbuch des kriegers des Lichts" es hilft!
Ich persönlich Meditiere regelmässig 2 Stunden! Mir hilft auch die Praxis der Mantras! Es ist ziemlich Mächtig!
Im Dharma
Chan
Hallo ihr Lieben,
Danke Sateeju für die Erklärung. Auch da hast du recht - mit lieb sein zu sich- meine ich.
Ich habe im yoga die Erfahrung gemacht, wenn ich ehrgeizig bin und nur deswegen die Übungen mache, um zu machen, geht mir nicht so gut, wie wenn ich wirklich Spaß dabei habe.
Chan Woo finde ich toll, dass du das schafst - so lange zu meditieren.
Und das Handbuch des Kriger des Lichts hilft aufjedenfall. Ich habe das immer bei mir, und wenn ich zeit habe schlage ich auf und lese. Es gibt mir wirklich Kraft.
Danke, dass du mir daran erinnert hast.
Frieden, Licht und Liebe
Ra
trollkata
16.08.2004, 13:45
hallo alle
"erkenne dich selbst"
Chan Woo
16.08.2004, 18:37
Hallo trollkata,
"erkenne dich selbst" dieser Satz rettet die Welt und befreit alle leidenden Wesen!
Wer bist du? Weiß nicht!
DAS ist die Wahrheit
Im Dharma
Chan
"erkenne dich selbst" Hm muss ich ? Reicht es nicht einfach zu sein.
Warum strebt der Mensch danach, alles erklären zu können.
Ist es notwendig das ich einen Sinn (Aufgabe, Platz ) im leben habe?
Kann ich nicht einfach Sein...weil Leben nun einmal Leben ist...
***********
UPS (",) nur gerade so ein paar Gedanken.. (",)
Irgendwie hab ich immer ( und tuh immer noch) nach meinem Lebenssinn gesucht. (suche)
Aber muss ich überhaupt so verzweifelt danach suchen, damit das Leben einen Sinn erhält?
Suchte ich zu lange danach, würde ich ja das Leben verpassen! .-)
Ich will mehr werden, besser, höher...doch muss ich mich zuerst selbst finden dazu??
Lernt mich das Leben nicht ganz von alleine, was ich wissen muss.
Gruss nachdenklicher und müder Phönix
Hallo Phönix!
Das was du beschreibst, das Erkennen, ist schon das Ziel - praktisch der "Endpunkt" deiner Suche. Vielleicht liegt ja die Antwort in deiner Frage: Die Suche ist der Sinn?
Dabei sollte man nach meiner Auffassung ein gesundes Maß treffen. Denn vielleicht ist der Weg noch zuweit.
Witzig, denn wir hatten hier schon ein ähnliches Thema: ist es nicht in der Natur des Menschen ständig nach etwas zu streben, erfüllt das nicht unser Leben von Anfang bis Ende? Ob es die Suche ist, ob es Geld ist (materielle Dinge) oder einfach die Existenz selbst.
@Chan
praktizierst du Zazen mit Koans? hast du einen Meister, der dich prüft? Dein Post oben erinnert mich spontan an Mu ! :)
Auch noch nicht so ganz wache Grüße
Tobi
Liebe MitschreiberInnen
"Erkenne dich selbst" ist eine schöne Aussage. Allerdings als bloße Aussage ziemlich hohl! Denn die Frage nach dem Wie folgt auf der Stelle.
Es geht mir hier um selbst gemachte Erfahrungen mit geistigen Übungen und nicht um großartige Aussagen Dritter! Denn was ich aus eigener Erfahrung hier einbringe, trifft vielleicht auf Erfahrungen anderer und so können wir uns gegenseitig helfen und befruchten.
Es würde mich auch freuen, wenn aus der "Zen - Ecke" einmal eine persönliche Beschreibung dazu käme, denn auf diesem Gebiet bin ich nur oberflächlich beheimatet.
Liebe Grüße von Sateeju
Noch ein Nachschlag!
Chan Woo, willst Du nicht mal eine Deiner Meditationen beschreiben und vielleicht ein persönliches Erlebnis beifügen?
Würde mich sehr freuen.
Gruß Sateeju
Steinwulk
17.08.2004, 14:18
Hallo Krieger!
Nun möchte ich mich auch in diesen Thread einbringen. Denn für mich stellt sich die Frage: Was ist eigentlich „sich selbst erkennen“?
Wann hat man sich erkannt?
Wenn man sich erkannt hat, war es das dann, oder geht es noch weiter?
Ein Beispiel:
Steinwulk schabt sich mit 16 den ersten Flaum von der Backe, schaut in den Spiegel und sagt: Klar, das bin ich, Steinwulk. Hab mich doch gleich erkannt. Was soll ich sonst erkennen? Spinnt ihr?
Ist es nicht so, dass es umso schwieriger wird, sich selbst zu „bekannt zu bleiben“, je größer der Horizont ist? Und führt uns ein Großteil unseres Horizontes nicht in eine Richtung, wo wir alles Mögliche erkennen, aber nicht uns selbst? Wenn dem so ist, dann ist die Kunst an der Sache die, sich die richtige Himmelsrichtung auszusuchen. Also nicht zu erkennen wer man ist, sondern wohin man will! Wie Tobi und phoenix schon sagten.
Aber ist die einmal gewählte Richtung für alle Zeiten die Richtige? Oder ist es durchaus angemessen, sich mal hierhin, mal dorthin zu bewegen? Nur um dort einen Menschen zu treffen oder eine Erfahrung zu machen?
Fragen über Fragen.
Meine Meinung dazu: Sich selbst zu erkennen heißt für mich letztendlich: Seine Wesenheit in Körper, Geist und Seele und damit die Schöpfung zu erkennen. Denn das ist die Erkenntnis, die bleibt. Alles andere ist vergänglich und ist schon im Zeitpunkt des Erkennens überholt. Im Moment bin ich weit entfernt von dieser Erkenntnis, aber es ist ja nichts aus der Zeit! Also machen wir uns mit dem Selbsterkennen lieber keinen Stress.
Überlegen wir uns lieber, wo wir hinwollen. Ich, zum Beispiel, will jetzt auf den Berg! Ich hau einen Blauen rein und schau mir mal alles von weiter oben an – JuHuuuuu…
Ich erzähl Euch morgen, wie ´s war!
Steinwulk!
Ein Wort noch zu Deinen Übungen, lieber Sateeju: Das schaff ich nicht. Für mich ein Buch ein Buch mit sieben Siegeln. Vielleicht muss ich ja noch reifen!
Chan Woo
17.08.2004, 18:01
Hallo!
@Phoenix
Wie kannst du sein wenn du nicht weiß wer du bist?
Woher weißt du wo deine Motivation ihren Ursprung hat?
Was willst du wirklich?
Es ist ganz einfach sich selbst zu finden!!! Nicht schwer!! Laß los!
@Tobi
Ja, ich praktiziere mit Koans! Koans sind aber eine gefährliche Sache! Es kann einen sehr schnell in die Irre führen!
Ich habe natürlich einen Meister der mich prüft und mir auf dem Weg weiterhilft!
Ich selbst werde demnächst Dharma-Lehrer! Doch das dauert noch ein wenig!
Mu? Alles ist mu!
@Sateeju
"Erkenne dich selbst" ist die ALLES entscheidende Aussage!
Die große Frage entspringt aus ihr: Wer bist du?
Nur du kannst die Frage beantworten. Selbst Zen kann sie dir nicht beantworten. Ebenso wenig die Erfahrungen anderer leute!
Meine Praxis:
Eine halbe Stunde vor einer Weißen Wand ohne Gedanken! So einfach!
dannach Gehmeditation, dann wieder vor der Wand, keine Gedanken!
Bei schwierigkeiten helfen mir sog.Mantras. die rezitation eines wortes!
Welches Wort ist egal! von mir aus Coca cola!
Ich selbst benutze: Kwan Seum Bosal. Das wiederhole ich ständig.
Es hilft die Gedanken zu kanalisieren und dann abzuschneiden!
Meine Erfahrung:
Ich habe erfahren, dass es keine Grenzen gibt. Kein Innen kein Aussen!
Kein getrennt sein von dir und mir. Alles eins! Also kein Ich!
Ein großartiges Erlebnis!
Es ist schwierig so etwas mit Worten zu erklären! Wahrscheinlich wird es falsch verstanden!
Also selbst die Erfahrung machen ;-))
Liebe MitschreiberInnen
Ich denke, dass wir auf verschiedene Weisen in die gleiche Richtung arbeiten. Das finde ich gerade sehr interessant und hier kann ich mir durchaus auf ganz emotionsloser Ebene vorstellen, dass sich die verschiedenen Wege vergleichen lassen, ohne dass wir uns gegenseitig belehren. Denn wichtig erscheint mir, dass ich mich selbst erkenne, um dieses Zitat nochmals zu verwenden, aber nicht in dem Sinne, dass ich etwa glaube, mich erkannt zu haben. Sich selbst erkennen als Ziel, als Lebensaufgabe sich zu setzten, gefällt mir gut. Als irdisches Wesen, als das ich mich wahrnehme, werden mir ja genügend Hilfestellungen von anderen Menschen und auch durch mein eigenes Tun, fast täglich vor mein Antlitz geführt.
Im großen Unbedingten, im Ewigen, in Gott, oder wie wir es nennen wollen eins zu sein, ist für mich eine meditative Erfahrung. Da komme ich her und da werde ich auch wieder hin zurückkehren.
Für mich stellt sich die Frage, nach meinen irdischen Aufgaben, bzw. nach meinen Lernmöglichkeiten in und mit der materiellen Welt, als wichtigste. Und ich bin der Ansicht, dass die Geistigkeit genau so in der materiellen Welt, z.B. in einer Blume, vielleicht sogar noch besser in den Beobachtungen der Wachstumsprozesse einer Blume, zu finden ist, wie in einem durch Meditation herbeigeführten „leeren“ Zustand.
Andere Personen erleben das vielleicht völlig gegenteilig! Die Erfahrungen sind einfach vielfältiger Art.
Darum hier meine Beschreibung der fünften „Nebenübung“.
Sie heißt: Unbefangenheit.
Was heißt das als Übung?
In Gesprächen mit anderen Menschen, geschieht es öfters, dass vorgefaßte Meinungen über eine bestimmte Angelegenheit, den Gesprächsfluß behindern, vielleicht sogar unterdrücken. Mit der Unbefangenheitsübung versuche ich, das was mir die andere Person mitteilt, nicht wertend, stehen zu lassen. Wenn mir zum Beispiel jemand mitteilt, dass die Bevölkerung von Frankreich mit derjenigen von Deutschland für 5 Jahre ausgetauscht werde und die von Deutschland mit derjenigen von Frankreich, dann denke ich in der Regel, mein Gegenüber hat nicht alle Tassen im Schrank und blockiere dabei seine und meine weiteren Gedankengänge. Das will aber nicht heißen, dass ich meine Überzeugung in den Mülleimer stecken soll, nur soll sie erst solange zurück bleiben, bis die andere Person die Grundlage für ein gegenseitig respektierendes Gespräch geschaffen hat.
Mit der Unbefangenheitsübung halte ich mich zurück in meiner Wertung und meiner Begriffsbildung und bleibe dadurch beweglich für mich und gebe dem Anderen die größtmöglichen Freiheiten für seine Gedankenentfaltung.
Ich erlebe diese Übung als Grenzüberwindung. Sie hält mich im Fluß. Öfters geschieht es jedoch auch, dass ich erst im Nachhinein feststelle, dass ich durch mein Festhalten an einer bestimmten Überzeugung das Gespräch behindert habe.
Diese Übung gibt mir also ganz konkrete Möglichkeiten, mich in einer bestimmten irdischen Situation zu erkennen, um so an mir zu arbeiten, dass möglichst lange ohne eine Verhärtung eine offene Wahrnehmung möglich ist.
Und für mich ist es so, dass je offener ich sein kann, desto eher kann ich die Geistigkeit dahinter erkennen, mit der ich nach meinem Ableben vielleicht wieder eins werde.
Das für heute!
Seid gegrüßt von Sateeju
Chan Woo postete
Wie kannst du sein wenn du nicht weiß wer du bist? Sein bedingt nicht immer verstehen.
Ein Baum existiert...aber er ist sich dessen evtl. nicht bewusst.
(Bemerkung: evtl. ist der Baum es sich bewusst, aber das kann bis jetzt noch nicht so recht bewissen werden. Nicht das, dass noch eine Debatte über bewusste Bäume gibt *kichert* )
Natürlich will ich meinen meinem Lebenssinn auch erfahren
Doch verzweifelt ( verbissen) danach suchen, bringt nichts.
Zu fest Suchen erschöpft...(raubt unnötig kraft)
Einfach zufrieden sein mit dem was man ist... ( Ein Baum)
( Natürlich sich weiter entwickeln lernen....Logo ! )
Chan Woo postete
Woher weißt du wo deine Motivation ihren Ursprung ha Momentan hat meine Motivation ihren Ursprung durch das Fernweh .-)
Frage: Wie meinst du das konkret meine Motivation...
(Manchmal motiviert mich ja auch der Hunger was zu essen...)
Aber du meinst: "Was mich antreibt weiter bringt..." oder ?
Na dann ist es wirklich momentan das Fernweh.... (",)
Chan Woo posteteWas willst du wirklich? Durch das Fernweh werde ich (gezwungen) andere Länder zu bereisen.
Das will ich auch momentan...(Es ist die Art zu Leben wie mir gefällt )
Was ich wirklich will: "Ist einfach eine gute Zeit verbringen, sie zu nutzen"
Den was anderes kann der Mensch nicht machen...
Als die Zeit auszukosten und ein gutes Leben gelebt zu haben.
( Korrigiert mich falls ihr andere Ansichten ect. habt )
Gruss Phönix
trollkata
18.08.2004, 13:09
Hallo,
Suche nach Sinn im Leben ist sinnlos,
das Leben selbst ist schon der Sinn.
Liebe Mitschreiber/Innen und Leser/Innen
Die sechste der sechs Nebenübungen bildet nun den Abschluß meiner Reihe über die sechs Nebenübungen. Sie ist die anspruchsvollste Übung und setzt einiges an Willenskraft voraus.
Die sechste Übung heißt: Gelassenheit, innere Harmonie, oder auch seelische Ausgeglichenheit.
Von der Beschreibung her ist sie ganz einfach: Übe einen Monat lang alle vorher beschriebenen fünf Übungen gleichzeitig.
Um dies zu erreichen gibt es zwei verschiedene Wege.
Der eine ist so, dass ich jeden Monat mir eine Übung vornehme und im sechsten Monat versuche alle „gleichzeitig“ zu tun. Dieser Weg ist in den ersten fünf Monaten, da ich immer nur eine Übung übe relativ einfach. Kommt dann die sechste Übung, wird mir diese als recht schwere Prüfung auferlegt, da ich die vorangegangenen Übungen mir praktisch neu erarbeiten muß.
Der zweite Weg baut sich kontinuierlich auf. Das heißt, ich übe nicht jeden Monat nur eine Übung, ich nehme jeden Monat die neue Übung zu den alten mit dazu. Auf diese Weise entsteht langsam ein Aufbau, wobei hier der gesamte Weg schwieriger ist, aber die sechste Übung empfinde ich dann als einen harmonischen Abschluß und nicht wie beim ersten Weg als schwierig zu erreichende hohe Konzentration des gesamten Weges.
Persönlich mache ich es meistens so, dass ich, angelangt bei der sechsten Übung, täglich morgens die „Gedankenkontrolle“ mache und im Anschluß an diese Übung mir die anderen Übungen vor mein inneres Auge hole. Nun entschließe ich mich eine von den restlichen Übungen für einen Tag mit dazu zu nehmen.
Es ist aber festzustellen, daß über die Jahre, die Qualitäten der einzelnen Übungen, sich in mein Leben integriert haben, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg, denn es ist nach wie
vor ein Übungsweg!
Wenn es mir gelingt in einer konkreten Lebenssituation, spontan Unbefangenheit (5.) oder die Gefühlskontrolle (3.) abzurufen und mich dadurch in der konkreten Situation nicht der Ohnmacht ausgeliefert fühle, dann ist das ein Hochgefühl. Es entsteht sozusagen Abgrenzung und Öffnung in einem. Ich kann mich voll und ganz an die konkrete Situation hingeben, ohne z.B. einen Schaden, wenn es etwas Negatives ist, an meiner Person befürchten zu müssen.
Soweit also die Beschreibungen der sechs Nebenübungen.
Da es mir wichtig ist, dass in dieser Rubrik vor allem selbst erlebte Erfahrungen mitgeteilt werden, habe ich mich bewußt zurückgehalten mit Literaturangaben oder zuviel technischen Hinweisen. Wenn das eine oder andere noch gewünscht wird, werde ich gerne einige Sätze dazu schreiben.
Liebe Grüße von
Sateeju
Liebe LeserInnen
Da meine Ausführungen bezüglich der Nebenübungen hauptsächlich auf meinen Erfahrungen beruhen, möchte ich doch zum allgemeinen Verständnis noch ein Buch erwähnen, welches mir gut geholfen hat und immer noch hilft.
Das Buch heißt:
"Die Belebung des Herzchakra"
Der Autor ist: Florin Lowndes
ISBN 3-7725-1620-3
Liebe Grüße von
Sateeju
mönch in der welt
23.09.2004, 15:25
hallöle!
schreib euch aus dem kloster, bin nicht wieder eingetreten, nur zum arbeiten da...
"sich selbst erkennen", tja schön und gut aber, naja, das ist ein prozess der ein leben lang dauert, bis wir dann mit unserem schöpfer wieder vereint sind, wieder daheim sind, dann sind wir ganz.
ja erkennt euch selbst, macht es euch zum lebensziel das ist wirklich ein gutes ziel, was dabei wichtigist, vor allem für die ehrgeizigen unter euch oder für die ungeduldigen...immer locker bleiben, über euch lachen und fehler zulassen.
seinen weg finden. sehr schön,aber mir kommt vor man müßte wege sagen oder vielleicht sollte man es am besten, ja genau, es ist ein labyrinth, um in die mitte zu gelangen musst du dich für links, gradaus oder rechts entscheiden, du musst umwege machen, das ist der weg , als o nie die geduld und nie den mut verlieren.und vor allem. viel spass beim kämpfen, sorgt euch nicht um morgen, der heutige tag hat genug eigene "lasten" (besser: herausforderungen)
genug gscheites glabert.
euer mönch.
Hallo Mönch
Deine Aussage die Fehlern zuzulassen trifft einige ungelöste Gesellschaftsprobleme. Leider sind wir so erzogen worden, daß Fehler mit schlechten Noten bestraft wurden, leider.
Für mich beinhalten Fehler, allerdings bewußt aufgearbeitet, das größte Potential an Kreativität, an persönlicher Weiterentwicklung. Ohne sogenannte "Fehler" in meinem Leben wird mir das Eröffnen der Denk- und Verhaltensmuster über meine persönlichen Grenzen hinweg verunmöglicht!
Wir sollten dankbar dafür sein, daß uns die Mitmenschen unsere Verhaltensfehler im Spiegel zeigen und wir dadurch uns selbst in unseren Grenzen erkennen können.
(In der Unbefangenheitsübung, bei der ich nicht meine Position verteidige, ist ein weites Feld für Fehlerbearbeitung, (dies bitte nicht als Belehrung auffassen))
Herzlich Sateeju
Lichtsucher
03.10.2004, 13:10
Hallo Sateeju,
ich möchte Dir für Deine Beschreibung der Nebenübungen danken. Ich hatte vorher noch nichts von diesen gehört oder gelesen, aber deine Beschreibungen klingen sehr interssant.
Ich werde mich nun etwas intensiver mit diesen Übungen beschäftigen, weil ich glaube, dass diese für mich genau richtig sind :)
Danke !
Viele Grüsse,
Lichtsucher
ex.pression
15.10.2004, 20:07
trollkata postete
Hallo,
Suche nach Sinn im Leben ist sinnlos,
das Leben selbst ist schon der Sinn. Da stimme ich überein .. ich finde es sehr spannend was hier alle schreiben aber traurig wenn ich mir überlege dass jemand 2 stunden vor eine weissen wand und dabei die farben der welt verpasst.
Hallo Lichtsucher
Danke für Deine unterstützenden Worte.
Für den Nebenübungen - Austausch gibt es ein neues Forum.
www.nebenuebungen.de
Gruß Sateeju
Holla, hier geht ja im Wortsinne die Post ab! Kaum mal einen Tag nicht im Forum gewesen, und schon überschlagen sich die Diskussionen.
Also, ich halte es mit den Übungen etc. sehr entspannt. Mir geht es auch gar nicht so sehr darum, meinen Geist durch ritualisierte Handlungen, Übungen und ähnliches zu schulen; nein, ich halte es da eher mit Jesus, der da sagte :"An den Früchten sollt Ihr sie erkennen!" Will heißen: Ab und zu bete ich, wobei sich mein Gebet sinngemäß auf "Dein Wille geschehe" beschränkt. Ich bin nicht der Fan von Meditationen oder kontemplativen Versammlungen. Ich will lieber wirken, will lieber Nächstenliebe leben, will lieber meine Erfahrungen lehren und aus den Erfahrungen anderer lernen. Und ich glaube, dass mir Meditationen dabei nicht so sehr helfen.
Und noch ein Satz an Zahir:
Never change a winning team. Warum sollte ich (verzeih mir bitte) ein Forum verlassen, um in einem zweiten Forum weiterzuschreiben? Vielleicht bin ich ja ein wenig starrköpfig, aber ich sehe dafür keinen Grund....
Gruß: Shay!
movingshadow
07.02.2005, 18:22
Lieber Zahir,
schön das du den Weg hierher gefunden hast!
Ich habe mal in dein empfohlenes Forum reingeschaut.
Danach muß ich sagen, ach ist das schön hier!
Keine Werbung, irgendwie Ruhe und Entspanntheit.
Ich finde man kann das hier spüren,
durch all die Technik,
durch die Leute hier.
Hallo Shay,
bist du vom Glauben her eher
ein freier Christ, oder Traditioneller Christ?
Im übrigen braucht nicht jeder die Meditation um zu seinem ich sag hier jetzt mal
Wegführer (Begleiter) vorzustoßen.
Manche Menschen sind sich diesem ganz Intuitiv bewußt und Handeln
einfach so mit ihm, in ihm, er in uns... wie auch immer.
Ich denke es ist rübergekommen, was ich will!
Hallo Movie,
wenn Du so fragst (es sei Dir gern gestattet) - ich bin da eher ein Freidenker. Wie gesagt, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Was nützt mir Meditation, Gebet und sonstige Glaubensbekundungen, wenn ich nicht danach LEBE? Worin liegt das Plus für wen auch immer, wenn ich beides tue? Ich entwickle mich weiter, indem ich handle, nicht nur, in dem ich drüber nachdenke.
Das ist meine Philosophie, Ihr dürft mich jetzt steinigen ;-)
Shay
movingshadow
08.02.2005, 15:27
Ok, Shay... jetzt bist du dran...
Jesus, sieh: Er ist Frei-Denker, darauf steht die Steinigung, sollen wir ihn Steinigen?
Jesus: Als Freidenker hat er es verdient.
So gröhlte die Masse und einige hoben schon einen Stein.
Da sprach Jesus: Haltet ein, wer unter euch ohne Sünde ist, in seinem Denken, Tun und Handeln, der werfe den ersten Stein!
Daraufhin kniete movingshadow nieder, neben den armen Frei-Denker Shay und bekundete ihm seine Sünden... und Jesus vergab ihm. ;-)
Hihi!
: )
Meine Wenigkeit übt sich seit c.a. 5 Jahren in Menschwerdung und den Möglichkeiten einer zu werden. Begonnen hab ich mit Qi Gong und einer Kombination mit Medidation, hab mich dann auf eine Kombination von morgentlichen Mountainbiking (4:30) und anschliessenden Zazen - Übungen.
Die Motivation dahinter waren 2 Todefälle in der Familie und ein in's bodenlose scheinender Fall. Nachdem ich einige Bücher/Seminare usw. studiert/besucht habe, mit Leuten, Schamanen(Navaho) gesprochen hab - kam ich für mich zum Schluss dass nur ich für mich atmen kann, nur ich mein Leben nach meinen Vorstellungen gestallten kann.
Das morgendlich Radfahren im Wald bringt den Kreislauf in Schwung, die anschliessende Meditation (ca. 45 min) stimmt mein Herz ruhig, entspannt meinen Körper, verlangsamt meine Gedanken und macht mich weniger anfällig für Stress. Im laufe der Jahre lies der Eindruck bei mir nach, dass ich gedacht werde, sondern Gott mir das notwendige Werkzeug mit auf den Weg gegeben hat mich und mein Leben zu gestallten und folglich auch genug "Power" zu haben Leuten zu helfen, wenn sie mich brauchen. Meine Ängste wurden weniger, ich begene Leuten auf einer ganz anderen Ebene.
Kurz gesagt mein, Leben hat eine ganz andere Qualität bekommen.
Ich denke Jesus, Gautama uva. haben uns Türen geöffnet, jedoch hindurchgehen müssen wir selbst.
Amen ; )
Guten morgen Takezo
Herzlichen Dank für Deine persönliche Mitteilung, ich kann geradezu spüren wie die Energie Deiner Erfahrungen in Deinen Worten spricht.
„Im laufe der Jahre ließ der Eindruck bei mir nach, dass ich gedacht werde, sondern Gott mir das notwendige Werkzeug mit auf den Weg gegeben hat mich und mein Leben zu gestalten und folglich auch genug "Power" zu haben Leuten zu helfen, wenn sie mich brauchen.“
Die Aussage in diesem Satz finde ich sehr wichtig.
Ich glaube auch, dass wir nicht gedacht werden, sondern, dass alle Gedanken die überhaupt möglich sind, sozusagen frei schwebend um uns herum in der geistigen Welt vorhanden sind. Wir sind es, die mit unseren Möglichkeiten, die, wie Du auch sagst, uns von Gott mit auf den Weg gegeben wurden, an uns selbst arbeiten müssen, um diese freien Gedanken zu unseren zu machen.
Dazu gibt es natürlich vielfältigste Hilfen aus allen Bereichen der Religionen und der Kultur. Ein kurzes alltägliches Studium eines anspruchsvollen Textes gibt unserer Seele ganz andere Impulse als das tägliche Lesen der Schlagzeilen in der Presse. Wir haben die freie Entscheidungsmöglichkeit uns an das anzuschließen, was geistig hinter den jeweiligen Texten steht.
Wer das einmal bewusst betrachtet, wird feststellen, dass die Macht der negativen, banalen und niedrigen geschriebenen Texte im Alltagsleben unglaublich stark ist und dass wir uns mit „Ichkraft“ aus diesem Sumpf ins kulturelle Leben erheben können, wenn wir nur wollen.
Wichtig ist dabei Deine Kernaussage, dass nur ich mein Leben wirklich gestalten kann und die gefällt mir sehr gut.
Habe ich das alles richtig vertanden?
Gruß
Sateeju
; )
Ich bin froh das die Message angekommen ist, denn es ist ja gar nicht so leicht so etwas Komplexes wie das "Innereste" in so etwas wie unsere Sprache (gesprochenes/geschriebenes Wort) zu fassen.
Ich hab da mal einen Spruch aufgeschnappt(glaub von Laotse): "Versuche nicht in die Fusstapfen grosser Menschen zu treten, sondern suche was sie suchten" und ich finde das ist ne recht gute Perpektive.
Ich kann nicht du sein und du nicht ich, aber wir können von einander lernen.
Gruß
takezo
...und zu letzterem fällt mir nur ein:
"Wer ständig versucht, in die Fußstapfen anderer zu treten, hinterlässt selbst keine Spuren."
Find ich gut.
*lg* Shay
Eine neue Erfahrung.
Vor einiger Zeit belegte ich ein Wochenendseminar für Gregorianik. Wir haben viel gesungen und meditiert. Die Meditationen hatten einen christlichen Gebetscharakter mit einem östlichen Einschlag. Sie halfen hauptsächlich um zu einer inneren Stille zu kommen, bevor wir gemeinsam in die Kirche gingen um die Stundengebete mit den entsprechenden Gesängen zu singen.
Durch die vorangehende Meditation war ich innerlich „in Ordnung“ und konnte die Gesänge wunderbar genießen. Ich bin selbst absoluter Laie, was das Singen anbelangt, aber durch einen sehr inspirierten Chorleiter konnte ich in kurzer Zeit mitsingen.
So kam ich zu einem Erlebnis, welches mich beeindruckte. Während eines Stundengebetes, d.h. während einer genau festgelegten Abfolge verschiedener gregorianischer Gesänge, entstand ein Eindruck, vielleicht besser ein zartes Gefühl, dass ich mit dem Wesen oder dem Urbild des Gebetes in Berührung gekommen sei. Von einem starken Nachklang abgesehen, kann ich da gar nicht viel erzählen, es war einfach Schwingung, harmonische Schwingung durch und durch. Und Tiefe, vielleicht Unendlichkeit oder so etwas ähnliches.
Gruß Sateeju
Hallo Sateeju,
interessanter Bericht, den Du da ablieferst.
Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mit einer solchen Form der Meditation wesentlich besser klarkommen könnte, als mit einer fernöstlich geprägten. Irgendwie scheint die hier besser auf unseren westlich-christianisierten Kulturkreis zu passen. Klar, jedem sein spirituelles Zuhause, wer meint, sich als Westeuropäer im Buddhismus o.ä. wohlzufühlen, soll das gerne tun. Ich denke nur immer diesen alten Spruch: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Haben denn so viele Menschen Angst vor dem Christentum und seinen Mysterien, dass sie indische, indianische, buddhistische, chinesisch und was weiß ich für Weisheiten suchen müssen? Warum können es nicht z.B. Erfahrungen wie Deine gregorianische, oder vielleicht hildegardische sein?
Ich für meinen Teil könnte mich eher für eine Woche in eine Benediktinerkloster als in einen ayurvedischen Tempel zurückziehen, um mich auf mein innerstes zu besinnen.
In diesem Sinne: OMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM MMMMMMMMMMMMMMMM....
Shay :D
Moinsagen.
Nun, ich habe, um ehrlich zu sein, nich alle Beiträge gelesen, es waren mir einfach zu viele. Doch einige habe ich überflogen.
Dieser ganzen Selbstfindungsgeschichte stehe ich ein stückweit kritisch gegenüber.
Wonach suchen wir, was nicht schon längst da ist?
Was bringen uns Erfahrungen in anderen Sphären mit einzigartigen Gefühlen, wenn wir das Ganze im Alltag nicht aufrechterhalten können?
Als Krieger des Lichts sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Zu groß ist die Gefahr, dass Spiritualität zu einer Ersatzbefriedigung wird. Als würden wir im Keller unsere H0 aufbauen, weil wir Angst vor dem Leben haben. Übertriebene Spiritualität ist genauso eine Flucht vor der Wirklichkeit.
Das wirkliche Leben spielt draussen, und durch ein gutes Gespräch lernen wir wohl mehr als duch etwas transzendieren. Zumindest über das, was wichtig ist.
Entschuldigt mich, ich will hier nichts verteufeln. Dies ist mein Standpunkt, doch glaube ich dass alles auch so seinen Sinn haben kann. Wichtig vor allem ist aber, dass wir es schaffen uns Zeit zur Selbstreflektion zu nehmen und kleine Ruhepole in unser Leben einbauen. Eben das berühmte Nichtstun!
Sich selber bewusst werden (lieben!?), statt nach sich selber zu suchen.
Falls Du das tust, kleiner Tip: Du sitzt vor deinem Computer!
Liebste Grüße,
morflow
@morflow: Ich kann dir da zum Teil zustimmen. Sobald man meditiert, weil man eben meditieren "muss", oder glaubt allein durch das meditieren etwas zu erreichen ist das wie......anstatt chips und cola chips und cola light ;) Um es mal sehr platt zu formulieren...
Klingt vielleicht etwas blöd, aber wenn ich abschalten will rauche ich Shihsa, oder/und höre/mache Musik. Klingt nicht sonderlich spirituell, ich weiß...aber diesen geistigen Zustand, der hier beschrieben wurde, ist auch gar nichts so geheimnisvolles. Letztlich ist es ja "nur" die Flucht aus dem Alltag, sich mal völlig auf sich konzentrieren. gerade wenn ich wichtige Entscheidungen treffe, habe ich immer Dinge im Hinterkopf ("was würden der und der denken" etc. pp) die mich daran hindern die richtige Entscheidung zu fällen. Die leichteste oder verlockendste Antwort auf eine Frage muss halt nicht die richtige sein. Um mich von diesen Faktoren zu befreien kapsel ich mich dann von allem ab, temporär versteht sich. In diesem Zustand kann ich mcih am schwersten belügen, denn die richtige Antwort weiß man immer....sie zu wählen, das ist das schwere.
An morflow und Xlll
Wenn Du morflow den Anfang dieser Rubrik liest, wirst Du feststellen, dass die ersten sechs von mir empfohlenen Übungen nur darum gehen, dass ich hier auf dieser Welt richtig ankomme, dass ich lerne die Welt zu begreifen im wahren Sinne begreifen. Kein "Abfliegen", im Gegenteil durch die Materie hindurch das Geistige zu erkennen.
Eine Flucht ist das nun gerade gar nicht!
Es geht jeder seinen eigenen Weg, der eine die längere Strecke über die Flucht, der andere in der direkten Auseinandersetzung. Maßstäbe gibt es dabei nicht, aber mitteilen können wir uns unsere eigenen Erfahrungen mit selbst angewendeten Übungen, das befruchtet!
Gruß Sateeju
Grüße Dich, Sateeju.
Verstehe mich nicht falsch, vielleicht bin ich etwas vom Thema abgekommen.
Auch ich habe so meine Übungen.
Zum Beispiel das rituelle Schwertziehen: alte japanische Tradition, hilft mir beim Erfassen des richtigen Augenblicks (ähnlich dem Bogenschießen), baut Hemmungen ab und stärkt das Sonnengeflecht.
Durch meine Arbeit habe ich wohl auch genug meditative Tätigkeit, was das Ganze für mich momentan auch etwas überflüssig macht.
Alles Liebe,
morflow
Hallo morflow
Es ist nun schon eine sehr lange Zeit her, seit Du eine kurze Antwort in dieser Rubrik hinterlassen hast.
Vor nicht allzulanger Zeit begegnete ich einem Meister im Bogenschießen und wie Du beschreibst ist das rituelle Schwertziehen ein ähnlicher Weg dem "Jetzt" näher zu kommen.
Kannst Du Deine Übungsrituale einmal hier beschreiben?
Sei gegrüßt
Sateeju
Chandrika
19.12.2005, 22:16
Puhhh, 1000 Eindrücke... hatte das Thema bisher noch nicht entdeckt...
Ich erlebe es in meinem Leben immer wieder, dass ich mir Sorgen mache, ob ich denn GENUG spirituelle Praxis betreibe, GENUG vorankomme, GENUG bin...
Und wenn ich es mir recht überlege, so waren die Zeiten in meinem Leben, in denen ich am meisten gelernt habe stets die schwereren, in denen Dinge passiert sind und Veränderungen stattfanden, die mich zum Handeln zwangen.
Die meisten Entwicklungen geschehen doch nicht aus einer verbissenen Suche heraus, sondern aus dem "puren" Leben selbst.
Klar kann man Körper und Geist fit halten, das erleichtert einiges. Ich mache Yoga und denke auch, dass es meine Kanäle öffnet, um Energie fließen lassen zu können... um in den Fluß zu kommen.
Und Körperlichkeit finde ich sehr wichtig... ich meine Bewußtheit, der bewußte Umgang mit sich selbst... Musik und TANZ!!!
Carpe diem!
Chandrika
Grüße,
ich kann dir nach eigenen Erfahrungen das Buch von Tepperwein: Kraftquelle mentaltraining empfehlen. Dort findest du einige sehr gute Übungen, die sich auch im Alltag für mich bewährt haben und sich gut mit anderen Meditationspraktiken ergänzen lassen.