Vollständige Version anzeigen : !!! Ruf der Sehnsucht !!!
Lilliana
21.07.2004, 00:45
Aiya, ohtatyaro i cala!
Seid gegrüßt Krieger des Lichts!
Ich denke, es ist an der Zeit, dass ich mich mit meiner Frage an euch wende und die Krieger des Lichts um Hilfe bitte!
Es geht um Sehnsüchte...
Ich spüre eine gewaltige Sehnsucht in mir brennen! Sie ruft mich und ihr Ruf wird immer lauter! Ich möchte ihr so gern folgen. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wo sie herkommt und wo sie mich hinführen will.
Ich weiß einfach nicht, wonach ich mich sehne. Ich habe alles mögliche versucht dies herauszufinden, aber vergebens. Renegard hat mir einmal gesagt, dass man doch wissen müsse, wonach man sich sehnt, aber so verrückt das auch klingt, ich weiß es einfach nicht.
Dieses Gefühl wird immer unerträglicher und ich weiß mir keinen Rat mehr.
Ich möchte einfach wissen, was mich ruft und wohin ich folgen soll...
Kennt ihr dieses Gefühl? Habt ihr eine Idee, wie ich diese Sehnsucht ergründen kann?
Ich bin für jeden Rat dankbar!
Sehnsuchtsvoll, Lilliana
Hallo Lilliana!
Ich bin mir nicht sicher, ob es bei mir ähnlich ist. In mir ist oft ein Gefühl von - ich sage dazu - "Unruhe". Heißt in mir ist ein ständiger Antrieb etwas zu tun, doch ich weiß nicht was - ist das bei dir auch so? Wenn ich mich dann hinsetzte und mir ein neues Projekt ausdenke, daran arbeite, beruhigt sich dieses Gefühl wieder. In der Regel sind das Online-Projekte, weil das das "einzigeste" ist, was ich einigermaßen behersche. Ist ein neues Projekt abgeschlossen ist das ein gutes Gefühl, doch zugleich auch das Gefühl, dass es dieses "eine" doch nicht war und aus einem kleinen Verlangen wird irgendwann eine "Sehnsucht" --> Das Wort beinhaltet es ja schon "Sucht".
Vielleicht ist das unsere kreative Kraft, die uns immer weiter entwickelt? Ich habe schon oft versucht zu ergründen, was genau diese Kraft mir sagen möchte, aber ich habe es bisher nicht geschafft. Ich weiß jedoch inzwischen, dass sie (gilt nur für mich persönlich) etwas mit Existenz und Neuerung zu tun hat.
Wenn unser Gefühl ein wenig miteinander zu vergleichen ist, dann solltest du dir die Fragen stellen:
- Wo stehst du jetzt (wie geht es dir)
- Wie sieht deine jetzige Lebensituation aus (Job/Familie etc.)
- Wo möchtest du hin (was ist dir ganz besonders wichtig)
Aus wenigstens einer dieser Fragen sollte diese Sehnsucht begründet sein. Auch wenn es nicht offensichtlich ist. Wenn es in deinem Job beispielsweise prima läuft und alles wirklich doll erscheint, kann es trotzdem sein, dass dein Geist nach mehr ruft. Man sollte sich dann fragen, wie lange schon alles so prima läuft - vielleicht schon lange und der Geist fühlt sich nicht mehr gefordert?
Tja und ansonsten (das mach ich) versuche dich auf dieses Gefühl still zu konzentrieren - setze dich, lege dich hin, schließe die Augen, atme ruhig und höre zu. Zwing es nicht herbei und jage es nicht fort. Spreche mit ihm wie ein Kind, schreie es nicht an.
Jedes Gefühl, das eine Handlung möchte und es aus deinem "Bauch" kommt ist richtig (das ist zumindest meine Erfahrung). Vertraue deiner inneren Stimme, sie möchte das Beste für dich und sie weiß bereits, was richtig ist. Du kannst ihr ohne Sorge folgen.
Alles Liebe zu dir,
Tobi
Suchender
21.07.2004, 10:33
Hallo Lilliana,
ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.
Es fängt an mit einer Art Sehnsucht und steigert sich bis zu einem
brennenden Gefühl welches bei mir noch mit einer Art der Gewissheit
verbunden ist dass die Zeit knapp ist.
Auch ich wusste nicht woher es kam oder was der Grund war und
egal was ich anfing die Linderung war nur von sehr kurzer Zeit.
Bis mir dann mal jemand wegen einem anderen Thema sagte:
"Wenn die Zeit reif ist, wird dir alles offenbart!"
Dieser Satz beruhigte mich und nahm mir scheinbar die Verbissenheit
auf der Suche nach dem Grund. Ich lernte dieses Gefühl der brennenden
Sehnsucht zu leben und es sogar zu geniesen ohne weiterhin nach dem
Grund dafür zu suchen.
Einige Zeit (glaube ca. 2 Wochen) danach hielt ich Abends wieder
zwiesprache mit mir und die "alte" Stimme war wieder da. Und ich erfuhr
den Grund. Seitdem habe ich dieses Gefühl noch immer, allerdings nicht
mehr so sehr brennend - da ich an der Aufgabe arbeite.
Mein Rat also, lasse los und geniese dieses Gefühl. Du wirst noch
erfahren welches Ziel dahinter steht.
Ich weis, ich konnte Dir nicht wirklich helfen. Jedoch wollte ich Dir erzählen
wie ich mit diesem Gefühl umgegangen bin und dass Du nicht alleine bist ;)
Gruß
Suchender
Steinwulk
21.07.2004, 17:48
Liebe Lilliana,
auch ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.
Möchte schwärmen, träumen und mich gehen lassen. Wovon und warum? Ich weiß es nicht! Ist vielleicht auch nicht so wichtig.
Das Gefühl ist da. Und immer weniger möchten es leugnen.
Sehr gut in Worte fassen kann es Constantin Wecker mit Liedern wie "Genug ist nicht genug" oder "Bleib nicht liegen" oder "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist".
Aber auch das trifft die Sache nur zu einem gewissen Teil. Da ist noch mehr, etwas Unfassbares, von dem wir nur wissen, dass es gut und schön ist.
Im Handbuch des Kriegers steht etwas, das damit vielleicht zu tun haben könnte:
„Ein Krieger des Lichts fürchtet nicht, verrückt zu erscheinen.
Wenn er allein ist, führt er laute Selbstgespräche. Er hat gehört, dies sei die beste Art, mit den Engeln zu kommunizieren, und er sucht diesen Kontakt.
Anfangs merkt er, wie schwierig es ist. Er meint, er habe nichts zu sagen und würde ohnehin immer den gleichen Unsinn reden. Dennoch gibt der Krieger nicht auf. Täglich hält er Zwiesprache mit seinem Herzen. Sagt Dinge, die er selbst nicht glaubt, völligen Unsinn.
Eines Tages wird er eine Veränderung an seiner Stimme wahrnehmen. Und begreifen, dass eine höhere Weisheit durch ihn spricht.
Der Krieger wirkt verrückt, doch das ist nur ein Täuschungsmanöver.“
Vielleicht ist er ja nicht verrückt, sondern erfüllt – von dem, wonach wir uns sehnen.
Als Kind habe ich immer über einen Mann gelacht, der völlig entrückt mit sich selbst gesprochen hat, wenn er spazieren ging. Er hatte das Gesicht eines glücklichen Kindes. Heute denke ich oft an ihn.
Vielleicht hilft uns ja dieses Forum!
Viele Grüße und Danke für Deine netten Antworten
Steinwulk
Ich grüße euch alle!
Ich kenne dieses Gefühl auch.
Allerdings war es oft ein schmerzhaftes Gefühl .
Damals als es so schmerzlich war, ich kann mich noch gut daran erinnern, saß ich auf meiner Treppe in meiner kleinen Einzimmerwohnung und schrieb einfach die Worte nieder, die mir in den Kopf schossen.
Daraus wurde mein "erstes Gedicht" ..ich habe eigentlich nur dieses eine *lächelnmuss*
Ich habe versucht es irgendwie zu bestimmen, dieses Gefühl. Mein Traum war immer nach Asien zu reisen , aber ich hatte nicht den Mut alleine loszuziehen. Vor 4 Jahren bin ich dann doch mit einem Freund auf die Phillippinen, es war nicht die Reise wie ich sie mir vorgestellt hatte ( was nichts mit dem Land und den Leuten zu tun hatte, sondern mit einem deutschen Affen, der dort König Großkotz spielte.andere Geschichte...)
Ich habe gemerkt, dass es damit nichts zu tun hatte.
Am besten hätte ich es damit beschreiben könnte, es ist die Sehnsucht nach Heimat, ich sehne mich nach Heimat.
Vielleicht ist das auch bei jedem Menschen noch mal anders, aber ich glaub, also für mich ist das sehr treffen, die Sehnsucht nach Heimat die in jedem brennt.
Heute sehe ich es so, dass es der Ruf meiner Seele war, damals wusste ich nicht welche Richtung ich gehen sollte, aber wie Suchender sagt..ich denke auch, alles kommt zur richtigen Zeit.
Was Steinwulk schreibt finde ich auch wunderbar und wie es auch im Handbuch steht, es ist wirklich gut, laut zu sprechen, denn durch das verbalisieren von den eigenen Gednaken und Gefühlen, kann die Seele besser aufnehmen.
Für mich ist es heute zumindest so, dass ich davon überzeugt bin, dass es der Ruf meiner Seele war, die mir etwas mitteilen wollte.......nämlich, dass ich sie schon viel zu lange vernachlässigt hatte.
Das ist meine Geschichte .
und was mich ganz viel Mut kostet, aber ich tu es trotzdem,
ich stell hier mein gedicht rein *lächel*
ohne Erwartung auf Kommentare....heute würde ich es warscheinlich anders schreiben, aber so empfand ich es zumindest damals...
Liebe zu euch ,
eure Sylphe
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Sehnsucht
Dieser Schmerz in meiner Brust
möchte fließen, kann nicht wenden,
treibt voran all meine Lust
ob ihn schneiden.....gar genießen ?
Will ihn stillen !
Süßen Nektar lecken
- heiße Tränen rinnen,
wie erstarrt sich meine Glieder krümmen.
Bin nicht tot, bin nicht wach
Dichte Schleier mich umhüllen
Angst und Zweifel halten
mich in Schach.
Klaren Blickes schau ich hin,
wenn sich dieser Schmerz vereint,
schließ die Augen, tiefster Sinn,
endlich bin ich wieder mein.
~Sylphe~
Hallo Ihr alle,
Es ist wunderbar, was ihr alle da schreibt.
Zuerst zu dir Sylphe, ich finde dein Gedicht wundebar. Danke, dass du uns auch gelassen hast, teilzunehmen an deine Sehnsucht.
Ich kenn auch dieses Gefühl, auch diese Unruhe, ich hätte etwas machen müssen, aber ich weiss nicht was.
Nach der Heimat ist bei mir nicht, die Sehnsucht(zumindest nicht bewusst). Ich glaube, dass die Heimat eigentlich in unserm Hezen ist. Ich bin weit weg von meiner Heimat und wenn ich dorthin fahre, stillt das nicht unbedingt meine Sehnsucht.
Es könnte sein, dass das eine Suche nach mir selbst ist. Seitdem ich mich mehr mit mir beschäftige kommt seltener vor.
Wahrscheinlich sehnen wir uns nach unsere Seelengeschwister, nach der schöne Welt drüben, auch wenn wir uns selber entschieden haben hierher zu kommen und an uns zu arbeiten, manchmal kommt diese Sehnsucht nach der ewigen Liebe und Weite.
Wir sollen sie lieben diese Sehnsucht, sie zeigt uns, dass wir mehr sind als wir mit unserer Verstand begreifen können.
Alles Liebe
Steinwulk
22.07.2004, 11:50
Hallo, ihr sehnsüchtigen Krieger!
Hey Sylphe, das hat Stil. Wirklich!
Ich selbst muß leider in Sachen Poesie die gelbe Binde mit drei Punkten gut sichtbar am rechten Arm tragen. Es ist daher besser, wenn ich Euch verschone. Bin einfach zu rational. Vielleicht wirds ja noch.
Aber ich erkenne, wenn etwas gut ist. Und das ist gut. Gib uns mehr!
Ein um dieses Forum dankbarer Steinwulk!
Hier nun die besagte Geschichte von, da ihr euch auch alle öffnet! Ich schrieb sie als ich sehr tief unten war in den Abgründen meiner Seele!
Die Arena des Lebens
Wir stehen oder befinden uns alle in ihr, ob als Zuschauer oder als Kämpfer oder Krieger, dass kann jeder selbst entscheiden. Erbaut wurde sie größtenteils von der Finsternis, da sie den meisten Nutzen von ihr hat! Die Zuschauer sitzen im künstlichen Licht und werden versorgt mit allem was sie, sie so denken sie, brauchen oder brauchen werden. Sie schauen auf diese Arena und werden belustigt. Die meisten bleiben aber als Zuschauer sitzen und wünschen sich nur einmal in ihr als Krieger zu stehen, haben aber Angst davor. Angst geschürt von den Dämonen der Finsternis. Die jungen Zuschauer, die, da sie noch unerfahren sind, nur Zuschauer sein können, können sich noch am ehesten vorstellen einmal in der Arena zu stehen und zu kämpfen. Sie träumen davon Krieger, Kämpfer oder Page einer dieser zu sein. Doch die Alten versuchen es ihnen auszureden und schüren Angst. Denn stehst du in der Arena bist du auf dich gestellt und öffnet sich das Tor, gibt es selten einen schnellen Weg zurück. Du musst dann gegen die Dämonen aus gesellschaftlichen Zwängen und Dogmen, welche der Finsternis dienen, kämpfen.
Ich wollte auch immer in die Arena, wuchs aber zunächst bei den Zuschauern auf. Und merkte schnell, dass das nicht die Erfüllung war. Der Geist, meine Seele mussten befreit werden. Auf dieser Suche lernte ich einen gleichaltrigen Jungen kennen, ohne Angst, der bereit war diese Arena zu betreten und wir gingen gemeinsam los und erforschten die Trainingsräume, die Vorhallen und die Flure, welche ungefährlich erschienen. Ich redete auf dieser Begehung mit Kämpfern und Kriegern, um zu lernen. Einige trugen Narben der Verzweiflung in ihren Gesicht und sie wollten nicht mehr kämpfen, andere wiederum hatten Spaß daran, sich immer wieder raus zu begeben und zu kämpfen, hatten aber auch gute Waffen. Geschmiedete Zielstrebigkeit und gestähltes Ideenreichtum. Er machte mir Mut und ich verlies die Zuschauertribüne und entdeckte, dass das Licht in der Arena ein anderes war. Auch sah man als Krieger, die Welt um die Arena und sie war wunderschön. Wiesen aus Anmut, Wälder der Glückseeligkeit und Auen der Freiheit. Aber der Preis war der Sieg in der Arena. Mein Gefährte schlug einen anderen Weg des Trainings ein als ich und ich wurde durch ein Wesen der Zuschauer geblendet, so das ich wieder auf der Zuschauertribüne landete und ich hier verweilte, mich aber nach und nach nicht mehr wohl fühlte. Und plötzlich sah ich wie ein Dämon der Finsternis getarnt als geschönte Freiheit meinen Gefährten angriff und ich schrie von der Tribüne herunter, er solle sich vorsehen. Ich schrie und brüllte, leider zu leise und er verlor sein Leben, als der Dämon die Tarnung fallen ließ. Aber während unseres Trainings, was ich auch auf der Tribüne fortsetzte, lernte ich und ich fand eine Karte, welche mir mein getöteter Gefährte hinterlies. Und so machte ich mich auf den Weg. Ich lief durch die Straßen der Angst, schwomm durch die Seen aus Leid und erklomm die Berge der Ratlosigkeit, bis ich den Höhlen meiner geistigen Gedankenwelt fündig wurde. An der Quelle der Zielstrebigkeit, die im Meer der Erleuchtung endet, lagen meine Waffen. Waffen geschmiedet in dem Feuer des Schicksals. Ich nahm sie an mich, um damit in der Arena zu bestehen. Das Schwert aus Selbstbewusstsein am Gürtel der Persönlichkeit, ein Schild aus Mut und eine Rüstung aus Stolz.
So stand ich wieder in der Arena und musste kämpfen und ich lernte. Ab und zu wurde ich zu Boden gedrängt aber nicht schlimm verwundet, so das ich immer wieder aufstand. Doch dann kam der große Dämon der Finsternis, welchen ich bis heute nicht gänzlich besiegen konnte. Unter den Zuschauen und am Rand standen Wesen, welche ich zunächst für freundlich hielt. Sie riefen mich zu sich und ich dachte sie wären wie ich oder wollten mir helfen. Aber weit gefehlt. Ich lief zu Ihnen, so dass ich mit dem Rücken zur Arena Stand und keinen richtigen Blick mehr hatte. Es stellte sich heraus, das es Diener der Finsternis waren und der Dämon schlug mich mit einem unfairen Schlag ins Kreuz zu Boden. Ich rollte mich zu Seite, sah in den Himmel und wusste, es lohnt sich weiter zu kämpfen.
Ich habe immer drei Gefährten bei mir im Kampf. Der erste ist Glaube. Er stützt mich oder zieht mich nach oben, wenn ich verwundet am Boden liege. Der zweite ist Liebe. Er ernährt mich, gibt mir Lebenselixier und bettet meinen Geist in Träume, so dass ich wieder zu Kräften komme. Der Dritte ist Hoffnung. Dieser ebnet den Weg durch die Arena. Er läuft voran und weist den Weg. Doch genau diesem Gefährten versperrt manchmal der Dämon die Sicht, so das ich nicht sehe, wo ich hin muss.
Auch der Dämon hat drei Gefährten. Der erste ist Angst. Diesen schickt er vor, um Verwirrung zu schüren und er ist flink. Von Zeit zu Zeit schafft er es, mir mein Schwert aus den Händen zu reißen, dass ich mit den bloßen Fäusten aus Verzweiflung gegen sie kämpfen muss. Der zweite ist Faulheit. Diesen schickt er in den Kampf, wenn ich den Dämon schwer verwundet hab, um von der Wunde abzulenken, bis er sich erholt hat. Der Dritte ist Zweifel . Dieser wirft einem Sand in die Augen, so das ich wieder meinen Gefährten Hoffnung nicht mehr sehe.
Man muss erst diese drei Gefährten des Dämon töten, was aber sehr schwierig ist, da jeder Krieger sie einmal töten muss. Hinter mir und den anderen Kriegern ist immer das Licht, das reine Licht der Erleuchtung. Schaffen es alles Krieger dieses Licht zum Strahl der Erkenntnis zu bündeln, tötet es auch den Dämon. Aber was wäre dann. Die Zuschauer hätten keine Belustigung mehr! Sie würden herumirren. Sie kennen ja nur die Tribüne. Deshalb wird dieser Dämon noch lange leben und sich von den Zuschauern und seinen Dienern ernähren lassen.
Da ich wieder einen Schlag des Dämons abbekommen habe, trainierte ich heute wieder und putze meine Rüstung, um für den nächsten Kampf vorbereitet zu sein. Die Natur ist mein Trainingspartner und sie fordert mich heraus. Im Geist immer das Spiegelbild des Dämonen, welcher hier die Hiebe meiner Illusionen zu spüren bekommt. Die Natur simuliert durch ihre Höhen und Tiefen, die des Kampfes in der Arena. Überwindet man diese, so kann man auch in der Arena bestehen. Gleichzeitig stimuliert sie die Seele durch ihre Schönheit. Der Duft des Kornfeldes, der Anblick der azurblauen Blumen darin und die Herrlichkeit des Sonnenuntergangs lassen Tränen der Überwältigung über die Rüstung laufen. Nur kurz aber es reicht um sie damit zu reinigen.
So absolvierte ich mein Training und hatte noch viel Energie. Es war aufschlussreich. Mein erster und dritter Gefährte stehen wieder an meiner Seite und begleiten mich. Die Zeit ist mein Verbündeter und ich kämpfe weiter in der Arena und merke in jeder Ader wie der Fluss des Lebens fließt. Die Winde der Veränderung wehen mir ins Gesicht und sie sind die einzigen, welche sich nicht mit dem Schwert aufhalten lassen. Ich verkrieche mich aber auch nicht vor ihnen auf der Tribüne, da sie ja trotzdem vorbei wehen. Ich lausche lieber ihrer Melodie und laufe in ihre Richtung!
Alea jacta est! (Mai/Juni 2003)
Lilliana
22.07.2004, 17:53
Seid gegrüßt meine Krieger!
Ersteinmal möchte ich mich bei euch allen für eure Unterstützung bedanken! Es hilft mir wirklich sehr. Ich weiß jetzt, dass ich mit meinem Gefühl, mit meiner sehnsucht nicht allein bin. Und eure Worte beruhigen mich und geben mir Hoffnung!
Danke!!!
Zu Tobi: Bei mir handelt es sich nicht unbedingt um eine Unruhe, die mich auffordert etwas zu tun. Ich weiß eigentlich auch, wo ich stehe, wie meine jetzige Lebenssituation ist und auch, wo ich hin möchte (wenn dies auch manchmal etwas schwankt). Vielleicht weiß ich aber einfach nicht genau, wer ich bin und sollte mich mehr damit beschäftigen. Doch wie stelle ich das an? Vielen Dank für deinen Ratschlag, ich werde mich noch etwas genauer damit beschäftigen.
Zu Suchender: Dieses brennende Gefühl, welches du beschreibst, kenne ich nur zu gut und es wird immer stärker. Allerdings verspüre ich dabei keinen Zeitdruck. Ich sollte vielleicht wirklich etwas loslassen und nicht so verbissen der Ursache auf den Grund gehen. Nur, ich warte schon so lange...
Vielen Dank für deine Worte!
Zu Steinwulk : Es ist schön und treffend, was du geschrieben hast. Ich möchte schwärmen, träumen und mich gehen lassen, ohne zu wissen wovon und warum. Ich lasse mich ja auch gehen und lasse mich auf all diese Gefühle ein und dennoch...
Mit dem Zitat habe ich mich auch schon sehr oft beschäftigt und es ist eine meiner Lieblingsstellen aus dem „Handbuch des Kiegers des Lichts“.
Ich kann mich ganz und gar damit identifizieren. Und mich stört auch nicht im geringsten, wenn andere meinen, ich sei verrückt.
„Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“ (Erasmus von Rotterdam)
zu Sylphe :Vielen dank, dass du mich und die anderen an deinem Gedicht teilhaben lässt. Diese Worte haben mir Kraft gegeben. Es ist sehr schön (schade, dass es nur das eine gibt). Es beschreibt schon ziemlich genau, was ich fühle...
Danke!
Zu RA :Ich denke auch immer mehr, dass in meiner Sehnsucht, die Suche nach mir selbst enthalten ist. Ich habe mich gerade in letzter Zeit oft mit mir und meiner Seele beschäftigt, dennoch tritt, anders als bei dir, keine Linderung ein. Vielleicht bin ich ja auch nur zu ungeduldig...
Deinen letzten Satz finde ich sehr schön. Doch wer oder was sind wir denn?
Zu Renegard : Es ist so schön, deine Geschichte noch einmal lesen zu können. Sie gibt mir Kraft und Hoffnung, immer wieder. Hab Dank!
Ich werde versuchen, geduldiger zu sein und es einfach geschehen lassen. Dennoch leide ich immer mehr unter dieser Sehnsucht.
Was passiert, wenn ich mich nach etwas sehne, was nicht existiert und niemals Realität sein wird? Werde ich dann ewig damit leben müssen?
Ich kann und will dieses Gefühl nicht verdrängen oder ignorieren. Ich möchte es leben und dem Ruf folgen...
Es ist so schön, bei euch zu sein!!!
Blessed be!
Lilliana
es ist immer der Weg zu dir selbst....
und :
Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, verschwinden die Mysterien und
das Leben ist erklärt.' (Mark Twain)
;)
Hallo Ihr alle,
Der Weg ist schön und macht Spaß.
Ich wünsche euch ein abendteuerreichen Weg, ohen Langeweille!
Habe zwei, finde ich, nette Sprüche zum Thema Sehnsucht gefunden.
Sehnsucht zum Licht ist des Lebens Gebot.
Henrik Ibsen
Nur die Sehnsucht macht reich.
Ludwig Börne
Alles Liebe und viel Licht
RA
trollkata
18.08.2004, 13:41
Hallo,
wer den Tod akzeptiert,
hat ein Leben gewonnen.
Ich spüre eine gewaltige Sehnsucht in mir brennen! Sie ruft mich und ihr Ruf wird immer lauter! Ich möchte ihr so gern folgen. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wo sie herkommt und wo sie mich hinführen will. alle hören es. nicht alle wollen es hören. fühle dich berufen, würde ich mal sagen. lass dich nicht dabei ablenken diese sehnsucht zu ergründen dies ist wohl eine unserer wichtigsten "aufgaben" - hier auf erden.
hierzu ein (längerer) ausschnit aus gustav meyrink's buch "das grüne gesicht". wenn ich den ausschnitt hier zitiere, heisst das nicht das ich schon so weit bin, dass ich all das schon erreicht habe. aber so wie du, höre auch ich und viele andere den ruf. und ich weiss, wir werden ihn deuten können. ich weiss es, ich weiss es, ich weiss es!!!
DAS LEBEN ist gnädig; jeden Augenblick schenkt es uns einen Anfang. Jede Sekunde drängt uns die Frage auf: Wer bin ich? - Wir stellen sie nicht; das ist der Grund, weshalb wir den Anfang nicht finden. (...)
Ein Jahrtausend und länger noch haben die Menschen gelernt, das Gesetz der Natur zu durchschauen und sie sich dienstbar zu machen. Wohl denen, die den Sinn dieser Arbeit erfaßt und begriffen haben, daß das Gesetz des Innern dasselbe wie das des Äußern ist, nur um eine Oktave höher: sie sind zur Ernte berufen, - die andern bleiben ackernde Knechte, das Antlitz zur Erde gebeugt. Der Schlüssel zur Macht über die innere Natur ist verrostet seit der Sintflut. Er heißt: - Wachsein. Wachsein ist alles. Von nichts ist der Mensch so fest überzeugt, wie davon, daß er wach sei; dennoch ist er in Wirklichkeit in einem Netz gefangen, das er sich selbst aus Schlaf und Traum gewebt hat. Je dichter dieses Netz, desto mächtiger herrscht der Schlaf; die darein verstrickt sind, das sind die Schlafenden, die durchs Leben gehen wie Herdenvieh zur Schlachtbank, stumpf, gleichgültig und gedankenlos. Die Träumenden unter ihnen sehen durch die Maschen eine vergitterte Welt, - sie erblicken nur irreführende Ausschnitte, richten ihr Handeln darnach ein und wissen nicht, daß diese Bilder bloß sinnloses Stückwerk eines gewaltigen Ganzen sind. Diese »Träumer« sind nicht, wie du vielleicht glaubst, die Phantasten und Dichter - es sind die Regsamen, die Fleißigen, Ruhelosen der Erde, die vom Wahn des Tun's Zerfressenen; sie gleichen emsigen, häßlichen Käfern, die ein glattes Rohr emporklimmen, um von oben - hineinzufallen.Sie wähnen wach zu sein, aber das, was sie zu erleben glauben, ist in Wahrheit nur Traum, - genau vorausbestimmt im kleinsten Punkt und unbeeinflußbar von ihrem Willen. (...)
Wachsein ist alles. Sei wach bei allem, was du tust! Glaub nicht, daß du's schon bist. Nein, du schläfst und träumst. Stell dich fest hin, raff dich zusammen und zwing dich einen einzigen Augenblick nur zu dem körperdurchrieselnden Gefühl: »Jetzt bin ich wach! Gelingt es dir, das zu empfinden, so erkennst du auch zugleich, daß der Zustand, in dem du dich soeben noch befunden hast, dagegen wie Betäubung und Schlaftrunkenheit erscheint. Das ist der erste zögernde Schritt zu einer langen, langen Wanderung von Knechttum zur Allmacht. Auf diese Art geht vorwärts von Aufwachen zu Aufwachen. Es gibt keinen quälenden Gedanken, den du damit nicht bannen könntest; er bleibt zurück und kann nicht mehr zu dir empor; du reckst dich über ihn, so wie die Krone eines Baumes über die dürren Äste hinauswächst. Die Schmerzen fallen von dir ab wie welkes Laub, wenn du einmal so weit bist, daß jenes Wachsein auch deinen Körper ergreift. Die eiskalten Tauchbäder der Juden und Brahmanen, die Nachtwachen der Jünger Buddha's und der christlichen Asketen, die Foltern der indischen Fakire, um nicht einzuschlafen, - sie alle sind nichts anderes als erstarrte äußerliche Riten, die wie Säulentrümmer dem Suchenden verraten: Hier hat in grauer Vorzeit ein geheimnisvoller Tempel des Erwachenwollens gestanden.
mönch in der welt
18.08.2004, 18:11
roy-leo!!!!!!!!!!
ich danke dir, du hast meinen tag gerettet.
mönch.
hey mönch
du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr mich das freut! *roy_leo freut sich mächtig fest*
yoohoo :)))
Danke roy-leo !
Deine Zeilen haben auch mich aufgeweckt !
Wünsch dir und allen anderen einen schönen Abend
( bin zur Zeit etwas ausgesaugt und werd mich hier sicher noch mal später melden)
Alles Liebe,
~Sylphe~
das später ist JETZT !
*seliges Lächeln*
Tobi,
ich danke dir wieder einmal,
dass durch dich dieses Forum zum Leben erwacht ist-
und ich danke euch allen, die ihr hier seid,
dieses Leben zu füllen.
Ich hatte mich an meine Sehnsucht gar nicht mehr erinnert und nun wurde sie auf wunderbareweise ein Stück gestillt.
Einfach so.
Es ist für mich selbst irgendwie unfassbar,
Zumal ich mir so vor komme, als habe ich selbst gar nichts dafür gemacht (*selbst über mich lachen muss*)
Ich stelle fest,
das Leben hält immer wieder Überraschungen für uns bereit.
Ich kann nicht sagen,
dass meine Sensucht vollkommen gestillt ist
und da kommt mir auch der Gedanke-
ist es überhaupt der Sinn der Sehnsucht-
vollkommen gestillt zu werden?
Ich meine im Menschendasein,
oder ist sie nicht tatsächlich so etwas,
wie ein innerer Wegweiser,
der uns immer daran erinnert, weiter unseren Weg zu gehen.
Was meint ihr ?
Was ist mit Euren Sehnsüchten?
Ihr, die ihr damals die Zeilen geschrieben habt,
konntet ihr sie stillen ?
Das würde mich sehr interessieren.
Es ist viel Zeit vergangen.
In Verbundenheit
~Sylphe~
Liebe Sylphe – großes Danke, dass du den Ruf sichtbar machtest
Lieber Tobi – großes Danke, dass es überhaupt da ist
Lieber Krieger – großes Danke für diese Gedanken
jemand sagte einmal:
Die tiefste Sehnsucht öffnet das Herz am weitesten
wie Recht er hatte
Hallo Lilliana ... und alle anderen Sehnsüchtigen ...
Das Gefühl der Sehnsucht kenne ich auch. Für mich war es wie ein Ruf in/aus meinem
Inneren. Ich fühlte mich einerseits wie angezogen, aber gleichzeitig auch richtig "gerufen".
Zwar weiss ich nicht, ob hier im Forum überhaupt noch aktiv bist ... oder ob Du vielleicht
zwischenzeitlich sogar das Ziel Deiner Sehnsucht gefunden hast (was mich freuen würde)
aber selbst wenn Dich diese Zeilen nicht mehr erreichen oder nicht mehr nötig sind,
möchte ich dieser Diskussion eine weiteren Aspekt hinzufügen, der meines Erachtens
bisher noch nicht erwähnt wurde. Dabei geht es um diesen "Ruf", der manche ereilt.
Naja, eigentlich ereilt er alle irgendwann, aber halt zu unterschiedlichen Zeiten.
Das klingt möglicherweise etwas "abgehoben" ... soll es aber garnicht sein. Am besten
ich erzähl einfach mal kurz von meinen eigenen Erfahrungen. Anfangs war es erst
ein vages, unbestimmtes Gefühl ... "irgendetwas" ist da ... etwas "wartet" ... etwas
"hinter den Erscheinungsformen". Und je mehr ich mich mit den verschiedensten
Themen auseinandergesetzt habe, desto deutlicher wurde dieses Gefühl. Aber leider
gleichzeitig auch die Gewissheit, dass alles bisher gefundene nichts bzw. nicht viel
damit zu tun hat ... mit dem Einen.
Meine Fragen an das "Sein" wurden immer drängender. Aber die üblichen Erklärungsmodelle
aus Wissenschaft, Philosophie und Religion warfen statt Antworten zu bieten immer
nur weitere Fragen auf und die persönliche Sinnsuche wurde immer drängender.
Besonders dieses Gefühl des gerufen und angezogen werden wurde immer intensiver.
Nur das Verstehen blieb aus.
Bis ich irgendwann auf eine Erklärung stiess, die es - in unterschiedlicher Form -
eigentlich in fast jeder Religion oder Weisheitslehre gibt: Das Modell des Kreislaufs.
Bildlich kann man sich das wie einen Kreis vorstellen, der oben mit "Gott" beschriftet
und unten mit "Materie" beschriftet ist. Und die Idee ist, dass wir alle Teile Gottes
(oder des Universums, wenn einem dieser Gedanke mehr liegt) sind, die aus der
Einheit kommen, in die Materie gehen, dort Erfahrungen machen und dann wieder
zurück gehen. Der sogenannte "Pfad der Rückkehr".
Alle Weisen sind sich einig, dass dieser Schritt jeden Menschen betrifft ... in einem der
vielen Leben, die jeder durchlebt. Es heisst, dass sich dieser Schritt durch einen
solchen "Ruf" ankündigt.
Für mich war das erstmal ein ziemlich merkwürdiger Gedanke, aber nachdem ich
andere traf, denen es ebenso geht und mich immer intensiver mit diesem Thema
beschäftigt habe, gibt es heute keinen Zweifel mehr.
Wie gesagt, ich weiss nicht, ob Deine Sehnsucht mit dieser Sehnsucht Ähnlichkeiten
hat, aber ich wollte einfach mal erwähnen, dass es sowas auch gibt ... auch wenn es
sich vermutlich ziemlich "abgedreht" anhört ...
Herzliche Grüße
Niclas
weihnacht steht ja für die menschwerdung gottes.
eigentlich kann oder wird ja gott mit jedem menschen zu einem "mensch". wenn ich anfange menschlich zu werden, eben mensch zu werden. wenn ich anfange meine mitmenschen als brüder und schwestern zu sehen. anfange zu helfen, mir selbst und meinen brüdern und schwestern.
ist das die sehnsucht die uns ruft?
liebe grüsse
roy
Ich denke, in all unseren Gedanken liegt ein Stück dieser Sehnsucht
verborgen.
Ich kann sie zur Zeit wieder sehr stark in mir drinnen spüren.
Der Unterschied zu vor 4 Jahren liegt bei mir darin,
dass ich etwas in mir gefunden habe, das mich trägt,
der Schmerz ist der gleiche, nur falle ich diesmal nicht ins bodenlose, sondern kann diese Sehnsucht mehr annehmen.
Ich denke auch, dass im Ruf der Sehnsucht eine Botschaft liegt-
für mich ist es das sich "Erinnern"
ob das eine Ankündigung ist, so wie du es beschreibst, Niclas, das kann ich für mich so nicht empfinden -
vielleicht ist es so,
vielleicht aber auch nicht.
Damals habe ich das für mich schon ganz treffend beschrieben, es ist bei mir die Sehnsucht nach Heimat. Nach meiner Seelenheimat.
Ich weiß, dass die Getrenntheit nur eine Illussion ist-
aber ich habe mich auf dieses Experiment "Leben/Mensch sein" eingelassen und nun erfahre ich dieses.
( so kann ich das für mich ausdrücken, hoffe es kommt verständlich zu euch rüber)
Es ist so als ob meine Seele sich irgendwann von "Zu Hause" verabschiedet hat für eine Zeit,
zwar mit dem Wissen, dass micht letztendlich nie etwas wirklich trennen kann....aber ich fühle so, als ob ich getrennt bin.
Vielleicht komme ich irgendwann an den Punkt, an dem ich mehr und mehr zu meiner Heimat finde und sie mit in mein Menschsein holen kann.
Das würde mich sehr erfüllen.
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Ja, dann ist das so, wie du es beschreibst roy_leo -
"Gott" wurde zum Mensch und der Ruf erinnert uns Menschen daran,
dass wir aus "Gott" kommen. Der Schmerz den wir dabei fühlen,
das ist die "Sehnsucht" danach,
wieder bei "Gott" zu sein.
~Sylphe~
Liebe Freunde, erstmal einen schönen nachweihnachtlichen Gruss aus den kalten kalten Bergen...
@ Sylphe; also ich muss ja gestehen, dass ich hier nicht alles von anfang an gelesen habe. Aber was Du da beschreibst mit der Sehnsucht nach Deiner Seelenheimat, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich dachte ich wäre nah dran, weiss aber, dass ich mich im letzten Jahr sehr wieder weit davon entfernt habe. Seit ein paar Wochen hat sich nun wieder ein Bewusstsein für dieses Bedürfnis, diese Suche eingestellt und aufgrund versvchiedener Umstände bin ich nicht in der Lage dem so nachzugehen, wie ich es möchte - besser, wie ich es bräuchte. Ich bin dabei mir mehr und mehr Freiräume zu schaffen aber dafür bleibt anderes auf der Strecke des von mir inzwischen gewählten Weges. So bin ich denn hin und hergerissen oder komme an den Punkt nahezu auseinander gerissen zu werden. Herz, Seele, Kopf, Bauch, alle raten mir aber wollen in andere Richtungen... Und ich weiss es wird der Punkt kommen, an dem ich nicht mehr weiter kann als zu entscheiden. Ich weiss, das der Weg der dann kommt sehr steinig ist, aber vermutlich wird es mich wieder zurück (oder weiter) dahin bringen wo ich hin wollte und hin sollte.
Ich wünsche euch allen schon mal von hier alles Liebe und Gute für das nächste Jahr. Ihr wisst selbst was Ihr am meissten braucht, und genau das wünsche ich euch.
Es ist schön sich mal wieder öfter hier herumzutreiben und zu sehen, dass Ihr immer noch da seid (acep? von dir hab ich schon lange nichts mehr gehört?).
Also nochmals alles Liebe
wünscht
der Pilger
Lieber Pilger,
die Gefühle die du da beschreibst kenne ich sehr gut.
Mir hat in diesem Zustand sehr geholfen ( als Bild: du sitzt an einer Wegkreuzung und weißt nicht in welche Richtung)
sich einfach hin zu setzen.
Setz dich hin und warte einfach ab, schau dich um, fühle, sehe und irgendwann ergibt sich etwas und du wirst dich entscheiden und weiter gehen....
Es gibt ein Sprichwort :
"Der Kelch muss erst ganz leer sein, damit er sich wieder neu füllen kann"
Ich kenne diese Zustände, sie sind manchmal fast nicht auszuhalten, weil man das Gefühl hat, man weiß gar nichts mehr....versuch dich diesem Gefühl hinzugeben, alle Gedanken loszulassen und mach dich ganz leer.
Wünsch dir von Herzen alles Gute für diesen Prozess
~Sylphe~
Ich bin Wasser
24.01.2009, 19:40
Meine Sehnsucht nach dem Herzen ist gestillt!
Ich wünsch euch dasselbe Glück in meinen Herzen
wie im Moment gerade!
In Liebe;)
Christian
hallo krieger,
Ich wünsch euch dasselbe Glück in meinen Herzen
wie im Moment gerade!
In Liebe
Christian
danke viel mal, Christian. danke !!
Pilger:
Wie aufrichtig von dir! auch ich kenne das gefühl, ganz nahe dran zu sein. dann drifte ich wieder weg davon. besser gesagt, ich drifte mich selbst weg von diesen unglaublich schönem gefühl. indem ich nicht mehr so auf meine gedanken achte. indem ich mir nicht mehr zeit für mich selbst nehme (dabei bräuchte es nur so wenig). indem ich schnell verfügbaren ablenkungen den vorzug gebe.....
dann kommt wieder der moment, in dem ich mich wieder aufraffe. mir wieder bewusst mache, dass ich mir meine realität mit meinen gedanken und einstellungen selbst erschaffe. und ich wache wieder auf !!
und mit jedem mal, wo ich mich wieder aufraffe - und das musste ich wirklich schon sehr sehr oft :blush: - kommt das schöne gefühl schneller zurück!!
wie gut und schön es ist, das zu wissen. es macht mir das aufraffen immer leichter und leichter und leichter........
liebe grüsse
roy