Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Christen und Christentum
AlexxxElder
28.08.2004, 22:12
Hallo erstmal!
Bin ganz neu hier auf der Krieger-seite und auch erst vor wenigen Tagen auf das wunderbare "Handbuch" aufmerksam geworden.
Ich bin Christ und verstecke mich auch nicht davor (und auch nicht dahinter :-)) soviel erst mal dazu.
Nun weiss ich aber von vielen Leuten, welche ebenfalls Berührung mit diesem Buch haben und hatten, dass viele Christen (und auch Islamisten) ein Problem mit diesem haben und viele auch von einer Art Sekte sprechen.
Nicht dass ich mich nun davon beeinflussen lassen möchte -wie gesagt, ich bin von dem was ich bisher "verschlungen" habe mehr als begeistert - mich würde aber schon interessieren, ob es noch weitere Christen hier im Forum gibt und wie diese zu dieser "Kombination" Christentum/Krieger des Lichts/Glaube-Allgemein stehen.
Es ist auch nicht so, dass ich den Glauben an einem Oberbegriff (Christen, Islamisten, Juden, ...) festmachen möchte - mein bester Freund ist zum Beispiel Muslim, viele meiner Freunde sind Buddhisten - Gott ist Gott (egal wie ihr ihn/sie/es nennen wollt)!!!
Wie gesagt, wollte als "Neuling" einfach mal andere Stimmen dazu hören.
So jetzt aber erst mal genug.
Freu´ mich schon auf viele Antworten.
Greetz
Alexxx
Hallo Alexxx.
Erstmal willkommen zu uns.
Es ist sicher gegen keine Religion etwas zu sagen.
Ich persönlich bin auch im Cristentum aufgewachsten und habe auch lange prktiziert. Ich glaube, so wie du auch, dass es wirklich egal ist, was für eine Religion einer hat, sondern auf die eigenen Werte kommt es darauf an.
Der Gorr ist sicher der Selbe, egal, wie er heißt.
Was bist du für ein Christ? Also ich meine Katolik, Baptist oder was auch immer.
Natürlich, wenn du das nicht verraten willst, ist auch O.K.
Ich wünsche dir alles Gute und Liebe und freue mich schon auf deine Beiträge.
Alles Liebe
RA
Suchender
30.08.2004, 07:11
Hallo Alexxx,
erstmal herzlich Willkommen ;)
Eine sehr gute Frage stellst Du da.
Ich persönlich denke diese Leute die dieses Gedankengut und "Leben"
in den Bereich (Schublade) Sekte versuchen zu stecken haben in
wirklichkeit wohl Angst vor der Offenheit und Toleranz die bei den
"Kriegern" herrscht. Bei den Kriegern wird niemand nach seiner
Hautfarbe oder Religion gemessen, sondern freudig empfangen - da er
bereit ist an sich zu arbeiten und für "Licht, Liebe und Harmonie"
eintritt. Aber diese Antwort hast Du ja selbst schon gefunden ;)
Gott ist Gott (egal wie ihr ihn/sie/es nennen wollt)!!!
Ausserdem denke ich geht es bei den Kriegern nicht unbedingt darum
"einen" Gott zu finden, sondern im Prinzip den Einklang mit sich, der Natur
und dem Leben an sich. Dafür kämpft er und ist zwangsläufig ein Krieger.
Aber über dieses Thema könnte ich stundenlang "sinnieren"........
Grüße
Suchender
Steinwulk
31.08.2004, 21:07
Lieber Alexxx,
auch ich möchte Dich herzlich willkommen heißen, und alle anderen ebenso herzlich begrüßen.
Vielleicht ist mir da was entgangen, aber bisher habe ich geglaubt, „Krieger des Lichts“ sei schlicht und einfach ein Buch. Ein gutes Buch zwar, sehr inspirierend und bisweilen auch das Bedürfnis nach Vertiefung weckend – aber letztendlich nur ein Buch.
Und auch wenn dieses Buch einem genialen Verstand und eventuell auch einer großartigen Eingebung entsprungen sein dürfte, sehe ich Paulo Coelho als einen hervorragenden Schriftsteller und nicht als Religionsstifter. Und da vom religionsstiften bis zum ableben die Zeit nicht allzu lang währt, kann ich für Paulo nur hoffen, dass auch er sich als Schriftsteller sieht.
Aber zum Thema: Die Frage ist einfach zu beantworten.
Christus selbst hat gesagt: „Wer nicht gegen mich ist, ist für mich“ und das bedarf eigentlich keiner weiteren Worte.
Natürlich gibt es christliche Lehrmeinungen, die dem widersprechen. Da hat zum Beispiel Christus gesagt: „Keiner kommt zum Vater, denn durch mich!“ Und die Kirchen sagen: Ihr kommt nicht zu Christus ohne uns. Weil nur wir den Durchblick haben, wir haben schließlich studiert. Und da kommt ihr daher, und wollt selbst entscheiden? Aber für mich ist es nun mal Fakt, dass unser Leben Entscheidung ist. Wir entscheiden uns, das zu sein, was wir sind.
Eine Erklärung dazu:
Nehmen wir einmal an, es gibt einen Gott.
Nehmen wir an, er ist allmächtig.
Somit muss er, wenn er kein Tyrann ist, auch „allverantwortlich“ sein.
Und sollte er ein Tyrann sein, könnte er uns, bzw. mich mal.
Wenn er also kein Tyrann ist, dann gibt es nur eine Möglichkeit, alles Leid dieser Welt zu verantworten:
Es ist unsere eigene Entscheidung, sowohl im Kollektiv, als auch für uns selbst.
Daraus folgt:
Unser Leben ist Entscheidung – sowohl das Leben selbst, als auch dessen Inhalt.
Und diese Entscheidung sollten wir keiner Institution überlassen. Man hat uns dazu gebracht, in allen wichtigen Fragen die Entscheidung anderen zu überlassen. Aber es sind Entscheidungen, die unser Leben betreffen. Man hat sie künstlich so kompliziert gestaltet, dass man uns glauben machen konnte, wir wären dazu nicht in der Lage. Aber unser Leben zu entscheiden ist nicht eine Frage der Bildung oder des Intellekts – es ist ausschließlich eine Frage unserer inneren Stimme, der Intuition. Oder glaubt ihr, nur Studierte haben die Worte von Jesus kapiert? Wenn ich das NT lese, habe ich nicht den Eindruck.
Daher - lieber Alex und all die anderen und auch ich – lassen wir uns die Entscheidung nicht nehmen und entscheiden uns in diesem Fall selbst. Und in Zukunft so oft, wie es irgend geht.
Dafür bete ich zu Gott, im Namen Jesu Christi. Und ich danke ihm dafür, dass er uns durch die Fähigkeit für uns selbst zu entscheiden die Möglichkeit geschaffen hat, uns selbst zu erfahren. Amen
Seht auch dazu den Thread „eine Geschichte für Euch“ von Sylphe, der ich für diesen Beitrag noch einmal danken möchte.
Ich mag Euch,
Steinwulk
Hallo ihr Lieben,
Danke für diese tolle Antwort Steinwulk, wunderbar was du schreibst.
Ich glaube, es ist nichts mehr dazu zu sagen.
Es ist schön, dass es euch gibt.
RA
Steinwulk
01.09.2004, 20:19
Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte, RA.
Für ein paar Tage lass ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen.
Ich denk an Euch,
Steinwulk
mönch in der welt
02.09.2004, 11:19
griaß eich!
ICH BIN CHRIST! so jetzt wisstses alle, und das können doch alle wissen, ist doch was tolles. hab überhaupt kein problem das mit dem "krieger" zu verbinden, weil das doch im christentum schon drinsteckt. und das fantastische ist, dass man den krieger in allen religionen findet.sogar lete die sich als atheisten bezeichnen (als könnt das funktionieren) sind vom buch begeistert.
mir kommt eh vor wenn man die großen religionen hernimmt und nur ihre kernaussagen betrachtet, stimmen diese kerne überein (bergpredigt z.b.)
p.s.: ich kämpfe für den herrn der in mir wohnt, bin auf dem wegnzum licht, und ich bin ein krieger,
kirche, jaaaaa hmmmm.: man braucht die kirche nicht um gott zu finden, gott kommt ja auch oft selbst zu den menschen und stupst sie an. ABER: die kirche kann ein instrument sein um leichteren zugang zu gott zu findden, eine instanz die einem helfen kann zu verstehn. kirche besteht aus uns, aus menschen, und menschen machen fehler, man kann nicht von etwas das in menschenhand liegt erwarten dass es fehlerfrei, heilig ist. wir sind alle auf dem weg zum licht und bis wir nicht im licht sind sind wir nicht eins, bis auf ein paar auserwählte, die gott berufen hat, sind wir einfach menschen.
UND: ohne kirche keine eucharistie: der herr gegenwärtig in fleisch und blut, und wir dürfen das in einer messe gemeinsam feiern, und uns gemeinsam mit dem leib des herrn stärken.
alles andere mach ich mir mit meinem herrn selbst aus, schließlich lässt sich ja gut mit ihm reden :)
alles liebe
euer mönch
Hallo und willkommen AlexxxElder! :)
Steinwulk hat eigentlich schon so alles gesagt, zumindest, wie es auch mein empfinden ist. Ich sehe das Buch auch nicht als für eine Glaubensrichtung geschriebene Lektüre. Es ist darin von Gott die rede, doch jeder darf diesen Begriff für mein Verständnis gegen einen anderen austauschen. Ich bin mehr oder minder streng katholisch aufgewachsen und finde aber seit langer Zeit mich eher im Zen-Buddhismus wieder. Wenn man "Gott" hört, ist der zweite Gedanke Kirche und manche sind strickt dagegen. Ganz so eng sehe ich es nicht, doch die Kirche ist schon eine politische Institution, an der viel Geld, Lügen und Blut klebt (in der Geschichte betrachtet). Daher kann ich die Reaktionen mancher nachvollziehen, wenn auch ich gute Seiten sehe, die ohne die Kirche nicht da wären - was mich auch nicht veranlaßt aus der Kirche auszutreten.
Ich war schon lange nicht mehr in einer Kirche, doch früher bin ich hin und wieder gerne hin gegangen, da es ein Ort des Nachdenkens und der Ruhe für mich war. Für den Glauben braucht man das Gebäude Kirche im Prinzip nicht. Gott ist in allem und um ihn zu danken, um mit ihm zu lachen oder zu weinen, sich zu beklagen oder einfach nur zu sprechen, kann man das mit allem jederzeit tun.
Liebe Grüße
Tobi
AlexxxElder
08.09.2004, 13:43
Hallo Ihr Lieben!
WOW! Ich bin überwältigt!
Hätte nicht gedacht so freundlich empfangen zu werden (bin ich aus anderen Foren so nicht gewohnt) und vor allem gleich so viele (positive) Reaktionen auf mein erstes Posting zu bekommen.
Habe eure Antworten auch schön regelmässig verfolgt - es aber erst heute geschafft mich selbst wieder zu melden.
Eure Messages haben mir sehr gut getan und - ich will es nicht leugnen - auch weitergeholfen.
Deshalb DANKE, DANKE, DANKE an euch alle.
Es gibt hier tatsächlich noch mehr Leute die so "ticken" wie ich :D
Bis bald mal wieder
und alles Liebe!!!
Alexxx
Santiago1
09.09.2004, 10:02
Hallo Alexxx schön das du da bist,
Religion???
Wer hat sowas blos erfunden? Ich weis nicht ob es Gott Jesus oder Buddah ist,der mich nachts manchmal nicht schlafen lassen!
Vor allem bin Ich das selbst glaube Ich...weil ich mir meine Gedanken mache...das macht mich zum Krieger des Lichts!!!
Ich lese in der Biebel und beschäftige mich mit den Buddhismus doch ich suche mir nur das heraus womit ich etwas anfangen kann.
Hier so ein Text mit dem Ich etwas anfangen konnte:
An alle die sich keiner Religion zugehörigfühlen!
Es giebt viele Menschen die keine Religion haben. Das ist ihr gutes Recht,und niemand kann sie zwingen, etwas daran zu ändern. Wichtig ist, daß ihr Leben einen Sinn hat,das heißt,daß sie in ihrem tiefsten Inneren glücklich sind..........
Glücklicherweise muß man nicht unbedingt einer Religion angehören,um sich auf menschliche Weise zu verhalten - es reicht,Mensch zu sein!!!
(Ratschläge des Herzens vom Dalai Lama)
Solche Texte und viele aus dem Handbuch vom KDL sind für mich wichtig!
Wenn du mit dir selbst nicht im einklang bist hilft auch kein GoTT !
Das klingt jetzt villeicht ein wenig radikal aber so denk ich nun mal !!!
Macht euer Ding,Santiago!!!
Hallo allezusammen!
Ich bin erst vor kurzem hier registriert aber ich muß sagen die Ansichten einiger Mitglieder sprechen mir aus dem Herzen!
Freue mich schon auf interessante Beiträge und Diskussionen
LG DINO
:)
davanala
10.09.2004, 20:04
...und du findest, was du suchst.
Alles, was du wissen willst,
alles, was du suchst,
findest du in dir,
denn du bist, was du tust.
Herzlich willkommen DINO
Ich/ wir hoffe/n dass du dich bei uns wohlfühlst und freuen uns auf einen regen Gedankenaustausch mit dir.
P.S. ich konnte es mir nicht verkneifen, deine Signatur um die "fehlenden" Zeilen zu ergänzen.
An alle anderen,
ich bin wieder da. Hab euch vermisst und alle ganz doll lieb...
davanala
einige nennen ihn allah, einige adonai, andere rufen ihn gott, jehovah oder abraxas. zahllos sind seine namen. unendlich die bilder, die sich menschen von ihm machen.
letzlich aber, geht jeder (hoffentlich) den weg, der für ihn stimmt. den weg, auf dem er "sinn vermutet". oder wie Don Juan Matus sagt:
Für mich gibt es nur das Gehen auf Wegen, die Herz
haben, auf jedem Weg gehe ich, der vielleicht ein Weg
ist, der Herz hat.
Dort gehe ich, und die einzige lohnende Herausforderung
ist, seine ganze Länge zu gehen.
Und dort gehe ich und sehe und sehe atemlos. liebe grüsse an alle
roy_leo
Und schon wieder die ewige Diskusion über die Schule(n) des Glaubens ; )
Ich muss gleich mal zugeben das ich das Buch "Krieger des Lichts" noch nicht gelesen hab, es aber noch nachholen werde. Bin eigentlich über dieses Forum gestolpert und froh darüber unter Freidenkern zu sein.
Diese Diskusion über Christ sein und alternative Denkweise ist zwar an sich eine recht interesante aber andererseits auch hinfällige. Denn wer zwischen den Zeillen liest und sich traut über den Tellerrand hinweck zu sehen wird erkennen das Jesus ebenfalls ein Freidenker war, er sprach in Gleichnissen, lebte vor wie es sein sollte und kümmerte sich recht wenig um Konventionen.
Hab übrigens ein interesantes Buch vor kurzem beendet, es geht da um einen Jesuiten der gleichzeitig Zen- Meister war und keine Probleme damit hatte, im Gegenteil es sogar als förderlich für die Nähe zu Gott beschrieb.
Weiters sollted ihr euch mal das Buch "Jesus and Budah" zu gemüte führen, es ist (meiner Meinung nach) dem Author ziemlich gut gelungen die Parallelen zwischen diesen "Superstars" des positiven Denkens aufzuzeigen. Gautama kam mit Hindu- background und Jesus mit Jüdischem- background aber im Kern (also ohne Hinzudichterei von nachfolgenden Autoren) sind ihre spezifischen Aussagen nicht so verschieden.
Übrigens ich bin ebefalls Christlich erzogen worden und Jesus ist immernoch mein Freund ; )
Hallo und herzlich willkommen an alle :)
Ich bin im Christentum aufgewachsen und erzogen, kann mich aber nur teils darin wieder finden.
Mir fehlen zur Zeit die Worte, habe aber gerade ein Büchlein in der Hand, ich möchte sagen von einem Autor der durch seine Worte genauso gut das ausdrücken kann, was uns Menschen bewegt wie Paulo Coelho, von Khalil Gibran „ der Prophet“
Über die Religion
Wer kann seinen Glauben von seinen Handlungen trennen oder seine Überzeugung von dem, was er tut? Wer kann seine Stunden vor sich ausbreiten und sagen:“ Diese ist für gott und diese für mich; diese für meine Seele und diese andere für meinen Körper „?
Alle eure Stunden sind Flügel, die von Selbst zu Selbst durch den Raum flattern.
Wer seine Sittlichkeit nur wie ein Sonntagskleid trägt, täte besser daran, nackt zu bleiben.
Der Wind und die Sonne werden schon keine Löcher in seine Haut reißen.
Und wer sein Verhalten den Geboten der Sitte unterwirft, sperrt seine Lerche in einen Käfig.
Der freieste Gesang kommt nicht durch Gitter und grähte.
Und der, dem Verehrung ein Fenster ist, das sich öffnen , aber auch schließen lässt, ist noch niemals im Haus seiner Seele gewesen, deren Fenster von Morgenrot zu Morgenrot reichen.
Euer Alltag ist euer Tempel und eure Religion.
Wann immer ihr ihn betretet, nehmt alles, was euer ist, mit.
Nehmt den Pflug und die Esse und den Schlägel und die laute,
die Dinge, die ihr aus Notwendigkeit oder zu eurer Freude geschaffen habt.
Denn im Tagtraum könnt ihr nicht über eure Erfolge hinausgelangen noch tiefer als eure Niederlagen stürzen.
Und nehmt alle Menschen mit euch :
Denn im Gebet könnt ihr euch nicht höher als ihre Hoffnung aufschwingen noch euch tiefer erniedrigen als ihre Verzweiflung.
Und wenn ihr Gott erkennen wollt, seid nicht deswegen Entwirrt von Rätseln.
Blickt euch lieber um, und ihr werdet ihn mit euren Kindern spielen sehen.
Und blickt in den Himmelsraum: Ihr werdet Ihn in der Wolke wandeln, im Blitz Seine Arme ausstrecken und im regen herabsteigen sehen.
Ihr werdet Ihn in Blumen lächeln sehen und dann emporsteigen und aus Baumkronen winken.
Ich fand diesen Text einfach so treffend zu diesem Thema und vor allem so wunderschön in Worte gefasst, dass ich ihn mit euch teilen möchte.
Ich danke dir auch Steinwulk .
Ein zarter Frühlingswind durch die Nacht zu Euch,
~Sylphe~
Hi an alle,
ich bin neu hier und freue mich riesig Leute zu finden, die ebenso wie ich sich gedanken über sich und die Welt machen und nicht einfach so für Geld und andere materielle Werte in den Tag leben ohne über Hintergründe oder andere Möglichkeiten nachzudenken.
Außerdem bin ich wie alle andern auch der Meinung, dass Christentum nicht wirklich eine andere Religion verbietet. Päpste oder andere Stimmen aus der Kirche vielleicht, aber nicht alle und nicht Jesus, der ja wohl der Begründer des Christentums war. Und meiner Meinung nach ist selbst die Bibel sehr flexibel. (Man muss sich eben die richtigen Textstellen aussuchen ;) )
Tschau acep
acep postete
...... Päpste oder andere Stimmen aus der Kirche vielleicht, aber nicht alle und nicht Jesus, der ja wohl der Begründer des Christentums war. Und meiner Meinung nach ist selbst die Bibel sehr flexibel. (Man muss sich eben die richtigen Textstellen aussuchen ;) )
..... Der Kandidat hat 100 Punkte ....
Julio C. Aranda B.
14.07.2005, 16:20
mann mann...
es ist sehr schön so viele erleuschtende menschen auf ein haufen zu treffen
@Steinwulk: deine wörte sind noten die ein musical in meinem herzen komponieren!!
das einzige was ich noch dazu sagen kann ist:
Religion gibt es nicht.. es ist ein wie so oft von menschen erfundendes überflüssiges wort/gemeinschaft was nichts bringt.... so wie ein treff der anonyme alkoholiker...
(meine auffassung)als gott zur erde kam, sagte er nicht jetzt bringe ich euch meine religion bei... deswegen ist genau das was "Santiago1" und "Sylphe" gepostet haben. (möchte nicht unnötig das gleiche posten)
Adventisten waren zwar die die mich gott nahe gebracht haben und mir wirklich gelehrt haben was, wer Gott war deshalb gehe ich immer noch fast jeden Samstag in der kirche um mich dort einfach weiterbilden,
ist es eben so wie ich auch in der schule war um mich zu bilden..
ich sehe die kirche nicht als eine verbindung zu gott sondern eine institution wo ich mich darüber informieren kann...
ich sage auch nicht das ich jene Religion angehöre
sondern "ich bin gläubig"
Leider ist es bei uns menschen das wichtigste mittel um uns auszudrücken die kommunikation.. und ein fehler darin kann menschen verändern..
ich bin mir fast sicher das irgend wann so mit der religion gekommen ist.
gracias
hasta pronto
Steinwulk
14.07.2005, 23:34
Willkommen Julio,
ich freue mich, wenn ich merke, dass ich nicht alleine so denke.
Liebe Grüße
Steinwulk
Steinwulk postete
Lieber Alexxx,
Aber zum Thema: Die Frage ist einfach zu beantworten.
Christus selbst hat gesagt: „Wer nicht gegen mich ist, ist für mich“ und das bedarf eigentlich keiner weiteren Worte.
Natürlich gibt es christliche Lehrmeinungen, die dem widersprechen. Da hat zum Beispiel Christus gesagt: „Keiner kommt zum Vater, denn durch mich!“ Und die Kirchen sagen: Ihr kommt nicht zu Christus ohne uns. Weil nur wir den Durchblick haben, wir haben schließlich studiert. Und da kommt ihr daher, und wollt selbst entscheiden? Aber für mich ist es nun mal Fakt, dass unser Leben Entscheidung ist. Wir entscheiden uns, das zu sein, was wir sind.
Eine Erklärung dazu:
Nehmen wir einmal an, es gibt einen Gott.
Nehmen wir an, er ist allmächtig.
Somit muss er, wenn er kein Tyrann ist, auch „allverantwortlich“ sein.
Und sollte er ein Tyrann sein, könnte er uns, bzw. mich mal.
Wenn er also kein Tyrann ist, dann gibt es nur eine Möglichkeit, alles Leid dieser Welt zu verantworten:
Es ist unsere eigene Entscheidung, sowohl im Kollektiv, als auch für uns selbst.
Daraus folgt:
Unser Leben ist Entscheidung – sowohl das Leben selbst, als auch dessen Inhalt.
Und diese Entscheidung sollten wir keiner Institution überlassen. Man hat uns dazu gebracht, in allen wichtigen Fragen die Entscheidung anderen zu überlassen. Aber es sind Entscheidungen, die unser Leben betreffen. Man hat sie künstlich so kompliziert gestaltet, dass man uns glauben machen konnte, wir wären dazu nicht in der Lage. Aber unser Leben zu entscheiden ist nicht eine Frage der Bildung oder des Intellekts – es ist ausschließlich eine Frage unserer inneren Stimme, der Intuition. Oder glaubt ihr, nur Studierte haben die Worte von Jesus kapiert? Wenn ich das NT lese, habe ich nicht den Eindruck.
Daher - lieber Alex und all die anderen und auch ich – lassen wir uns die Entscheidung nicht nehmen und entscheiden uns in diesem Fall selbst. Und in Zukunft so oft, wie es irgend geht.
Dafür bete ich zu Gott, im Namen Jesu Christi. Und ich danke ihm dafür, dass er uns durch die Fähigkeit für uns selbst zu entscheiden die Möglichkeit geschaffen hat, uns selbst zu erfahren. Amen
Seht auch dazu den Thread „eine Geschichte für Euch“ von Sylphe, der ich für diesen Beitrag noch einmal danken möchte.
Ich mag Euch,
Steinwulk Hallo zusammen, hallo Steinwulk!
Du hast mir praktisch die Worte aus dem Mund genommen, ich hätte auch so geschrieben,
ich möchte nur noch etwas hinzufügen:
Eine Kirche die sich als alleinseeligmachend verkauft, die 'Abtrünnigen',Freidenkern .. mit
Strafen a la 'Eiwige Hölle/Verdammis' droht, ist nur noch Angstreligion, von Froher Botschaft
bleibt da leider wenig übrig. Es gab ja in der Vergangenheit schon genung Beispiele wie die
Kirche mit Andersdenkenden umgegangen ist, siehe Templer, Hexenverfolgung, Katharer, u.ä..
Grüsse
Stygis
Steinwulk
22.07.2005, 12:31
Hi Stygis,
was Du schreibst, ist nicht von der Hand zu weisen, und gibt Auskunft
darüber, wie wir in Zukunft unsere Spiritualität besser nicht ausleben. Es ist
eine Erfahrung, die wir schon gemacht haben (wenn man die Menschheit als
Kollektiv betrachtet). Wenn ich das so betrachte, bin ich sogar dankbar dafür,
dass diese Erfahrung bereits hinter mir liegt. Die muss ich nicht mehr machen.
Insofern ist es ein kostbares Gut, dass uns in die Hände gegeben wurde -
wenn wir es zu nutzen wissen. Sich darüber zu ärgern ist wahrscheinlich nicht
der beste Weg es zu nutzen.
Ich habe für meinen Teil eine Wahl getroffen, wie meine nächsten Erfahrungen
in Sachen Spiritualität aussehen werden: Dankbarkeit und Liebe. Wenn es mir
nicht immer gelingt, seid nachsichtig mit mir.
Eins ging mir heute noch im Auto durch den Kopf:
Gibt es überhaupt eine Religion, die eine Aussage über alles ist, was Gott ist?
Kann es sie überhaupt geben?
Liebe Grüße
Steinwulk
Hallo!
Wiso sollten wir unsere Spiritualiät nicht ausleben ?
Herzliche Grüsse
Stygis
Steinwulk
22.07.2005, 13:01
Hi stygis,
hab alles nochmal durchgelesen. Hab ich geschrieben "nicht ausleben"?
natürlich ausleben. Auf welche Art und Weise halt. Aber auch das ist jedem
freigestellt. Die Frage die sich nur jeder stellen sollte: Ist die Art und Weise,
wie ich meine Spiritualität auslebe, ein Ausdruck dessen, wer oder was ich zu
sein beabsichtige.
Oder ist es mir dienlich, das zu meiner Spiritualität Formen der Angst
dazugehören?
Ein Gedanke, der mir dazu noch einfällt: Angst macht Religion.
Liebe Grüße
Steinwulk
ich finde eure Gedanken mal wieder sehr spannend und interessant.
Ich liebe Euch und dieses Forum ! :)
Ich denke auch, Angst,mangelndes Selbstvertrauen und keine Verantwortung für sein Tun übernehmen wollen, sind die treibenden Kräfte die den Menschen dazu bewegen sich einer Religion anzuschließen.
Das wichtigste für mich ist,
das wir unsere Kinder zu FREIdenkenden Menschen erziehen,
das wir an uns arbeiten und unsere innere Stimme, die uns durch unsere Erziehung oft verloren gegangen ist, wir vielleicht gar nicht mehr kennen, wieder finden, und unsere Kinder ihre Stimme hören lassen und sie in ihrem INNENleben begleiten, sie wertscvhätzen und ernst nehmen, und sie die AUßENwelt erfahren lassen.
Ich arbeite ja mit Kindern und ich bin den Kindern so dankbar, ich lerne täglich von ihnen und bin immer wieder erstaunt wie klar man ihre Seele noch sieht, hört und spürt ganz im Gegensatz zu den meisten Erwachsenen, die nur noch Fassade darstellen.
Gibt es eine Religion die ist, was alles ist, was Gott ist ?
Ganz spontan würde ich sagen, das Leben selbst ist es, mit allem was dazugehört, mit allen Glaubensrichtungen,
sprich mit allem Schwarz, allem Weiß, allen Graustufen und bunten Farben...
ich weiß nicht, sollte es eine geben, dann erst in einer fernen Zukunft *g*
Ich übe mich im Vertrauen, im Vertauen in mich, im Vertrauen in Euch, in das Leben und im hören meiner eigenen Stimme.
Ich danke euch und wünsch euch viel Kraft auf eurem Weg,
~Sylphe~
Whow, heute ist ja mal richtig was los! Bin froh, dieses Forum und Euch gefunden zu haben ;)
Ich denke, das Glauben als solcher wichtig ist. Ich selbst habe mich in diesem Jahr wieder stärker auf meinen (christlichen) Glauben besonnen. Ich habe erfahrungen gemacht die mir zeigen oder gezeigt haben, das ich beschützt und geliebt werde. Mein Glaube ist zwar durchaus _auch_ an der protestantischen lutherischen Richtung orientiert, verbietet es aber in starren Strukturen zu denken oder andere wegen ihres Glaubens oder der Art ihres Denkens abzulehnen. Ich halte Spiritualität für wichtig. Darum denke ich geht es Coelho in seinem Buch auch. Jeder finde seinen Weg. Blindes Folgen bedeutet auch selbst blind im Glauben zu sein. Wichtig ist, wie andere Krieger bereits gesagt haben, den eigenen Weg zu finden. Glauben oder Spiritualität gibt Kraft die man dringend braucht.
Andererseits höhre ich oft von Leuten "ich glabe zwar an Gott, habe aber meinen ganz persönlichen Glauben". So weit so gut aber oft steckt da nichts hinter. Mir ist egal wer an was glaubt. Wichtig ist, das er dafür eintritt und danach lebt. Wichtig ist, daß er daraus Konsequenzen zieht. Wichtig ist auch, daß er anderen zumindest erklären kann, was ihn an seinem Glauben, seiner Spiritualität begeistert oder ihn zu diesem Glauben bringt. Bin nicht sicher ob ich ausgedrückt habe was ich sagen wollte, denke aber Ihr versteht was ich meine.
Richtig, das Leben ist alles und wer weiss schon wie vielfältig es ist?
Grüße an alle
vom
Pilger
Steinwulk
22.07.2005, 21:08
Lieber Pilger,
Ich kann nicht zitieren mit dunkelrot und so.
Aber Du hast geschrieben:
"Andererseits höhre ich oft von Leuten "ich glaube zwar an Gott, habe aber
meinen ganz persönlichen Glauben". So weit so gut aber oft steckt da nichts
hinter."
Ist es nicht eher der naheliegendste Zustand, das es so viele persönliche
Glaubensrichtungen gibt, wie es Menschen (oder sogar Lebewesen) gibt?
Was kann persönlicher sein, als die Beziehung zu meinem Schöpfer?
Welche Religion darf sich anmaßen, den für mich richtigen Glauben zu
entwerfen?
Welche Religion darf sich anmaßen, Gottes Willen zu vertreten?
Welche Religion ist ein Ausdruck von allem, was Gott ist?
Mag sein, dass hinter diesen Aussagen oft nicht viel steckt - außer
vielleicht Resignation: Viele wissen es einfach, dass es im Leben nicht nur
darum gehen kann, seine Ernährung und seinen Fortbestand zu sichern. Aber
die vorgefertigten Erklärungsversuche der Religionen reichen nicht mehr. Die
Verstrickungen in immer weitere Lügen, um die Lehrmeinungen von alten
Männern aufrecht zu halten, sind viel zu durchschaubar geworden. Sie wollen
das Leben spüren, das steckt dahinter. Dazu muß man sich nicht viel
Gedanken machen, Glauben ist Herzenssache. Es reicht es zu spüren.
Lasst uns leben!
Liebe Grüße
Steinwulk
Hallo Wulk,
ich denke da hast Du mich mißverstanden. Ich respektiere jeden Glauben und selbstverständlich gehe ich davon aus daß viele Menschen einen sehr persönlich geprägten Glauben haben der sich vieleicht nicht an hergebrachten Strukturen orientiert. Jede Anmaßung im Glauben oder Überheblichkeit ist fehl am Platze. Ich bin zwar christlich geprägt und habe viel darüber nachgedacht und für mich entschieden, daß der Glaube wie ich ihn im ev. luth Sinne erlebt habe und noch erlebe für mich das Richtige ist. Ich würde das aber nie als den allein selig machenden Weg sehen. Wenn ich in Japan aufgewachsen wäre würde mir vermutlich das Christentum eher fern liegen. Verdammt wäre ich aber auch dann nicht. Wie also kann ich jemandes Weg im Glauben oder der Spiritualität für falsch halten?
Nein, ich denke ich stimme mit Dir voll überein. Was ich sagen ollte ist, daß oft Menschen ihren "ganz persönlichen Glauben" vorschieben, sich tatsächlich aber nie auch nur einen Gedanken darüber gemacht haben was das denn bedeuten soll, welcher Inhalt da drin ist. Es handelt sich oftmals leider um eine Verlegenheitsantwort, vieleicht um nicht als ungläubig darzustehen oder weil man sich nicht sicher ist was der andere dann denkt. Auch wieder so eine Frage der Erwartungen die in andere gesetzt werden, Urteile die man selbst über den anderen trifft und die man von diesem erwartet.
Jeder ist natürlich frei jede Art von Glauben zu haben und auszuleben (solange andere nicht geschädigt werden). Ich erwarte nur das derjenige der behauptet wie auch immer gläubig zu sein, selbst weiss was er glaubt. Das schließt natürlich Unsicherheiten oder den Suchenden nicht aus. Aber dann ist er halt ein Suchender, was auch gut ist, und sich dessen bewußt.
Ich mag halt das leere Gefasel über "irgendeinen" Glauben ohne jeglichen Inhalt nicht.
Und: Glauben heißt nicht wissen oder Antworten auf jede Frage des Lebens zu haben. Und auch stimme ich Dir darin zu, daß viele Lehrmeinungen im Glauben aus völlig anderen als "eheren und frommen" Motiven herrühren. Um so wichtiger sich damit zu beschäftigen wenn man gläubig ist.
Wer hat schon die absolute Wahrheit gepachtet?
Herzenssache, genau. Und Leben!
In diesem Sinne,
lG,
vom
Pilger
Steinwulk
23.07.2005, 12:47
Hallo Pilger,
Du meinst diejenigen die sagen: "Ich glaube schon an etwas, aber auf keinen Fall das, was Du glaubst oder was der glaubt!" ?
Hab ich das so richtig verstanden?
Liebe Grüße
Wulk
nein nein, das wär ja ok, wie ich schon gesagt habe, keiner muß oder soll glauben was andere glauben nur deswegen. Ich meine diejenigen die zwar behaupten irgendwas in Form von Glauben zu haben, tatsächlich aber noch nie einen wirklichen Gedanken daran verschwendet haben, insofern leere Phrasen dreschen, evtl um zumindest nicht suspekt zu erscheinen. Ich meine wenn einer sagt er glaubt an nichts ist das für mich auch ok, wenn ichs auch schade finden würde. Aber auch da erwarte ich zumindest, das derjenige sich Gedanken dazu gemacht hat.
Grüße,
P.