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Vollständige Version anzeigen : Aktuell: Wahl in den USA



Tobi
03.11.2004, 09:14
Liebe Freunde, ich verfolge aus verschiedenen Gründen keine Nachrichten, aber in unserer Medienwelt kommt man kaum daran vorbei.

Für viele ist es schwer zu verstehen, warum ich mich über die Medien aufrege und so werde ich oftmals als Ignorant beschimpft, wenn ich den Leute sage, dass sie doch bitte nicht auf die Medien hören sollten und lieber selbst nachdenken - weil ich es mehr als erschreckend finde, wie durch diese Meinungen, Hass und soviel negative Energie erzeugt wird.

Ich finde aktuell wieder ein sehr schönes Beispiel, da ich gerade am Arbeiten bin und im Hintergrund das Radio läuft. Demnach sieht es im Moment (9:00) so aus, als würde Bush die Wahl gewinnen.

Ich denke, alle hier im Forum haben bereits verstanden, dass Krieg "Schwachsinn" ist, wenn wir das mal so höflich nennen wollen. Durch die Medien wurde später (was ja mal löblich ist) auch propagiert, dass der Krieg falsch sei und man konnte viele "NYler" sehen, die ebenfalls "unserer Meinung" sind/waren. Ich kann mich erinnern, dass das immer wieder Thema war, dass die Amerikaner (das Volk) "eigentlich" auch keinen Krieg wollen.

Welche Gedanken habt ihr, wenn nun Bush "knapp" wiedergewählt ist? Nach den Medien, zumindest wie ich es erlebt habe, sollte er gar keine Chance dazu gehabt haben, weil "alle" gegen ihn sind.

Wer hat die Fäden in der Hand?
Was steckt hinter dem Spiel?

Euer Tobi

krieger
03.11.2004, 18:14
also mir war auch unverständlich, das die "schwarz-blaue" regierung in österreich wiedergewählt wurde, obwohl es sogar eine neuwahl gab und die österreicher anscheinend sehr unzufrieden waren

hm...

DINO
03.11.2004, 18:38
Hi Tobi!
Ich bin auch einer der keine Zeitungen liest und keine Nachrichten schaut aber man kommt nicht vorbei an dem thema! Aber ich kann dich trösten es ist egal wer von den beiden gewinnt!

Da gibt es eine Folge von den Simpsons, Da wird Homer von ausserirdischen entführt und gefrag wer der herrscher auf dem planeten ist. gelernter amerikaner wie er ist sagt er natürlich: der präsident, schwuups ist er auch schon entführt, genauso wie sein gegenkandidat. die beiden ausserirdischen schlüpfen in die haut der präsidentschaftskandidaten.
als homer (mit alkohol überschüttet) sich aus dem raumschiff befreien kann und die beiden bei einer wahlveranstaltung enttarnen will glaubt ihm keiner!
aber die beiden ausserirdischen nehmen ihr masken vom kopf und gestehen ihre wahre idendität. dannsagen sie aber:
trotzdem, nach eurem system müßt ihr einen von uns nehmen.

ist es nicht immer so wir haben nur zwischen dem kleineren und dem größeren übeö zu wählen, das was man uns vorsetzt müssen wir nehmen. alle anderen kandidaten werden denunziert oder im schlimmsten fall sogar getötet!

Hi Krieger!
Es ist egal wer an der Regierung ist die Fäden ziehen andere!

Da schwanken wir schon wieder zu den Verschörungstheorien ab! :)

Tobi
03.11.2004, 18:53
Hi Dino! ;)

Hm, wie du es sagst... Verschwörung... manchmal kommt mir es vor, als wäre das alles nur eine prima Show - Wahlen und so weiter, Scheindemokratie - ein riesen Wirbel um die breite Maße zu kontrollieren. Das denke ich manchmal wirklich. Und ich denke, man sollte sich einfach um sein Leben kümmern, um seinen eigenen Wirkungskreis. Das ist es, was wirklich zählt in meinen Augen. Aber letztlich hast du recht, dass es völlig Wurst ist, wer gewinnt. Denn eben, andere planen. Ob 11. September eine Inszinierung war, oder das Resultat aus vorherigen Dingen können wir noch nicht sehen. Aber die "Antwort" darauf wird es auch geben, und sei es in 100 Jahren - alles was geschiet, geschiet aus Ursache und Wirkung. Es wäre schön, wenn das mehr Menschen begreifen würden - aber das ist icht im Sinne der "Fändenzieher", ich deke, dass es da primär um Macht/Kontrolle und -natürlich- Geld geht.

Steinwulk
03.11.2004, 23:18
Hallo liebe Krieger!

Nach längerem Müßiggang möchte ich mich auch mal wieder zu Wort melden, da dieses Thema wirklich interessant ist.

Ich möchte gar nicht lange auf die Medien eingehen, denn sie geben uns keinen Aufschluss über das, was wirklich passiert. Tatsächlich ist auch das, was passiert wirklich passiert, für uns von nicht allzu großer Bedeutung.

Bedeutung hat für uns, wie wir uns in Bezug dazu entscheiden. Welche Wahl wir treffen. Jeder Einzelne von uns. Diese Entscheidung sollten wir nicht anderen überlassen. Denn wir definieren uns über das, was wir in Bezug zu gewissen Umständen sind.

Sehr viele Leute haben sich z.B. entschlossen, in Bezug auf die ständigen Terrorwarnungen in Angst und Sorge zu leben. Aus ihrer Angst heraus haben sie eine Wahl getroffen. Diese Wahl fiel auf Bush. Amerika ist eine Nation in Angst und möchte es anscheinend sein. Eben diese Erfahrung haben sie gewählt. Anders kann ich mir nicht erklären, dass Osamas Droh-Video, das zufällig fünf Tage vor der Wahl auftaucht, nicht auf helles Gelächter stößt. Es ist eine Farce, und sie wollen es nicht sehen. Kurz gesagt: Bush macht Angst und Angst wählt Bush.

Aber es ist nicht an uns, die von anderen gewählten Erfahrungen oder eingeschlagenen Wege zu kritisieren. Vielmehr sollten wir unsere Perspektiven und Möglichkeiten vor Augen haben, die sich durch diese Situation ergeben. Das „alte Europa“ gewinnt – trotz all seiner Spießigkeit – für mich an Liebenswürdigkeit, Bewusstsein, Courage und nicht zuletzt Charakter. Das last uns feiern, denn es ist unsere Wahl. Und wir laden alle ein, mit uns zu feiern – ohne Ausnahme. Und wir sollten aufhören zu glauben, dass von allem, was uns gut tut, nicht genug vorhanden ist. Denn dadurch reduzieren wir unsere Wahrnehmung auf die Notwendigkeit zu überleben und laufen mit Scheuklappen durch eine wundervolle Welt.

Von Herzen danken möchte ich dem Krieger, der diesen tollen Link unter dem Thread „mutter erde“ reingestellt hat. Er hat mir Mut gemacht und mir aus der Seele gesprochen.
Danke!


Steinwulk

RA
04.11.2004, 12:47
Hallo an euch alle,

Wunderbar, was ihr da schreibt.
Ich sehe die geschichte auch so, wie Dino.

Und auch dem, was du sagst Steinwulk stimme ich zu.
Es liegt an uns, ganz persönlich, wofür, wie und entscheiden.

Enscheiden wir uns für Licht und Liebe, es ist für uns Liecht und Liebe,
entscheiden wir uns für Angst - es ist dann Angst.

Wir allein, ganz individuell und persönlich, bestimmen unsere eigene Realität.

Und sie kann schön sein.

Lieber Krieger, danke für die "Mutter Erde".
Wirklich großartig.

Alles Liebe
Ra

krieger
04.11.2004, 19:51
schön das es dir gefällt RA

Tobi
06.11.2004, 00:41
Die Wahrheit zur Online-Wahl:

http://www.krieger-des-lichts.de/Voting.wmv


:)

krieger
06.11.2004, 10:56
lol

Steinwulk
19.09.2005, 13:58
Hallo,

ich war gerade auf der Coelho - Seite.

Und habe dort etwas Tolles gefunden. Es ist zwar jetzt nicht mehr so
topaktuell - vielleicht kennen es auch schon die meisten von Euch - mich hat
es jedoch sehr bewegt. Und da das Thema "Wahrnehmung" uns noch sehr in
Erinnerung ist, möchte ich das, was ich dort gefunden habe, in diesen Thread
kopieren. Viel Spass beim Lesen wünscht

Herr Wulk







Danke, Mr. President

Von Paulo Coelho

Danke, großer Staatsmann George W. Bush. Danke, daß Sie jedem gezeigt haben, welche Gefahr Saddam Hussein darstellt. Viele von uns hätten sonst womöglich vergessen, daß er chemische Waffen gegen sein eigenes Volk, gegen die Kurden und die Iraner eingesetzt hat. Hussein ist ein blutrünstiger Diktator und eine der augenfälligsten Verkörperungen des Bösen in der heutigen Welt.
Aber nicht allein dafür wollte ich Ihnen danken. Während der ersten zwei Monate dieses Jahres 2003 haben Sie der Welt eine Reihe anderer, wichtiger Dinge gezeigt.
Ich möchte mich daher in Anlehnung an ein Gedicht, das ich als Kind gelernt habe, bei Ihnen bedanken:

Danke, daß Sie allen gezeigt haben, daß das türkische Volk und sein Parlament nicht käuflich sind, auch nicht für 26 Milliarden Dollar.

Danke, daß Sie der Welt gezeigt haben, welch tiefe Kluft zwischen den Entscheidungen der Machthaber und den Wünschen des Volkes liegt.

Danke, daß Sie uns vor Augen führen, daß weder José María Aznar noch Tony Blair ihren Wählern die geringste Achtung und Wertschätzung zeigen. Aznar bringt es fertig, darüber hinwegzusehen, daß 90% der Spanier gegen den Krieg sind, und Blair ist die größte Demonstration der vergangenen dreißig Jahre in England schlichtweg egal.

Danke, daß Sie Tony Blair dazu gebracht haben, mit einem Dossier, das ein Plagiat einer Arbeit war, die ein Student zehn Jahre zuvor geschrieben hatte, vor das Britische Parlament zu treten und es als „vom Britischen Geheimdienst erbrachten schlagenden Beweis“ vorzustellen.

Danke, daß sie Colin Powell gestatten, sich selber zum Narren zu machen, indem er dem UN-Sicherheitsrat Fotos vorlegt, die eine Woche später von Hans Blix, dem Chef der UN-Rüstungskontrollkommission zur Entwaffnung des Irak, öffentlich angefochten werden.

Danke, daß Sie mit Ihrer Haltung dafür gesorgt haben, daß bei der UN-Vollversammlung der französische Außenminister, Dominique de Villepin, mit seiner Anti-Kriegsrede Applaus geerntet hat, was meines Wissens vorher nur einmal in der Geschichte der UNO, im Anschluß an eine Rede Nelson Mandelas, geschehen ist.

Danke, daß Sie mit all ihren Bemühungen, den Krieg voranzutreiben, dazu beigetragen haben, daß die sonst untereinander zerstrittenen arabischen Nationen sich bei ihrem Treffen in Kairo in der letzten Februarwoche erstmals einstimmig gegen jedwede Invasion ausgesprochen haben.

Danke, daß Sie mit Ihrer rhetorischen Behauptung, die UNO habe nun die Chance, ihre wahre Bedeutung zu zeigen, sogar die zögerlichsten Länder dazu gebracht haben, sich gegen jede Art von Angriff gegen den Irak auszusprechen.

Danke, daß Sie mit Ihrer Außenpolitik den britischen Außenminister Jack Straw zu der Erklärung verleitet haben, im 21. Jahrhundert könne es Kriege geben, die sich moralisch rechtfertigen ließen, wodurch Straw seine ganze Glaubwürdigkeit verlor.

Danke, daß Sie versucht haben, ein Europa auseinanderzudividieren, das für seine Vereinigung kämpft – es wird ihm als Warnung dienen.

Danke, daß Sie geschafft haben, was nur wenigen in diesem Jahrhundert gelungen ist: Millionen Menschen auf allen Kontinenten im Kampf für dieselbe Idee zu vereinen, auch wenn diese Idee nicht Ihre ist.

Danke, daß sie uns wieder fühlen lassen, daß unsere Worte, wenn sie vielleicht nicht gehört, so zumindest ausgesprochen wurden – das wird uns in Zukunft noch mehr Kraft geben.

Danke, daß Sie uns mißachten, daß Sie alle marginalisieren, die sich gegen Ihre Entscheidung stellen, denn die Zukunft der Erde gehört den Ausgeschlossenen.
Danke, denn ohne Sie hätten wir nicht erkannt, daß wir fähig sind, uns zu mobilisieren. Möglicherweise wird es uns diesmal nichts nützen, aber ganz sicher später einmal.

Nun, da es keinen Weg zu geben scheint, die Trommeln des Krieges zum Schweigen zu bringen, möchte ich wie ein europäischer König einst zu seinem Invasoren sagen: „Möge dein Morgen schön sein, möge die Sonne auf den Rüstungen deiner Soldaten strahlen, denn noch am Nachmittag werde ich dich besiegen.“

Danke, daß Sie uns - einer Armee anonymer Menschen, die wir die Straßen füllen, um einen Prozeß aufzuhalten, der bereits im Gange ist - erlauben zu erfahren, wie man sich fühlt, wenn man machtlos ist, und aus diesem Gefühl zu lernen und es zu verwandeln.

Also, genießen Sie Ihren Morgen und welchen Ruhm er Ihnen auch immer bringen mag.

Danke, daß Sie uns nicht zugehört und uns nicht ernst genommen haben. Doch Sie sollten wissen, daß wir Ihnen sehr wohl zugehört haben und Ihre Worte niemals vergessen werden.

Danke, großer Staatsmann George W. Bush.
Herzlichen Dank.



Uebersetzung von Maralde Meyer-Minnemann

Tobi
20.09.2005, 07:38
Das ist wirklich sehr bewegend, auch wenn das Ganze den doch sehr bitteren Beigeschmack hat, dass für mein Verstehen zu wenige aufwachen und zu viele dafür gestorben sind.

Der ganze "Vorfall" bringt leider nicht nur Erkenntnis, sondern von den eben nicht Aufgewachten eine weitere Welle der Gewalt, die sich noch nicht mal aufgetürmt hat - dagegen ist das tägliche Morden in Bagdad ein sanftes Wellenkräuseln am Strand.

Dann überlege ich weiter und erkenne, dass das alles nicht neu ist. Und wieder zweifle ich, ob wir jemals in Frieden miteinander leben können. Nicht in diesem meinem Leben. Das macht mich sehr traurig.

Atreju
20.09.2005, 10:53
Hallo Krieger und Wahlbeobachter!

Ich hab natürlich die o.g. Geschehnisse auch mitverfolgt...
Bereits im Jahr 2000/2001 als George W. seine "Achse des Bösen"-Reden schwang, was er ja ständig tut - was nur bedeutet, daß er ein ziemlich schlechtes Gewissen haben muss!! - schrieb ich mir den Satz auf, der ungefähr diesen Wortlaut hatte: "Wir werden das Böse der Welt aufspüren, es jagen und vernichten und niemand kann uns davon abhalten, denn sonst ist er Terrorist...!" Ich war entsetzt und es machte mir damals auch Angst. Doch diese Angst trug Früchte und heute tut dieser mächtigste Mann der Welt einfach nur noch leid. Dem gehts bestimmt sooooo schlecht!! Was ist eigentlich aus dieser Frau geworden, die seine Ranch belagert hat? Weiß das jemand von Euch?

Alles in allem trifft der Text von Paulo, den Herr Wulk (liebe grüße auch an Deine Frau) hier reingestellt hat, den Nagel auf den Kopf.
Wer sich so verhält wie die "Möchtgernführer" der westlich zivilisierten Welt, tritt sich früher oder später selbst in den Arsch! Lieber früher...!!!

Tobi ich kann Dir nur zustimmen und ich finds auch schade, daß ein zufriedenstellender Sieg über die Arroganz und Dummheit uns in diesem unseren Leben wahrscheinlich vorenthalten bleibt. Aber wer weiß, die Dinge kommen so, wie sie kommen und ich bin froh darüber zur Lichterhaltung beizutragen...

"Denn sie fürchten sich vor dem Licht..."

Pilger
20.09.2005, 11:30
Was für ne Frau hat den die Ranch belagert? Na im Zweifel sitzt die jetzt im Käfig auf der schönen Insel Kuba und wartet auf den sich nahemden Hurricane.

Den Satz den Thimo zitiert hat hat die US Regierung (auch früher schon) im Prinzip immer wieder mit dem Inhalt "wer nicht für uns ist, ist gegen uns und wird bekämpft werden" gebracht. Ich meine auch es gab mal ne Diskussion ob wir nun mit Angriffen der USA zu rechnen hätten, wenn wir keine Überfluggenehmigungen etc erteilen würden. Das ist zwar abwegig, aber immerhin gibt es in der UN Charta noch die sog. Feindstaatenklausel und die gilt uns. Wer weiss also...

P.

Atreju
20.09.2005, 11:54
Hallo Pilger,

da war so ne Frau, deren Sohn im Irakkrieg getötet wurde und sie hat Bushs Ranch belagert. Einige Sympathisanten gesellten sich dazu und die frau wollte nicht gehen bevor ihr präsident ihr erkläre, warum ihr sohn gestorben sei und wofür. Das ist jetzt glaub ich zwei drei wochen her, aber man hört und sieht nix mehr....wahrscheinlich doch kuba...schade
Du hast übrigens ne email bekommen...

gruß thimo

Steinwulk
20.09.2005, 13:11
Hi Kriegers,

glaubt Ihr denn, Paolo Coelho hat das ironisch gemeint? Ich bin mir da nicht
so sicher. Vielmehr hat mich die Wärme und die Hoffnung beeindruckt, die
dieser Text trotz des damals schon absehbaren Unheils für die ganze Welt -
und ganz besonders für den Irak vermitteln kann. Mich hat Coelhos
Wahrnehmung bewegt.

Wir können stundenlang weiter auf Bush und Konsorten schimpfen - es wird
nichts ändern. Im Gegenteil, wir verstärken unsere Wahrnehmung doch nur!
Und unsere Wahrnehmung lenkt unsere Gedanken, die wiederum - ich
wiederhole mich - unsere Realität erschafft. Coelhos Weg damit umzugehen,
wenn ich ihn nun richtig verstanden habe, zeugt von großer Weisheit und sehr
viel Güte.

Ich würde gerne und oft auf die Herausforderung meines Alltags mit dieser
Weisheit reagieren. Trotz allem meine Mitmenschen mit Liebe betrachten.

Doch wenn ich sage, dass ich das gerne würde, dann gebe ich zu, dass ich
das nicht tue. Darum sage ich hiermit: Ich mache mich auf den Weg, den
Herausforderungen meines Alltags und meinen Mitmenschen mit Liebe zu
begegnen, so wie es mir mit diesem Brief begegnet ist. Unterstützung kann
ich bestens gebrauchen.

Frau Wulk dankt für die lieben Grüsse und lässt zurück grüssen!

Schön, dass Ihr da seid!

Sandsteinwulk!

Atreju
20.09.2005, 13:48
P.Coelho hats ernst gemeint und es ist ja auch klar, daß immer mehr menschen wie wir die Wahrheit sehen. Das mein ich ja damit, dass ich jetzt keine angst mehr vor solchen reden und leitsprüche habe. Wir sollten tatsächlich dankbar für die dummheit z.B. der Regierung der USA, oder wer auch sonst noch so alles dahintersteckt, denn nur so wird die Wahrheit sichtbar.
Ich finde den Text von Paulo da oben auch bewegend und ergfreifend. Habe ihn eine woche vor unserem treffen bereits gefunden und gelesen...
Diese Sichtweise der Dinge, ist meiner meinung nach die einzig sinnvolle: halt Liebe!

Sandsteinwulk,
mir bist Du mit liebe gegenüber getreten, aber ich weiß, was Du meinst. Im Alltag ists halt oft schwierig-ich kenn das- wie die anderen sicher auch- aber das licht am ende des tunnels ist sichtbar!

in diesem sinne bis später

liebe grüße von atreju

Tobi
20.09.2005, 13:51
Moin!

Also ich habe das keinesweges ironisch aufgefasst. Nein, er meint das ernst, weil er den Weitblick hat, sieht, was Aktionen für Reaktionen werfen und in der Tat, neben dem Greul geschiet Veränderung. Lobenswert daran ist die Machtposition so zu mißbrauchen, dass es selbst Kleinhirnige blicken sollten.

SOLLTEN.

Hitler (um nur einen zu nennen) hat auch die Welt verändert. Trotzdem wachen einfach zu wenige Menschen auf und lassen sich permanent von den Medien einlullen.

Was ist also die Quintessenz daraus?
Es werden weiter solche Menschen und solche Entscheidungen auftauchen und die Welt verändern. An all diese Menschen könnte man Dankesreden schreiben. Ich jedoch werde mich darauf beschränken zu sein.
Gerade der letzte Satz

Danke, daß Sie uns nicht zugehört und uns nicht ernst genommen haben. Doch Sie sollten wissen, daß wir Ihnen sehr wohl zugehört haben und Ihre Worte niemals vergessen werden.
ist in unserem Herzen und werden wir weiter geben. Wir sind der Keim in der "breiten Masse" und unsere Aufgabe ist (oder könnte sein) weitere Pioniere zu finden, die diesen globigen, schwabbelnden Broken "breite Masse" einkreisen. Eine Kette um ihn bilden und langsam von allen Seiten zu bearbeiten.
Ich stelle mir vor, dass wir eben in der Aufwachphase sind. Jetzt erst haben wir bemerkt, dass da noch andere sind, die so denken wie wir. Darüber freuen wir uns und das zurecht!

Ich glaube es ist auch kein Wettlauf. "Wir" müssen schneller sein als "die", sonst ist die Welt verloren. Nein. Ich denke das ist unsere Evolution. Aufgrund des Weltbildes jedes einzelnen Menschen, ist die Realität so gefestigt, dass Veränderungen nur sehr langsam und in kleinem Umfang geschehen.

Was will ich damit also sagen?
Ich kanns nicht beschreiben. In mir sind zwei Gefühle. Das eine ist Angst vor der Menschlichen Dummheit und Grausamkeit (ins besondere in der Zukunft), das andere ist eine friedliche Gelassenheit auf der Basis das alles so sein muss und das es wertfrei ist.

Das eine in mir will kämpfen und schreien, das andere will beobachten. Ich versuche mich darauf zu konzentrieren MICH beim kämpfen zu beobachten.

Shay
20.09.2005, 16:04
Hallo meine lieben Freunde,

hier haben wir meiner Meinung nach genau das, was einen Krieger ausmacht: Zu wissen, dass man eigentlich auf verlorenem Posten steht. Zu wissen, dass man selbst eigentlich herzlich wenig ausrichten kann. Verzweifelt zu beobachten, wie die Menschen sich und diese schöne Welt zu Grunde richten. Zu erkennen, dass man selbst viel zu klein ist, um den Lauf dieser Dinge aufzuhalten.

Aber:

Auch zu erkennen, dass es oftmals einzelne Menschen sind / waren, die die Weltgeschichte durchaus zu ändern vermochten (Hitler, Gandhi, Bush, Einstein, Hahn, Jesus, um nur einige zu nennen). Zu sagen: "Was die können, kann ich sicher auch!" und danach zu handeln. Zu begreifen, dass es nur an einem selbst liegt, ob sich wenigstens im kleinen etwas bewegt. Und die Hoffnung zu haben, dass sich andere Menschen anstecken lassen und ihrerseits "im kleinen" etwas tun.

Jeder einzelne von uns wird einen Dschordsch-Dabbeljuh nicht bremsen können. Aber viele von uns werden auf andere einwirken können, dass er gebremst wird. Ein einzelner von uns wird nicht viel bewirken, seine kleine Erschütterung wird auf der Richterskala der Geschichte keinen messbaren Peak hervorrufen. Viele von uns hingegen werden das nötige Beben auslösen können, damit andere die Erschütterung spüren.

Krieger sein, bedeutet für mich, Hoffnung zu besitzen und Hoffnung weiterzugeben; Liebe zu zeigen und Stärke; anderen Menschen zu zeigen, dass diese Welt nicht nur aus Bösem und Schlechtem besteht, sondern auch aus Menschen, die es uneingeschränkt gut mit dieser Welt meinen. Gott täglich dafür zu danken, dass ich ihn als Rüstung nutzen darf, um den Guten Kampf zu führen. Anderen zu zeigen, dass es diese Rüstung nicht umsonst, aber dafür kostenlos gibt und dass auch der Gute Kampf nicht umsonst geführt wird.

Ob der Gegner jetzt George W. heißt oder Osama oder Saddam oder meinetwegen Karl-Heinz, spielt für mich keine Rolle. Wie mächtig er auch sein mag, es juckt mich nicht. Ich weiß, dass ich eher auf der richtigen Seite stehe als er, und das gibt mir genügend Kraft, dass ich mich ihm entgegenstellen und ihm in die Augen blicken kann.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen friedlichen Tag!

Martin