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Helpi
25.01.2005, 09:44
Seid mal alle lieb gegrüsst. Es ist mein erster Beitrag.

Hoffe auf viel lesenswertes. Es verlangt nach solch gute Seiten. Doch mich stört einzig und allein das Wort "Krieg" Derzeit ist viel zuviel Krieg, wohin man schaut oder liest.
Ich weiß es ist nur ein Wort. Doch tragen nicht auch Worte ein Licht weiter?
Sind nicht schon allein negative Worte oder Gedanken, etwas was man als solch ein (Krieger) verneinen sollte?
Verzeiht, wenn ich als Neuling mir auch darüber Gedanken mache

Werde mich nun intensiv mit dem Handbuch des Kriegers des Lichts zuwenden.
Für heute einen lieben Gruss und viele gute Gedanken. Helpi

Shay
25.01.2005, 13:48
Hallo Helpi, erst mal herzlich willkommen in der Runde der Krieger.
Das Problem mit dem negativ belegten Begriff des Kriegers hatten hier wohl so ziemlich alle in der Runde (behaupte ich mal). Denn dieser Begriff ist so völlig konträr zu dem, was wir eigentlich als Ziel verfolgen. Aber: Wenn Du die Bücher von Paulo Coelho liest, wird Dir immer wieder ein begriff begegnen: Der Begriff des "Guten Kampfes". Der "Gute Kampf" ist ein Kampf, den jeder erst mal mit sich selbst ausficht, sozusagen der Kampf gegen den inneren schweinehund.
Aber auch außerhalb uns selber müssen wir kämpfen, jeden Tag. Den Kampf gegen Ignoranz und Egoismus, den Kampf gegen Hass und Selbstmitleid, gegen Feindesligkeit und Dummheit, und so weiter.
Man kann also durchaus sagen, dass wir Krieger sind, ständig im Streit mit sich selbst und der Welt.
Aber wir kämpfen auch für etwas: Für unsere Liebe, für Gerechtigkeit, für Mitmenschlichkeit, für geistigen und geistlichen Reichtum, fürs Mit-Denken und so weiter - also für alles, für das sich wirklich zu kämpfen lohnt.
Krieger des Lichts - wir alle sind Krieger des Lichts, die meisten Menschen wissen es nur nicht. Ein Krieger des Lichts ist quasi jeder, dem das, was außerhalb seines Hauses nicht egal ist. Und da er sich beim Kämpfen auf seine Fantasie und Eingebung verlassen muss, weil er abseits seiner Überzeugungskraft keine wirklich effektiven Mittel hat, muss er eben auch mal verrückte Dinge tun.
Es bleibt ihm, da er seinen Gegner ja nicht totreden kann, nur die Möglichkeit, ihm sein falsches Handeln und die falschen resultate aufzuzeigen - oder, mit anderen Worten: ihn mit den eigenen Waffen zun schlagen.

Du siehst, der Begriff des Kriegers oder des Krieges per se muss nicht unbedingt negativ beladen sein.

Und letztlich gibt es da ja noch diese Bibelstelle (ich glaube sie findet sich bei den Propheten); dort heißt es:

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.

In sofern, denke ich, sind wir mit unserem Krieg schon auf dem richtigen Weg.

Alles Gute:

Shay

Shay
25.01.2005, 13:49
P.S.: Es waren nicht die Propheten sondern Prediger 3, 1-8.

Sorry.

Shay

Tobi
26.01.2005, 09:08
Hallo Helpi!

Ich freue mich, dass du hier im Forum bist und den Weg zu uns gefunden hast. Shay ist von meiner Seite aus nichts hinzuzufügen. :)

Liebe Grüße

Tobi