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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Träume/Visionen ?



Suchender
26.01.2005, 12:39
Hallo zusammen,


mir drängt sich im Moment immer mehr und immer öfter ein und dieselbe
Frage auf. Diese möchte ich jetzt auch hier einmal stellen:

"Gibt es keine Menschen mehr mit Visionen ? Mit Träumen ?"

Vor jeder großen Erungenschaft oder vor jedem großen Ereignis stand
ein oder mehrere Menschen mit einer Vision/Traum.

Jetzt gibt es scheinbar nur noch Menschen welche davor zurückschrecken.
Aber warum ? Weil man Verantwortung übernehmen muss ?
Weil man aus seinem "Schneckenhaus" herauskommen muss ?
Weil man vortreten muss und zu dem stehen muss was man denkt ?

Ich glaube ich höre auf, mir fällt gerade auf das meine Ausführungen
hier bei dem einen oder anderen den Anschein eines "Angriffes" erwecken
könnten. Dies ist aber nicht die Absicht meiner Frage und auch nicht
meine Absicht.

Gruß
ein verwirrter
Suchender

Elis
26.01.2005, 13:37
Hallo…

ich denke, daß die Menschen nach wie vor träumen und auch Visionen haben.
Doch glaube ich daß sich die Träume derer, die noch träumen auf das wesentliche beschränken,… auf mehr Liebe und eine bessere Welt.
Alle die nicht mehr träumen sind „gefangene Marionetten“ die nicht mehr selbständig nachdenken wollen, keine Verantwortung mehr übernehmen wollen und einem von der Gesellschaft vorgegebenen Ideal nachhumpeln.
Wenn Du dir unser Gesellschaftsbild genauer ansiehst, wirst du mir vielleicht recht geben…. es gibt offenbar keinen Anlass mehr, nachzudenken,.. es wird einem ja vorgegeben was gut und was schlecht ist… und es ist bequem nicht nachzudenken und keine Verantwortung zu übernehmen…

Tobi
26.01.2005, 14:20
Hallo Suchender!

Ich denke auch, dass sich die Frage für mich nicht so stellt, oder an was siehst du, dass die Menschen keine Visionen mehr haben? Ich denke, sehr viele Meschen haben sehr viele und große Visionen. Vielleicht fehlt dir eher der Beweis der Tat?

Ich denke, Visionen melden sich am richtigen Zeitpunkt für die Tat.

Grüße

Tobi

mönch in der welt
26.01.2005, 19:14
+griaß eich!
nach langer abwesenheit, endlich zurück, meine ansicht:
die menschen haben große träume und visionen, ganz gewiss, meist sind die träume sogar zu groß.aber: träume die nicht gelebt werden, die nicht in die tat umgesetzt werden, sind für den hugo, die können einen meist sogar runterziehen, weil man sich eben so sehr etwas wünscht, es aber nicht umsetzt,man vergleicht seine träume mit der realität und wird traurig, träumen ist leicht und schön, aufwachen und der realität ins auge sehen oft heftig, und in diesen spalt, dfer sich hier auftut, kann man auch stürzen, tiefer als man meint.
ein gscheiter satz dazu: es ist gesünder, nichts zu hoffen, und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun.
keine ahnung wer das gsagt hat, aber ich find die aussage richtig und heilend.

träume und visionen braucht der mensch, er soll sich darin ausruhen und kraft schöpfen, um es dann zu erschaffen.

herzlichst
mönch.

Shay
26.01.2005, 22:34
Lieber Suchi,

doch, ich denke, es gibt eine ganze Menge von Menschen, die Träume und Visionen haben. Das Problem ist nur, dass heute auf "Seher" niemand mehr achtet - es ist unpopulär geworden, Visionen zu haben und offen darüber zu sprechen.
was meinst Du, wie viele Menschen es in der Welt gibt, die täglich denken "Warum zum Kranich können Palästinenser und Israelis nicht endlich in Frieden miteinander leben?" oder "Wäre eine Welt ohne George W. Bush nicht eventuell doch glücklicher?" oder "Es dürfte doch kein wirkliches Problem mehr sein, ein funktionierendes und bezahlbares Zero-Emission-Auto zu bauen!" All das sind durchaus wichtige Träume oder Visionen - die aber leider deshalb unpopulär sind, weil irgendjemand, der viel besitzt, etwas davon abgeben müsste oder auf etwas verzichten müsste. Das Zero-Emission-Auto könnte kaum von der Mineralölindustrie für gut befunden werden. George W. Bush ist ein Garant dafür, dass unser Euro momentan extrem stark ist und auf dem Weltmarkt gut da steht. Und die ewigen Kebbeleien zwischen Israel und Palästina erfreuen jeden beschissenen Rüstungsfabrikanten - was meinst Du, was diese Geldsäcke da einen Reibach machen?
Wenn Du also solche Gedanken laut und öffentlich publizierst (gerade als Politiker), kannst Du davon ausgehen, dass die mildeste Strafe dafür totale Ignoranz sein wird. Ein Politiker kann sich dann schon mal den Sessel einer Vorstandsetage warmpupsen...

Doch, Suchi, es gibt noch Visionäre. Aber die werden mundtot gemacht.

...grollt ein etwas geknickter

Shay,

der seinen Sohnemann heute mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus bringen musste....

krieger
27.01.2005, 17:01
is doch auch einfach so eine unfähigkeit, od?

wir können visionen haben, aber es nütz nix

wir können ein Zero-Emission-Auto wollen, aber können wir schon gegen die mineralölindustrie?

wir können frieden wollen, aber was haben wir denn für eine chance gegen die politiker?


wir haben alle chancen, wir können alles schaffen, wir können selbst die politiker sein die entscheidungen treffen
gemeinsam sind wir stark

aber unfähig sein is einfach bequemer

Sound-of-Silence
27.01.2005, 17:39
Hi an alle KdL´s,
Ich bin neu hier und möchte meinen Senf dazugeben,

Ich denke Krieger hat recht, unfähig sein ist bequemer.

Dadurch das sie Menschen nichts von ihren eigentlichen Fähigkeiten wissen und eher Herdentiere als einzelkämpfer sind ist es schwierig.
Deswegen ist es wichtig ein Vorbild zu sein. Ghandi sagte mal: Wenn du eine Veränderung willst musst du die Veränderung werden. Deswegen ist, denke ich, ein Fragen ob denn Menschen noch Visionen haben fraglich. Vielleicht hätten sie mehr wenn andere sie mehr Leben würden.

Ich denke je weiter die Zeit voranschreitet und je dunkler die Welt zu werden scheint, desto mehr oder desto wichtiger sind Menschen die alles hinterfragen und ihren freien Willen ausleben um nicht unterzugehen in der Masse der trägen Masse der Beqemlichkeitsdenker. Es wird immer mehr Menschen geben die nicht ihr Bewusstsein anheben um über den Tellerrand zu schauen.

Jemand fragte Buddha: Wieviele Menschen leben sinnvoll auf dieser Erde?
Buddha ging mit seinem Finger durch den Dreck und sagte: Gemessen an der Weltbevölkerung, soviel wie Dreck unter meinem Nagel...

Lichtvolle Grüße

Suchender
28.01.2005, 06:10
Hallo,

ich danke Euch für Eure Antworten.

@Shay,

dass mit Deinem Sohn tut mir leid. Ich hoffe es geht ihm bald wieder besser.


@All,

ich wollte eigentlich garnicht bezweifeln, dass es sehr viele Menschen mit
guten Gedanken gibt. Aber warum nur bleiben es lediglich Gedanken ?
weil es Widerstände gibt ? Heist es nicht auch, an Widerständen wächst
die Seele ?
Tobi hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ja, ich vermisse die Kraft im Menschen welche ihn aufstehen läßt und
seine Gedanken Realität werden läßt. Diese Energie die den Menschen
dazu befähigt für seine Gedanken zu kämpfen um sie umzusetzen.
Natürlich kann nicht jeder Gewinnen. Aber probieren sollte man es auf
jeden Fall, denn auch wenn man scheitert. So kann es doch durchaus sein,
dass der Versuch alleine schon eine Veränderung bringt. Evtl. nicht gleich,
sondern erst in Jahren. Aber wer die Saat nicht ausbringt, wird niemals ernten.

Aber vielleicht bin ich einfach nur zu verwirrt oder möchte mal wieder
zuviel auf einmal. Ich weis es nicht. Trotzdem danke ich Euch für Eure
Antworten, die mich sehr bewegten.

Gruß
Ein dankbarer
Suchender

mönch in der welt
28.01.2005, 12:44
hej!
warum setzten die menschen ihre träume nicht um? tja weil der mensch erstens ein faules as ist, und weil die meisten lieber träumen, weils leichter is, das kann man vom warmen bett aus machen, viele haben noch nicht gefunden wofür es sich zu kämpfen lohhnt. viele begreifen auch nicht wie heilig das leben ist, und das wir nur eins haben.uns fehlt auch der mut, da wir zu passivität erzogen wurden, durch die sog. öffentlichkeit.
die "man kann ja eh nix machen"-mentalität ist der status quo, auch hier in österreich.leider.
also, bleibt nur eins: die, die das kapiert haben, und das ändern wollen, müssen ein lebendes beispiel werden. Wie du kein feuer hast, kannst du andere auch nicht entzünden, also leuete, ran an die arbeit. uva. den anderen nichts aufzwingen.wenn den leuten da draußen kalt ist kommen sie von selbst zum licht und zum feier, also lasst und leuchten und wärme aussenden.
innigst mönch.

Shay
28.01.2005, 13:03
Hallo Ihr Lieben,

erstmal lieben herzlichen Dank für Eure Gedanken bezgl. meines Sohnemanns. Glücklicherweise konnte er heute morgen schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden - auch wenn er sich zum Abschied erst mal einen Finger in der Tür einklemmte. Ich werde ihn umtaufen lassen auf "Gefahrensucher" oder sowas ;)

Okay, zum eigentlichen:
Krieger, ich muss Dir bedauernderweise recht geben. Unfähigkeit ist tatsächlich die bequemste Art, Probleme zu umgehen. Aber ich glaube, auf Dauer auch die unbefriedigendste.
Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage: Warum müssen wir ausgerechnet die Unfähigkeit vorschieben? Warum besinnen wir uns nicht darauf, dass es doch eigentlich die Massen sind, die am leichtesten etwas bewegen könnten? Warum beharren wir darauf, dass die eigentliche Macht vom Geld ausgeht und schlucken diese Kröte so sang- klang- und klaglos runter, obwohl sie uns ohnehin im Halse stecken bleiben wird? Oder wie es in dieser unsäglichen Weisheit der Cree gefragt wird: Wann kapieren wir endlich, dass wir dieses verdammte Geld nicht essen können?
Okay, wenn Du als einzelner versuchst, Massen zu mobilisieren und aufzustacheln, dann wirst Du ausgelacht - im günstigeren Falle. Im ungünstigeren steckt irgendwer diesen schizophrenen Querkopf in die Klapse.

Aber warum lassen sich die Massen nicht bewegen? Hat das tatsächlich etwas mit physikalischen Gesetzen zu tun, dass es ein leichter Körper schwer haben wird, mit seiner mageren Masse einen schweren Körper zu bewegen? Wenn dem so ist, wäre die Lösung für uns: Mehr Bodenhaftung und mehr Drehmoment. Sprich: die Schritte zur ersten Kleinstbewegung verkleinern, ihren Takt erhöhen, aber dafür immer häufiger auftreten und uns präsent zeigen.

In unserem Falle hieße es: Fehler deutlicher anprangern. Noch konzentrierter und bewusster das Handbuch befolgen (ohne dabei einen auf messianisch zu machen). Klarer vorleben, was Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Achtung vor dem Anderen heißt. Wunden lecken, verpflastern und zurück in den Kampf. Angst haben und zulassen. Angst überwinden. Ja, ich glaube, es ist die angst, die uns bremst. Die Angst vor dem Spottgelächter der anderen. Dann schon lieber behaupten "Was soll das alles, ich allein kann die Welt nicht ändern."
Nicht wahr, ich glaube hier liegt eins unserer Hauptprobleme. Das müssen wir als erstes bekämpfen.

Au weia... ich merke, dass mir die vergangene Nacht im Krankenhaus nicht gut bekommen ist. Ich fange an zu faseln...

Gruß & bis später:

Shay

:o

stygis
28.01.2005, 15:42
Hallo!

Ich möchte an das Anküpfen was Elis oben gschrieben hat:

Coelho sagt im KDL, man sollte sich davor hüten
zu gehorchen, oder anderen gehorsam aufzuzwingen.

Mit den Vorgaben, die z.B. die Katholische Kirche macht, ist es ähnlich:
Man kann einfach alles befolgen und sich alles dummes Schaaf den
'Hirten' überlassen.

Suchender
29.01.2005, 22:17
Hallo,


ich möchte mich ganz herzlich bei "Shay" bedanken. Du hast mir
neue Kraft gegeben und Impulse, dafür bin ich Dir sehr dankbar.

Aber auch alle anderen haben "Recht" mit Ihren Aussagen und haben
mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Gruß
Suchender

Shay
30.01.2005, 15:29
Hallo Suchi,

danke Dir für Deine Zeilen - jetzt hab ich zwar nicht gerade die Massen bewegt, aber so doch einen ;) Na, ich freu mich, auch wenn's in diesem Sinne jetzt gar nicht so geplant war :)

Alles Gute: Shay

takezo
14.04.2005, 13:44
Hi alle zusammen

Bin mir nicht sicher ob dieser beitrag hier hinein passt, finde aber das diesre kurzfilm eine recht interesante vision über die zukunft des internets darstellt.

copy/paste and enjoy : http://www.broom.org/epic/

Ich bin Wasser
01.05.2008, 22:00
Hallo zusammen,


mir drängt sich im Moment immer mehr und immer öfter ein und dieselbe
Frage auf. Diese möchte ich jetzt auch hier einmal stellen:

"Gibt es keine Menschen mehr mit Visionen ? Mit Träumen ?"

Vor jeder großen Erungenschaft oder vor jedem großen Ereignis stand
ein oder mehrere Menschen mit einer Vision/Traum.

Jetzt gibt es scheinbar nur noch Menschen welche davor zurückschrecken.
Aber warum ? Weil man Verantwortung übernehmen muss ?
Weil man aus seinem "Schneckenhaus" herauskommen muss ?
Weil man vortreten muss und zu dem stehen muss was man denkt ?

Ich glaube ich höre auf, mir fällt gerade auf das meine Ausführungen
hier bei dem einen oder anderen den Anschein eines "Angriffes" erwecken
könnten. Dies ist aber nicht die Absicht meiner Frage und auch nicht
meine Absicht.

Gruß
ein verwirrter
Suchender

Sehnsucht zu haben wird zu wenig Vorgelebt. Die Meisten Menschen kennen Ihre Macht nicht mehr. Deshalb fallen die Wenigen so STARK auf.

Christian

Adastra
01.05.2008, 22:15
Visionen/Träume haben in meinen Augen nichts mit Sehnsucht zu tun!

Sehnen und Sucht....wenn man darüber genau nachdenkt ist dieses Wort, in meinen Augen, eher negativ besetzt!!


Grüße

Hantaywee

Sonnenmädchen
22.05.2008, 18:51
Mensch, vergiss deine Träume nicht!

Tagträume zu haben ist so wichtig, wie Brot, Wasser und Luft zum Leben ! Sie sind Entspannung für die Seele.

Und Visionen, die haben wir ALLE, müssen ja keine großen sein, genügen schon kleine, sonst wären wir ja nicht Krieger und Kriegerinnen des Lichts! ;)

Siehe Zitat von Erich Fromm: Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte der menschlichen Visionen. - Hans Kasper

Wenn Du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen. - Walt Disney (http://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Disney)

In diesem Sinn wünsch ich euch und mir ganz viel Kraft zur Verwirklichung der kleinen und großen Visionen :rose::yahoo:

L & L

Wer?
23.05.2008, 14:19
Das stellen einer frage nach dem wert von Träumen/Visionen,
wie ein erloeschen eines funkens der auf gruenem Gras.
Die Menschen sind geblendet von dem Gedanken an Besitz.
Sie wissen nicht das sie so zum Besitz werden.
So blueht alles in schoenem Gruen.
Die Duerre die ein Feuer gebaehrt kommt bestimmt.
Danach kann wieder gruenes Gras wachsen.

Schau ein Funke!!!
Wer ihn beim aufleuchten nicht gesehen hat,
fuer den ist er fuer immer erloschen.

Sonja
22.06.2008, 01:04
Vor kurzem fiel mir so auf, daß ich schon seit langem keine bedeutenden "visionären" Träume mehr gehabt habe die wichtig scheinen, berühren, Wege aufzeigen, Einblicke geben und Bedauern darüber meinerseits stellte sich ein.
Merkwürdigerweise habe ich anscheinend durch das bloße Bewußtwerden des Vermissens solcher Träume, diese irgendwie wieder zum Leben erweckt. Neuerdings träume ich wieder, oder besser, ich kann mich wieder an meine Träume erinnern und sie erlangen langsam wieder ihre alte Kraft zurück.
Nichts ist verloren! Je mehr Konzentration man auf bestimmte Themen im Leben lenkt, desto mehr Platz nehmen sie ein. Alles liegt in meinen, unserern Händen!
Viel Spaß beim Ausprobieren,
eure Träumerin!

acep
24.06.2008, 11:26
Hi,

ich denke ein weiterer großer Punkt bei der Sache ist nicht nur die Angst davor, was andere dazu sagen werden, sondern viel mehr die Angst zu scheitern und zwar vor sich selbst. Ich glaube den meisten Menschen fehlt einfach das Selbstbewusstsein sich auch mal Fehler einzugestehen und trotzdem nicht an sich zu zweifeln, sich eine Schwäche zuzugestehen. (ich verweise hier mal zu "göttliche Liebe")
Und wenn man nicht in der Lage ist sich selbst gegenüber seine Sehnsüchte, Fehler, Schwächen und Stärken einzugestehen, wie soll man das dann vor anderen?

Auch wenn ich denke, dass viele Menschen durch unter anderem Film und Fernsehen in ihrer Kreativität abgestumpft sind, sind doch noch genug (was ist schon genug?) Menschen auf dieser Erde, die Träume und Visionen haben, aber diese Stehen sich nicht unbedingt genügend bei, und diejenigen, die Visionen haben und auch umsetzten wollen, gehen wohl auch nicht allzuselten und unserer globalen und vernetzten Welt unter.

Na ich werd grad zum Essen gerufen und wünsche allen einen guten Appetit und einen wundervollen Tag
acep

Annika
01.07.2008, 08:43
Das stellen einer frage nach dem wert von Träumen/Visionen,
wie ein erloeschen eines funkens der auf gruenem Gras.
Die Menschen sind geblendet von dem Gedanken an Besitz.
Sie wissen nicht das sie so zum Besitz werden.
So blueht alles in schoenem Gruen.
Die Duerre die ein Feuer gebaehrt kommt bestimmt.
Danach kann wieder gruenes Gras wachsen.

Schau ein Funke!!!
Wer ihn beim aufleuchten nicht gesehen hat,
fuer den ist er fuer immer erloschen.


Oooh wie schöön :ohmy:
Ich denke ich verstehe wovon du sprichst...!

Annika
07.07.2008, 23:17
Ich habe einen Traum,

das eine Tages Gefühlen mehr Bedeutung zugesprochen wird.
Sie ernst genommen werden, als das was sie sind. Gefühle!
Das jeder über seine Gefühle frei reden dürfe, ohne das es jemand ausnützen würde.

Das Gefühle für jeden sichtbar wären!

Das Regeln und Gesetze abgelöst würden durch ein tiefes, friedliches Gemeinschafts-Gefühl.

Das Jeder fühlen könnte das der Gegenüber, ein Spiegel seiner Selbst ist.

Das sich jeder...seine waren Gefühle eingestehen könnte!

acep
11.07.2008, 14:01
Ich denke diesen Traum teilen viele Menschen und es werden vielleicht sogar mehr und der Traum ist wohl der erste Schritt zur Tat.

Aber mal zu einer anderen Facette, kennt ihr das Gefühl etwas schon einmal genau so erlebt zu haben wie ihr es gerade tut? So genannte Deja vus? Ich habe sie ziehmlich oft und habe mir immer mal wieder so meine Gedanken drüber gemacht. Irgendwoher habe ich, dass sie dadurch zustande kommen, dass das Gehirn nachts alles mögliche nachspielt, was so passieren könnte, wenn man dies oder jenes täte, und wenn es dann tatsächlich eintritt, erinnere sich das Gehirn wieder daran. Andere sagen, es sei die Erinnerung an Zukunftsvisionen, die man unbewusst hatte, was sich ja durchaus ähnelt. Was sagt ihr denn dazu?

Liebe Grüße von der frisch gebackenen Abiturientin

Sonja
13.07.2008, 00:47
Hallo! Gratuliere zum Abi!!
Das was du beschreibst habe ich einmal in meinem Leben ganz konkret erlebt. Ich träumte damals den Unfalltod meiner Mutter voraus. Bereits ein Jahr davor träumte ich davon beängstigend realistisch und erzählte ihr davon. Als alles dann später zur Realität wurde, erinnerte ich mich erst an alles, den Traum, das Gespräch usw., daran, als ich an einer bestimmten Stelle unsres Hauses stand, an der ich auch im Traum die selben Gedanken und Gefühle hegte als ein Jahr später in der Realität. Seitdem hatte ich dergleichen Erlebnisse keine mehr. Das Leben wollte mich anscheinend auf diese schlimmen, kommenden Ereignisse vorbereiten.
Aber seitdem weiß ich, daß es so etwas gibt. Deja vús sind Realität das weiß ich seit dem.
Eure Sonja

Annika
13.07.2008, 02:58
Hey ihr,

mir ging es ähnlich wie Sonja es schon beschrieben hat!

Allerdings ist das was Sonja beschreibt und das was ich erlebt habe, wohl eher etwas in Richtung "Vision"!
Könnte das jetzt aber auch nicht mit Bestimmtheit sagen, da ich das selber auch nur einmal erlebt habe.

Der Unterschied zu meinen bisherigen Deja vùs, von denen ich regelmäßig welche habe, ist das diese "Vision" sich über einen längeren Zeitraum spannte als bei einem Deja vùs, die meißt nur einen Länge von einem Augenblick haben.
Außerdem ist auch noch anders das ich...als die "Vision" Realität wurde ich mich meißt nur an das Gefühl erinnern konnte was als nächstes eintreten würde.
Die Vison war wie eine große aneinander gereite Abfolge von Deja vùs.
Nicht durchgängig laufend wie bei einem Film, halt eher eine Serie!
Mit Pausen dazwischen in denen für kurzen Zeit alles "ungeträumt" ablief.

Aber ansonsten ist es schon ähnlich wie bei einen Deja vùs gewesen, nur länger!

Sorry wenn ich mich so blöd ausdrücke aber ich kann es nicht besser beschreiben :traurig:

Deja vùs hatte ich schon sehr viele, bin aber immernoch fasziniert wenn es mir wieder passiert :ohmy:

Als ich mit meinem Freund zusammen kam hatte ich ein Deja vùs nach dem anderen und das interessante dabei war..ihm ging es genauso :love:
Wir waren beiden total fasziniert davon :happy:
Es kam uns beiden vor, als sei das alles Bestimmung.

Ich glaube über Deja vùs und auch Visionen, das sie kleine Ausschnitte sind die wir als ungeborene Seelen geschaut haben bevor wir geboren wurden.
Mit dem Zweck uns bestimmter Dinge, schwieriger Situationen zu erinnern wenn sie in unser Leben treten!

Oder vielleicht auch nur um für einen Moment...Aufmerksam zu sein!

Ich kann dazu ein Buch empfehlen in dem dieses Thema aufgeriffen wird:

Die Reisen der Seele: Karmische Fallstudien
von Michael Newton

lg

Joker
15.07.2008, 00:08
Hallo an alle,

ein nahendes Unglück mehr oder weniger voraus zu sehen klingt beängstigend. Kann ich diese Visionen von normalen Ängsten unterscheiden? Ändert sich durch diese Visionen mein Verhalten und ändere ich damit vielleicht die Zukunft? Dies sind nur einige Fragen, die mir zu dem Thema einfallen.
Es ist ein ganz ganz schwieriges Thema.
Wenn mich Ängste überkommen, Zweifel plagen oder ich den Glauben an Gerechtigkeit verliere (übrigens ganz interessantes Thema: Was Ist Gerechtigkeit?), dann hilft mir die Frage: "was kann ich ändern? Worauf kann ich Einfluss nehmen im täglichen Leben?" Ich denke, daß ist im Sinne der Krieger des LIchts, oder nicht?
Wenn mir dieser Gedanke nicht gelingt, frage ich mich: "was bringen mir diese dunklen Gedanken?" ich denke: Nichts! Sie entführen mich aus dem hier und jetzt, nur in der Gegenwart bin ich! "alles muß fließen, Wir sind wie Wasser" Diese Gedanken bremsen den Fluss.
Ich gebe zu, es ist nicht möglich immer so zu denken, aber vielleicht hilft es wieder aufzustehen.
Manchmal gelingt es, oft gelingt es nicht, aber wir Krieger des Lichts sind bestrebt, es öfter gelingen zulassen:D Meint Ihr nicht?

gute Nacht bis später meine Gefährten

P.S. Habe einen schönen Traum, aber etwas kindisch...vielleicht später

Sonja
24.07.2008, 03:36
Hallo!
Ja, man kann diese Visionen in meinem Fall als ich den Tod meiner Mutter voraus träumte sehr wohl von anderen Ängsten unterscheiden. Manchmal ahnt man aber auch etwas ganz vage und weiß erst hinterher was mit diesen Vorahnungen gemeint war. Ganz egal wie, ändern kann man die Zukunft sowieso nicht und die Ereignisse nicht abwenden aber die Gewißheit geben sie mir, durch irgendeine Kraft darauf vorbereitet zu werden um besser verkraften zu können was kommt. Dadurch kam auch bei mir der Glaube daran daß viel Leid von Höherem bestimmt ist, irgendeinen Sinn hat auch wenn es noch so sinnlos scheint und ich fühlte mich so auch in schweren Schicksalsschlägen getragen und irgendwie behütet. So schaffte ich es immer wieder über all dem Kummer nicht zu verzagen und zu verbittern sondern auch weiterhin darauf vertrauen zu können daß es das Leben gut mit mir meint trotz allem.

Sonja

Annika
24.07.2008, 21:50
Ganz egal wie, ändern kann man die Zukunft sowieso nicht und die Ereignisse nicht abwenden aber die Gewißheit geben sie mir, durch irgendeine Kraft darauf vorbereitet zu werden um besser verkraften zu können was kommt

So denke ich auch darüber!

Meine "Vision" war auch viel zu Lückenhaft als das ich hätte darauf handeln können um die Zukunft beeinflussen zu können.

Letztendlich kam ich zum gleichen Schluß wie Sonja auch, das diese "Vision" ausschließlich dem Zweck diente "vorbereitet zu sein" oder " nicht unvorbereitet von den Ereignissen überrollt" zu werden!

Niclas
25.07.2008, 10:52
Hallo allerseits,

meines Erachtens muss man aber in puncto Visionen auch etwas vorsichtig sein.
Denn mein Verdacht ist, dass sie zwar durchaus einen Einblick in die Zukunft geben
können, aber diese Zukunft nur eine potentielle ist. Ein bisschen wie eine Hochrechnung
oder eine Prognose ... immer basierend auf dem Jetzt. Und jeder selbst hat trotzdem
alle Möglichkeiten diese potentielle Zukunft zu verändern. So wie sich das Jetzt
verändert, so wird sich auch die Zukunft verändern.

Allerdings scheint das nur für einen selbst zuzutreffen - wenn eine Vision die Zukunft
anderer betrifft, dann nicht. Jeder kann offenbar nur für sich selbst handeln und ändern.

Und was das Leid angeht, @Sonja, so vermute ich zwar auch, dass es "höherem"
Ursprungs ist, aber ich glaube trotzdem nicht, dass es von dort "gewünscht" ist.
Mir kommt es eher so vor, als wenn das Leid erst dadurch entstehen würde, dass
wir etwas missverstehen ... und das Leid uns auf das Missverständnis aufmerksam
machen will ... so eine Art Alarmzeichen.


Herzliche Grüße
Niclas

Joker
27.07.2008, 14:42
Hallo an alle,

ich denke ähnlich wie Niclas. Träume und Visionen können Warnungen, Hinweise oder Prognosen sein, die uns nicht auf unser endgültiges Schicksal vorbereiten, sondern uns die Chance geben etwas zu ändern...
Allerdings wird es in einigen Fällen so sein, dass wir uns noch so anstrengen können, es wird sich nicht ändern, der Lauf der Dinge.
Im Prinzip dreht es sich doch hierbei um die elementare Frage: Ist alles vorbestimmt? oder ändern wir mit unserem Dasein, unserem Handeln den Lauf der Welt?Wie denkt Ihr darüber?

Bei Träumen habe ich oft das Gefühl, sie helfen uns unsere Ängste und Sorgen zu kanalisieren und sie stellen ein Ventil da, damit wir nicht zu schwer zu tragen haben. Sie helfen uns Lösungen zu finden, gewagte These:es sind Engel und Dämonen, die zu uns sprechen.....
Beim Thema Leid, muß ich Dir etwas widersprechen, Niclas. Ich denke Wir alle müssen Leid ertragen, um Freude zu empfinden. Wie kann ich mich freuen, wenn ich kein Leid kenne? Außerdem wie sieht es aus mit der großen menschlichen Fähigkeit dem Mitleid? Ohne Leid gebe es kein Mitleid! Oder?

Liebe Grüße

Niclas
28.07.2008, 12:59
Im Prinzip dreht es sich doch hierbei um die elementare Frage: Ist alles vorbestimmt? oder ändern wir mit unserem Dasein, unserem Handeln den Lauf der Welt?Wie denkt Ihr darüber?

Hallo Joker,

ja, Du hast es mit der Frage auf den Punkt gebracht.

Hm ... also nach meinen Beobachtungen könnte es so sein, dass wir alle grundsätzlich
schon in einer Art ... na, nennen wir es mal "kosmischen Fluß" ... mitschwimmen.
Und je weniger wir uns dessen bewusst sind, desto "automatischer" reagieren wir
auf die vielen verschiedenen Strömungen innerhalb dieses großen Flußes.
Je bewusster wir uns aber mit diesen (uns vielleicht sogar hin- und herwerfenden)
Strömungen auseinandersetzen, desto mehr können wir unsere Bewegungen (bzw.
Erlebnisse, Ereignisse, Gefühle u.ä.) innerhalb dieser Strömungen selbst bestimmen.
Demnach hätten wir es selbst in der Hand, inwieweit wir uns treiben lassen oder
selbst beeinflussen.


Gruß
Niclas

Joker
28.07.2008, 21:51
Hallo Niclas,

das ist ein interessantes Bild mit dem kosmischen Fluß, wirklich sehr stimmig!
Es spiegelt auch meine Denkweise wieder: Wir können zwar im Fluß der Dinge einiges bewegen und ändern. Aber die Grundrichtung können wir nicht ändern, es macht keinen großen Sinn gegen den Strom auf Dauer zu schwimmen. Es kostet zuviel Kraft und ist am Ende doch zum Scheitern verurteilt!
Manchmal ist es sinnvoll sich treiben zu lassen, um Kraft zu tanken....
Manchmal ist es sinnvoll schneller zu schwimmen....
Manchmal ist es sinnvoll Hindernissen auszuweichen...

Zitat Kraftprinzipien des Wing Tsun: "Mach Dich frei von Deiner eigenen Kraft.
Mach Dich frei von der Kraft des Gegners.
Ist die Kraft des Gegners größer, bleibe kleben.
Füge der Kraft des Gegners Deine Eigene hinzu."

Für mich ist wichtig und vielleicht für alle Krieger des Lichts: Ich habe die Möglichkeit den Weltenlauf zu beeinflussen. Und ich habe sogar die Verantwortung dies zu tun!

Geruhsame Nacht an alle

Annika
28.07.2008, 22:16
Ich stelle mir das ähnlich vor :blush:

Nur erkläre ich es immer anhand eines Pfades.

Man folgt einem Pfad!
Wichtig ist DAS man ihn geht
Auf dem Pfad lauern Gefahren, es gilt Hindernisse zu überwinden
Es kann auch sein das der Pfad in einer Sackgasse führt, dann ist es nicht verkehrt auch mal ein paar Schritte zurück zu gehen
Manchmal gabelt sich der Pfad auch, dann muss man sich entscheiden...welchen Pfad man weiter gehen will...

Niclas
29.07.2008, 12:59
Hi Joker,

ja, auch meiner Meinung nach haben wir (zumindest die KdL) die Verantwortung
"gestaltend" einzugreifen. Allerdings nicht in einem egomanischen Sinne, nach dem
bspw. die Natur "ver(schlimm)bessert" werden muss ... gegen Strom ... und gegen
die Allgemeinheit, sondern eher wie eine Art "Kanal" für "Energien" dieses Flusses.

Hm ... schwierig zu erklären ...

Aprospos, da gibt es ein interessantes chinesisches Sprichwort:
Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen manche Mauern und andere Windräder.

Und auch danke für das Willkommen im anderen Thema.



Hi Annika,

stimmt, der Pfad ist auch ein sehr gebräuchliches Symbol dafür ... man sagt ja
auch der Lebensweg. Oftmals steht mit dem Pfad sogar die Besteigung eines
Berges im engen Zusammenhang, bei Dir auch?


Viele Grüße
Niclas

Joker
30.07.2008, 21:55
Hallo an alle,

der Pfad ist auch ein gutes Bild:), ich denke jeder von uns hat seinen Pfad schon einmal verlassen. ist vom Weg abgekommen, rannte zielos umher...

Was führt einen zurück? Ist es die eigene Willenskraft?Ist es Gott? Sind es die Menschen, die einen lieben?Ist es Schicksal und vorherbestimmt?

Ich kann diese Frage nicht beantworten, oder sagen wir so: die Antwort fällt von Tag zu Tag unterschiedlich aus.:embarasse

Ich weiß nur folgendes:Wenn man vom Weg abkommt merkt man es nicht, im Gegenteil, man will es nicht wahrhaben, man will keine Fehler eingestehen....
Erst wenn man den eigenen Pfad wiederfindet, wird einem klar, warum man Ihn verloren hatte.

Etwas verwirrend, vielleicht versteht mich wer!?

Nordlicht
31.07.2008, 12:10
Ich bin schon eine kleine Weile bei euch, habe mich aber bisher noch nicht zu Wort gemeldet.

Also erst einmal ein fröhliches, offenes, neugieriges http://wuerziworld.de/Smilies/schild/sd13.gif in die Runde!


Pfad, Weg sind gute Metaphern. Aber gibt es tatsächlich den einen Weg?
Sind nicht gerade die AbWege, die UmWege gespickt mit wert-vollen Erfahrungen?

Und diese Zeilen sind mir ebenfalls noch dazu in den Sinn gekommen
(ich meine, sie sind von Eileen Caddy, weiß es aber nicht mehr genau):


A u f s t i e g

Es gibt nicht nur einen Weg,
der richtig ist, und alle anderen sind falsch.
Bergsteiger müssen sich entscheiden,
ob sie über die direkte Route
geradewegs zum Gipfel klettern
oder einen leichteren Weg einschlagen wollen.
Die Wahl bleibt ihnen überlassen.

Du entscheidest dich dafür,
welches der richtige spirituelle Weg für dich ist,
und dann folgst du ihm aus ganzem Herzen.
Es gibt suchende Seelen,
die ihren spezifischen Weg in diesem Leben
noch nicht gefunden haben.

Sie werden
einen spirituellen Pfad nach dem anderen ausprobieren
und ihn ein Stück weit gehen,
bis sie erkennen,
dass es nicht der ihre ist,
und einen anderen Weg einschlagen.
Sie werden den richtigen finden,
wenn sie nur eifrig suchen
und ihre Suche nie aufgeben.

Wenn du den für dich richtigen Weg gefunden hast,
dann geh beständig vorwärts
und vergeude keine Zeit damit,
dich umzusehen
oder an jenen Seelen herumzumäkeln,
die immer noch suchen.


Liebe Grüße,
Nordlicht

Niclas
31.07.2008, 13:55
Hallo Joker,

also so verwirrend finde ich das garnicht ... eher verständlich. *g*


Was führt einen zurück? Ist es die eigene Willenskraft?Ist es Gott? Sind es die Menschen, die einen lieben?Ist es Schicksal und vorherbestimmt?
Tja! Das ist eine sehr gute Frage.
Hm ... also ... meines Erachtens "sowohl-als-auch"

Denn worin gründet der eigene Willen?
Gibt es etwas außerhalb von Gott?

Im Tarot gibt es die Karte der "Der Wagen". Die symbolisiert für mich in
eindrucksvoller Weise den Menschen ... oder sagen wir mal: das "persönliche
Vehikel". Der Wagen als Symbol des Menschen ... angetrieben von zwei Kräften,
den Wünschen und dem Willen ... und einem "himmlischen" Wagenlenker, der
unsichtbare Zügel hält.

Was ist Schicksal? Sind wir selbstbestimmt oder fremdgelenkt?
Oder vielleicht irgendetwas dazwischen?

Mal angenommen es gäbe etwas Vorbestimmtes ... das Schicksal ... der Weg, der
vor jedem Menschen liegt ... dann könnte es doch trotzdem möglich sein, die
Umstände unter denen dieser Weg von einem gegangen wird, selbst zu bestimmen.

Ein Beispiel: Angenommen es gäbe eine Erfahrung oder eine Art Lernziel, die in dem
Leben gemacht bzw. erreicht werden müsste - müsste dann auch die Art und Weise,
wie wir dazu gelangen, absolut exakt feststehen?
Immerhin gibt es doch auch beim Lernen Unterschiede. Manchmal lernt man allein
durch die Beobachtung anderer. Manchmal muß man selbst die Erfahrung machen,
um es verstehen zu können. Und manchmal macht man immer wieder dieselbe
Erfahrung bis es irgendwann endlich mal "klick" macht.

Deshalb ist meine Vermutung, daß lediglich die grobe Richtung feststeht ... das Ziel,
wohin die Reise gehen soll ... aber nicht, auf welche Weise und unter welchen
Umständen das geschieht.



Hallo Nordlicht,

schön, daß Du Dich "hervorgewagt" hast.
Und danke für Deine schönen Zeilen! :-)

Also eigentlich mag ich ja garnichts dazu zu sagen, so gelungen ist es. Aber ... na ja,
inhaltlich hätt ich dann schon ein kleines Aber. ;-)

Das Bild mit dem Berg ist spitze! Sehr anschaulich! Aber trotzdem glaube ich schon,
daß es tatsächlich nur einen Weg gibt. Und zwar Deinen ganz eigenen!
Gleichzeitig gibt es aber unzählige Wege, verschlungene Pfade und sogar Sackgassen,
auf dem Weg zur Spitze des Berges. Das klingt paradox, aber damit meine ich, daß
jeder seinen eigenen Weg geht ... gehen muß ... und auch nur gehen kann. Und wenn
man dabei mal an einer Kreuzung den (vermeintlich) "falschen", unbequemen Weg
nimmt ... oder gar in einer Sackgasse landet ... dann ist das ebenso Teil des eigenen
Weges, wie auch die (intuitiv genommenen) "richtigen" Wege.

Wir alle sind die Summe unserer Erfahrungen. Wir sind, was wir erlebt, gedacht, gefühlt
und erlebt haben. Hätten wir den "falschen" Weg nicht ausprobiert, wären wir nicht
das, was wir sind. Es würden ganz entscheidende Erfahrungen fehlen!

Meines Erachtens gibt es ein Licht auf dem Gipfel des Berges (um bei dem Bild zu
bleiben), daß uns den Weg weist ... den sicheren Weg, den auch schon andere vor
uns gegangen sind. Wenn man es spürt, dann weiß man einfach, daß es "richtig" ist.

Oder anders formuliert: Der Weg "erscheint" in dem Augenblick, wenn er auch erkannt
werden kann.



Herzliche Grüße
Niclas

Sylphe
02.08.2008, 09:43
Hallo,

ich lese gerade eure Zeilen und freu mich darüber, dass das Forum wieder in eine so tolle Bewegung kommt :-)

Ich sehe das auch so wie ihr.
Ich vermute, dass die Seele vor ihrer Inkarnation sich einen Seelenplan geschrieben hat (bildlich vorgestellt)
und das sich durch ein immer mehr sich bewusst werden,
über sich selbst und diesen persönlichen Plan,
so wie Niclas das mit dem Fluss und den Strömungen beschrieben hat oder auch das Bild mit dem ganz persönliche Weg,
wir unseren "Plan" immer mehr erfüllen können.

Ich glaube wenn wir zu unserem ganz eigenen Plan, den wir durch unsere tiefen Herzenswünsche "wieder" erkennen,
finden, dann verlieren wir auch mehr und mehr unsere Zweifel.
So wie es deine Zeilen im letzten Absatz beschreiben, Nordlicht.

Wir wissen dann ganz genau, dass wir auf dem Weg sind. :-)

Und, ich denke auch wie ihr,
dass wir immer eine Wahl haben, für welche Richtung wir uns entscheiden und dass Leid genau wie Freude eine Erfahrung ist die uns bereichert.
Ich denke so wie du Niclas, dass Leid ein Signal ist, dass wir etwas in unserem Leben ändern sollen, dass wir vielleicht eine neue Richtung einschlagen sollen.

Denn es ist ganz sicher nicht im Sinne Gottes, dass seine Kinder Leid erfahren.
Ich glaube, wenn wir bewusst sind,
dann können wir durch leidvolle Erfahrungen, ja als Bild,
Licht ins Dunkle bringen.
Darin liegt die Chance.

Liebe Grüße,
~Sylphe~

Niclas
04.08.2008, 15:49
"Licht ins Dunkel bringen" ... ja, genau! Das isses. :shade:


Gruß
Niclas

Sonja
04.08.2008, 21:31
Hallo!
Ich denke wir haben alle auf irgend eine Weise Recht. Ich bin mir auch sicher sein eigenes Schicksal bzw. Zukunft verändern zu können. Wäre auch schlimm wenn dem nicht so wäre. Diese Dinge liegen alle in unserer Hand. Andere wieder nicht. Und das Leid ist natürlich auch manchmal sinnlos oder wäre zu vermeiden gewesen wenn man die Warnsignale verstanden hätte. Aber oft ist es halt so daß man erst begreift und Dinge ändert wenn es über einem hereinbricht. Energieaufreibend finde ich allerdings die Menschen die ständig leiden und jammern aber nie etwas an ihrer Situation ändern. Denen man Stunden des Zuhörens opfert, die aber alle Hilfeversuche nicht wahrhaben und annehmen um weiter leiden zu können und um weiter andere für ihr Leiden verantwortlich machen zu können. Sie ziehen einem Energie ab ohne welche zurückzugeben und fühlen sich immer als Opfer weil sie nicht begreifen, daß ihr Leiden sie etwas lehren kann wenn sie nur wollen.

Eure Sonja

Niclas
05.08.2008, 13:43
Hi Sonja,

von einem Reverend Joseph Nolen gibt es ein paar interessante Aussagen zum Leiden:

Bei unerwachten Menschen ist die Meinung sehr verbreitet, dass Leid ein Versagen bedeutet, eine Strafe bzw. eine willkürliche Heimsuchung die scheinbar Unschuldige trifft - was mit der Idee eines gerechten Gottes nur schwer in Einklang zu bringen ist. Die zeitlose Weisheit lehrt dass "Leid ausgleicht". So sind Ausschweifungen und Mängel in unserer physischen, emotionalen und mentalen Gestalt die Quellen von unausgeglichenen Äußerungen - und daraus entstehen unsere Unannehmlichkeiten, welche zu Schmerz bzw. Leid heranwachsen.
und

Das Leid schenkt uns Geduld, Toleranz, Milde, Einfühlungsvermögen, Konzentration, Nachsicht – und all diese Geschenke zusammen verleihen uns spirituelle Reife.
und

Auf dem Pfad der Umkehr werden wir immer weniger vom Schmerz gelehrt oder von Unbehagen, Enttäuschung, Unzufriedenheit – es sind alles Früchte des gleichen Baumes des Wachstums. Mehr und mehr werden wir von weiterem spirituellem Wachstum durch Liebe angezogen und von der Sehnsucht, den Reichtum mildtätigen Mitleids zu fühlen und auszudrücken.

Wahrscheinlich etwas entgegen des allgemein üblichen Meinungsbildes, aber wohl
zumindest nachdenkenswert ... denn letzlich soll das zu folgendem führen:

(...) es bestärkt die eigene bewusste Entscheidung, NIEMALS die Quelle unnötigen Leids für andere zu sein; (...) und durch das Leid kommt man zu dem Verstehen welches das Einverständnis mit dem eigenen besonderen Weg bringt – wie auch immer dieser Weg beschaffen sein mag. Schließlich bringt uns das Leid zu dem Punkt, an welchem wir „nein“ zu denen sagen können, die wir lieben, um sie vor Leid zu schützen, und, noch feinsinniger – um sie davor zu schützen, uns Leid zuzufügen.


Herzliche Grüße
Niclas

Joker
05.08.2008, 21:52
Hallo an Alle,

ich war ein paar tage nicht online und bin positiv überascht, welch lebendiger Austausch hier stattgefunden hat:wink:
Ich möchte mich erstmal Sonjas Aussage widmen. Es ist ein interessantes Thema, die Leute, die nur negativ denken, ihr Leid klagen und einem die Energie aussaugen. Wie kommt es dazu? Warum sind Menschen so geworden? Es gibt mehrere Erklärungswege. Die eine Erklärung ist, dass es sich jemand in seinem Leid bequem macht. Er hat so immer die Möglichkeit sich auf sein Leid zurückzuziehen, er kann keine Verantwortung übernehmen, weil er leidet...
Er kann nicht lieben, weil er leidet...usw.
Manche Menschen richten sich in Ihrem Leid ein, machen ihn zum Lebensmittelpunkt. Bemerkenswert ist die Beobachtung, dass die Menschen die wirklich große Schicksalsschläge zu verkraften haben, weniger laut leiden und nach einer gewissen Leidensphase wieder ins komplette Leben zurückkehren.
Eine zweite Erklärung ist die Tatsache, dass jeder Leidene in seinem Umfeld zunächst einmal Zuwendung erfährt, er bekommt vielleicht kurzfristig die Liebe, die er vermisst. Dieser Mensch merkt aber nicht, dass es sich irgendwann ins Gegenteil umkehrt und die Mitmenschen sich zurückziehen.
Jeder Mensch kann nur eine gewisse Menge Mitleid spenden, sonst geht er selber daran kaputt. Denkt daran, ihr könnt Hilfesuchende nur einen Weg zeigen oder ihn auf den Weg zurückführen, eventuell ein Stück begleiten... Aber gehen muß irgendwann jeder Mensch seinen Weg alleine!
Da ich beruflich öfter mit solchen Menschen zu tun habe, rate ich: zeigt Verständnis, bietet Lösungen und Hilfe an. Aber wenn Ihr merkt, derjenige will weiterleiden, zieht Euch zurück! Man schadet sich nur selbst!

Erstmal eine gute Nacht an alle da draußen

Nordlicht
06.08.2008, 12:16
Hallo Niclas - und @ all,

ich sehe eigentlich gar kein "aber", denn du hast einfach weiter ausgeführt, was ich ebenfalls so sehe. http://wuerziworld.de/Smilies/mx/mx53.gif Danke für deine schönen Zeilen.

Mit dem Satz: "Sind nicht gerade die AbWege, die UmWege gespickt mit wert-vollen Erfahrungen?" wollte ich hauptsächlich denjenigen die Last von der Schulter nehmen, die sich ständig bemühen, die eine richtige Entscheidung zu treffen. Ich kenne das nämlich, damit hab ich mir vor Jahren mal das Leben schwer gemacht.

Und wie es der Zufall so will, ist mir gerade zu diesem Thema ein ergänzender Text aufgefallen, in dem es heißt:
"Manche würden sagen, dass es keine falsche Wahl gibt, da alle Wege letztendlich zum gleichen Ziel führen. Allerdings gibt es Wege, die ein größerer Umweg als andere sind. Die gelbe Ziegelsteinstraße im „der Zauberer von Oz“ geht einmal um die Erde. Wenn dein Ziel zehn Meilen östlich liegt, könntest du natürlich 25000 Meilen nach Westen gehen und an der selben Stelle ankommen. Es wäre keine falsche Entscheidung, nur eine dumme."

Um also
"Licht ins Dunkel zu bringen" :smile: wie wir denn die 'klügeren' Entscheidungen treffen können - es geht dabei um das Unterscheidungsvermögen - würde ich euch gern den ganzen Text weitergeben.
Weil er ziemlich lang ist, mache ich einen neuen thread auf: "Inspirierende Texte" (http://forum.krieger-des-lichts.de/showthread.php?p=8551#post8551). Ist das okay für euch?
Und mein Anliegen wäre, dass dieser thread von euch allen fortgeführt wird.
Oder gibt es das schon und ich hab es bloß noch nicht entdeckt?

Niclas
06.08.2008, 17:27
Allerdings gibt es Wege, die ein größerer Umweg als andere sind. Die gelbe Ziegelsteinstraße im „der Zauberer von Oz“ geht einmal um die Erde. Wenn dein Ziel zehn Meilen östlich liegt, könntest du natürlich 25000 Meilen nach Westen gehen und an der selben Stelle ankommen. Es wäre keine falsche Entscheidung, nur eine dumme."
Hi Nordlicht,

es gibt doch noch einen Unterschied ... zwar klein in der Formulierung, aber ziemlich
groß in den Konsequenzen. Meines Erachtens gibt es nämlich auch keine "dummen"
Wege! Jeder Weg ist "richtig". Weil es alle persönliche Wege sind. Was dem Einen wie
ein Umweg erscheint, ist für jemand anderen der ideale Weg. Das wird einem besonders
deutlich, wenn man sich die eigenen, früheren "Umwege" anschaut ... und zu was sie
geführt haben.


Herzliche Grüße
Niclas

Niclas
06.08.2008, 17:36
Denkt daran, ihr könnt Hilfesuchende nur einen Weg zeigen oder ihn auf den Weg zurückführen, eventuell ein Stück begleiten... Aber gehen muß irgendwann jeder Mensch seinen Weg alleine!
Hi Joker,

das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Erfahrungen, die man machen kann. Daß
man niemanden dessen Leid abnehmen kann. Jeder kann nur selbst sein eigenes Leid
überwinden. Andere können höchsten dabei behilflich sein, darauf Aufmerksam machen
oder ähnliches.


Herzliche Grüße
Niclas

Sylphe
06.08.2008, 18:06
Apropos Wege und Umwege,

Coelhos Alchimist ist doch eine wunderbare Geschichte für dieses Thema.
Habt ihrs gelesen ? Darin ist alles enthalten.

:shade:

Liebe Grüße,
~Sylphe~

Niclas
07.08.2008, 17:38
Yep! Absolute Zustimmung! :)

Sonja
09.08.2008, 01:12
Maktub, es steht geschrieben. An dies Buch habe ich auch gedacht beim Lesen letzterer Zeilen. Mein erstes Buch von Coelho, damals gelesen auf einer Reise durch Mexiko und verinnerlicht wie selten ein anderes (außer vielleicht der "Unendlichen Geschichte" von Ende).
Noch ein Spruch von LaoTse bzgl. des Leidens: "Wer nicht weiß daß er weiß ist weise, wer weiß, daß er nicht weiß ist leidend."
Eure Sonja

Annika
15.11.2008, 17:29
.....
Der Unterschied zu meinen bisherigen Deja vùs, von denen ich regelmäßig welche habe, ist das diese "Vision" sich über einen längeren Zeitraum spannte als bei einem Deja vùs, die meißt nur einen Länge von einem Augenblick haben.
Außerdem ist auch noch anders das ich...als die "Vision" Realität wurde ich mich meißt nur an das Gefühl erinnern konnte was als nächstes eintreten würde.
Die Vison war wie eine große aneinander gereite Abfolge von Deja vùs.
Nicht durchgängig laufend wie bei einem Film, halt eher eine Serie!
Mit Pausen dazwischen in denen für kurzen Zeit alles "ungeträumt" ablief.

Aber ansonsten ist es schon ähnlich wie bei einen Deja vùs gewesen, nur länger!

Sorry wenn ich mich so blöd ausdrücke aber ich kann es nicht besser beschreiben :traurig:

Deja vùs hatte ich schon sehr viele, bin aber immernoch fasziniert wenn es mir wieder passiert :ohmy:

Als ich mit meinem Freund zusammen kam hatte ich ein Deja vùs nach dem anderen und das interessante dabei war..ihm ging es genauso :love:
Wir waren beiden total fasziniert davon :happy:
Es kam uns beiden vor, als sei das alles Bestimmung.

Ich glaube über Deja vùs und auch Visionen, das sie kleine Ausschnitte sind die wir als ungeborene Seelen geschaut haben bevor wir geboren wurden.
Mit dem Zweck uns bestimmter Dinge, schwieriger Situationen zu erinnern wenn sie in unser Leben treten!

Oder vielleicht auch nur um für einen Moment...Aufmerksam zu sein!

................
lg

Hallo ihr Lieben,

ich war sehr lange nicht hier :traurig:
Der Grund dafür ist das ich mich vor kurzem aus meiner sieben Jährigen Beziehung gelöst habe...was für mich immer noch sehr schwierig ist zu verkraften!:cry:

Warum ich das ausgerechnet hier reinschreib hat den Hintergrund das die Ereignisse....die passiert sind und zur Trennung führten...und auch die Zeit danach...alles von mir vorher "geträumt" wurde!!!

Ich wusste dadurch (wenn auch nur Bruchteilhaft) was auf mich zukommt und ich weiß auch was noch passieren wird (bezüglich meines Ex)!

Ich wusste zum Beispiel das er eine neue Freundin hat...weil ich das schon lange vorher genau so geträumt hatte! Ich sprach ihn immer wieder darauf an...aber er leugnete es, bis er es irgendwann dann doch zugegeben hat...das ich Recht habe!

Das ist nur eins von vielen Beispielen!
In meinem Traum hatten wir nach unserer Trennung noch ein klärendes Gespräch...das mir Erleichterung bringen würde! Und eine Stimme sprach im Traum immer wieder von "sieben Wochen"...

In der Tat verfolgt mich seid unserer Trennung die "Sieben" auf Schritt und Tritt!
Wir haben uns im siebten Jahr getrennt, ich ziehe demnächst in eine Wohnung mit der Hausnr 7, ich bin letztes Wochenende 27 Jahre alt geworden, ich habe ausversehen beim Umzug meinen großen Spiegel zerbrochen (7 Jahre Pech sagt man ja...was ich aber für mich so nicht annehme...aber es fiel mir dabei ein), ich besuchte neulich meine Freundin in ihrer neuen Wohnung...sie wohnt in HausNr 7 :blink:

Ich bin in der siebten Woche nach der Trennung...und vorgestern hatten wir (Ex und ich) tatsächlich ein sehr sehr klärendes Gespräch was mir große Erleichterung verschaffte!!!
Ich fühle mich jetzt deutlich besser als vorher :smile:

Als ich mich nach dem Gespräch mit meinem Ex ins Auto setzte und das Radio einschaltete...trällerte Peter Maffay grade das Lied "Über sieben Brücken musst du gehn"....:happy:
Da musste ich dann echt lachen...weil das alles schon ein wenig verrückt ist...aber lustig! Ich habe das Lied (obwohl es doch schon etwas schnulzig ist) bis zum Schluss gehört und dabei gelächelt..

Sicher wird sich jetzt der ein oder andere denken "Das kann auch alles Zufall sein!"
Ja...vielleicht ist das so...aber irgendwie glaube ich es nicht!

Ich könnte euch jetzt noch X Situationen aufzählen die alle mit dieser geträumten Vision zu tun haben aber das würde dann echt den Rahmen sprengen!

Ich habe mir nochmal Gedanken darüber gemacht...warum ich diese für mich so schicksalhafte Phase meines Lebens vorher geträumt habe...zu welchem Zweck soll es dienen das ich so vieles schon vorher wusste???

Ich komme immer wieder zu dem Schluß das, dadurch das ich innerlich wusste was passieren würde, ich irgendwie mehr vorbereitet war und dadurch in ein nicht so tiefes Schwarzes Loch gefallen bin.....als wenn bestimmte Ereignisse/Situationen unvorhergesehen eingetreten wären!

Ach was noch wichtig ist zu erwähnen ist das ich seid ich den von mir oben zitierten Text hier eingestellt habe....bis jetzt alles (wenn auch nur Bruchteilhaft) vorher geträumt worden ist! Allerdings nur was meine gescheiterte Beziehung betrifft! Das mag jetzt echt verrückt klingen...aber so ist es nunmal!

Was sagt ihr dazu?

Adme
15.11.2008, 22:22
Hallo Annika,

es scheint, du hast gerade eine starke Zeit – mir ging es vor drei Jahren ganz ähnlich (auch nach sieben Jahren…) – diese „Zufälle“ nenne ich Synchronizitäten, die innere Welt (der Traum) läuft synchron mit der äußeren (die allgemeine Realität) – obwohl es öfters auch so ist, als ob der Traum plötzlich in die Realität platzt… und man kann sich nur noch wundern – in solchen Zeiten kann man sich ruhig auf sein Herz, die innere Führung verlassen und so tun, wie Krieger es tun, mit Worten von Juan Matus aus den Büchern von Castaneda: „…ein Krieger macht alles so, als ob er wüsste, was zu tun ist, auch wenn er es manchmal nicht wirklich weiß…“

(und Musiker nennen es Improvisation…deine Bilder zeigen, dass du es gut kennst…)

Lichten Gruß
Adme

Annika
16.11.2008, 15:38
..... diese „Zufälle“ nenne ich Synchronizitäten, die innere Welt (der Traum) läuft synchron mit der äußeren (die allgemeine Realität) – obwohl es öfters auch so ist, als ob der Traum plötzlich in die Realität platzt… und man kann sich nur noch wundern – in solchen Zeiten kann man sich ruhig auf sein Herz, die innere Führung verlassen und so tun, wie Krieger es tun, mit Worten von Juan Matus aus den Büchern von Castaneda: „…ein Krieger macht alles so, als ob er wüsste, was zu tun ist, auch wenn er es manchmal nicht wirklich weiß…“


Vielen lieben Dank für deine Worte!!!

Ich bin so froh das es jemanden gibt der das kennt..was du oben nochmal so schön beschrieben hast, Danke!!!

Denn genau so ist es!

Haben sich diese "Synchronizitäten" bei dir auch über einen längeren Zeitraum erstreckt?
War es für dich auch das erste Mal das dir "Synchronizität" passiert ist (abgesehen von Déjà-vu s)?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Déjà-vu s und Synchronizität?
Gibt es Bücher speziell zu diesem Thema???

Sorry das ich dich gleich so mit Fragen bombadiere aber ich muss unbedingt wissen...was da grade mit mir passiert :blink:

Adme
16.11.2008, 22:02
… ich fang mal beim Zusammenhang an – ein Déjà-vo passiert, wenn du erkennst, dass du es erlebt/gesehen hast, eine Synchronizität passiert, wenn du etwas fühlst oder denkst und etwas passiert, was eine direkte Antwort auf deine Gedanken sein könnte (das häufigste Beispiel: du denkst an jemanden und plötzlich klingelt das Telefon – der/diejenige ist dran) – beides gibt es in verschiedenen Intensitäten und beides entspringt einer anderen Ebene als die der alltäglichen Realität, und beides passiert dir (so viel zum Zusammenhang…) – mich begleiten diese Sachen, so weit ich mich erinnern kann – mal heftiger (dass ist dann, wenn die Welt plötzlich zusammen bricht und man muss aus dem Zusammenbruch einen Durchbruch erschaffen) und mal sanft, so dass ich mich nur wundern oder darüber lachen kann – so etwas passiert mir auch fast immer, wenn ich irgendeine Gewohnheit unterbreche, oder etwas ungewöhnliches tue – wenn man auf die kleinen Dinge achtet, verwundert es immer wieder… - Bücher speziell zu diesem Thema kann ich dir nicht empfehlen (… vielleicht zum Thema Wachtraum oder luzider Traum – ein Buch von Malcolm Godwin „Der Traum“) – ich kann dir aber von einem Stamm aus Afrika erzählen, wo die Jäger erst auf die Jagd gehen, wenn sie genau geträumt haben was und wo sie erlegen dürfen, oder von australischen Aborigenes, für die die wache Realität nur ein kleiner Teil der Traumzeit ist – sie gehen nicht auf Pfaden auf ihren Wanderungen durch das Outback – sie träumen ihre Wege und nennen sie Dreamlines (man mag sie für primitiv halten, es ist aber eine der ältesten Kulturen dieses Planeten, die noch lebt – nur wenige wissen, dass Telepatie zum Beispiel für sie eine normale Kommunikationsform ist – reden ist anstrengend in der prallen Sonne des Outbacks…)

… vielleicht bist du gerade dabei, neue Seiten an dir zu ent-decken… - eine „starke“ Zeit, das hab ich gemeint, da braucht man etwas, was ich innere Ruhe nenne – und die findet man nur, wenn man versucht, alles im viel größeren Zusammenhang zu sehen und auf das innere Licht zu vertrauen…