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Hi!
Nach vielen Umwegen über Krieger-bezogene-Seiten, wie das Coelho Forum, System of a Down Foren, Thomas D Foren, die axis of justice, open democracy.... bin ich mehr oder weniger per Zufall "angekommen".
Hatte mit sowas gar nicht gerechnet, gibt noch mehr Spinner als mich :D
Also zu mir, 18 Jahre(oder fast 19, wie man so schön sagt wenn man Älter wirken will ;) ), NRW Gymnasiast ( also keine Zukunft ;) ), Musik-Freak, Tarantino/Coppola/Hitchcock-Fan, Shisha Raucher.....und eben "Krieger"? Ich weiß es selber nicht, aber allein die Tatsache darüber nachzudenken ist ja schon recht interessant.
Bin absolut "ungläubig" was Religionen, oder übernatürliches angeht, bin mir aber durchaus bewußt das es Dinge gibt, die die Menschheit einfach nicht versteht. Für einen Besucher dieses Forums denk ich vermutlich auch recht rational, aber ich hoffe immer bedacht, und nich blind vor die Wand ;)
Direkt mal ne Frage, im Forum "Ort des Kriegers..." gibt es einen thread namens "Symbol", in dem über Tätowierungen diksutiert wurde, da kann ich irgendwie nicht posten? Hielt mich eigentlich für recht Foren bewandert, aber da blick ich grad ned durch ;)
Und zum Einstieg mal eine mir sehr wichtige Frage, um das Forum, bzw. die User einschätzen zu können:
Seht ihr die "Krieger des Lichts" als eine Gemeinschaft(mit allem was dazu gehören kann), oder als "Einzelkämpfer"? Und falls es ein Kompromiß sein soll, wo zieht ihr die Grenze?
Denke das wars erstmal,
XgIlIhI
Steinwulk
18.04.2005, 18:15
Willkommen XIII,
schön, dass Du da bist!
Vielleicht kann ich Deine Frage mit einer Frage beantworten:
Siehst Du Wasser als einen Tropfen, als einen Fluß oder gar ein Meer?
Ist es nicht mal dies und mal das?
Natürlich kann man ganz klar bestimmen, wann es sich um einen Tropfen, einen Fluß oder ein Meer handelt. Aber ist es für das Wasser von Bedeutung?
Es fällt herab, wenn es kondensiert, fließt, wenn Kräfte auf es einwirken, und reichert sich mit Salz an, wenn es irgendwann im Meer ist. Gibt es da einen Kompromiss oder eine Grenze?
Liebe Grüße,
Steinwulk
Ja, die Grenze gibt es, sogar bei deinem Beispiel. Aber ich glaube das ganze läßt sich auch nicht auf eine Gruppe von Individuen anwenden.
Vielleicht hab ich die Frage aber auch zu allgemein gestellt. Ich werd mal konkreter(bzw. versuche es),ist es euch wichtiger euren eigenen individuellen weg zu gehen, oder diesen (immer ncoh individuellen weg) nach einer art "gleichem schema" zu gehen, also z.B. dem Prinzip "Glaube Liebe Hoffnung"?
Steinwulk
18.04.2005, 19:20
Nach mehr als reiflicher Überlegung muß ich die Frage weitergeben. Ich kann sie Dir nicht mal für mich beantworten.
Von einem gemeinsamen Schema weiß ich ehrlich gesagt nichts. Aber ich bin froh, diese Gemeinschaft gefunden zu haben, man kann sich prima austauschen und sich bisweilen auch inspirieren lassen.
Insoweit genieße ich die Gemeinschaft und trete (zumindest hier) nicht als Einzelkämpfer, wohl aber als Individuum auf.
Liebe Grüße,
Steinwulk
Steinwulk postete
Von einem gemeinsamen Schema weiß ich ehrlich gesagt nichts. Das Wort Schema war auch nich grad geschickt gewählt,also wieder konkreter werden ;)
""Ein Krieger des Lichts weiss, dass in der Stille seines Herzens eine Ordnung liegt, die ihm den Weg weist.""
Ein BSP...
Hallo XIII und herzlich Willkommen!
Also zunächst zu deiner Frage mit dem "Symbol". Du siehst den Smiley daneben, bedeutet "abgeschlossen". An den Diskussionen darum kannst du sehen, dass hier keine Einigkeit erzielt werden kann und dass uns ein Symbol nur einschränkt, bzw. Anlaß gibt "eine Gruppierung" aus uns zu machen, die interpretiert werden kann. Das ist nicht gewollt und es ist auch nicht gewollt hier eine "Sekte" entstehen zu lassen. ;) Ein Zeichen ist auch in meinen Augen überflüssig - wir erkennen uns am Herzen und in den Augen.
Natürlich darfst du darüber weiter diskutieren, wenn dir diesbezügliche eine Frage brennt, mache dazu bitte einen neuen Thread auf.
Andere Frage:
Ich denke, wir sind eine Gemeinschaft aus Einzelkämpfern. Primär verbindet uns wohl das Nachdenken über das irdische Treiben auf dieser Kugel hier und wo unser Platz ist, bzw. wir versuchen "einfach" Erklärungen zu finden, die das Leben "einfacher/leichter" machen und man nicht leiden muss, wegen allen Unsinns was hier auf Erden so veranstaltet wird, sondern einen Sinn, auch eine Verbundenheit zu sehen. Darum geht es hier primär. Um den Austausch verschiedener Ansichten und Lebenseinstellungen.
Um Sätze auszulösen wie "so habe ich das noch gar nicht gesehen!"
Da jeder eben eine andere Lebeneinstellung hat, stellt sich die Frage, wie du sie stellst, für mich nicht. In deinem Gebrachten Beispiel oben geht es für mich um die innere Stimme, die wir gut mit unserem Verstand überdecken können. Viele von uns hören sie nicht mehr. Aber diese Stimme "das Bauchgefühl" sagt dir immer die letztendliche Wahrheit. Diese Stimme fehlt nie (im Sinne von fehlschagen, meine ich). Du kannst zu 100% auf sie vertrauen. Das hat nichts mit einem Schema zu tun, sondern es ist unsere Verbindung in die feinstoffliche Welt (meine Ansicht natürlich).
"Glaube Liebe Hoffung" kann ich auch nicht als Schema sehen, du kannst auch gegenteilig davon leben, aber in aller Regel wird es eine Mischung sein. Es gibt nichts, was dich voran bringt oder zurückfallen läßt, nur dass, was dir deine Seele sagt.
Ja, es gibt nichts "übernatürliches", denn alles ist hier, wir haben das Wort fälschlich gewählt, weil wir heute noch viele Dinge nicht verstehen. Witzig finde ich, dass die "ungläubigen" mit der Aussage "ich habe keinen Glauben", genau damit sagen, dass sie einen Glauben haben - nämlich den "nicht-Glauben". :)
Es ist gut, nicht fremde Meinungen anzunehmen - Religionen oder was auch immer. Doch man sollte sie nicht verurteilen, denn nur durch sie bekommen wir einen Weg gezeigt, den andere bereits gingen und wir können uns diesen anschauen. Man sollte auch bedenken, dass viele Wege Schätze für einen selbst bereit halten und man sollte das annehmen, was einem dienlich erscheint. Kategorische etwas abzulehnen weil "iiih, das ist katholisch!" oder "bäääh das ist Buddhismus" halte ich für einen Fehler.
Der einzig richtige Weg ist dein eigener Weg. Daher gibt es kein Schema nach dem man vorgehen könnte. Nur andere Meinungen, die man sich vorher anschauen sollte, statt bedingungslos als seine eigene zu akzeptieren. Bei aller Verwirrung gibt es einen Kompaß - deine innere Stimme.
Und dieses Forum! :D
;)
Liebe Grüße
Tobi
Hallo XIII,
auch meinerseits ein herzliches Willkommen und fröhliches Diskutieren.
Du hast ja eigentlich die Frage aller Fragen gestellt: "Wer seid Ihr?" Es ist absolut erstaunlich, aber es sind tatsächlich die einfachsten fragen, die am schwersten zu beantworten sind. Ich kann sie für mich mit einem kategorischen "Jein" beantworten - es ginge auch genauso mit "13". ;) Will sagen: Wir alle sind das, was jeder einzelne glaubt - wir sind eine Gruppe, wir sind Einzelkämpfer, wir sind Christen und Nichtchristen, Gläubige und "Nicht-Glauben-Wollende" - wir sind einfach ein Haufen ganz normaler Menschen, die sich um ein Lagerfeuer scharen und erstaunt feststellen, dass sie ein gemeinsames Interesse haben. Wir versuchen, soweit es uns möglich ist, nach gemeinsamen Grundsätzen zu leben; es sind aber eben nur Grundsätze und kluge Gedanken, keine verbindlichen Regeln und Gesetze.
Wir wollen niemanden missionieren, wir tragen unser Krieger-Dasein nicht aufs Hemd gemalt, wir freuen uns aber, wenn uns jemand entdeckt und sagt: "Ihr gefallt mir, ich möchte mitmachen." - "An Ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen" - sprich: nicht was wir reden oder nach außen tragen, macht uns erkennbar, sondern was wir tun und wie wir uns verhalten.
Aber denk nicht, dass Du durch die Stadt rennen kannst, hältst die Augen offen und siehst jemanden: "Ui, ein Krieger, wie klasse!"
Die Krieger erkennst Du daran, wie sie sprechen oder - wie Tobi sagt, an ihren Augen. Manchmal erkennst Du sie sofort, manchmal erst nach längerer Zeit. Aber niemand wird sich vor dich stellen und sagen: "Tach, ich bin ein Krieger!"
Kompliziert, was? ;)
Gruß: Shay
Erstmal Danke für die Antworten!
Zur Frage Gemeinschaft/Einzelkämpfer:
Klasse so in etwa hab ich das auch verstanden, aber es hätte ja sein können das der großteil des Forums das hier anders sieht, dann hätte ich mir den möglichen konflikt lieber gespart, aber umso besser....
Zum Thema Religion, hab da in etwa dieselbe Situation wie Tobi, deswegen hab ich auch "ungläugbig" und nicht ungläubig geschrieben ;)
Das mit dem geschlossenen thread war was verwirrend, da die Diskussion bezogen auf die tattoos nicht abgeschlossen erschien, aber das Thema war ja auch eigentlich das "Gemeinschaftssymbol". Vielleicht werd ich ma nen Tattoo/Körperschmuck Thread aufmachen.
@tobi: Warum gehst du dann eben diesen Weg? Ich kenne viele die ihn gehen weil sie glauben dafür belohnt zu werden, beispielsweise nach dem Tod von Gott. Das find ich, obwohl sie sicherlich genauso gut ihren Weg gehen könnten wie ich, dann recht schade, 1. kann ich an nichts glauben was gottähnlich ist, diese Einstellung nimmt mir also ein Stück die Motivation für meinen Weg, und 2. ist es schade für die Person, ich empfinde das immer als (das mag hart klingen) Schwäche der Menschen.
Hallo XIII!
Was meinst du, welchen Weg gehe ich? *stehe auf Schlauch*
Wegen ZEN?
Meine Ansichten:
1. Es gibt nichts wofür man belohnt oder bestraft werden kann, weil wir einen freien Willen bekommen haben
2. Ich glaube auch an nichts "gottähnlichen", weil alles Gott IST, wir scheinen eine Einheit zu sein, die sich selbst erfährt
3. Es ist die Schwäche der Menschen beschrittene Pfade zu gehen und andere Meinungen als ihre eigenen anzunehmen - einfach weil das viel einfacher und bequemer ist
Lieben Gruß
Tobi
@shay
also ich tu das schon öfters:
"hallo, ich bin ein krieger"
hm
ich gehöre zu denen die glauben eines tages belohnt zu werden
Hallo Krieger, also ich kann mir net vorstellen, dass Du das einem wildfremden Menschen ins Gesicht sagst. Hier im Forum - okay, das glaube ich schon.
Wenn doch - verzeih mir meine Zweifel - wie sind dann die Reaktonen der Leute? Halten die dich net für bekloppt? Und wenn nicht: die Gesichter dürften voller Unverständnis sein. Oder nicht?
*lg* Shay
...in seiner Rolle als zweifelnder Thomas...
krieger postete
hm
ich gehöre zu denen die glauben eines tages belohnt zu werden Aber warum? Und von wem?
Ich denke wir belohnen uns selber, indem wir so Leben wie wir es für richtig halten und dadurch glücklich werden. Eben wie Santiago der nicht der Schafhirte geblieben ist (wie viele andere), sondern aufbricht und seinen Schatz findet.
:)
natürlich halten manche mich für bekloppt, und ich kann nicht leugnen das ich gefallen daran finde.
natürlich klopfe ich niemandem fremden auf die schulter und lass meinen spruch ab, aber manchmal find ich "ich bin ein krieger" eine gelungene antwort auf die frage"....und, was machst du so?"
nun ich denke das da oben ne runde krieger hocken, die gutes belohnen.
mit anderen worten: Die Gotter sind gnädig zu dem der Gutes tut
und aus erfahrung weiss ich das jede gute tat belohnt wird, das weiss ich auch in jedem moment in dem ich mich für eine egoisische tat entscheide
Hmmm... Krieger, Deine Antwort gefällt mir. Eigentlich zeugt sie von Spontaneität und Selbstvertrauen. Vielleicht versuche ich gerade mein Kriegerdasein zu verleugnen und bin deshalb so fasziniert von dem, was Du sagst.
Ich werde drüber nachdenken.
*lg* Shay
Hallo Krieger!
Ich finde den Spruch auch recht gut, merke ich mir für die Zukunft!
Cool. :)
Dein Schlußsatz ist die logische Konsquenz aus deinem Handeln, weil alles auf uns zurück fällt, was wir tun. Bedeutet für mich, ich werde nicht nach meine Tod für Taten "belohnt" oder "bestraft", sondern hier auf Erden zu Lebzeiten schon.
...verflixt... da muss ich irgendwas falsch gemacht haben... :oah:
Shay
Ich glaube dieses "belohnen" gibt es, aber es komtm nicht von einer höheren Macht. Wenn man auf sein Herz hört, und danach handelt, belügt man sich nicht selbst, man fühlt sich wohl, das ist die Belohnung.
hi,
ich will auf einen deiner früheren Punkte noch mal zurückkommen: was meinst du mit "gottähnlich"? du hast also schon eine vorstellung von Gott, aber wenn sie dir nicht gefällt, dann ändere sie doch einfach so um, das sie dir gefällt, denn ich bin der gleichen Meinung wie Tobi, der da sagt, dass "alles Gott IST". es kommt also "nur" drauf an welchen Blickwinkwel und Ausschnitt du dir aussuchst.
viel spass beim aussuchen acep
@ acep
wer sich den ihm passenden Blickwinkel über Gott sucht schränkt ihn wieder ein. Der Auspruch "Gott ist alles" sagt alles!
aber ist es nicht besser einen eingeschränkten zu nehmen, der einem gefällt, als einen, der dies nicht tut?
ich mein, dass es besser ist garnicht einzuschränken ist mir schon klar, aber wer schafft das den so richtig? ich nicht!
Steinwulk
23.05.2005, 20:46
Hallo acep und Pilger!
Ich muß der Meinung von acep anschließen. Denn ein Bild von Gott zu
bekommen, das alles umfasst, was er ist, würde den Blickwinkel der
allermeisten von uns sprengen.
Pilger sagt, Gott ist alles, was ist. Demnach wäre Gott nicht, was nicht ist,
aber sein könnte, bzw, was war oder sein wird.
Daher glaube ich, das Gott "alles, was ist(war oder wird)" ist und "alles, was
nicht ist (war oder wird)". Und selbst das würde noch einen Spielraum lassen,
zwischen dem, was ist und dem, was nicht ist (war oder wird).
Und zwar die Möglichkeit zu schaffen, zu dem, was sein kann - und dem was
nicht.
Also ist Gott, alles was ist und alles, was nicht ist - und der Zwischenraum,
zwischen dem, was ist und dem, was nicht ist.
Nun bin ich mit dem am Ende, was ich mir vorzustellen vermag. Vielleicht
fängt es hier bei Gott erst an?
Doch eines ist Gott ganz sicher: Immer für uns da!
Und wenn ich ihn mir als einen Mann vorstelle, der mir die Hand auf die
Schulter legt, dann glaube ich fest, dass er das für mich sein wird. Und wenn
ich ihn mir als eine Frau vorstelle, dich mich in den Arm nimmt und tröstet,
dann wird Sie das für mich sein. Ich glaube nicht, dass wir Ihn einschränken,
nur weil unser Blickwinkel beschränkt ist. Wir würden versuchen, Ihn
einschränken, wenn wir sagen, dass er für mich nicht Mann oder Frau sein
kann. Es ist uns unmöglich, Ihn uns als etwas vorzustellen, was er nicht ist.
Doch wir sollten uns nicht an einem Gottesbild festbeißen. Sonst kann es uns
passieren, dass wir zeitlebens Ihn suchen, und Sie nicht finden oder
umgekehrt. Das meine ich nicht nur im männlichen oder weiblichen Sinn.
Ich muss gestehen gestehen, dass ich einiges von dem, was ich hier
geschrieben habe nicht auf meinem Mist gewachsen ist, sondern selbst einmal
gelesen habe.
Aber vielleicht hilft es Euch ja!
Liebe Grüße
Steinwulk