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Vollständige Version anzeigen : Der Weg aus der Dunkelheit



Steppenwolf
17.05.2005, 16:19
Es scheint in der Dunkelheit liegt vieles verborgen, aber ein kleiner Spalt
genügt, Licht dringt hinein und das Verborgene wird sichtbar. Höre immer auf
dein Herz, nicht auf den Bauch, das Gehirn oder den geschlechtlichen Trieb.
Frage jedoch stets, warum dein Herz diesen Weg gehen will. Diesen Grund zu
kennen ermöglicht uns den Wert des Weges zu erkennen. Ganz gleich welche
Begründung dein herz zu diesem Weg geführt hat und egal wie schwer dir
dieser Weg erscheint, gehe ihn, denn er ist der richtige Weg. Ich bin in
meinem Leben schon viele andere Wege gegangen. Der Weg des herzens (der Weg der Wahrheit) ist mit Abstand der Schwerste, aber auch der Einzige der an das Ziel führt. Nur die Wahrheit ist es, die das Leben lebenswehrt macht.
Sie ist gleichzusetzen mit dem was der gewöhnliche Mensch unter Liebe
versteht. Sie kann schön sein, aber auch schmerzlich. Nur wer Niederlagen
erlebt ist in der Lage den Sieg zu schätzen. Wer etwas verloren hat weiß oft
erst dann wieviel es ihm bedeutet hat als es noch da war. Lerne die
Bedeutung einer Sache, oder eines Zustandes während ihrer Dauer zu erkennen. Verdänge nichts, denn es hindert dich an der Fortführung des Lebens. Stelle dich deiner angst und du wirst sie besiegen. Dieser Sieg führt dich weiter auf dem Weg der Liebe, der Wahrheit auf dem Weg des Lebens. merke stets: Alles was in der Erde vergraben wird bringt die Natur oder der
Menschirgendwann an das tageslicht. Sei es ein samenkorn aus dem eine Planze sprießt oder ein Grab, dass entdeckt und nachdem dann der Mörder gesucht wird. Nichts bleibt auf ewig verborgen...

soul mate
17.05.2005, 20:38
The Road Not Taken
by Robert Frost (1875–1963)

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that, the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no Step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I -
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.


übersetzt von Paul Celan (1920–1970):

Der unbegangene Weg

In einem gelben Wald, da lief die Straße auseinander,
und ich, betrübt, daß ich, ein Wandrer bleibend, nicht
die beiden Wege gehen konnte, stand
und sah dem einen nach so weit es ging:
bis dorthin, wo er sich im Unterholz verlor.

Und schlug den andern ein, nicht minder schön als jener,
und schritt damit auf dem vielleicht, der höher galt,
denn er war grasig und er wollt begangen sein,
obgleich, was dies betraf, die dort zu gehen pflegten,
sie beide, den und jenen, gleich begangen hatten.

Und beide lagen sie an jenem Morgen gleicherweise
voll Laubes, das kein Schritt noch schwarzgetreten hatte.
Oh, für ein andermal hob ich mir jenen ersten auf!
Doch wissend, wie's mit Wegen ist, wie Weg zu Weg führt,
erschien mir zweifelhaft, daß ich je wiederkommen würde.

Dies alles sage ich, mit einem Ach darin, dereinst
und irgendwo nach Jahr und Jahr und Jahr:
Im Wald, da war ein Weg, der Weg lief auseinander,
und ich - ich schlug den einen ein, den weniger begangnen,
und dies machte den entscheidenden Unterschied.