Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glaube an Gott ?!
Neuer Jünger
20.08.2005, 01:32
Guten Abend zusammen,
früher habe ich an Gott geglaubt - heute nicht mehr ...
zumindest nicht mehr so richtig ...
daher wollt ich mal fragen; Glaubt ihr alle an Gott ?
eigentlich war ich früher sehr von ihm überzeugt,
lag vielleicht aber auch am Reli-Unterricht :)
also, was sagt ihr ... gibt es Gott denn wirklich ?
euer suchender
-Neuer Jünger-
Grüß dich Jünger,
ich glaube an Gott und ich denke, wenn du die anderen Beiträge liest, findest du die Antwort auch von den anderen.
Mich hätte eigentlich das Thema, " Satanismus" oder sagen wir mal, "Gott abgewendet" , Das Dunkle...viel mehr interessiert.
Einfach Erfahrungen von dir zu hören ( du hast erwähnt, dass du viele kennst )
Ist ja auch in Mode grad *lach*
Bin im Moment überhaupt nicht kreativ was das Schreiben betrifft...aber vielleicht ändert sich das ja bald wieder.
Liebe Grüße,
~Sylphe~
Lieber Jünger,
ja, auch ich glaube an Gott. Aber - wie man so schön sagt - nicht ans Bodenpersonal. Ich glaube nicht daran, dass es soetwas wie einen irdischen Stellvertreter Gottes gibt. Diese Bezeichnung des Papstes empfinde ich als Anmaßung - ungeachtet dessen, dass ich die Position des Papstes als kirchlich-politische Instanz durchaus als wichtig und notwendig erachte. Wohl gemerkt: Ich bin (überzeugter) Protestant und habe mit dem Papst per se nichts am Hut.
An Gott zu glauben bedeutet für mich, einen Sinn in all dem zu sehen, was um uns herum geschieht, einen Sinn in meinem eigenen Dasein und auch einen Grund, den Guten Kampf zu führen, den ich als Krieger aufgenommen habe.
Gott ist für mich Ansprechpartner, Sicherheit und Freund. Er ist für mich der moralische Wegweiser für mein Denken und Handeln. Er ist für mich nicht der omnilokale Bewacher und Bestrafer, der mich für meine "Sünden" sofort drankriegt. Er ist nicht die Überfigur, vor deren Gerichtsbarkeit ich mich fürchten muss. Ich habe Gott an meiner Seite, nicht gegen mich. Er erteilt mir keine Befehle, er zeigt mir nur Möglichkeiten auf - was ich daraus mache, liegt in meiner eigenen Verantwortung. Er ist für mich Lehrer, der mich fördert, wenn ich Lernwillen zeige und der mich eine Lektion auch wiederholen lässt, wenn ich sie nicht begriffen habe.
*LG*: Martin
Ich hatte ihn vorgestern verlor ihn gestern und hab ihn heut und morgen !
Im kdl steht (ich hab es gerade nit zur hand) der Krieger ist gerade ein krieger weil er von der anderen seite verführt wurden ist !!!!
Hallo Jünger,
ebenfalls Protestant gibts für mich dem was Martin oben geschrieben hat nichts hinzuzufügen. Du wirst auch wie Sylphe schon geschrieben hat in den anderen Threads ne Menge über die verschiedene Gläubigkeit / Spiritualität der anderen Krieger lesen können.
Dabei möchte ich nochmal erwähnen, daß ich es wirklich sehr anregend finde mit Euch allen, die Ihr an so viele andere und doch auch die selben Sachen glaubt mich austauschen zu können. Viele Dinge werden schärfer und klarer dadurch. Danke euch allen dafür.
Tja, in letzter Zeit auch etwas "schreibgehemmt" der böse Job ;) raubt mir zur Zeit viel Energie.
@ Sylpe, gute Anregung. Die Versuchung der "dunklen Seite der Macht" zu erliegen ist m.E. immer da. Manches wäre damit vieleicht einfacher - auf den ersten Blick. Erfahrungen dazu würden mich auch interessieren.
Ansonsten allen ein schönes Wochenende,
seit lieb gegrüßt
vom
Pilger
Neuer Jünger
21.08.2005, 01:01
Danke für eure Posts !
@ Sylphe
mann sieht zwar, das die anderen User an Gott glauben und ihre
spirituellen Phasen haben usw. - doch warum ?
Vielleicht stelle ich mich auch einfach zu blöd an ... sicher, es ist ein
beruhigendes Gefühl zu beten, um evtl. um verzehung zu bitten und so weiter,
und man fühlt sich danach auch besser - doch redet man sich nicht
das ganze nur ein ? um sein schlechtes Gewissen zu befriedigen ?
Es ist alles sehr verwirrend für mich, vorallem weil ich wie gesagt
als Kind auch fest an Gott geglaubt hab - aber jetzt ?!
Vielleicht leigt es aber auch daran, das ich von der Menschheit nicht viel halte,
und ich glaube, das Gott den Affen früher lieber keine Gehirne verpasst hätte,
dann wären auch keine Menschen entstanden !
Denn durch sie wird diese Welt eines Tages zu grunde gehen, glaub ich !
naja, jetzt hör ich lieber auf - das ist sonst zu viel für eine Nacht :)
liebe Grüße,
Neuer Jünger
Neuer Jünger
21.08.2005, 09:49
ich .... ich muss mich entschuldigen
gestern ist mir folgendes passiert:
ich fuhr gestern im Bus als plötzlich zwei Jungs (ein großer uns
sein kleiner Bruder) und die Freundin des großen Jungen
drei jüngere Mädchen "von der Seite anmachten" - sie machten
sich lustig über sie, weil sie angeblich komische Klamotten trugen,
weil sie ne Zahnspange benutzten und weil sie - wie gesagt angeblich -
etwas dicker sein sollten ...
ich war so sehr in Wut und wollte mich einmischen, mein Herz hat geklopft
ohne Ende - hab mich daher dann nicht eingemischt !
habe mich dann hinterher deswegen über mich selbst geärgert !
und heute früh hab ich es verstanden ... dies war der Weg zur dunklen Seite !
ich erinnere mich an den Spruch von Meister Yoda;
Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite !
Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid !
Gestern pochte mein Herz - ich hatte Furcht, bekam eine rasende Wut auf sie,
wollte eigentlich nur noch auf diese Deppen einschlagen - ich hatte
einen regen Hass auf sie - und dann hasste ich mich selbst, das ich mich
nicht eingemischt habe ... und wie ihr an meinen vorherigen Post seht,
führte es schließlich zu meinem Leid !
Das ich mich nicht eingemischt habe war falsch - das ich mich dann aber
auch noch so hab runterziehen lassen ...
Wie ihr seht, liebe Krieger, lauert die dunkle Seite überall - achtet stehts
auf sie, denn der Täufel steckt im Detail !
und jetzt noch einen schönen Sonntag,
Neuer Jünger
Neuer Jünger
21.08.2005, 09:52
und jetzt hab ich auch noch Teufel mit ä geschrieben :)
einen wunderschönen Tag noch an alle ! genießt ihn !
- Neuer Jünger -
Guten Morgen Neuer Jünger,
danke für dein Thread, es trifft auch meine Gefühle und Gedanken mal wieder mitten ins Schwarze :), deshalb möchte ich hier einfach mal von mir erzählen.
Zuerst möchte ich doch nochmal etwas zu deiner Frage, glaubt ihr an Gott?, schreiben:
Ich habe schon immer an Gott geglaubt, ein Leben ohne "Gott" könnte ich mir gar nicht vorstellen.
Früher waren meine Gebete anders als heute, oder sagen wir mal so, früher habe ich anders Kontakt zu Gott aufgenommen.
Aber das liegt wohl auch daran, dass ich mich mehr an anderen ( meinen Eltern, Großeltern, Büchern etc. ) orientiert habe als heute und mich noch nicht richtig auf die eigene Suche gemacht hatte.
Damals kannte ich auch noch nicht die Menschen, die ich heute kenne, die sich mit dieser Frage, wer und wie ist Gott, lange auseinander gesetzt haben.
Zum Teil hatte ich auch zu Gott Kontakt, wo es mir gar nicht bewusst war.
Zum Beispiel finde ich Gott am besten in der Natur, da kann ich am intensivsten das Gefühl haben, ich bin EINS.
Also ich glaube, die Findung von Gott, ist wirklich ein langer Prozess, ein stetiges Neu-Erfahren.
Für mich war irgendwann wichtig, dass ich Gott auf einer Ebene begegnen kann, auf der ich keine Furcht oder Angst vor ihm haben muss.
"Ihm ehrfürchtig begegnen", dies hatte ich wohl damals missverstanden, es hat mich eher unsicher gemacht als mich ihm näher gebracht.
Und ich habe mich lange mit der Frage beschäftigt, wer oder was ist das Böse.
Ich dachte lange, wenn es diesen guten Gott gibt, dann muss es auch den bösen geben.
Die Frage gut und böse hat mich lange beschäftigt und ich war lange auf der Suche nach einer Antwort.
Ein Pfarrer, zu dem ich gegangen bin, um eine Antwort zu bekommen, hat mir damals gesagt:" Wenn man dir auf die linke Wange schlägt, so halte noch deine rechte hin"
Puh, also, das war überhaupt nicht stimmig für mich.
Aber ich habe im Laufe der Zeit auch gemerkt, dass jeder Mensch so sehr individuell unterschiedlich ist und auf ganz verschiedenen Entwicklungs(stufen) -wegen steht, dass genau so eine Aussage, für den einen nochmal eine ganz andere Bedeutung haben kann als für den anderen.
---
Als ich dann irgendwann gemerkt habe, dass dieser Gott, so wie ich gelernt hatte ihn mir vorzustellen, ( sprich, in der Kirche, im Reliunterricht, im klassischen Gebet, in der Bibel... ) nicht so voll und ganz mit meinem Inneren übereinstimmt , für mich einfach nicht passte,
und auch nicht mehr in die "Zeit" passte,
habe ich mich ihm abgewandt und mich erst mal für diesen Gott, so wie ich ihn kannte nicht mehr interessiert.
Leider fing ich erst wieder an mich "Gott" zuzuwenden, als es mir richtig schlecht ging.
Aber es war nie so, dass ich das Gefühl hatte, Gott würde mich für irgendetwas bestrafen, oder würde mich nicht mehr lieben....ich habe seine Türen immer offen empfunden, es war nur eben meine Entscheidung ob ich zu ihm komme oder nicht.
Mittlerweile sehe ich Gott anders als früher.
Ich glaube der entscheidende Punkt war, als mir ganz bewusst klar wurde, dass Gott mit all seinen Farben, mit all seiner Herrlchkeit und seiner unendlichen Liebe auch in mir selbst ist.
Schön, wie Benni das schreibt, es geht mir genauso, es gibt Tage, da habe ich einfach ein viel feineres Gespür und kann mich viel mehr auf alles einlassen ( dann fühl ich mich mehr Gottverbunden), als an Tagen wo ich z.B. im Stress bin,
oder wie jetzt, wo ich mich in meinen Gedanken selbst bestrafe.
Die letzten Tage kamen alte Erinnerungen in mir hoch, starke Schuldgefühle, aus genau dem gleichen Grund wie es dir im Bus passiert ist Neuer Jünger.
Bei mir ist es allerdings meine alte Arbeitsstelle und ich habe über Jahre meinen Mund nicht aufgemacht und mich nicht für das Wohl anderer Menschen ( was meine Aufgabe war) besser eingesetzt.
Ich war still und habe des "Friedenswillens mit meinen Kollegen" nichts gesagt.
Es ist jetzt schon 1,5 Jahre her, aber es ist jetzt wieder hochgekommen und ich habe das Gefühl, es frisst mich auf.
Es macht mich unendlich traurig im Moment und ich kenne auch dieses Gefühl des Hasses.
Wut und Hass auf andere und letztendlich auf mich selbst, gerade deshalb weil ich nicht den Mut hatte mich einzubringen.
Ich glaube nicht, dass es für mein Weiterkommen sinnvoll ist, mich mit Schuldgefühlen zu plagen.
Weißt du Neuer Jünger, ich kenne dieses Gefühl wie du es beschreibst so gut und es haben sich viele solcher Beispiele in meinem Leben schon angehäuft. Mittlerweile ist das Fass schon längst am überlaufen bei mir und ich schaffe es immer noch nicht.
Ich habe überall um mich solche Beispiele und immer wieder aufs neue bieten sich mir die Chancen mein Maul aufzumachen,
und ich schaff es nicht. Es macht mich kaputt und immer kraftloser, ich weiß auch nicht.
irgendetwas fehlt mir noch, ich glaube es ist nicht nur der Mut der mir fehlt....
es macht mich krank.
Auf jeden Fall weiß ich, dass es die Erfahrung ist, die ich machen darf und es ist meine Aufgabe sie zu meistern und die kann mir keiner abnehmen, da darf ich alleine durch :).
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Ich mach hier jetzt erst mal Cut, sonst ufert das jetzt aus.
Bin eh schon ganz aufgekratzt und verwirrt
Seelige Sonntagsgrüße zu euch da draußen,
eine sich selbst plagende ~Sylphe~
;)
Neuer Jünger
21.08.2005, 15:10
Sylphe ... wow, man merkt, wie es förmlich aus dir raussprudelt ...
wie bei mir gestern Abend, als die schlechten Gedanken überhand nahmen und
ich zu mir selbst sagte: "du kannst nicht mehr klar denken, schlaf dich aus"
Mir selbst passierte es früher auch andauernt, das ich nicht den Mut hatte,
den Mund zu öffnen, aber noch nie war es in einer so ernsthaften Situation
wie gestern, wo es schließlich auch um das Wohl anderer ging ...
und das hatte mich echt fertig gemacht !
Doch jetzt weiß ich, das ich es erleben musste !
wie sonst werde ich jemals daraus lernen ?
und jetzt kann ich das nächste mal mit mehr Mut "in den Kampf" ziehen !
Und Sylphe, es ist jetzt 1,5 Jahre her - es ist jetzt nicht mehr Teil
deiner Geschichte !
Wichtig ist, das du es verstanden hast und daraus lernst !
Bereue nie deine Taten, es gehörte zu deinem Weg, und auch wenn du
glaubst, das dieser Weg falsch war - es war dein Weg, der dich bis
hierhin gebracht hat - du hast schließlich daraus gelernt,
und irgendwann wirst auch du den Mund aufmachen um dich und
deine Mitmenschen zu verteidigen !
Also, bereue es nicht, denn bereuen frisst auf - entnehme
lieber das gelernte und die Energie aus dieser Situation, um anderen zu helfen.
HdKdL;S.95;1-4 :)
-Die Freunde eines Kriegers des Lichts fragen ihn, woher er seine Energie
habe. Er antwortet: "Vom verborgenem Feind"-
Ich könnte hier auch wieder ewig weiterschreiben - mache aber jetzt
erstmal auch einen Cut.
Einen schönen restlichen Sonntag noch an alle
-Neuer Jünger-
Ja ich sehe das auch so und es tut gut, wenn du es mir hier noch mal schreibst. Danke!
Ich weiß, es ist Vergangenheit, trotzdem habe ich den Schmerz immer noch in mir..aber ich denke dieses Gefühl, das so weh tut ist auch ein Prozess des Heilens, ich bin zuversichtlich.
Ich hoffe es ist o.k. für euch, wenn hier wiedermal Worte von Khalil Gibran reinsetze.
Ich habe das eben im Internet gefunden und finde es so passend, ich kann nicht anders :)
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Von Gott
Als vor Zeiten der erste bebende Laut über meine Lippen drang,
erklomm ich den heiligen Berg und sprach zu Gott.
Und ich sagte: "Herr ich bin dein Diener.
Dein geheimer Wille ist mein Gesetz, und ich folge dir immerdar."
Aber Gott antwortete nicht.
Er entschwand einem mächtigen Sturme gleich.
Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg,
und wieder sprach ich zu Gott.
Und ich sagte: "Schöpfer, ich bin dein Geschöpf.
Aus Ton hast du mich geformt, und was ich bin und habe, schulde ich dir."
Aber Gott antwortete nicht.
Er entschwand tausend eiligen Flügeln gleich.
Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg,
und wieder sprach ich zu Gott.
Und ich sagte: "Vater, ich bin dein Sohn.
Aus Liebe und Erbarmen hast du mich gezeugt,
und in Liebe und Ehrerbietung will ich dein Königreich erben."
Aber Gott antwortete nicht.
Er verschwand wie Dunst in der Ferne.
Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg,
und wieder sprach ich zu Gott.
Und ich sagte: "Mein Gott, mein Ziel und meine Erfüllung.
Ich bin dein Gestern, und du bist mein Morgen.
Ich bin deine Wurzel in der Erde,
du bist meine Blüte am Firmament,
und gemeinsam wachsen wir vor dem Antlitz der Sonne."
Da neigte sich Gott hernieder und flüsterte süße Worte in mein Ohr.
Und wie der See das Bächlein umfängt, das in ihn mündet, so umfing er mich.
Und als ich in die Weiten und Täler hinabstieg, war Gott auch dort.
Ein wundervolles Gedicht.
Danke !
Es macht mich unendlich traurig im Moment und ich kenne auch dieses Gefühl des Hasses.
Wut und Hass auf andere und letztendlich auf mich selbst, gerade deshalb weil ich nicht den Mut hatte mich einzubringen.
Und genau deswegen liebt gott dich und ist bei dir und schnekt dir unbewußt schöne erfahrungen wie eine laue Sommernacht mit alten freunden zum beispiel das ist Liebe des lebens in meinen Augen
Der kleine Benni
Und denkt immer was aus rio und seiner band wurde
Neue scheiben aus altem ton und scherben
Schönen Lichttag noch
ähm ich hab mal in so nem alten schinken gelesen das denn sontag nutzen sol um gott näher zu kommen un das licht zu suchen *Liebguck*
Julio C. Aranda B.
05.09.2005, 13:13
Hallo jünger,,
ich bin auch protestant wobei ich seit einige wochen das wort "gläubig" bevorzüge denn eine richtung in eine "religion" finde ich hat mit glaube nichts verloren..
Martin hat wie sonst meistens mein inhalt ausgedrückt, wohlmöglich besser als ich hätte es tun können.
Jünger habt keine zweifeln an dein glauben, wenn du Gott suchst wirst du ihm finden. egal wie egal wo...
du siehst es...
manche wie sylphe finden ihm in der natur, andere in dem Kosmos, anderen wiederum in dem menschen...
Gott selbst sagte einmal "der der mich sucht wird mich finden" allein darin erkenn ich Gott: "alles was er sagt passiert so wie er es sagt"
ich bin sehr frohe eure wörte gefunden zu haben!
danke Gott für den weg der er mir zeigt...
Julio
Neuer Jünger
06.09.2005, 20:55
Moin Julio,
ich sehe zwar die Schönheit der Natur oder auch der der Sterne,
doch ich sehe jetzt nicht wirklich Gott darin ...
Ich bin irgendwie immer noch nicht richtig von Gott überzeugt,
bin mir nicht richtig sicher, das es ihn überhaupt gibt ...
es muss ja auch net an einer Religion liegen, man kann auch an Gott
glauben, ohne z.B. Evangelisch zu sein,
doch ich sehe so viel schlechtes auf dieser Welt ... das übertrumpft
meinen Glauben an Gott !
naja, wie auch immer ...
noch einen guten Kampf
>Neuer Jünger<
Julio C. Aranda B.
07.09.2005, 08:43
hola jünger:
warum machst du Gott dafür verantwortlich das es soo viel schlechtes auf der welt gibt??
Das schönste und grösste was Gott uns gegeben hat ist auch leider für viele das schlimmste "freie wille"
Dadurch siehst du wie schwach der mensch eigentlich ist und wie stark das "dunkle", "bösse" sein kann.
Versuche in dein inneren nach der "wahrheit" zu suchen und du wirst es finden, den Gott ist die Wahrheit.
Ich stimme dir voll und ganz zu das mann an gott auch ohne religion glauben kann...
Liebe Grüsse
Julio
@ Julio:
Du darfst einen esoterischen Grundsatz nicht vergessen:
Ohne das Dunkle gibt es nichts helles,
ohne das Schwache gibt es das Starke nicht,
ohne das Oben gibt es das Unten nicht,
ohne Böse gibt es kein Gut.
Alle Gegensätze bedingen einander, sie brauchen einander, sie könnten ohne einander nicht existieren.
Nein, Gott ist nicht für das Böse verantwortlich. Die Verantwortung dafür tragen am ehesten wir in uns. Aber: was wäre Gott (im Sinne vom Absolut Guten) ohne einen Gegenpart (Absolut Böses) ? Ist das eine ketzerische Frage?
Je mehr wir uns dem Guten zuwenden, desto weiter entfernen wir uns vom Bösen. Kann das Böse von unserer Schwäche zehren, wenn wir uns von ihm abwenden? Kann das Böse (das Du ja als doch sehr stark und mächtig beschreibst) denn wirklich so viel Macht über uns erlangen oder brauchen wir es vielleicht nur auszublenden, zu ignorieren?
Die Dunkelheit ist nichts anderes als die Abwesenheit von Licht.
Machen wir die sprichwörtliche Kerze an, haben wir dem Dunkel schon einen großen Teil seiner Macht genommen.
Auch Euch allen liebe Grüße vom
Martin
Neuer Jünger
07.09.2005, 21:16
hmm ... Julio, Shay, ihr habt recht ...
ich denke ich werde Gott schon noch finden ... bin recht zuversichtlich ;)
Danke euch zwei !
Neuer Jünger postete
hmm ... Julio, Shay, ihr habt recht ...
ich denke ich werde Gott schon noch finden ... bin recht zuversichtlich ;)
Danke euch zwei ! Lass mal... wichtiger ist, dass Er Dich nie verloren hat!
Martin
Julio C. Aranda B.
08.09.2005, 09:14
@shay:
Ich denke nicht das wenn mann nach dem bössen fragt, ketzerisch ist.
Ich weis nur nicht ob es sinn macht das dunkle im allgemein begriff zu ignorieren, denn es vergegenwärtig sich doch wie du sagst in uns...
vielleicht habe ich auch nur falsch verstanden was du mit ignorieren gemeint hast.
gerrero de la luz
Julio
Julio C. Aranda B.
08.09.2005, 09:15
OFFTOPIC: ups.. ich kann ja noch nicht mal richtig spanisch schreiben...
korrigiere mich:
GUERRERO DE LA LUZ
julio
movingshadow
10.09.2005, 21:40
Hallo neuer Jünger,
auch ich war protestant.
Heute bin ich gläubig ohne Institution.
Wenn ich eine Auslegung bevorzuge bei der Bibel z.B. so gefällt mir die Auslegung Martin Luthers am besten. Nur war er etwas zaghaft, ich hätt noch etwas radikaler Reformiert.
Allerdings wurde er mehrmals dafür fast zum Märtyrer.
Dieser Gefahr bin ich heute nicht mehr ausgesetzt.
Was Shay sagt,(Hallo Shay-bist du auch beim Treffen dabei?) ist der Rationale Inhalt unseres ganzen irdischen Lebens.
Wir leben in einem Dualismus, das heißt für einen Aspekt gibt es immer zwei Dualitäten:
Liebe und Hass z.B. sind scheinbare Gegensätze und doch nur Ausdruck eines einzigen Gefühls. Um diese Gefühle zu überwinden, muß man sie vereinen, sie als das erkennen, was sie sind.
In diesem Moment sind sie egal und man ist Herr der Lage.
Wenn du deinen glauben zu Gott verloren hast, dann gibt es doch bestimmt einen Auslöser dafür, oder?
Lies mal die Geschichte über "Die kleine Seele" hier im Forum.
Ich glaube Sylphe hatte sie damals geposted.
Daraufhin habe ich alle Bücher besorgt und gelesen, haben mir sehr zu einem besseren Verständnis geholfen!
Liebe Grüße
Lieber Movie,
so mich mein Dienstplan lässt, werde ich natürlich erscheinen - das Treffen mit Euch kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Leider habe ich meinen neuen Dienstplan noch nicht, da durch das Hinzukommen eines neuen Objekts die gesamte Planung neu gemacht werden musste.
Zum Thema Dualitäten:
Du hast durchaus recht, wenn Du sagst, dass das diese Dualität sich im rationalen Teil unseres irdischen Lebens befindet. Aber: Lässt sich diese Zweiteilung tatsächlich einen? Lassen sich diese rational-realistischen Gegensätze wirklich nivellieren und auf einen Nenner bringen? Okay, wir finden Oberbegriffe, aber ich glaube nicht, dass wir die Grundproblematik der Zweiteilung damit bearbeiten. Wenn ich zornig bin, nützt es mir wenig, wenn ich mir klar mache, dass ich ein Gefühl hege. Wenn ich zwischen schwarz und weiß entscheiden muss, nützt es mir wenig, wenn ich weiß, dass es sich um Farben oder Lichtzustände handelt. An der Weggabelung, die mich nach rechts oder links führen kann, hilft es mir nichts, wenn ich mir klarmachen kann, dass es sich dabei um Richtungen handelt.
Nein, ich muss mich wirklich entscheiden, ob ich eine richtige oder eine falsche Entscheidung treffe, ob ich etwas gutes tue oder etwas nicht so gutes. Ich denke, so lange wir Menschen sind, so lange wir im "diesseitigen" irdischen Bereich leben, so lange sind wir in dieser Dualität verhaftet, müssen wir uns immer entscheiden zwischen entweder - oder.
Grüßli: Martin
movingshadow
11.09.2005, 11:38
Hallo Shay,
entschuldige bitte meine Romanhaften Ausführungen!
Erst machst du weiter oben klar, das es Polarität gibt,
und das das Hell nicht ohne das Dunkle existieren kann...
Damit sind beide gleich wichtig, gleich wertvoll!
Und dann wertest du sie doch als unterschiedlich Wertvoll, wenn du sagst, du müstest dich entscheiden zwischen falsch und richtig.
Was ich sagen will ist, wenn du z.B. sauer bist und Aggression aufsteigt die dich blockiert und nicht weiterbringen wird, so kannst du Dir mit deinem Geist bewußt werden, das du gerade ein Gefühl erlebst, auf der Hass------Liebe Skala und es befindet sich auf Hass und dann verschiebst du es ganz nach rechts und liebst diese Situation.
Oder du bewegst es in die Mitte und das Gefühl verschwindet.
Ich mache damit keinen Witz, es klappt wirklich.
Probier es aus.
Beim nächstenmal, wenn du was kniffliges machst und du haust dir den Kopf z.B. an.
Autsch so eine Sch...
Dann denke kurz an mich, liebe den Momentanen Schmerz und die Ausweglosigkeit.
Denke dabei an mich und lächle!
Denke mit einem grinsen an mich: "der Spinner"... und lache!
Und im nächsten Moment wirst du mit Liebe das schaffen, was du im Zorn nicht geschafft hast. - Versprochen!
Die Entscheidung welchen Weg du gehst, rechts oder links, ist nicht gleichzusetzen mit richtig oder falsch.
Jeder Weg hat seine Qualität.
Zu Urteilen, was richtig oder falsch ist, das denke ich kann nur Gott.
Ist es die richtige Entscheidung ein Leben zu retten, wenn Gott dieses zu sich rufen will?
Es ist richtig es immer zu probieren.
Doch wenn man versagt, wer entscheidet ob du dann wirklich versagt hast?
Wenn du versagt hast, urteilst du nur selber über dich.
Aber was wirklich ist, kann nur der Urteilen, der auch weiß wie es hinter Dir, um dich herum und nach Dir aussieht.
Der auch sieht, was mit deiner Lebensenergie nach deinem Tode wird.
In diesem Sinne ist es gut einen Gottesglauben zu haben.
Gibt es ihn nicht, so hat sich auch diese Problematik gelöst.
Ha, da wären wir wieder beim Thema:
ich erschaffe mir einen Gott um aus diesem Backround meine Realität zu gestalten und hier zu Diskutieren!
Tobi hat recht!
Es gibt nur "meine" Realität.
(Dies war ein Thread-Sprung!)
Hallo an Alle!
Gott ist nicht verantwortlich für sooo viel Böses auf dieser Welt!
> Dafür ist nur der Mensch und seine Umwelt verantwortlich!!!!
Ich glaube in letzter Konsequenz eher an die Naturgesetze!
Trotz "feiem Willen", also einer gewissen Gabe, die uns "über" das Tier stellt sind doch die meisten unserer Verhaltensweisen auf unsere Instinkte aus Urzeiten, die in unserem Gehirn verankert sind, zurück zu führen!
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Die Bibel, Gott und seine "Lehren" vergleiche ich eher mit dem "Feldzug" von Bill Gates ( Microsoft )! Nur noch erfolgreicher denn über Microsoft wird in 2000 Jahren keiner mehr sprechen!!! (Und mal ehrlich: Bräuchten wir Computer, Internet, ecommerce, Globalisierung usw. wirlkich, oder ist das nur ein genialer Promotionfeldzug einer Firma (Microsoft)?)
Die "Jungs" und "Mädels" (keiner weiss wieviele am Anfang diese Idee hatten) haben dem Unternehmen "Kirche" zu der heutigen Macht verholfen!
Die Inquisition hat einen großen Beitrag dazu geleistet!
Der Glaube an Gott wurde der Menschheit mit Gewalt eingebläut!!!!
Andere Religionen wurden über jahrhunderte auf brutalste Weise bekämpft!!!
>>> Menschenverbrennung, Folter, Glaubenskriege ....
>>> Die Vertreter der Kirche leben in Reichtum, predigen nächstenliebe usw. und lassen z.B. in Afrika täglich ca. 25.000 Menschen verhungern und sagen Ihnen sie dürften nicht Abtreiben oder Kondome benutzen und obendrein beutet man die 3. Welt aus wiel dort 80% aller Rohstoffe vorhanden sind!
>>> Mehrt euch und verhungert... oder wie???? Aber zahlt Kirchensteuer!?
Die Kirche/Gott selbst ist das "Böse"!
Ich drücke mich vielleicht etwas krass aus - aber im Kern sehe ich das so!
Ich hoffe ich beleidige mit meiner Meinung niemanden der an Gott glaubt!!!
movingshadow
26.09.2005, 21:45
Hallo Thor,
ich kann deine verbitterte Meinung sehr verstehen.
Und im Gedanken an den Katholizismus ist dieser Gedanke von der Kirchensteuer und dem
Vergleich über Afrika auch mal ein Denkanstoss.
Allerdings vergiss nicht, die ersten paar Tausend Jungs und Mädels, die für den Glauben gesorgt haben, sind ALLE ausnahmslos als Märtyrer gestorben.
Sie wurden verbrannt, weil sie das Gute (das Göttliche) ketzerischerweise nur einem Gott zusprachen und nicht den vielen anderen!!!
Kommerzielle Nutzung ist erst durch die Monopolstellung der Deutschen Telekom entstanden.
Das regelte sich, als schließlich ein zweiter Anbieter auf den Markt kam und dagegen protestierte!
Martin Luther soll auch so einen Telefonladen betrieben haben.
Der stattete seine Verkaufsläden nicht ganz so prunkvoll aus und hatte aber dafür das besser geschnürte Leistungspaket anzubieten.
Wobei ich Dir Recht gebe über die Gewalt, mit der der Glaube erzielt wird.
Gewalt kann auch sanft und kontinuierlich passieren.
Hartnäckig aber beständig.
Und somit siegte dann der Glaube an das Gute.
Ich verstehe jetzt nur noch nicht, wo ich das Böse hinpacken sollte.
Ich unternehme jetzt mal den Versuch und sage, die Kirche hatte was Tugendhaftes vor, wurde schwach und vom Bösen verführt und damit Böse.
Allerdings Gott.... Hmm... ist für mich eine Analogie des Allumfassenden Guten.
Wird schwer dem Wort "Gut" etwas "schlechtes" nachzuweisen.
Die Vertreter der Kirche leben in Reichtum, predigen nächstenliebe usw. und lassen z.B. in Afrika täglich ca. 25.000 Menschen verhungern... .
Sorry, aber in diesem Kontext lässt du mindestens 100 Menschen täglich verhungern.
Weil egal, wieviel Geld du hast, die Tatsache, das du hier ins Forum schreiben kannst predestiniert dich zu den reichsten Menschen dieses Planeten.
Alleine von dem Geld dieses Internetanschlusses und den damit verbundenen laufenden Kosten könntest du 100 Menschen in der dritten Welt das Leben retten. - Täglich!
Aber ich will dich nicht zu sehr ausbremsen, weil der Ansatz ist richtig.
Tue was, das es besser wird.
Wenn du kannst, egal wie wenig, dann änder daran etwas.
Weil ich sehe in dir den Glauben an wahre Tugenden ohne Lüge.
* Kämpfe den Kampf eines Kriegers, der sich für das Wahre einsetzt.
Kämpfe mit dem Licht im Herzen, und nur dann.
Denn nur Wahrhaftigkeit befriedigt den Ausgang deines Kampfes.
Hallo movingshadow,
ich wollte auch nur in kurzer Form eine Kernaussage tätigen!
Natürlich gebe ich dir Recht, dass ich an diesem "System" der Ungerechtigkeit beteiligt bin und davon profitiere!
Der erste Schritt ist anklagen der zweite Schritt es versuchen zu ändern, jeder mit den Ihm zur Verfügung stehenden Mitteln!
Denn nur wo ein Kläger ist auch vielleicht einen Richter! ;-)
>>>Alleine von dem Geld dieses Internetanschlusses und den damit verbundenen laufenden Kosten könntest du 100 Menschen in der dritten Welt das Leben retten. - Täglich!<<<
Wenn alle die dagegen sind sich "opfern" würden, würde nie ein "Gegenmacht" entstehen, die etwas ändern könnte!
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Also haben die, die an nur einen Gott glauben die anderen nur abgelöst!
Geändert hat sich aber deshalb doch auch nix! :-)
Nur weil Unrecht durch Unrecht abgelöst wird, wird daraus nicht Recht!!!!
Das ist ja wie bei unserer politischen Landschaft!
Der gerade in der Oposition ist klagt die Regierung an, wird daraufhin gewählt, macht den gleichen Scheiss, die neue Oposition klagt es wiederum an wird wieder gewählt usw. usw.
Aber ändern tut sich nix! ;-)
Es geht in allen Bereichen nur um Machtgewinn/Machterhalt!
Zivilisiert finde ich das nicht!
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Meine persönliche Verbittertheit gegenüber der Kirche und vor allem Gott basiert zum Teil auch auf persönlichen Erfahrungen, die mich den Glauben haben verlieren lassen!
bis bald, gehe nun zu Bett damit ich morgen fit bin um was zu ändern!!! ;-)
cu
davanala
27.09.2005, 09:50
Seid gegrüßt,
also Gott hat für mich nicht zwangsläufig was mit Kirche zu tun.
Die Institution Kirche wurde von Menschen geschaffen. Ich kann mich nicht erinnern, dass in der Bibel irgendwo steht, dass Gott auf die Erde kam und den Menschen sagte, ihr müsst jeden Sonntag in die Kirche rennen, um mir eure Liebe zu beweisen.
Die Kirche ist für manche Menschen nur ein Instrument der Macht, in dem Punkt kann ich dir, Thor, nur zustimmen.
Aber das Gott deswegen gleich das Böse in Person verkörpert (sag mir bitte, wenn ich dich da falsch verstanden habe!), das kann ich nicht unterschreiben!
Wie gesagt, die Kirche ist nicht Gott!
Liebe Grüße
Julia
Man ey, jetzt bin ich schon wieder rausgeflogen, also 2. Versuch:
Hallo Thor,
zunächst denke auch ich, daß Du einen richtigen Ansatz in Deiner Kritik an der Kirche hast. Allerdings ist mir das insgesamt zu platt. Zunächst muß zwischen der/den Amtskirchen und den Gläubigen unterschieden werden. Wer an Gott glaubt, in welcher Form auch immer, glaubt an die Liebe etc. nicht an etwas böses. Wer an Gott glaubt glaubt an die verkörperung des Bösen? Hmmm...
Dazu kommt, daß es auch in den Amtskirchen genügend Menschen gibt, die den Glauben, die Liebe und vor allem die Nächstenliebe auch leben. Ich denke da an die Menschen, die in der Diakonie arbeiten und weit über ihren beruflichen Verpflichtungen und oft auch über die Grenze des persönlich Machbaren, Verträglichen sich um andere Menschen kümmern, oft im wahrsten Sinne des Wortes aufopfern. Diese Menschen gehören oft der Kirche an, sind für diese tätig. Oft würde es keine hinreichende Versorgung von Alten, Kranken oder sonst Bedürftigen auf lokaler ebene geben wenn nicht die Kirchen und die für sie tätigen Menschen sich engagieren würden. Sehr oft werden diese Menschen nicht bezahlt sondern sind ehrenamtlich tätig, opfern ihre Freizeit, ihr Privatleben für andere in Ausübung ihres Glaubens, der Nächstenliebe. Das verdient höchsten Respekt. Ich kann da nichts böses erkennen, auch nicht was die Kirchen - insoweit - angeht. Dazu kommt, daß es den hiesigen Amtskirchen finanziell auch nicht so gut geht. Viele Katholische Orden sind in der dritten Welt tätig und bewirken dort sehr viel mit wenig Mitteln die ihnen zur Verfügung stehen.
Aber, diskussionswürdig ist durchaus, ob es einen Vatikan geben muß, der im eigenen Prunk fast umkommt, der Geschäftsbeteiligungen hat und hält, sein Geld vermehrt, das aber bei weitem nicht in dem Umfang einsetzt, wie er es könnte. Es ist ja nicht so, daß die Katholische Kirche als solche diese Mittel nutzen könnte. Die Verteilung kommt von oben und das Geld fließt spärlich. Über die Moraltheologie und die Geschichte der Kirchen läßt sich wenig streiten, da hast Du recht. Die Vergangenheit alleine jedoch sagt wenig über das aus, was Kirchen aber vor allem die Gläubigen heute in der Welt leisten.
Ich erkenne auch in den Kirchen inzwischen viel Veränderung und Einsicht. Und was die Moraltheologie angeht, auch da bewegt sich was. Langsam aber stetig. So ist z.B. Kardinal Lehman durchaus nicht konform mit dem Vatikan. steter Tropfen höhlt den Stein, man wird sehen.
So jedenfalls meine Gedanken dazu. Und nicht, daß Du mich falsch verstehst, Deine Denkanstöße finde ich richtig und oft ist auch die extreme, drastische Formulierung, die Veränderungen anstößt.
Und, auch ich glaube an Gott und halte mich nicht für böse - na ja, nur ein Bißchen ;)
Morgentliche Grüße an Dich und die anderen Krieger und Kriegerinnen,
Pilger
P.S. Die Bibel spricht nicht von "Gründe eine Kirche die sich dann möglichst in viele andere Kirchen aufspaltet und deren Protagonisten sich dann gegenseitig und zusammen alle andersgläubigen ubbringen". Aber von Gottesdienst steht da so einiges ;)
davanala
27.09.2005, 10:29
@pilger
da muss ich das in der Form wohl überlesen haben.
Aber, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass letzte Mal, dass ich mich etwas intensiver mit der Bibel beschäftigt habe, war in Vorbereitung meiner Konfirmation. Und ich bin, zumindest Kirchenbesuchstechnisch einer von den so genannten Weihnachtschristen... ;)
LG
Julia
Hi Julia,
na und, wie gesagt, über die Amtskirchen mag man so seine Meinung haben und m.E. ist der Glaube als solcher wichtig. Kirchenbesuche bedarfs dazu nicht unbedingt.
Wünsch Dir nen schönen Tag,
lG
P.
... mir widerstrebt der Gedanke, gott als etwas außerhalb von mir zu betrachten.
Ich glaube, daß die göttlichkeit in uns liegt. In jedem Menschen und in uns allen zusammen.
Religion und an "gottglauben" als person, sind sicherlich hilfreiche werkzeuge auf dem weg der menschheit in ein globales göttliches verständnis. Das gefühl, daß wir alle hier auf mutter erde zusammengehören und uns auch so verhalten sollten, liegt ins uns allen. Bei manchen an der oberfläche und bei manchen gaaaanz tief drinnen!
Wir sind auf dem weg dieses kollektive bewußtsein zu erkennen und zu entwickeln. Doch globalisierung bedeutet heutzutage für viele, wie werde ich der reichste mann der welt, um es mal ganz platt ausudrücken.
Ich finde eure darstellungen echt toll, wie verschieden sie sind und wieviel gemeinsamkeiten es dabei gibt...natürlich auch mit meinen...
@MovingShadow
dein tip mit dem Hass-Liebe-Regler hat mir sehr gut gefallen und hab den regler schon oft verschoben. War zuerst gar nicht so leicht, aber übung macht den meister - toll, daß du das hier geschrieben hast!
Ich finde der Grundgedanke des Buddhismuses triffts genau...
Ich finde Gott in jedem anderen menschen (mir wurde schon oft gesagt:"was gibst du dich denn mit dem ab" konnte ich nie verstehen!), in unserer Natur und in mir selber...
ich glaube, daß, wenn alle menschen wieder in einklang mit der natur leben und die gemeinsame erleuchtung erlangen, fahren wir alle zusammen gen himmel.
Denn das Gute wird siegen, da bin ich mir sicher und dann ists vorbei mit dualität und dem ganzen Kram. Denn dann braucht niemand mehr das "böse" um das gute zu erkennen!
Toller thread, hab ganz vergessen, was zu essen
hab euch lieb
Ein gesegnetes Hallo an ALLE!
Ich habe mal eine Frage zum Forum!
Wieso ist der letzte Beitrag eines threads nich oben???
Das würde die Sache meiner Ansicht nach wesentlich erleichtern!
Oder kann man das irgendwo einstellen und ich bin nur zu blöd!? :-)
Bis später,
Thor
Hi,
mein Glaube an Gott ist ziehmlich schwer zu beschreiben, aber ich würde sagen ich glaube an den christlichen Gott der Bibel plus meine Gedanken und nicht an den Gott, den die anderen aus der Bibel lesen oder den, den viele Prister uns Predigen.
Für mich ist Gott das Gute und Böse in einem und zusammen ist es weder Gut noch Böse genauso wie er Frau und Mann (die Stellung der beiden Wörter hat nichts zu bedeuten :D ) in einem ist. Er ist ewig und allumfassend nicht nur unendlich, sondern unendlich mal unendlich, ganz "einfach" über unsere Vorstellung erhaben. Aber trotzdem ist er Gütig.
Man kann aus der Bibel so ziehmlich jeden Gott rauslesen, den man will, aber ich bin für den, der Noah verspach die Menschen nicht wieder mit einer Sinnflut auszulöschen um einen neuen Versuch zu starten, der uns zwei Zeiten gibt, das Leben auf der Erde wie wir es kennen, und das Leben nach dem Tod, im Paradies, wobei ich unter Paradies die Zeit ohne Grübeleien verstehe, in der man ohne quälende Gedanken leben kann und alles hat was man braucht, und dieses zwei Zeiten sind meiner Meinung nach in einem ewigen auf- und absteigendm Kreis angeordnet. Ein Gott, der am Ende des alten Testamentes verspricht, dass er nicht mehr direkt von außen in das Leben der Menschen eingreifen will, der uns aber seinen Sohn/sich selbst geschickt hat um uns zur Umkehr und Besinnung zu rufen, der uns aber weiterhin den freien Willen lässt.
Und so könnte ich jetzt wahrscheinlich noch fast ewig fortfahren.
Ich habe mir "meinen" Gott auch mit der Zeit geformt, das heißt, ich wurde katholisch getauft, hatte Reliunterricht in der Kirche hatte meine Erstkommunion als Pflicht von meinen Eltern auferlegt bekommen, war oft in der Kirche als ich noch kleiner war, allerdings verlor sich das mit der Zeit, dann meinten meine Eltern, dass ich unbedingt in den Firmunterricht gehen sollte, mir aber selbst aussuchen konnte ob ich die Firmung annehmen wollte und ich wollte (dieses Jahr im Mai ist es passiert).
Nochmal ganz kurz zum Thema verbotene Verhütung in den dritten Ländern, die Kirche sagt außerdem, dass man nur mit einander schlafen soll, wenn man ein Kind haben möchte, dass das für die Menschen etwas zu hoch gegriffen ist sehe ich ein, aber die Kirche muss meiner Meinung nach ein Ideal aufbauen, und mit kleinen zuwiederhandlungen rechen. Stell dir mal einen Lehrer vor, der sagt lernt die Vokabeln auswendig wir schreiben wie immer nächste Stunde einen Test und einen anderen, der sagt ihr könntet eure Vokabeln auch noch mal lernen wir schreiben vielleicht demnächst nochmal nen Test aber das sag ich euch dann nochmal genauer, bei welchem würdest du die Vokabeln eher lernen? Welchen Unterricht fändest du jetzt besser und welchen im Ergebniss?
Und nochmal was über das "Bodenvolk": ich würde sagen, dass Prister eine Menge Respekt erwarte können, ich meine wieviele von euch gehen mehrmal die Woche ins Gefängnis um den Insassen bei der Beichte zu helfen und nehmen Zeug auf, dass sie ganz alleine verarbeiten müssen ohne mit einem anderen Menschen darüber sprechen zu dürfen? Wie viele von euch gehen mehrmals die Woche zu alten und oder behinderten Menschen um ihnen zu Helfen, sich mit ihnen zu beschäftigen? Wie viele von euch bilden gleichzeitig noch Kinder aus und kümmern sich um Jugendliche, die sie mit zweifelden Fragen bombadieren und ihr dürft trotzdem nicht genervt oder abweisend erscheinen?
Also habt Respekt auch wenn ihr ihre Überzeugung nicht teilt.
Nach diesem Tag der langen Beiträge kann ich mich hoffentlich bald verabschieden, da meine Hausaufgaben noch warten ;D
acep
PS: wär auch cool wenn du einfach zu dem letzten Beitrag springen könntest, den du in diesem Thread gelesen hast, aber das chronologische find ich gut!!!
Thimo und acep, Ihr sprecht mir aus der Seele. Mir fehlen die Worte und vor allem der letzte Beitrag hat mich sehr berührt.
Und so muß ich einmal mehr der Bekannten danken, die mir den Alchemisten geliehen hat der mich letztendlich zu Euch geführt hat.
Möge mein und Euer Gott Euch alle beschützen!
Pilger
@ acep wennde nicht bald loslegst wirds ne lange oder sehr kurze Nacht - Hausaufgabentechnisch :D
schon geschafft :D
gute Nacht euch allen
Neuer Jünger
27.09.2005, 21:52
Moin Moin zusammen,
wow, das mit dem Bodenpersonal (Pfarrer ...) habe ich so
noch nie betrachtet ... sehr interessant.
Erstmal auch vielen Dank das ihr hier alle so fleißig schreibt ...
das ist absolut Großartig !
Ich muss sagen, das ich keinen rechten Glauben zu Gott finden kann,
auch im zusammenhang, ob es ihn überhaupt gibt !
Ich kann in anderen Menschen oder auch in mir nix göttliches sehen,
geschweige denn fühlen oder sonstiges.
Oder ne Erleuchtung oder sowas ...
löl ... immer nur "Ich" ...
ach und das mit den Beiträgen ... ob man nun von oben oder von unten
den zuletzt gelesenen Beitrag ließt ... das kommt aufs selbe raus,
doch jetzt so wie es ist finde ich es übersichtlicher
~noch einen entspannten Abend an allen~
NJ
Zur Nacht und zum Abschluß für heut und mich möchte ich Euch dieses Gedicht von Ludwig Thoma schreiben:
Ich kam, weiß nicht woher,
ich bin, und weiß nicht wer,
ich leb, weiß nicht wie lang,
ich sterb, und weiß nicht wann,
ich fahr, weiß nicht wohin,
mich wundert´s, daß ich fröhlich bin
Da mir mein Sein so unbekannt,
so steht es wohl in Gottes Hand,
die führet mich so aus wie ein,
so darf ich wohl getröstet sein,
---
Eine Erholsame und Gute Nacht,
P.
movingshadow
27.09.2005, 22:28
Hallo neuer Jünger,
nimm deine Edelsten Gefühle,
das Beste was du hast...
Nimm deine höchste Form von Liebe,
denke dabei an das Schönste in deinem Leben...
Nimm dein barmherzigstes Mitleid...
Deine demütigste Demut...
Nimm all das zusammen,
und du hast einen Hauch von Gott gespürt.
Er ist in Dir,
du BIST göttlich,
immer,
wenn du das edelste zeigst, was du hast und damit bist!
movingshadow
27.09.2005, 23:04
Hallo Thor, hier dein Zitat:
Also haben die, die an nur einen Gott glauben die anderen nur abgelöst!
Geändert hat sich aber deshalb doch auch nix! :-)
Nur weil Unrecht durch Unrecht abgelöst wird, wird daraus nicht Recht!!!!
Das ist ja wie bei unserer politischen Landschaft!
Der gerade in der Oposition ist klagt die Regierung an, wird daraufhin gewählt, macht den gleichen Scheiss, die neue Oposition klagt es wiederum an wird wieder gewählt usw. usw.
Durch einen generellen wechsel muß sich nicht zwingend was ändern, wenn das eigentliche Problem keine Fehlbesetzung war!
In unserer Politik wurde vor 20 bis 30 Jahren das Ruder nicht rumgerissen, das uns hier retten hätte können.
Jetzt fallen wir gerade den Wasserfall hinunter und egal wen du jetzt ans Steuer läßt, er wird es erst stoppen können, wenn er unten ist.
Das betrifft die Politik und auch die Religion.
Wenn ich etwas sofort ändern würde in der Politik:
1. Legislaturperiode 8 Jahre.
2. Leistungsbezogene Bezahlung gemessen am Brutto-Inlandsprodukt.
3. Förderung alternativer Energien, vor allem
4. Familienförderung in Form von Eigenheim-Förderung
5. Subventionierte Solaranlagen-Bau Pflicht, auf dem Dach von jedem Neubauhaus
(sorgt auf Dauer für Wirtschaftliche Unabhängigkeit)
6. Einheitsabgabe prozentual als Steuer für ALLE ohne Steuerlücken, ohne Ausnahmen und Sonderregelungen.
7. Lieber mit 20 Prozent Mehrwertsteuer das Rentensystem finanzieren, als ohne Würde in Armut sterben. Wir kommen alle dahin!
8. Arbeitslose wollen Geld, dann gegen Vorlage von Kleinarbeitsscheinen.
Wo ist egal, mithelfen ist angesagt! Das Geld gibt es nicht vom Betrieb, sondern nur vom Staat. Auch Rentner können diese Scheine unterschreiben, wenn sie Hilfe von Arbeitslosen bekommen. EInkaufen, Essen holen, Spazierenfahren... usw.
9. Subventionen Abbauen und dafür den reellen Marktpreis für ein Produkt verlangen.
Dann kann jeder selbst entscheiden, was gefördert wird!
10. Bildung und Kultur verstärkt an Schulen vermitteln.
Nicht reden, ein Wort sollte schon fast die betreffende Handlung darstellen.
11. Familienhilfe für Ganztags-Beschäftigte Paare.
12. Auf lange Sicht Reduzierung der Vollautomatisierung und Förderung verstärkter Handarbeit.
13. Generell Einschränkung der Maschinisierung und Chemiebelastung.
In der Landwirtschaft Arbeitslose einsetzen.
Aber nicht 10 die sich Todschaffen für nichts, sondern 100, die Spaß dabei haben anstatt sich zu langweilen und bekommen die Unterschrift unter ihre Geld-Karte.
Haltet mich für extrem, aber dieses ist ein reelles Konzept, mit der man vielleicht auf längere Sicht einige unserer Probleme beseitigen könnte und für eine bessere Lebensqualität und Sozialstruktur sorgen könnte.
***
Hallo Moving schadow,
in allen Punkten gebe ich dir zu 100% Recht!!!!!
Die Partei wähle ich sofort!!!
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An Acep!
Respekt dem Bodenpersonal!
Ich verachte sie!!
Folgendes habe ich erlebt:
Bei der Taufe meines Patenkindes hat mir der Pastor untersagt den Altar zu betreten, weil ich kein Mitglied in der Kirche bin!!!!
Er hat mir vorgeschlagen schnell noch vor der Taufe in die Kirche ein zu treten, dann ist alles kein Problem!
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Meine beiden Söhne habe ich aus diesem Grund nicht taufen lassen!!!!!
Wenn Sie es möchten können Sie es später selbst entscheiden!
Mein Großvater war sein Leben lang in der Kirche und jahrzehntelang im Kirchenvorstand, als er im Sterben lag war keiner des Bodenpersonals bereit seinem ausdrücklichen Wunsch nach Anwesenheit einer dieser Herren bereit Ihn auf dem Sterbebett in den letzten Stunden zu begleiten!!!
Er hat bis zur letzten Minute geglaubt es würde noch jemand kommen!
Er ist zu Hause in seinem Bett in unserem Beisein verstorben!
Auf der Beerdigung hatte der Pastor dann wieder seinen großen Auftritt und hat die "Veranstaltung" als Werbeveranstaltung für seine Kirche und seinen Gott "missbraucht"!
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Lobet den Herren!!!!
cu
Thor
PS: wär auch cool wenn du einfach zu dem letzten Beitrag springen könntest, den du in diesem Thread gelesen hast, aber das chronologische find ich gut!!!
Chronologisch aber wie gesagt der letzte Beitrag oben!!!!!
So müssten nur Neueinsteiger nach unten scrollen und nicht jeder der schon einen Beitrag geleistet hat!!
Vielleicht lässt sich der Webmaster - Forumsleiter oder so davon überzeugen!?
Ich jedenfalls glaube, das die Mehrheit es gut finden würde!!
cu
Thor
Hallo Thor,
ich kann Deine Verärgerung nachvollziehen. auch ich bin lange von der Kirche und Ihren Amtsträgern entäuscht worden. Oft sind es halt nur Verwalter des Status Quo ohne weiteren Anspruch.
Inzwischen habe ich aber auch andere Erfahrungen gemacht. In jedem Beruf gibt es Menschen, die diesen Beruf nicht ernst nehmen oder eben keine Berufung dazu verspühren. Trotzdem kann man diese nicht mit dem gesamten Berufsstand oder dem was dahinter steht gleichsetzen. Verallgemeinerungen sind daher immer ungerecht. Und tatsächlich gibt es die Pfarrer und sonstigen Mitarbeiter der Kirchen, die genau so handeln, wie acep es schreibt. Und denen gebührt durchaus Respekt. Was anderes gilt für die Schwätzer und reinen Sonntagsprediger.
Grüße
vom
Pilger
hi,
auch wenns nicht hier hingehört:
aber wenn du zwei neue Beiträge zu lesen hast, dann musst du immer erst den zweiten bis zum dritten und dann den ersten bis zum zweiten lesen. blöd wenn du mich fragst
ich wünsch euch trotz miesen Wetters einen wunder schönen tag
acep
Nun, wenn Ihr mich fragt, wie "mein Gott" aussieht, würde ich ihn so beschreiben:
• Es ist nicht der Gott der Katholiken,
• es ist nicht der Gott der Protestanten,
• es ist nicht der Gott der Moslems,
• es ist nicht der Gott der Juden,
• es ist nicht ein Gott der Buddhisten,
• es ist nicht ein Gott der Hindus
• es ist nicht ein Gott der Indianer, der Aborigenes, der Zulu, der Buschmänner oder wessen auch immer,
• es ist der Gott aller Menschen.
Will folgendes heißen:
Eine Religion, die von sich aus gesagt oder ungesagt eine gewisse Form von Weltherrschaft anstrebt (und gerade das Christentum ist eine solche expansive Religion), ist in meinen Augen schon nicht mehr glaubwürdig. Kein Mensch kann von sich behaupten (siehe oben), er sei der Stellvertreter Gottes. Diesen Stellvertreter-Glauben gibt es m.E. nur im Christentum, alle anderen Religionen haben lediglich Botschafter, Propheten u.ä. - das ist mir dann schon eher sympathisch.
Das Christentum scheint mithin auch die einzige Religionsgemeinschaft zu sein, die sich selbst als die einzig wahre und gottgewollte bezeichnet. Man lässt sich ja nicht einmal darauf ein, die Bezeichnungen "Allah" und "Jahwe" und wie man Gott sonst noch irgendwo nennt, einfach als andere Bezeichungen für den gleichen Gott zu akzeptieren.
Wenn diese Welt einen Gott hat, dann wirklich nur einen - aber eben einen mit tausend Namen.
Ja, ich glaube an Gott.
• Ich glaube an einen Gott aller Menschen.
• Ich glaube an einen liebenden, väterlichen (meinetwegen auch mütterlichen) Gott, einen geschlechtslosen, gerechten, ehrlichen, konsequenten, treuen, helfenden Gott.
• Keinen, der von Menschen nach ihrem Ebenbild zurechtgeschnitzt wurde, keinen, der dringen Tempel, Kirchen, Moscheen und ähnliches Brimborium braucht, um dort angebetet zu werden.
• Vielmehr einen, der treuer als Dein treuester Freund Dir in jeder Situation nah ist, der es einfach besser weiß, aber damit nicht angibt.
• Einen, der bei mir im Garten genauso vorhanden ist wie in der Fabrik, der auf mich auf der Autobahn genauso achtgibt wie beim Zwiebelschneiden.
• Einen, der es durchaus verzeiht und versteht, wenn ich mal die Nase voll habe von ihm.
• Einen, der nicht akzeptiert, dass man in seinem Namen Kriege führt und Menschen foltert.
• Einen, dem ich mehr vertrauen kann als mir selbst.
• Einen, den ich jederzeit persönlich ansprechen kann, wo immer ich gerade bin.
• Einen, dem ich guten Gewissens sagen kann: "Dein Wille geschehe!"
Ich liebe und verehre diesen Gott. Ich find ihn klasse. er ist das Beste, was ich mir vorstellen kann. Und ich weiß, dass ich ihn dringend brauche.
Nur das, was die Menschen aus Gott und seinen Geboten gemacht haben, oder besser als Gott verkaufen, ist eine Katastrophe. Heuchelei. Akzeptiere ich nicht.
Deshalb gehe ich auch nicht zur Kirche. Ich zahle zwar Kirchensteuer, werde auch nicht austreten, aber nur, weil ich den caritativen Auftrag der Kirchen gut heiße und unterstütze. Als reines Glaubensmedium akzeptiere ich die kirchliche Lehren nicht und würde ihnen ohne Bedenken den Rücken kehren.
...eben nicht das Bodenpersonal.
Martin
Hallo Martin,
also ich kann Dir nur z.T zustimmen, liegt aber auch daran, daß ich halt Protestant bin und zumindest z.T. den dortigen Lehren folge (was z.B. die Unterschiede im Verständnis der Sakramente zwischen Katholischer Kirche und uns betrifft). aber eben nur z.T.. In weiten Teilen hast Du recht und m.E. unterscheidet sich dein grundsätzliches Gottesbild nicht von dem Christlichen. Wie schon erwähnt ist das was die Amtskirchen z.T. treiben oder aus dem Glauben gemacht haben nicht mehr nachvollziehbar oder hat auch nichts mit dem eigentlichen christlichen Glauben zu tun. Nur zur Klarstellung, nicht der christliche Glaube hat diesen Stellvertreter Anspruch. Das sind alleine die Katholiken. Uns hat der Papst nix zu sagen :D Wenn Du die Stellung Jesu meinst, na das ist halt die Grundlage. Prophet, Gesandter, Sohn Gottes, das ist nicht so unterschiedlich. Was den Anspruch der Religionen angeht, sind zumindest der Islam und auch das Christentum in ihrer Anlage tolerant (vom Judentum weiss ich´s nicht). Aber der Islam ist da auch glasklar, daß er alleine glückseligmachend, als alleine gottgewollt und richtig ist. Lies den Koran mal. Und auch dort ist der Name Allah und nicht Jahwe oder Gott oder HERR oder was auch immer. Die christlichen Kirchen, die Juden und die Moslems sind sich aber trotzdem einig, daß alle an den selben, einen Gott glauben. Insofern halten alle die Bezeichnung der anderen für diesen einen Gott letztendlich für egal. Abgelehnt werden sie jedenfalls nicht.
Trotzdem, ich habs schon mal woanders geschrieben, wichtig ist mir der Glaube an sich. Als Christ habe ich also neben dem Glauben an Gott auch den Glauben an die Erlöserfunktion seines Sohnes. Den Inhalt meines Glaubens erlaube ich mir allerdings direkt aus der Bibel zu entnehmen.
Mir ist es egal wer an was glaubt. Nur sollte wer an was glaubt wissen woran er glaubt. Insofern liegen z.B. wir zwei beiden inhaltlich nicht weit auseiander. Und für die meißten anderen hier gilt das auch. Alles andere sind oft andere Bezeichnungen oder Erklärungen für die selben Sachen. So sind wir letztendlich doch verbunden ;)
Grüße,
P.
WohlfühlManager
29.09.2005, 08:55
als sektenaussteigerin fiel es mir lange zeit auch sehr schwer mich mit der thematik glauben und gott auseinaderzusetzen. ich gelangte zu der vorstellung, dass religion als institution nur dazu dient, macht über andere menschen auszuüben - und die finden das häufig auch noch toll, weil sie sich dann nicht selbst gedanken machen müssen sondern alles was richtig oder falsch ist so vorgesetzt bekommen.
aber irgendwann bin ich dahinter gekommen, dass ich trotzdem religiös sein kann, trotzdem einen glauben haben kann.
allerdings wehr ich mich auch irgendwie immer noch gegen den begriff GOTT - ich habe einfach zu viele schlechte erfahrungen damit und der begriff an sich ist meiner meinung nach schon zu personifiziert.
ich spreche dann lieber vom göttlichen prinzip, dass alles geschaffen hat, dass alles zusammenhält und alles durchdringt,
die urschwingung sozusagen, von der alle anderen schwingungen = energieformen abgeleitet sind. und für mich ist dieses göttliche prinzip gleichbedeutend mit der liebe (agape).
njoa, meine religion heißt "liebe leben" und diese kernaussage findet sich ja auch in allen anderen religionen wieder.
und um auf die eine kernfrage zurückzukommen "warum gibt es so viel schlechtes in der welt, wenn es einen gott gibt?"
ich meine, das liegt daran, dass sich die menschen für das schlechte entschieden haben, dass sie sich gegen gott entschieden haben oder ihn mit irgendwas verwechseln.
und wenn man gott als person sieht, den alten mann, der über uns richtet oder wie-auch-immer, so wie das bild den leuten z.t. in den institutionalisierten religionen vermittelt wird, dann ist diese fragestellung/anklage auch durchaus gerechtfertigt.
wenn ich aber das göttliche prinzip sehe, dann läßt mich die existenz des übels nicht an der existenz des göttlichen zweifeln, denn
DIE LIEBE SIEGT!!!
one love -damaris
Hallo,
ich will einfach mal die Frage in den Raum stellen, wie viele von euch sich selbst ein Bild dieser Institutionen und deren Vertreter gemacht haben und sie auf Grund eigener Erfahrungen ablehnen, und wie viele es auf Grund irgendwelcher Berichte, wie Filme über das Mittelalter tun.
soll keine Anschuldigung sein, aber ich habe das Gefühl, dass ihr nicht über die Pfarrer z.B. von den zwei Kirchen in denen ich verkehre sprecht. Denn meiner Meinung nach predigen diese eben gerade von dem Gott der Liebe, dem alleinen Gott, dem Gott, der eben gerade nicht eine Person, sondern allumfassend ist.
acep
davanala
30.09.2005, 12:13
Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“
Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“
Margaret Fishback Powers
movingshadow
30.09.2005, 22:42
Hallo Acep,
wenn man eine Predikt hört, so hört man nur das, auf dessen Wissensstand man gerade ist!
Du hörst und siehst den Gott, an den du glaubst.
Ein anderer hört einen Heuchler reden, wenn ein Pfarrer redet.
Jeder nach seiner Erfahrung.
Wobei wir wieder beim Thema "jeder gestaltet sich seine Realität" wären.
Es wäre zu einfach das ganze mit Filmen abzutun.
Gerade hier im Forum liegen manche Dinge viel tiefer als man sie erst erahnen kann.
Und jeder hat seine eigene Gewichtung der Dinge.
Wenn ich einen Menschen ansehe, dann ist er eine Blume für mich.
So schön, so bizarr, komplex und doch nur ein Mensch.
Und ich habe gelernt, wenn ein Mensch stupide herumhackt, dann stimmt mit ihm nicht etwas, weil mit ihm etwas nicht stimmt, es stimmt etwas nicht mit ihm, weil er in dieser hinsicht verletzt wurde.
Hört man ihm zu, so hat er seine Geschichte zu erzählen.
Und aus diesem Kontext ist er nicht mehr verückt, aggressiv... sondern nur verletzt.
Einem verletzten Tier würde ich sofort helfen, warum nicht einem menschen?
movingshadow
30.09.2005, 22:47
Hallo Davanala,
eine berührende Geschichte zu der ich meine persönliche Erfahrung kurz einbringe,
denn sie erinnert mich an viele Stellen meines Lebens.
Der Unterschied ist nur die Sichtweise:
Wenn ich zurückschaue, so sehe ich meinen Weg.
Ging ich alleine ohne Gott, so passierte mir immer etwas.
Ging ich mit Gott, so war ich im Glück geborgen und nichts lief schief.
Gott ist in mir und in diesem Fall habe ich mir vorgenommen ihn nicht mehr zu ignorieren.
;)