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Thema: launisch

  1. #1
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    Däniken, CH
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    hallo alle

    hört mal, ich hab da so ein kleines problem mit mir (ok ok, um ehrlich zu sein, s'sind schon ein paar mehr : ))) , aber eines ist dabei, das ich gerne mit euch anschauen möchte).

    ich bin ein furchtbar launischer mansch. will heissen, meine laune kann innert minuten von himmelhoch-jauchzend zu tiefbetrübt wechseln. da reichen kleinigkeiten, um mit rasender geschwindigkeit in ein stimmungsloch zu fallen. (bin halt ein kleines sensibelchen.... oder mimöschen.... oder so.)

    wieder rauszukommen benötigt deutlich mehr zeit und vor allem so was wie disziplin. ich mein' damit, da muss ich meine gedanken schon mit ziemlichem nachdruck wieder auf "die rechten bahnen" lenken.

    kennt ihr das auch? und wenn ja, habt ihr da irgendwelche strategien entwickelt, durch die ihr nicht durch (eigentlich nicht erwähnenswerte) dinge, aussagen oder vorkommnisse schon wieder in ein loch fallt?

    wenn ja, raus damit!!!! *smile* will auch ausprobieren!!! *heavysmile*

    dank' euch im voraus und

    liebe grüsse
    leo_roy
    .
    "es ist so gut das zu wissen, dass in uns drinnen einer ist, der alles weiss"

  2. #2
    Devi Gast

    Standard

    Tja,

    nun, das kenne ich auch. Von früher. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm.

    Ein Tipp (den ich allerdings nie umgesetzt habe, aber frag mich nicht warum) ist Musik. Musik hat auf solche Wechseltierchen wie uns einen sehr großen Einfluss und auch wenn einem im Tief gerade nach tristen Tönen ist, so hilft doch Musik, die ein wenig Power hineinbringt. Ich mag mittelalterliche Musik zu diesem Zweck oder keltisch.
    Die, die ein bisschen in die Beine fährt ;-D

    Du kannst Dir auch anschauen, ob es überhaupt Deine eigene Emotionen sind, die Dich da in Hochs und Tiefen reißen.

    Und dann ist es wirklich Gedankendisziplin - "Halt" zu sagen, wenn die Spirale nach unten sich zu drehen beginnt (die Spirale nach oben ist ja meist nicht so unangenehm..;-D). Ich habe viel aus dem Buch von Byron Katie "lieben was ist" gelernt, in der sie uns mit ihrer Idee vertraut macht, das wir nie unter der Gegenwart, sondern nur unter unseren Geschichten darüber leiden.
    Wenn Du mehr wissen willst, schreib mir, sonst ufert das hier aus....

    Und dann geht es noch um Deinen eigenen Anspruch, nicht so zu sein, wie Du bist. Wenn Du melancholisch wirst und Dich dann noch dafür schimpfst, dann wird es umso schwieriger, aus dem Loch herauszukommen. Ich kenne das...

    Vielleicht hätte es nur ein paar Minuten gedauert und dann hätten schöne Gedanken wieder die Regie übernommen - aber gegen Selbstvorwürfe haben die keine Chance.

    Viel Kraft auf Deinem Weg
    Devi

  3. #3
    mönch in der welt Gast

    Standard

    hallo!
    ich kenn diese stimmungswechsel SEHR gut.man geht anderen damit mehr auf den keks als sich selbst.das ist eigentlich das schlimme, aber ein bißchen leiden reinigt ja die seele.das meint jetzt nicht, dass man dann halt leiden soll, auf keinen fall, wirklich etwas dagegen tun!!! glaubt einer frau die drei jahren an starken depressionen zu grunde gegangen ist.
    ich gebe auch nicht gerne tipps, jeder sollte seine medizin durch experimente selbst finden: ich sag einfach mal was mir geholfen hat: raus aus der wohnung...an die frische luft, spazieren radfahren schwimmen, etwas in der richtung wenn man merkt, dass man ins loch fällt. auf jeden fall WAS TUN, mit seinen händen arbeiten, nicht mit seinen gedanken. nicht versuchen durch nachdenken auf den ursprung der schlechten laune zu kommen. das ist total egal woher es kommt(kommt eh immer vom dämon, vom verwirrer).
    hausarbeit machen, Ordnung machen, wohnung oder zimmer umstellen, sich mit bunten farben umgeben, bummeln gehn aberNIX kaufen, unter leute gehn, ganz wichtig....genau die dinge, von denen man meint, dass man sie in dieser stimmung nicht will und nicht kann, ganau das MUSS man tun.
    es gibt nichts gutes außer man TUT es.
    amen.
    euer mönch

  4. #4
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    halle an alle

    ich möchte Euch schon mal für Eure tollen antworten bedanken.

    ))) wirklich tolle und MUTMACHENDE antworten (((

    bin heute nicht so in der verfassung - na ja, lassen wir das - und werde Euch noch ausführlicher antworten.

    und nochmal: vielen dank für eure tipps (...schliesslich hab ich danach gefragt!!!)

    liebe grüsse
    roy_leo
    .
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  5. #5
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    Hallo ihr Lieben,

    Schön, was ihr da schreibt.
    Launisch sein kenne ich auch sehr gut. Es ist viel besser geworden, seitdem ich mich bewege und versuche mehr im Klang mit mir selber zu leben.

    Ich finde euch alle so toll und sehr liebevoll. Es ist schön zu sehen, dass man auch liebevoll miteindander umgehen kann.

    Auch ich will dem roy_leo nicht kluge Ratschläge geben und möchte weit weg von irgendeine Kritik. Ich selber habe bei mir beobachtet, dass ich viel zu viel mich selber urteile: du sollst so: nett, lieb, harmonisch, freundlich etd. etc sein. Bei mir ist das an die Erziehung gelegen. Ich sollte immer brav sein und ruhig sitzten und ja, niemanden stören.
    So habe ich gelernt, dass alle Gefühle, die die Elltern verurteilt hat, verurtelt man jetzt selber.
    Bei mir ist so schlimm gewesen, das ich mich komplet verleugnet habe, und der Körper hat mir dann gezeigt, wo es lang geht. Ich wunde sehr krank, meiner Meinung nach, weil ich meine Gefühle einfach ignoriert habe.

    Es war ein langes, schmerzhaftes Prozes, aber es geht mir mittlerweille gut und jetzt weiß ich, dass jeder, aber wirklich jeder meine Gefühle berechtigt ist. Es hat einen Sinn, warum ich diese Gefühle habe. Ich versuche sie anzunehemen ohne mich dafür zu verurteilen. Es fällt mir nicht immer leicht, aber ich kann euch versichern, dass die unangenehmen Gefühle, viel selterner geworden sind und ich bin viel ruhiger und ausgeglicher. Ich weiß aber, dass auch wenn ich nicht so bin, bin ich liebenwert und bin deswegen auch nicht weniger wertvoll.

    Ich hoffe, dass ich euch mit meiner Geschichte nicht gelangweillt habe. Ich wollte nur damit sagen, dass wir alle Krieger sind, dass wir alle Fehler machen, aber unsere Stärke ist, die Fehler zu erkennen und zu versuchen sie zu vverbessern.

    Ihr seid alles sehr wertvoll und liebenswürdig, auch wenn ihr "launisch" seid. Es ist eure gutes Recht, launich oder was auch immer zu sein.

    Alles Liebe
    RA
    Alle großen Dinge werden mit leichten Herzen erreicht.
    RAMTHA

  6. #6
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    hallo alle

    ich habe viel nachgedacht - wieder mal....


    devi, musik ist gut. archaisch. dringt in unsere tiefsten tiefen. kann reinigend, aufbauend und so ziemlich alles sein. musik gehört einfach zum menschsein. ich werd' wieder mehr musik hören!!!! besser wärs zwar, die selber zu machen ))


    weisst du sylphe, du hast da schon recht. ich sollte nicht zu streng mit mir sein.

    trotzdem - ich könnte schon sagen: "die hat mich gekränkt" oder "der hat mich verletzt". so schiebe ich den ursprung meiner gefühle aber anderen in die schuhe, gebe dem "aussen" die schuld und werde mich fragen: "warum hat die mich gekränkt?", "warum hat der mich verletzt?". nur, die andern kann ich nicht ändern........

    richtig wäre es doch zu sagen: "ich fühle mich von ihr gekränkt", "ich fühle mich von ihm verletzt" oder "mich schmerzt das". dann werde ich mich fragen "warum fühle ich mich von ihr gekränkt", "warum fühle ich mich von ihm verletzt". jetzt kann ich den hebel ansetzen, bei mir, mich kann ich ändern, meine einstellungen kann ich beeinflussen, ich kann den dingen den stellenwert geben, die sie verdienen.


    mönch in der welt, ja, leiden bringt uns zum nachdenken. macht, dass wir uns gedanken über uns und unser leben machen. aber wieso brauchts da immer leiden dazu. sollte doch auch ohne gehen........

    ....und ablenkung tut manchmal not, daher danke für deine tipps )))


    ra, ich kann dir nur beipflichten, ich darf mich für diese gefühle nicht verurteilen. das machts nur schlimmer. ist aber manchmal gar nicht so einfach wie sich's anhört. trotzdem, ein guter ansatz - und ich arbeite daran!!! )))


    so, und geh ich ein bisschen gute laune haben!! *smile*
    .
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  7. #7
    Registriert seit
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    hallo alle, hallo sylphe

    <quote>Zum anderen ist es verrückt, also ich finde es verrückt, wie sehr mich eure und hiermit dein "Prob" immer wieder selbst betrifft.
    Es geht mir sehr oft so, dass die themen auch meine themen sind.</quote>

    einzigartig und ein universum für sich - ist jeder mensch.
    und trotzdem - in so vielen dingen sind wir uns ähnlich.....


    mein prob - eines meiner probs :)) - ist, dass ich sehr empfindlich auf äusserungen meiner mitmenschen reagiere. (je nach "tagesform")
    einen guten ansatz von dir finde ich, dass ich mein gegenüber erst mal fragen sollte, wie die äusserung denn gemeint sei?! ihm mitteile, dass ich mich von der äusserung verletzt fühlte.
    ich nehme mir vor, deinen ansatz bei nächster gelegenheit umzusetzen - und hoffe, dass mein mut mich dann nicht verlassen wird!
    ich kann mir gut vorstellen, dass soviel offenheit auch unser gegenüber öffnet und sich die vermeintlich ironische oder in irgendeiner anderen form verletzliche aussage als völlig harmlos erwiesen könnte.....
    i'll keep u posted!!! :))

    liebe grüsse
    roy_leo
    .
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  8. #8
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    Hallo, Ihr Lieben!

    Mein Problem hat mit Eurem zwar nur am Rand zu tun, aber vielleicht könnt Ihr mir auch weiterhelfen.

    Äußerungen von anderen mir gegenüber verletzen mich höchst selten. Wenn jemand mir „seine Meinung“ sagt, höre ich sie mir an. Vielleicht ist sie ja lehr- oder hilfreich. Selbst wenn diese Meinung boshaft, enttäuscht oder von Absichten geprägt ist, hilft es mir, sie anzuhören. In den meisten Fällen diskutiere ich nicht einmal darüber. Ich sage „Vielen Dank“ und ziehe meine Schlüsse. Auch wenn mir jemand einen Fehler vorwirft, den er meines Erachtens selbst öfter oder schlimmer begeht, sage ich ihm das nicht. Es geht ja hier nicht um sein Problem sondern um meins.

    Aber jetzt kommts! Was ist, wenn jemand mich und eine mir nahe stehende Person kritisiert? Vor Leuten, die mir nahe stehen, habe ich keine Geheimnisse. Ich verplappere mich sowieso dauernd, es hätte keinen Sinn. Ich denk mir also: „Na ja, da hat er recht, da übertreibt er, da will er mich zu etwas bewegen“ oder was auch immer. Niemals reflektiere ich das Verhalten des Kritisierenden. Es ist ja nicht Gegenstand des Problems. Ich lasse seine Meinung stehen. Wenn ich aber der mir nahe stehenden Person das Ergebnis mitteile, geht der Stress los: Was, der soll doch erstmal selber…, hast Du ihm nicht gesagt, dass…, usw.

    Meine Denkweise habe ich schon oft weitergegeben, umsonst. Einige Personen im meiner nächsten Umgebung glauben halt, Kritik käme nur von Vollkommenen.

    Ich möchte nicht sagen: „Deine Meinung interessiert mich nicht!“, genauso wenig möchte ich Geheimnisse haben.

    Was tun, fragt hier ein Steinwulk.
    Zahme Vögel singen von Freiheit - wilde Vögel fliegen

  9. #9
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    hallo Steinwulk

    hm, wenn ich dich richtig verstehe:

    jemand kritisiert eine dir nahe stehende person, und zwar bringt er die kritik an der dir nahestehenden person bei dir an. du teilst dies der dir nahestehenden person mit (weil plappermaul *smile*) - die dann aber ungehalten reagiert.

    ich gaube, da stecken mindestens 2 ungute Verhaltensweisen drin. eine kommt von aussen (nicht von dir), eine kommt von dir (du machst).

    aber das findest du sicher selbst raus! sicher ich mir da bin :)))

    liebe grüsse
    roy_leo
    .
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  10. #10
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    Lieber Steinwulk,

    das Problem, dass du beschreibst, kenne ich sehr gut. Leider ist es in meiner Umgebung auch oft so, dass die Leute zu mir ankommen, um, ich sag jetzt mal, über andere "abzulästern". Es gab Zeiten, da hab ich mir das angehört, hab mir den ganzen seelischen Giftmüll der anderen aufladen lassen und dann mit mir rumgeschleppt, mit schlechtem Gewissen, es der betreffenden Person nicht erzählt zu haben. Und wenn ich es erzählt habe, ging es genauso los, wie du es beschrieben hast, da wurde dann gegen gewettert.

    Mittlerweile bin ich auf dem Standpunkt, den Leuten in so einem Fall einfach zu sagen, dass das nicht meine Probleme sind, dass ich das anders sehe, mit der betreffenden Person kein Problem habe und sie anschließend bitte, das mit der jeweiligen Person selbst zu regeln. Das ganze Geklatsche macht nämlich auf Dauer ganz schön krank, manchmal habe ich das Gefühl, dass es sogar zu Paranoia der schlimmsten Art führen kann.

    Ich habe aufgehört, mich bei so etwas einzumischen. Klar biete ich meine Hilfe bei einem klärendem Gespräch an, aber wenn das nicht gewünscht wird, ziehe ich mich zurück. Entweder die bekommen das hin, oder eben nicht. Das Einmischen in solchen Fällen führt doch eh nur zu weiterer Verschlimmerung, da man das Gesagte nicht genau wiedergeben kann und am Ende ist man selbst meist der Dumme, der eh an allem Schuld ist.

    Wie gesagt, ich versuche mich in solchen Fällen möglichst rauszuhalten, meist klärt sich das eh von allein.

    Eine gute Nacht und einen erfolgreichen Tag euch allen

    davanala
    Sieh die Wahrheit, wo immer du bist. Und dann setze deine Reise fort.

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