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Thema: Erfahrungen mit geistigen Übungen

  1. #1
    Sateeju Gast

    Standard

    In allen Weltreligionen und bei allen geistigen Schulungswegen gibt es Übungen zu einem höheren Bewusstseinsgrad, bzw. Weiterentwicklung des gegenwärtigen Daseins. Mir sind solche Übungen seit Jahren wichtig und Bestandteil meines Lebens. Meine Frage an alle Leser dieser Zeilen lautet: Machst Du Übungen, z.B. die "Tibeter", spezielle Jogaübungen, betest Du regelmäßig, sind Dir Meditationen wichtig, wenn ja in welcher Form, usw., so schreibe doch bitte Deine Erfahrungen in diese Rubrik. Nicht die Übungen als abstrakte Anleitungen sind mir wichtig, sondern einzig Erfahrungen die mit selbst erlebten Übungen gemacht wurden.
    Mit gespannten Erwartungen, Sateeju

  2. #2
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    Wennigsen
    Beiträge
    717

    Standard

    Hallo Sateeju und Willkommen!

    Ich denke, dass es schon wichtig ist, irgendetwas in dieser Richtung zu machen. Ich für meinen Teil bevorzuge Meditation, autogenes Training und (wenn ich mehr Zeit hätte) zazen (das sollte man halt regemäßig machen, halbherzig ist nicht gut, aber jeder so wie er kann, denke ich).

    Meine Erfahrung damit:
    Es entspannt, es beruhigt den Geist und man kann klarer denken. Man wird ruhiger (gelassener) und man lernt sich selbst besser kennen (auf sich zu achten, wenn der Körper etwas sagt). Auch denke ich, dass man durch dieses "selbst kennen lernen" mehr Selbstvertrauen erlangt (hier kann ich nicht sagen, ob es durch Meditation alleine kommt, da ich seit vielen Jahren traditionelle Karate machen (wodurch ich zur Meditation kam)).

    Grüße und einen schönen Sonntag!

    Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  3. #3
    mönch in der welt Gast

    Standard

    hallo!
    euer mönch betet. das gibt ihm kraft, denn bevor man betet muss man frieden mit sich und der welt schaffen, ganz ruhig werden, in sich gehen und dann den geist fließen lassen.dadurch dringt man in seinen innersten kern vor. bete am morgen und am abend. abends am liebsten, weil da schalt ich das elektrische licht aus, zünd meine krze am "altar" an.konzentrier mich auf die flackernde flamme, und das allein macht mich ruhig, auf dass ich einen gesunden schlaf hab und erfrischt in einen neuen tag gehen kann. es gibt aber auch vorgegebene gebete, das entscheide ich spontan nach lust und laune, was ich halt grad brauch. das wiederholen dieser formeln, diese eintönigkeit (rosenkranz etc.), da gehts ja nicht so um den inhalt sondern um den rhythmus des sprechens, der seine wirkung tut.
    dazwischen rede ich oft spontan mit gott, das kommt von ganz allein, und seit kurzem redet er auch mit mir...so hab ich meine berufung (mönch) erfahren.

    aber die art der meditation, die ich am besten finde, am kraftvollsten, ist, wenn man sein ganzes leben zu einem gebet macht, in gedanken worten und taten beten: das meint: ganz im moment leben, und alle tätigkeiten (und sei es geschirrspülen, oder putzen) so auszuführen als wäre es die letzte in deinem leben, also mit voller hingabe, mit aller liebe.

    so findet euer mönch zu seiner mitte.

  4. #4
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    wien
    Beiträge
    154

    Standard

    Hallo ihr Lieben,

    Es ist schön, alles was ihr da macht. Toll.
    Ich versuche mich gesund zu ernähren(bin Vegetarierin) und seit kurzem mache ich Yoga.
    Momentan habe ich keine Lust auf Meditation(habe jahrelang regelmässig gemacht).Ich denke, wie der Mönch so schön sagt, das ganze Leben zu einem Gebet zu machen - einfach im Hier und Jetzt leben und dann kann auch essen, kochen, putzten, was auch immer man macht, eine meditative Tätigkeit.
    Damit hat man sein Geist und die Gedanken immer bei der Sache, die man gerade macht und man ist ruhig und ausgeglichen.

    Mir gelingt leider nicht immer, aber seitdem ich das mache, bin ich viel konzentrierter und habe kaum mehr Ängste.

    Ich danke dir Saateju für die Interesse an uns, finde die Idee sehr gut. So lernen wir uns besser kennen.

    Alles Liebe
    Ra
    Alle großen Dinge werden mit leichten Herzen erreicht.
    RAMTHA

  5. #5
    Sateeju Gast

    Standard

    Liebe SchreiberInnen
    Herzlichen Dank für Eure Reaktionen, die mich sehr erfreut haben.
    Das ging doch schneller als ich mir dachte und auch tiefer und direkter. Mit all den Übungen die so existieren ist es ja so eine Sache. Es gibt hunderte, wenn nicht tausende davon, aber wirken tun nur diejenigen, die getan werden. Deshalb ist es mir auch so wichtig konkrete Erlebnisse zu erfahren.
    Ich persönlich beschäftige mich seit etwas über zehn Jahren, nach dem ich alles mögliche an Meditationen ausprobiert habe, mit den sogenannten "Nebenübungen", die R. Steiner als Hilfe für das Gegenwartsbewusstsein angegeben hat. Es sind dies fünf unterschiedliche Übungen, die ich abwechselnd für jeweils einen Monat mache. Durch diese Übungen kultiviere ich sozusagen mein Denken, Fühlen und Wollen und kann, dadurch, dass die drei Wesensglieder getrennt angegangen werden, mein Leben differenzierter erleben.
    Vielleicht kurz zu Dir Mönch. Der Versuch im Hier und Jetzt zu leben und die Gegenwart bewusst zu erleben, gehört heute mehr den je zu den wichtigsten Aufgaben, denn die Welt der Ablenkungen ist enorm und hindert uns tatsächlich auf der Welt anzukommen.
    Soviel für heute. Meine Erfahrungen mit den "Nebenübungen" werde ich natürlich auch noch erzählen.
    Seid herzlich gegrüßt
    Sateeju

  6. #6
    Gast

    Standard

    Würdige Grüße an dich Sateeju!

    Meine Übungen heben sich etwas von den anderen hier ab. Ich glaube an die Körper-Geist-Brücke und so "schule" ich reglmäßig meinen Geist durch Kommunikation, durch Inspiration und ständiges Suchen nach mir selbst.

    Doch befindet sich dieser Gesit in einer Hülle und diese muss auch "gepflegt" und getestet werden. Und so versuche ich meinen Körper, meist durch Ausdauersport, an die Grenzen zu bringen.
    An einem gewissen Punkt, nämlich am körperlichen "Todpunkt" übernimmt der Geist und treibt mit starkem Willen den Körper weiter. Und nach diesen Übungen oder Trainings fühle ich mich sehr gut.

    Manchmal ist es wie eine Art Trance (...hoffe ich hab das Wort richtig geschrieben. ) in die man fällt, beim trainieren.

    Dies sind meine Übungen. Fand die Unterscheidnug deiner drei Wesensglieder aber sehr interessant. Denken, fühlen und wollen...
    Werd auch nun mal hierauf achten und dies in meine Übungen und Inspirationen aufnehmen.

    Schön dich hier zu haben!

    Bis bald... Renegard

  7. #7
    Suchender Gast

    Standard

    Hallo,

    um ehrlich zu sein mache ich keine "Übungen" (jedenfalls nicht wissentlich).
    Im Gegenteil, ich habe mit den Jahren angefangen zu lernen auf mich
    selbst oder besser gesagt mein inneres zu hören.
    Abends wenn ich ins Bett gehe lege ich mich entspannt auf den Rücken
    und "höhre" in mein innerstes. Meistens ist es lediglich wie eine Art
    Revuepassierung des Tages und Ordnung der Ereignisse, ab und an
    aber auch wie eine Art Zwiegespräch mit einer Stimme die zu mir spricht
    aus meinem inneren. Diese Stimme ist mir irgendwie sehr bekannt, klingt
    sehr alt, ist aber nicht meine eigene. Weis auch nicht wie ich es beschreiben
    soll, jedoch habe ich das Gefühl mit meinem inneren Zwiesprache zu
    führen. Seltsam ist nur dass wenn sich diese "alte" Stimme meldet
    ich in der folgenden Nacht sehr reale Träume von alten Zeiten habe,
    welche mir aber vertraut scheinen.
    Also kurz gefasst halte ich lediglich Zwiesprache mit meinen inneren
    Stimmen. Den ich bin der Meinung man sollte vielmehr auf sich selbst hören
    und achten, es wird schon alles kommen wenn es kommen soll.


    Gruß
    Suchender

  8. #8
    Sateeju Gast

    Standard

    Liebe MitschreiberInnen
    Nachdem ich gestern abend an einem Brief über eine Stunde geschrieben habe und ihn dann nicht abgesendet sondern abgeschossen habe hat Tobi erste Hilfe geleistet, nochmals herzlichen Dank. Also von vorne!
    Für mich beinhalten Übungen eine gewisse Regelmäßigkeit, sie sind aber in der heutigen Zeit nicht mehr nach Rezept anwendbar, sondern benötigen einen individuellen Ansatz. Was Du Suchender jeden abend für Dich anwendest ist eine Übung um Dich weiter zu entwickeln, wichtig dabei ist, dass ein Element des Bewusstmachens miteingebaut ist, denn an dem bewussten Betrachten der Wiederholungen kann ich eine Entwicklung erkennen. Selbst Abwaschen, oder andere alltägliche Notwendigkeiten können, wenn ich mich dabei regelmäßig betrachte, wertvolle Übungen sein, denn sie helfen, im Hier und Jetzt, präsent zu sein.
    Nun aber noch einige Sätze zu der ersten, der sogenannten sechs Nebenübungen, die ich schon seit Jahren mit unterschiedlichem Erfolg praktiziere. Die Vorgabe ist folgende:
    Man nehme einen möglichst einfachen Gegenstand, eine Stecknadel, ein Bleistift, ein Abschnitt eines Brettes, ein Radiergummi, ein leeres Blatt Papier, usw. (es muss ein von Menschenhand gemachter Gegenstand sein!) und versuche einmal am Tag, für fünf Minuten diesen Gegenstand mit geschlossenen Augen, sich innerlich vorzustellen, über die Zeit eines Monates.
    In den ersten Tagen geht das relativ leicht, das es immer noch Neues zu entdecken ist am gewählten Gegenstand. Mit der Zeit wird es immer schwieriger, denn einerseits wird der Gegenstand langweilig und andererseits schießen mir ständig Gedanken in den Kopf, die nichts mit dem Gegenstand zu tun haben und wollen mich von meinem Beobachten ablenken. Alles was mich zur Zeit gerade so beschäftigt, Arbeit, Familie, Urlaub, usw., aber auch Projektionen, die durch den Gegenstand ausgelöst werden, flattern wie „Schmetterlingsgedanken“ um meinen Kopf und kreuz und quer durch meinen Kopf. Es fällt mir also manchmal sehr schwer einigermaßen an dem gewählten Gegenstand dran zu bleiben.
    Was für mich wichtig dabei ist, dass ich feststelle wie sehr wenig „meine“ Gedanken, wirklich meine Gedanken sind. Die meisten Gedanken kommen sozusagen aus der Umwelt und ich reagiere dann darauf. Zum Beispiel sobald ein Gefühl auftaucht, ist das Gefühl mit dem Gedanken durchgegrannt und es braucht erneut Energie die Gedanken wieder an den Gegenstand zu binden. An Gedanken, die ich mit meiner Entschlusskraft gefasst habe, dran zu bleiben, empfinde ich als sehr schwer und diese Übung ist eine Hilfe, dass ich immer mehr Herr im Hause meiner Gedanken werde. Die erste Übung nennt sich „Gedankenkontrolle“.

    Das ist jetzt sicher etwas viel und bestimmt noch mehr Fragen auslösend, obwohl ich versucht habe mich kurz zu fassen.
    Aber interessiert es Euch denn überhaupt?

    Liebe Grüße von Sateeju

  9. #9
    Lilliana Gast

    Standard

    Seid gegrüßt!

    Ich habe noch nicht so viel Erfahrungen mit geistigen Übungen machen können, aber unbewusst doch von allem bereits etwas erlebt.
    Zur Zeit beginne ich mich mit Yoga und Meditationen zu beschäftigen (auch aus beruflichen Gründen). Leider waren meine Einblicke noch nicht sehr tiefgründig.
    Früher habe ich Autogenes Training gemacht. Es hat mir sehr dabei geholfen, mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Und es war mir eine große Hilfe beim Treffen einer wichtigen Entscheidung...
    Am häufigsten halte ich jedoch ebenfalls Zwiesprache mit meinem Geist, allerdings nicht immer in Form eines Gespräches. Ich lasse vor meinem geistigen Auge alles Revue passieren, versuche mir vorzustellen, was wäre, wenn.... Ich stelle mir kritisch Fragen, welche wiederum neue Fragen aufwerfen und versuche irgendwo in meinem Innern die Antworten darauf zu finden. Ich mache mir meine Situation, meine Wünsche, Bedürfnisse, Forderungen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und auch Schwächen bewusst und frage meinen Geist um Rat.
    Belastet mich etwas muss ich es herauslassen und in Energie umwandeln. Meine Ablassventile sind das Tanzen und das Singen. Meine Emotionen wandle ich entweder in tänzerische Bewegungen um oder die Emotionen verlassen über meine Stimmbänder meinen Körper. Erst dann kann ich mich geistig mit dem Problem oder einfach der Situation beschäftigen.

    Auch mit der beschriebenen Übung von Sateeju habe ich Erfahrungen sammeln können. Im Wicca wird dies als Visualisieren bezeichnet. Es ist eine sehr sehr wichtige Übung. Doch mir fällt sie sehr schwer, aus genau den Gründen, die Sateeju bereits genannt hat.

    Ich finde dieses Thema sehr interessant und hoffe, dass sich hier noch mehr Anregungen finden werden.

    Besonders gespannt bin ich auf die anderen fünf Nebenübungen von Sateeju...

    Blessed be!
    Namárie!

    Lilliana

  10. #10
    Registriert seit
    06.04.2004
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    wien
    Beiträge
    154

    Standard

    Hallo Sateeju,

    Danke für diese Übung, die finde ich wirklich besonders interessant.
    Eigentlich sagst du mit andere Worte, dasselbe, was ich auch glaube, dass wichtig ist die kontrolle über die Gedanken zu haben.
    Wenn man immer im Hier und Jetzt ist kann man bewusst seine eigene Realität schaffen.
    Ich probiere demnnächst diese Übung.

    Vielen Dank
    Alles Liebe
    Ra
    Alle großen Dinge werden mit leichten Herzen erreicht.
    RAMTHA

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