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Thema: Streben wir immer nach dem, was wir nicht "haben"?

  1. #1
    Gast

    Standard

    Heute wende ich mich an euch, da ich eine Rat benötige und ich denke, hier ist der allerbeste Ort, um Antworten zu finden, die auch wirklich Wichtung haben!

    Ich bin nun seit fast drei Jahren selbständig! Ich arbeite in der Finsternis und begebe mich in sie, um Leuten, die von ihr leben oder von ihr geblendet oder ausgebeutet werden zu helfen. Ich habe gleich nach meiner Ausbildung diesen Entschluss gefasst, meine Job unabhängig weiter durch zu ziehen, da ich mich da amwohlsten gefühlt habe. (Übrigens... Bitte auch bei Antworten allgemein bleiben! Ich möchte nicht, das hier jemand denkt, ich bin hier auf Kundenfang! Vielen Dank!)
    Sehr vielen Leuten habe ich schon geholfen, einige habe ich durch meine Ausbildung in der Finsternis leider verbrannt und ich bin nun dabei alles noch richtiger zu machen und das Gute zu vertreten. Doch mein Helfersyndrom schiebt mich öfter an den Abgrund der Existenz (Ich bin noch nicht am verhungern, keine Angst! ) und ich bin sehr oft am überlegen, aufzugeben, etwas völlig Neues zu beginnen oder weg zu gehen. Doch dieser Gedanke wird sofort durch den ersetzt, dass ich nachdenke, was habe ich mir schon alles aufgebaut! Und so kämpfe ich weiter... Viele meiner Kollegen betreiben ihren Weg mit sehr viel Skrupelosigkeit und dies finde ich beschämend. Ich bin der Meinung, das ich meine Sache richtig mache und ich würde auch gerne Leute mit in mein Boot setzen, die z.Bsp. auch diese Skrupellosikeit erkannt haben und auf meine Art weiter machen wollen. Doch die meisten haben Angst, da sie sich an ihre illusionäre Sicherheit klammern.

    Wie findet man heraus, was man wirklich will? Ziele habe ich mir gesetzt. Aber der Zweck heiligt doch nicht die Mittel, oder doch?
    Manchmal fehlt mir der Sinn des Ganzen!

    Bis jetzt habe ich immer an so einem Punkt in meinem Leben einen Rückzug gemacht und neue Schlachtfelder erobert. Ich habe aber, so denke ich jedenfalls durch meine Selbständigkeit, für viele und vieles die Verantwortung übernommen und möchte mich davor auch nicht drücken!

    Welche Erfahrungen habt ihr mit solchen Gefühlen! Es kommt mir auf die emotionale Seite an. Ich bitte euch um eure Gedanken und Gefühle zu diesem Thema!

    Ich danke euch jetzt schon von ganzem Herzen und bin sehr froh, dass euch gibt.

    Bis jetzt mein Motto: Wer aufgibt, gewinnt nie! - Wer nie aufgibt, gewinnt!
    Doch dies kostet auch alles sehr viel Kraft und ich werde langsam müde.

    Gebt mir Kraft!

    Renegard

  2. #2
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    wien
    Beiträge
    154

    Standard

    Lieber Renegard

    Erstens vielen Dank, dass du uns nach unsere Meinung fragst. Ich versuche dir zu schreiben, natürlich, aus meine Erfahrung.
    Ich glaube auch, dass es wichtig ist nicht aufzugeben. Bei mir ist es auch so, dass ich immer mich danach sehne, das zu bekommen, was ich nicht habe und bin enttäuscht und traurig. Dann versuche ich die Aufmerksamkeit auf die Sachen,die ich habe und die mir wichtig sind zu lenken.
    Was mir auch hilft in eine Sache zu entscheiden ist ganz konkrett ein Liste:
    auf eine Seite, was positiv ist an der Situation, auf die andere Seite, was negativ ist. Wenn ich die Seiten gegenüber mit ansehe ist mir meistens klar, wie es weiter gehen soll.
    Sollte es das nicht reichen, dann lasse ich das Schicksal entscheiden. Das heißt, ich vesuche loszulassen und mich zu öffnen und tue nichts mehr. sondern lasse alles auf mich zukommen. (ist wahrscheinlich wichtig, dass man ein Zeitinterval stellt. - z. B. wenn innerhalb von so und so viel Zeit, nicht das oder das passiert - tue ich so eTc.)
    Du sagst, du arbeitest in der Finsternis. Es ist ganz klar, dass du müde und ausgelaugt bist. Hast du mal versucht die positiven Seiten, diese Finsternis zu sehen? Es kommt meistens darauf an, was wir über eine Sache glauben. Wenn du glaubst, das die Finsternis etwas Negatives ist und dir nicht gut tut, dann ist es auch so.
    Die Finsternis ist auch das Nichts und das Nichts ist das Alles, das unerschöpliche Potenzial(sagt das Tao). Also. du kannst aus der Finsternis alles schöpfern.
    Manchmal können wir eine Sache einfach nicht ändern. Wir können nur versuchen unsere Einstellung zu dieser Sache zu ändern.

    Sonst wünsche ich dir viel Kraft!
    LIebe, Licht und Frieden
    Ra
    Alle großen Dinge werden mit leichten Herzen erreicht.
    RAMTHA

  3. #3
    Registriert seit
    12.07.2004
    Ort
    Wulkan
    Beiträge
    402

    Standard

    Lieber Renegard,

    Deine Frage trifft ein Thema, dass mich ebenfalls lange grübeln ließ. Nach dem zu streben, was man gerade nicht hat. Es ist geradezu logisch, das jeder es tut! Von dem, was man nicht hat, sieht man nur die Vorzüge, nicht die Schattenseiten. Von dem, was verfügbar ist, wird man von allen Seiten auf die Nachteile hingewiesen. Das Gute wird schlicht als gegeben angenommen. Bezeichnend dafür ist der Spruch: Der Gesunde hat tausend Wünsche, der Kranke nur einen! Er hat erkannt, dass sein vorheriges Streben verschenkte Zeit war.

    Unsere Gesellschaft - die sich anscheinend die kollektive Unzufriedenheit zum Ziel gemacht hat – schürt an allen Ecken und Enden dieses Feuer. Schau einmal ins Werbefernsehen. Oder der Neid, der dazu führt, dem anderen seinen Weg mies zu machen. Wir werten uns selbst nur noch dadurch auf, indem wir andere abwerten. Das wurde uns beigebracht, das ist Bestandteil unseres täglichen Lebens. Es ist ein Verhaltensmuster, das auf Angst basiert. Angst wiederum macht verfügbar. Und die, die uns in dieser Kleinbürgerlichkeit halten wollen, tun dies ebenso aus? Richtig, Angst. Um ihre bevorzugte Stellung, oder was weiß ich. Ist auch egal. Wichtig ist:
    Wir, wir alle müssen hier raus! Raus aus diesem Sumpf der gegenseitigen Erwartungen. Hinein in die große Verwirklichung unseres Selbst. Ohne Wenn und Aber.


    Und ich glaube, der Schlüssel dazu liegt schon in Deiner Ausführung:

    Herauszufinden, was man wirklich will. Und wenn man es weiß, den Weg auch wirklich gehen zu wollen! Sich DAFÜR zu entscheiden. Dann wird es auch einen Weg geben, und zwar in Fülle!

    Ich freue mich schon auf Deine Wahl und Deinen Weg, und darauf, noch viel von Dir zu hören.

    Ach ja: Und allen Leuten, die etwas von Dir erwarten kannst Du sagen:

    Jemanden aufgrund seiner guten Eigenschaften zu lieben, ist Eigennutz. Wird oft mit Liebe verwechselt, hat aber nichts damit zu tun.

    Bis bald, Steinwulk
    Zahme Vögel singen von Freiheit - wilde Vögel fliegen

  4. #4
    Sateeju Gast

    Standard

    Hallo Renegard

    Was verstehst Du unter Finsternis? Die äußeren Umstände oder Deine inneren?
    Manchmal hängt das ja zusammen.
    Ich habe viele Jahre in der äußeren Finsternis selbständig gearbeitet, war öfters angespannt und auf dem Zahnfleisch an meinen Grenzen angelangt, aber es gab einen äußeren Sinn und eine gewisse Notwendigkeit. Beides wirkte wie eine Laterne in der Finsternis. Eines Tages ging die Kerze in der Laterne aus. Solange der Docht noch glühte nutzte ich die Zeit um eine neue Plattform aufzubauen. Dies dauerte fast zwei Jahre und heute tragen andere Menschen das Licht da wo ich war.
    Ich brauche sehr lange für Entscheidungen zu treffen. Ich bin auch nicht ein Mensch der über den Kopf sich klare Vorstellungen verschaffen kann. Plötzlich taucht ein Gefühl auf und dem gehe ich ganz unbefangen nach, ohne wirtschaftliche Hintergedanken. Oftmals lege ich noch Geld zu. Dann kommt, wenn das Gefühl stimmt, manchmal nach langer Zeit erst, eine Reaktion aus dem „Publikum“ und ist die Reaktion und mein Gefühl qualitätsmäßig identisch, dann gehe ich den neuen Weg.
    Ich bin seit 1981 selbständig in den unterschiedlichsten Bereichen und ändere die Richtung meistens dann, wenn ich meine, (ob es so ist, bin ich nicht ganz sicher) dass ich auf dem bisherigen Weg nichts mehr lernen kann. Dann löscht die Kerze.
    Dein Motto mit dem nie Aufgeben ist eine „Gesellschaftskrankheit“ zumindest hierzulande. Verdrängen ist nicht gut, aber ein bewusstes Aufgeben ist genau so kreativ wie ein bewusstes Weitermachen.

    Gruß Sateeju

  5. #5
    Lilliana Gast

    Standard

    Sei gegrüßt Renegard!

    Du hast Recht, in deiner Branche arbeitet fast alles mit Skrupellosigkeit. Auch ich habe diese Erfahrung bereits machen können. Umso faszinierender finde ich es, dass du dir treu bleibst und dein Ding durchziehst. Wir brauchen jemanden wie dich! Und viele deiner Kunden wissen dies doch auch! Zeige der Welt, dass es auch ohne Skrupellosigkeit funktioniert.
    Allerdings ist es manchmal auch gut, aufzugeben. Es ist nicht immer falsch oder eine Niederlage. Ein neuer Weg kann dir neue Erfahrungen und Lehren bringen. Du musst auf dein Herz hören. Was sagt es dir? Fühlst du dich in deinem Beruf unwohl? Oder hast du einfach nur Angst?
    Lehne dich zurück, schließe die Augen und höre auf dein Herz.
    Die Entscheidung deinen jetzigen Beruf weiterhin auszuführen sollte nicht nur allein darauf basieren, dass du nicht gewillt bist aufzugeben. Denn wie gesagt, Aufgeben ist keine Schande.
    Ich habe meine erste Berufswahl auch aufgegeben. Ich hatte lange mit mir gekämpft und es hat eine Menge Überwindung gekostet. Vor allem, nachdem es jahrelang mein Traumberuf war. Doch ich habe mich unwohl gefühlt und gemerkt, dass dies einfach nicht das ist, was ich machen möchte. Ich habe aufgegeben und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Dieser neu eingeschlagene Weg hat mir so viele lehrreiche Erfahrungen gebracht und mich ein Stück näher zu mir selbst geführt. Also scheue dich nicht davor, egal, was andere sagen. Du musst es entscheiden.
    Und egal, was du tun wirst, ich bin überzeugt, dass du das Richtige tun wirst!!!

    Inye le tulta veasse, huore a himya!
    Mine alca ale!
    (Ich sende dir Kraft, Mut und Entschlossenheit!
    Einen Lichtstrahl für dich!)

    Übrigens muss ich Steinwulk vollkommen Recht geben. Das Ziel dieser Gesellschaft scheint tatsächlich die „kollektive Unzufriedenheit“ zu sein. Man strebt immer nachdem, was unerreichbar scheint und was man selbst nicht besitzt oder gar nie besitzen kann. Auch mit dem von ihm erwähnten Neid konnte ich schon so einige Erfahrungen machen. Es erschwert einem das Leben ungemein und ich verstehe einfach nicht, wozu das ganze!!! Warum kann nicht einfach jeder sein bestes geben und seine Wünsche, aber vor allem sich selbst verwirklichen? Unabhängig von dem, was andere haben, wollen, sagen oder tun!

    Auch in Sachen Liebe muss ich dir zustimmen, Steinwulk! Die guten Eigenschaften eines Menschen zu lieben und zu respektieren ist einfach und kann jeder. Doch die Fehler oder besser gesagt, die Schwächen zu lieben ist bedeutungsvoller...


    Blessed be!
    Lilliana!

  6. #6
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    Hallo Zusammen!

    Oh, ich hätte dein Posting hier lesen sollen, Lilliana, bevor ich dir auf deinen Thread eine Antwort gegeben hätte - irgendwie hat dieses "Ruf der Sehnsucht" schon auch etwas hier mit diesem Thread zu tun...

    Doch ich möchte mich hier an Renegard aber auch an Steinwulk wenden:
    Ich sehe die kollektive Unzufriedenheit nicht als eine Krankheit, sondern sie ist ein ganz normaler Bestandteil des Menschseins. Ich teile die Meinung nicht, dass es Gesellschaftsabhängig ist, sondern das dieses Streben in der Natur und der Entwicklung des Menschen steckt.

    Die Gefahr steckt im Erlangen oder im Neid. Manche Menschen werden völlig blind auf dem Weg des Erreichens, was auf Kosten der Natur und der Umgebung geht. Heißt hier ist der Wunsch so groß, dass "über Leichen" gegangen wird. Dies ist nach meinem Verständnis falsch, denn es dient lediglich einem Eigenzweck, der in einem verblendetem "Ich" innewohnt. Auch wenn diese Person einen gesellschaftlichen oder materiellen Status mit diesen Mitteln erreichen, werden sie irgendwann merken, dass der innere Drang damit immer noch nicht gestillt ist. Es werden Ziele gesetzt, weil sie glauben, dies sei ihr innerer Wunsch (zum Beispiel Macht und Einfluss zu haben), doch wie flüchtig dies ist, in Anbetracht der kurzen Lebensdauer eines Menschen, wird ihnen nicht bewußt. Der Geist sehnt sich nicht danach Macht über andere auszuüben - dies ist in der Tat ein Gesellschaftsproblem.

    Doch zurück zu Renegard und auch RA:
    Wie ich jetzt schon im "Ruf der Sehnsucht"-Thread geschrieben habe, denke ich, dass es wichtig ist, sich selbst zuzuhören. Das ist meist leichter gesagt als getan und die Tipps von RA finde ich soweit gut. Allerdings einen Zeitintervall noch unserem Verständnis zu stellen halte ich eher für unangebracht, denn man setzt sich damit unter Druck auf etwas zu "warten". Euer Geist oder Gott, oder an was ihr glaubt, läßt sich kein Ultimatum stellen, sondern es kommt auch euch selbst heraus. Und wenn es eben nicht heraus kommt, ist dies nur ein Zeichen, dass euer Körper/Geist noch nicht soweit ist und das wiederum läßt sich eben nicht auf Stunden oder Tage und Wochen beschränken oder erzwingen.
    Ich war noch nie ein großer Freund von Listen und das was du sagst, liebe RA, habe ich auch schon oft als Rat bekommen. Für manche mag das auch nützlich sein und bei der Entscheidung helfen, doch Entscheidungen können nur von innen, von der inneren Stimme kommen. Diese zu hören ist sehr schwer und sie spricht auch nur ganz selten.

    Renegard, du mußt soviel Zeit und Kraft für dich selbst in deinem Job finden, dass du diesen gerne weiter machst, so wie du ihn für richtig hältst und wie es deine Stimme dir sagt. Das ist richtig. Wenn dich der Job kaputt macht oder auffrißt, ist niemand gediehnt. Ich würde dir empfehlen weiter zu kämpfen und keinen Rückzieher zu machen, wenn du letztlich damit auch deinen Lebensunterhalt verdienen kannst. Wie im anderen Thread erwähnt, wenn deine innere Stimme sagt, dass es richtig ist und so weiter machen möchte, mache es! Das "Boot" wird sich vielleicht sogar mit der Zeit dadurch entwickeln. Du wirst neue Ideen haben und andere von deiner Sache überzeugen.

    Liebe Grüße

    Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  7. #7
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    Hallo Ihr Krieger,

    Lieber Tobi,

    mich beschäftigt noch ein wenig die Unzufriedenheit. Ist es wirklich normal? Ist Unzufriedenheit notwendig für das Streben nach Höherem?

    Ich möchte voher noch meine Verständnis des Begriffs erklären. Das bloße Erkennen des Wunsches nach Veränderung ist keine Unzufriedenheit bzw. nicht die, von der ich sprach. Die Unzufriedenheit, die ich meine, ist ein Zustand, der auch mit der Erfüllung eines Wunsches nicht endet.

    Diesbezüglich hat mich eine Stelle aus dem DESIDERATA sehr bewegt:

    "Erfreue dich deiner eigenen Leistungen, wie auch deiner Pläne.
    Bleibe an deinem Fortkommen interessiert,
    wie bescheiden auch immer.
    Es ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten."

    Es wäre doch denkbar, oder?

    Ein Steinwulk, der an seiner Zufriedenheit arbeitet
    Zahme Vögel singen von Freiheit - wilde Vögel fliegen

  8. #8
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    Hallo Steinwulk!

    Die Antwort ist da wohl ein klares Jain!

    Dein Zitat beschreibt es sehr schön.
    Es heißt, dass die Unzufreidenheit nicht unser Lebenshinhalt sein darf.

    Im Prinzip ist man mit allem und immer "Unzufrieden" oder nehmen wir dieses Wort und ersetzen es durch "Entwicklung" - wir entwickeln uns immer weiter, das ist unsere Bestimmung auf dieser Erde (nach meiner Auffassung). Um so mehr Reize/Impulse wir bekommen, desto besser gelingt es. Monotonie verödet unseren Geist. Man kann damit auch zufrieden sein, keine Frage, doch wachsen wir dann auch nicht mehr.

    Mir ist klar, was du meinst. Ich finde es auch nicht schön, wenn die Leute permanent über alles meckern - aber das ist für mich der Ausdruck der Masse. Oder die Unzufriedenheit nicht immer die neuesten Schuhe zu haben...das sind Ableger des Naturinstiktes, geprägt durch unsere Gesellschafft (was natürlich nicht erstrebswert ist!) - wie soll ich sagen, einfach ein falscher Kanal. Und DIESES kollketive Bewußtsein dafür fehlt in der Masse. Das Bewußtsein, dass Zufriedenheit nicht im ICH begündet ist, sondern in der Allgemeinheit.

    Liebe Grüße

    Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  9. #9
    Sateeju Gast

    Standard

    Hallo Tobi

    Damit bin ich wieder nicht einverstanden.
    Die Zufriedenheit kann ich nur auf meinem individuellen Weg erreichen und meine damit, dass das ICH mein, in mir wohnendes Wesen ist.
    Das mit dem Naturinstinkt, da gebe ich Dir recht, füttert nur meinen materiellen Egoismus. Letztendlich wohl eine Definitionsfrage: Was ist das ICH?
    Ist spannend!

    Liebe Grüße Sateeju

  10. #10
    Registriert seit
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    717

    Standard

    allerdings spannend. Glaubst du, dass du Zufriedenheit erreichen kannst? Nach meiner Auffassung ist das eine Illusion.

    Ich kann ja nur sagen, was für mich persönlich gilt, nicht wie die "Wahrheit aussieht" (die werden wir schon noch erfahren, nur im Moment noch nicht). Dein in dir wohnendes Wesen besitzt kein ICH. Alles was dir sagt, dass das du bist (oder dein ICH ist), ist nicht existent, nur Egozüge deines Geistes. Dein ICH ist eine Individualisierung deiner Hülle und deiner Gedanken. Die Vorstellung vom ICH ist eine Illusion. Unser Intellekt individualisiert uns, doch dein Wesen ist nach meinem Glauben ALLES. Das genaue Gegenteil vom ICH. Wenn mehr Menschen erkennen würden, dass es kein ICH gibt, sondern das wir praktische eine große Einheit sind, verbunden mit allem und jedem, würde das zu einem Bewußtsein führen, dass respekvoller mit allem umgehen würde. Es ist ein wenig schwierig zu erklären. Du bist nicht die Welt/das Universum selbst, sodern eher als Teil von ihr zu sehen. Wichtig in dem was du bist - eine Kraft, ein göttlicher Kern. Es ist falsch Dinge an sich zu reißen weil man sagt das will ICH, ich bin wichtiger als dieser und jener, mir steht dies und das zu, mich gibt es nur einmal auf dieser Welt (in der Ausführung ist dies soweit richtig, aber im Wesen sind alle gleich - wir sind alle eins! darum dürfen wir auch niemanden verletzen und/oder schädigen, denn wir verletzen uns selbst!).

    Wir verletzen uns nicht mittelbar, aber unmittelbar, denn alles was die Einheit schädigt, schädigt letztlich auch uns. Deswegen ist es falsch an ein ICH zu glauben, wenn alles ein Kreislauf ist. Und damit erschließt sich der Gedanke, das Krieg der beste Beweis für das höchste Ziel des Intellekt ist. Er hat die Kontrolle völlig übernommen. Und das schuppst den Kreislauf wieder an. Ein Krieg bedeutet eine riesige Welle auf einem ruhigen Meer - es ist verheerend für uns alle!

    Und doch sind wir in dieser Ich-Welt so klein, dass wir einen Krieg nicht aufhalten können. Auf der einen Seite ist das sehr traurig, auf der anderen zeigt es, wieviel Zeit noch vergehen muss...

    Liebe Grüße

    Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

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