Hallo Mr. Jones,
nein, Deine Befürchtungen bezüglich eines Al Fatah oder Al Qaeida kann ich so wirklich nicht bestätigen. Letztlich geht es im Handbuch um den - wie Paulo es nennt - guten Kampf, also einen Kampf um und mit sich selbst. Es geht nicht darum, Krieg gegen jemand anderen zu führen, erst recht nicht einen religiös-fanatisch motivierten Krieg, der außerhalb aller Gesetze und Rechtmäßigkeiten steht. Gerade Al Fatah steht für eine willkürliche Auslegung des Korans, genauso, wie die Reconquista für eine willkürliche Auslegung der Bibel stand. Bei beiden werden irgendwelche Elemente und Sätze zusammengewürfelt und solange gemischt, bis der Inhalt und der Sinn ein ganz anderer ist, als ursprünglich gemeint.
Paulo besinnt sich in seinen Büchern auf die existenziellen Fragen unseres Lebens, völlig unabhängig davon, in welcher Religiösen Tradition wir uns aufhalten. Es handelt sich in ausnahmslos allen Religionen unserer Welt um die selben Fragen und aussagen, die wir letztlich auch in der Bergpredigt in der Bibel wiederfinden. Coelhos Handbuch ist letztlich ein Handbuch, wie wir als einzelne Menschen es schaffen, diese weltweit gültigen Grundsätze aufleben zu lassen, für sie einzustehen und sie zu verteidigen, wo immer sie in Gefahr sind.
Wir befinden uns tatsächlich in einem Kampf, und zwar in einem Kampf um und gegen uns selbst. Gegen Eigenschaften, die wir tatsächlich bekämpfen sollten, selbst wenn wir nicht religiös Motiviert sind: Gegen Habsucht, Egoismus, Unverständnis, Machtstreben, Ignoranz, und so weiter.
Kleine Empfehlung meinerseits: Um tiefer in die Welt und die Gedanken Paulo Coelhos vorzudringen, empfehle ich gerne und immer wieder, auch die anderen Bücher von ihm zu lesen, besonders der Alchimist und Auf dem Jakobsweg. Dort wird genau beschrieben, was Paulos Intention und Beweggründe sind.
Alles Liebe:
Shay
Einen lieben Gruß an alle:
Martin
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„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.“