Hallo Stygis,
mit dem Thema befasse ich mich auch schon eine Weile - wenn auch recht erfolglos.
Die Neo-Tmpler sind so eine Angelegenheit - die mögen im Geiste vielleicht mit dem eigentlichen historischen Templerorden verwandt sein, aber leider gibt es da auch so viele unterschiedliche Strömungen. Ob der Christusorden sich tatsächlich als legitimer Nachfolgen der Templer bezeichnen kann, vermag ich nicht zu beurteilen, aber als Skeptiker, der ich nun mal bin, hege ich vorsichtig leise Zweifel.
Weiter hat Coelho, soweit ich das beurteilen kann, zu Portugal (von der Sprache mal abgesehen) keine besondere Beziehung. Da sind eher Frankreich (Lourdes) und Spanien zu nennen.
Dann haben wir ja noch "Die Tradition" und "R.A.M.". Letzterer Begriff respektive Abkürzung taucht zumindest im Internet nur uns ausschließlich in Verbindung mit dem "Jakobsweg" von Coelho auf, nirgends aber allein für sich. Wie ich schon mal erwähnte, glaube ich, dass Coelho hier eine Art Pseudonym verwendet, um diese "Institutionen" vor einem Riesen-Run und möglichen Vermarktungsversuchen zu schützen. Genauso ist ja auch der Name seines Führers auf dem Jakobsweg, Petrus, ein Pseudonym. "Petrus" hätte in seinem Leben keine ruhige Minute mehr, wenn er mit seinem Klarnamen publiziert worden wäre - und er wäre seitdem vermutlich um 30cm geschrumpft, weil er sich auf dem Jakobsweg die Beine bis zu den Knien abgelaufen hätte...
Last but not least empfehle ich jedem, der sich für Coelho näher interessiert, das Buch von Juan Arias, "Bekenntnisse eines Suchenden", erschienen im Diogenes Verlag, ISBN 3-257-23294-2. Hier schildert Coelho im Interview mit Juan Arias einige entscheidende Positionen aus seinem Leben und erklärt so manche Begebenheit, die in seinen Büchern erwähnt wird.
Alles Gute und viel Spaß bei der weiteren Forschung:
Shay
Einen lieben Gruß an alle:
Martin
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„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.“