Immer wenn wieder ein größeres Problem auftaucht, oder etwas unerwartet Schlimmes passiert, überlege ich. Natürlich, was sonst. Ich überlege und überlege alle möglichen Gedanken zu Ende - ob sinnvoll oder nicht. Ich denke, das ist die einzige Möglichkeit, um nicht "stehen zu bleiben". Jedenfalls merke ich irgendwann, wann der Weg in die falsche Richtung lief. Ich will alles wieder "einrenken". Oder halt beim nächsten Mal besser machen. Dann kommt eine neue Strategie, die aber über kurz oder lang wieder im Chaos endet. Chaos insofern: ich hab alles erdenklich mögliche probiert, geklappt hats nicht.
Im Moment frage ich mich dauernd, ob mir das Ganze nachdenken überhaupt was gebracht hat? Ist es möglich, dass ich von allen Wegen, die ich immer wieder einschlage, der meine jedesmal falsch ist?
Das war meine Einleitung.
Ich denke darin liegt der Grund für das nachfolgende Problem.
Ich schaffe es kaum noch, eine beliebige Situation zu erleben, ohne sie zu
beobachten. Ich meine damit, ich beobachte mich und andere Menschen
so, als wäre ich noch ein zweites Mal anwesend. Hört sich das dumm an?
Ich kanns nicht besser beschreiben. Es fehlt einfach die Einheit von
Körper, Seele und Geist. Ich hab echt verlernt, einfach zu leben - wie es
sein sollte.
Ich weiß nicht, was ich tun soll. Und ich hasse diesen Zustand!
Kann mir einer von euch helfen?


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