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Thema: Träume/Visionen ?

  1. #1
    Suchender Gast

    Standard

    Hallo zusammen,


    mir drängt sich im Moment immer mehr und immer öfter ein und dieselbe
    Frage auf. Diese möchte ich jetzt auch hier einmal stellen:

    "Gibt es keine Menschen mehr mit Visionen ? Mit Träumen ?"

    Vor jeder großen Erungenschaft oder vor jedem großen Ereignis stand
    ein oder mehrere Menschen mit einer Vision/Traum.

    Jetzt gibt es scheinbar nur noch Menschen welche davor zurückschrecken.
    Aber warum ? Weil man Verantwortung übernehmen muss ?
    Weil man aus seinem "Schneckenhaus" herauskommen muss ?
    Weil man vortreten muss und zu dem stehen muss was man denkt ?

    Ich glaube ich höre auf, mir fällt gerade auf das meine Ausführungen
    hier bei dem einen oder anderen den Anschein eines "Angriffes" erwecken
    könnten. Dies ist aber nicht die Absicht meiner Frage und auch nicht
    meine Absicht.

    Gruß
    ein verwirrter
    Suchender

  2. #2
    Elis Gast

    Standard

    Hallo…

    ich denke, daß die Menschen nach wie vor träumen und auch Visionen haben.
    Doch glaube ich daß sich die Träume derer, die noch träumen auf das wesentliche beschränken,… auf mehr Liebe und eine bessere Welt.
    Alle die nicht mehr träumen sind „gefangene Marionetten“ die nicht mehr selbständig nachdenken wollen, keine Verantwortung mehr übernehmen wollen und einem von der Gesellschaft vorgegebenen Ideal nachhumpeln.
    Wenn Du dir unser Gesellschaftsbild genauer ansiehst, wirst du mir vielleicht recht geben…. es gibt offenbar keinen Anlass mehr, nachzudenken,.. es wird einem ja vorgegeben was gut und was schlecht ist… und es ist bequem nicht nachzudenken und keine Verantwortung zu übernehmen…

  3. #3
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    Wennigsen
    Beiträge
    717

    Standard

    Hallo Suchender!

    Ich denke auch, dass sich die Frage für mich nicht so stellt, oder an was siehst du, dass die Menschen keine Visionen mehr haben? Ich denke, sehr viele Meschen haben sehr viele und große Visionen. Vielleicht fehlt dir eher der Beweis der Tat?

    Ich denke, Visionen melden sich am richtigen Zeitpunkt für die Tat.

    Grüße

    Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  4. #4
    mönch in der welt Gast

    Standard

    +griaß eich!
    nach langer abwesenheit, endlich zurück, meine ansicht:
    die menschen haben große träume und visionen, ganz gewiss, meist sind die träume sogar zu groß.aber: träume die nicht gelebt werden, die nicht in die tat umgesetzt werden, sind für den hugo, die können einen meist sogar runterziehen, weil man sich eben so sehr etwas wünscht, es aber nicht umsetzt,man vergleicht seine träume mit der realität und wird traurig, träumen ist leicht und schön, aufwachen und der realität ins auge sehen oft heftig, und in diesen spalt, dfer sich hier auftut, kann man auch stürzen, tiefer als man meint.
    ein gscheiter satz dazu: es ist gesünder, nichts zu hoffen, und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun.
    keine ahnung wer das gsagt hat, aber ich find die aussage richtig und heilend.

    träume und visionen braucht der mensch, er soll sich darin ausruhen und kraft schöpfen, um es dann zu erschaffen.

    herzlichst
    mönch.

  5. #5
    Registriert seit
    22.04.2004
    Ort
    Erftstadt, Germany
    Beiträge
    531

    Standard

    Lieber Suchi,

    doch, ich denke, es gibt eine ganze Menge von Menschen, die Träume und Visionen haben. Das Problem ist nur, dass heute auf "Seher" niemand mehr achtet - es ist unpopulär geworden, Visionen zu haben und offen darüber zu sprechen.
    was meinst Du, wie viele Menschen es in der Welt gibt, die täglich denken "Warum zum Kranich können Palästinenser und Israelis nicht endlich in Frieden miteinander leben?" oder "Wäre eine Welt ohne George W. Bush nicht eventuell doch glücklicher?" oder "Es dürfte doch kein wirkliches Problem mehr sein, ein funktionierendes und bezahlbares Zero-Emission-Auto zu bauen!" All das sind durchaus wichtige Träume oder Visionen - die aber leider deshalb unpopulär sind, weil irgendjemand, der viel besitzt, etwas davon abgeben müsste oder auf etwas verzichten müsste. Das Zero-Emission-Auto könnte kaum von der Mineralölindustrie für gut befunden werden. George W. Bush ist ein Garant dafür, dass unser Euro momentan extrem stark ist und auf dem Weltmarkt gut da steht. Und die ewigen Kebbeleien zwischen Israel und Palästina erfreuen jeden beschissenen Rüstungsfabrikanten - was meinst Du, was diese Geldsäcke da einen Reibach machen?
    Wenn Du also solche Gedanken laut und öffentlich publizierst (gerade als Politiker), kannst Du davon ausgehen, dass die mildeste Strafe dafür totale Ignoranz sein wird. Ein Politiker kann sich dann schon mal den Sessel einer Vorstandsetage warmpupsen...

    Doch, Suchi, es gibt noch Visionäre. Aber die werden mundtot gemacht.

    ...grollt ein etwas geknickter

    Shay,

    der seinen Sohnemann heute mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus bringen musste....
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  6. #6
    Registriert seit
    21.06.2004
    Ort
    Österreich
    Beiträge
    133

    Standard

    is doch auch einfach so eine unfähigkeit, od?

    wir können visionen haben, aber es nütz nix

    wir können ein Zero-Emission-Auto wollen, aber können wir schon gegen die mineralölindustrie?

    wir können frieden wollen, aber was haben wir denn für eine chance gegen die politiker?


    wir haben alle chancen, wir können alles schaffen, wir können selbst die politiker sein die entscheidungen treffen
    gemeinsam sind wir stark

    aber unfähig sein is einfach bequemer
    es ist kein moment, wie der moment des todes

  7. #7
    Sound-of-Silence Gast

    Standard

    Hi an alle KdL´s,
    Ich bin neu hier und möchte meinen Senf dazugeben,

    Ich denke Krieger hat recht, unfähig sein ist bequemer.

    Dadurch das sie Menschen nichts von ihren eigentlichen Fähigkeiten wissen und eher Herdentiere als einzelkämpfer sind ist es schwierig.
    Deswegen ist es wichtig ein Vorbild zu sein. Ghandi sagte mal: Wenn du eine Veränderung willst musst du die Veränderung werden. Deswegen ist, denke ich, ein Fragen ob denn Menschen noch Visionen haben fraglich. Vielleicht hätten sie mehr wenn andere sie mehr Leben würden.

    Ich denke je weiter die Zeit voranschreitet und je dunkler die Welt zu werden scheint, desto mehr oder desto wichtiger sind Menschen die alles hinterfragen und ihren freien Willen ausleben um nicht unterzugehen in der Masse der trägen Masse der Beqemlichkeitsdenker. Es wird immer mehr Menschen geben die nicht ihr Bewusstsein anheben um über den Tellerrand zu schauen.

    Jemand fragte Buddha: Wieviele Menschen leben sinnvoll auf dieser Erde?
    Buddha ging mit seinem Finger durch den Dreck und sagte: Gemessen an der Weltbevölkerung, soviel wie Dreck unter meinem Nagel...

    Lichtvolle Grüße

  8. #8
    Suchender Gast

    Standard

    Hallo,

    ich danke Euch für Eure Antworten.

    @Shay,

    dass mit Deinem Sohn tut mir leid. Ich hoffe es geht ihm bald wieder besser.


    @All,

    ich wollte eigentlich garnicht bezweifeln, dass es sehr viele Menschen mit
    guten Gedanken gibt. Aber warum nur bleiben es lediglich Gedanken ?
    weil es Widerstände gibt ? Heist es nicht auch, an Widerständen wächst
    die Seele ?
    Tobi hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Ja, ich vermisse die Kraft im Menschen welche ihn aufstehen läßt und
    seine Gedanken Realität werden läßt. Diese Energie die den Menschen
    dazu befähigt für seine Gedanken zu kämpfen um sie umzusetzen.
    Natürlich kann nicht jeder Gewinnen. Aber probieren sollte man es auf
    jeden Fall, denn auch wenn man scheitert. So kann es doch durchaus sein,
    dass der Versuch alleine schon eine Veränderung bringt. Evtl. nicht gleich,
    sondern erst in Jahren. Aber wer die Saat nicht ausbringt, wird niemals ernten.

    Aber vielleicht bin ich einfach nur zu verwirrt oder möchte mal wieder
    zuviel auf einmal. Ich weis es nicht. Trotzdem danke ich Euch für Eure
    Antworten, die mich sehr bewegten.

    Gruß
    Ein dankbarer
    Suchender

  9. #9
    mönch in der welt Gast

    Standard

    hej!
    warum setzten die menschen ihre träume nicht um? tja weil der mensch erstens ein faules as ist, und weil die meisten lieber träumen, weils leichter is, das kann man vom warmen bett aus machen, viele haben noch nicht gefunden wofür es sich zu kämpfen lohhnt. viele begreifen auch nicht wie heilig das leben ist, und das wir nur eins haben.uns fehlt auch der mut, da wir zu passivität erzogen wurden, durch die sog. öffentlichkeit.
    die "man kann ja eh nix machen"-mentalität ist der status quo, auch hier in österreich.leider.
    also, bleibt nur eins: die, die das kapiert haben, und das ändern wollen, müssen ein lebendes beispiel werden. Wie du kein feuer hast, kannst du andere auch nicht entzünden, also leuete, ran an die arbeit. uva. den anderen nichts aufzwingen.wenn den leuten da draußen kalt ist kommen sie von selbst zum licht und zum feier, also lasst und leuchten und wärme aussenden.
    innigst mönch.

  10. #10
    Registriert seit
    22.04.2004
    Ort
    Erftstadt, Germany
    Beiträge
    531

    Standard

    Hallo Ihr Lieben,

    erstmal lieben herzlichen Dank für Eure Gedanken bezgl. meines Sohnemanns. Glücklicherweise konnte er heute morgen schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden - auch wenn er sich zum Abschied erst mal einen Finger in der Tür einklemmte. Ich werde ihn umtaufen lassen auf "Gefahrensucher" oder sowas

    Okay, zum eigentlichen:
    Krieger, ich muss Dir bedauernderweise recht geben. Unfähigkeit ist tatsächlich die bequemste Art, Probleme zu umgehen. Aber ich glaube, auf Dauer auch die unbefriedigendste.
    Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage: Warum müssen wir ausgerechnet die Unfähigkeit vorschieben? Warum besinnen wir uns nicht darauf, dass es doch eigentlich die Massen sind, die am leichtesten etwas bewegen könnten? Warum beharren wir darauf, dass die eigentliche Macht vom Geld ausgeht und schlucken diese Kröte so sang- klang- und klaglos runter, obwohl sie uns ohnehin im Halse stecken bleiben wird? Oder wie es in dieser unsäglichen Weisheit der Cree gefragt wird: Wann kapieren wir endlich, dass wir dieses verdammte Geld nicht essen können?
    Okay, wenn Du als einzelner versuchst, Massen zu mobilisieren und aufzustacheln, dann wirst Du ausgelacht - im günstigeren Falle. Im ungünstigeren steckt irgendwer diesen schizophrenen Querkopf in die Klapse.

    Aber warum lassen sich die Massen nicht bewegen? Hat das tatsächlich etwas mit physikalischen Gesetzen zu tun, dass es ein leichter Körper schwer haben wird, mit seiner mageren Masse einen schweren Körper zu bewegen? Wenn dem so ist, wäre die Lösung für uns: Mehr Bodenhaftung und mehr Drehmoment. Sprich: die Schritte zur ersten Kleinstbewegung verkleinern, ihren Takt erhöhen, aber dafür immer häufiger auftreten und uns präsent zeigen.

    In unserem Falle hieße es: Fehler deutlicher anprangern. Noch konzentrierter und bewusster das Handbuch befolgen (ohne dabei einen auf messianisch zu machen). Klarer vorleben, was Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Achtung vor dem Anderen heißt. Wunden lecken, verpflastern und zurück in den Kampf. Angst haben und zulassen. Angst überwinden. Ja, ich glaube, es ist die angst, die uns bremst. Die Angst vor dem Spottgelächter der anderen. Dann schon lieber behaupten "Was soll das alles, ich allein kann die Welt nicht ändern."
    Nicht wahr, ich glaube hier liegt eins unserer Hauptprobleme. Das müssen wir als erstes bekämpfen.

    Au weia... ich merke, dass mir die vergangene Nacht im Krankenhaus nicht gut bekommen ist. Ich fange an zu faseln...

    Gruß & bis später:

    Shay

    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

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