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Thema: Unter seinesgleichen ?

  1. #1
    Fastjack Gast

    Standard

    Liebe Brüder und Schwestern, mir geht es hier um ein Thema das mich nun schon längere Zeit beschäftigt, und welches mir auch schon manche durchwachte Nacht beschwert hat.

    Ich denke ihr alle wisst, was das für ein Gefühl es ist ein "Krieger des Lichts" zu sein, oder ein Suchender, ein Freigeist oder wie auch immer man es nennen mag. Ich denke niemand fühlt in der Hinsicht gleich aber jeder der es fühlt, ist sich seiner Rolle bewußt und weiss das er anders ist als die anderen. Nicht in der Hinsicht das er über anderen steht, aber das er die Welt und das was um ihn herum passiert mit anderen Augen wahrnimmt und auch anders handelt und sich selber hinterfragt. In meinen Augen ist dies auch eine nicht immer leicht zu tragende Bürde auch wenn ich sie für meinen Teil gerne ertrage und mir nicht vorstellen könnte anders zu fühlen und zu denken.
    Nun kommen wir aber zu der damit verbundenen Problematik. Ich weiss, das wird sich jetzt ein wenig komisch und vieleicht auch überheblich anhören, aber ich für meinen Teil komme mit Menschen, die nicht so fühlen und keine Krieger sind, immer weniger zurecht. Speziell wenn sie zu meinem engeren Bekanntenkreis gehören. Ich darf mich glücklich schätzen in einigen meiner mittlerweile besten Freunden ebenfalls Krieger und Gleichfühlende gefunden zu haben und das rettet auch meine oft aufkeimende Einsamkeit. Aber alle anderen zu denen ich versuche engere Bindungen aufzubauen (in welcher Hinsicht auch immer) und bei denen ich merke das sie eben nicht soweit sind und wohl auch in diesem Leben nicht mehr so weit kommen werden, langweilen mich nach einiger Zeit. Immer die selben Themen, immer die selben Geschichten immer die gleiche Beschränktheit die sie sich selbst auferlegt haben. Es ist so als ob man als Sehender einem Farbenblinden die Herrlichkeit von Farbtönen erklären will und gleichzeitig weiss, das sie das wohl niemals begreifen werden, da ihnen der Sinn oder einfach die Anlage zu fehlt.

    Das sind Momente wo ich mich teilweise mich vor mir selbst schäme, weil ich mich irgendwie über die anderen Stelle und insgeheim wünsche das auch sie die Herrlichkeit der uns umgebenden Welt erkennen mögen. Aber sie tun es nicht und dadurch keimt auch dieses Gefühl der Einsamkeit in einem hoch, denn man realisiert plötzlich das man doch irgendwie auf verlorenem Posten steht. Man kann mit den anderen nicht mehr so an ihren einfachen Vergnügungen teilhaben wie man möchte weil es einem alles sehr schal vorkommt. Wie schon gesagt sind die wenigen engsten Freunde die einzigen die diese Einsamkeit bisher bekämpfen konnten aber auch sie schaffen es nicht so vollständig wie ich mir wünschen würde. Und das sind auch die Momente wo mir diese Bürde so unendlich schwer vorkommt und ich auch nicht weiss, wie ich damit umzugehen habe. Am stärksten merke ich das an Beziehungen die ich eingegangen bin und wo ich sehr schnell gemerkt habe, das das entscheidende Verbindende Element fehlt. Immer wenn ich das realisiert habe wurde die ganze Beziehung auf einmal schal und leer und ich konnte mich nicht mehr daran erfreuen, was dann natürlich sehr schnell zum Bruch geführt hat. Ich frage mich ob ich einfach das Pech hatte bisher kaum Gleichgesinnte zu treffen oder ob ich einfach nicht den Blick habe diese zu erkennen.....

  2. #2
    Taragon de Navar Gast

    Standard

    Merry Meet Fastjack,
    Gewagt! aber gut getroffen.
    Fußball oder neuste Modetrend ist wohl nicht unbedingt das Thema.
    Ja und zu denen die sich als „Krieger“ sehen.
    100 hier
    150 findest Du auf mittelalterlichen Veranstaltungen
    100 bei den „Hexen“ (Wigganer oder Esoteriker)
    500 schlafen noch
    macht ca. 1000 von 100.000.000 Menschen
    Ader, hätte ich den Tropfen nicht, so wüste ich nicht um den Ozean.
    Licht und Liebe
    Taragon

  3. #3
    Lilliana Gast

    Standard

    Sei gegrüßt Fastjack!

    Du hast genau das beschrieben, was ich schon seit langem fühle. Mir geht es haargenauso. Und ich kenne nur einen, der ebenfalls zu den Kriegern gehört (diesen sehe ich zudem noch recht selten). demzufolge leide ich auch sehr an Einsamkeit. Auch ich distanziere mich immer mehr von Menschen, die mir einst Freunde waren. Ich kann ihre Vergnügungen auch nicht mehr teilen, ihre holen Reden nicht mehr ertragen. Ständig bin ich auf der Suche nach Gleichgesinnten - aber vergebens. ich finde sie online, aber im realen Leben ist da niemand...

    Manchmal fange ich schon an zu verzweifeln...

    Wenn du eine Lösung findest, dann gib mir doch bitte Bescheid, denn ich ertrage diese Einsamkeit nicht länger.

    Blessed_be
    Lilliana

  4. #4
    Fastjack Gast

    Standard

    @Taragon

    Ich kann dir bei deiner Aufzählung nicht ganz Zustimmen, denn ich habe mich die letzten Jahre stark in der Gothic und Mittelalter Szene bewegt, und auch hier gemerkt das viele sich den Mantel des Exotischen nur überstreifen um sich von anderen abzugrenzen aber tief im inneren genauso denken und handeln wie alle anderen. In der Esoterik Szene ist das sogar noch schlimmer. Ich kann hier nur von meinen eigenen subjektiven Wahrnehmungen sprechen aber genau dort wo ich erwartet hatte auf Gleichgesinnte zu treffen, wurde ich in der Hinsicht am meisten enttäuscht. Die wirklichen Krieger habe ich bisher dort gefunden, wo ich sie eigentlich nicht erwartet hätte. Und das ist auch der einzige Ansatz der mir zur Lösung meines Dilemmas einfällt, nähmlich Geduld zu haben. Vieleicht besteht ja mein Weg darin aus der vielen Spreu den Weizen mühsam herauszufiltern. Ich wünschte mir manchmal einfach nur ihr wär mit dieser Aufgabe nicht so allein

    @Lilliana

    Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg auf deiner weiteren Suche und hoffe das du die Menschen findest, die du suchst. Und was die Lösung angeht. Vieleicht heisst sie wirklich nur "Geduld", aber ich weiss selber wie schwer es ist nicht daran zu verzweifeln, wenn man immer und immer wieder nur auf Steine und nicht auf Gold stößt.

  5. #5
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    22.04.2004
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    Erftstadt, Germany
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    531

    Standard

    Hallo Ihr lieben,

    was Fastjack da schildert, kann ich eigentlich nur unterstützen. Es läuft letztlich darauf hinaus, dass man einen Krieger eigentlich nur finden kann, wenn man nicht nach ihm sucht. Okay, wenn man nicht gerade hier ins Forum stolpert.

    Aber es geht ja nicht darum, dass wir uns irgendwie finden, zusammenrotten und uns dann (übertrieben gesagt) im Kloster einbunkern und aus, das wars. Nein. Wir sind - jeder für sich - Einzelkämpfer, die einer Übermacht zweifelnder Thomasse gegenüberstehen. Und jeder von uns muss täglich gegen diese Thomasse angehen und irgendwo ganz subtil und leise versuchen, diese Thomasse zu überzeugen. Ich glaube, es würde uns und allen andern nicht geholfen, wenn wir plötzlich als Masse aufträten - es würde sich sehr schnell das Problem ergeben, dass wir in der unerwünschten Sektenecke stehen, wo wir nun wirklich nicht hingehören.

    Zurück zum Thema:
    Wir werden weiterhin ständig von Egoisten umgeben sein. Wir werden ständig damit konfontiert sein, dass sich die Welt von alleine nicht bessert. Und wir werden ständig feststellen, dass wir verdammt wenige sind. Gut. Okay. Sei es so.
    Taragon schrieb einen wirklich tollen Satz: Hätte ich den Tropfen nicht, wüsste ich nicht um den Ozean. Genau so isses nämlich - wir müssen uns vor Augen halten, dass an anderer Stelle auf dieser Welt Menschen wie wir für die selbe Sache kämpfen - auch wenn wir sie nicht sehen und vielleicht täglich an ihnen vorbeirennen, aber sie sind da. Das allein sollte uns die Kraft und den Mut zum Durchhalten geben.

    Jau.

    Shay.
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  6. #6
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    21.11.2004
    Beiträge
    105

    Standard

    Hallo zusammen!
    Genau wie beschrieben gehts mir auch.
    Ich kann mein Gefühl so beschreiben:

    Ich sehe meine Umwelt mit einer Waage.
    Wenige Gramm reichen aus um sie zu bewegen.

    Aber die Welt wirft mit tonnenschweren -, und die
    feinfühligeren unter ihnen mit kiloschweren Klötzen.

    Diese Klötze interressieren mich nicht einmal.
    Es ist der Staub darauf, es ist die Luft dazwischen, es ist die Struktur im Gefüge.
    Es ist das Licht, das es reflektiert und die Geschichte, die es dabei erzählt.

    Meine Freunde werfen einen Klotz nach dem anderen und haben Spaß.
    Ich versuche gesellig zu sein und habe auch Spaß, weil es mir freude bereitet glückliche Menschen zu sehen.
    Das ist mein Ansatz den ich weitergeben möchte!
    Genießt das Glück in den Augen der anderen. Sucht euer eigenes Glück eine Etage höher.
    schweig...
    denke...
    hole Luft...
    und jetzt sprich Auge in Auge mit mir

  7. #7
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    15.11.2004
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    77

    Standard

    movingshadow postete
    Meine Freunde werfen einen Klotz nach dem anderen und haben Spaß.
    Ich versuche gesellig zu sein und habe auch Spaß, weil es mir freude bereitet glückliche Menschen zu sehen.
    Das ist mein Ansatz den ich weitergeben möchte!
    Genießt das Glück in den Augen der anderen. Sucht euer eigenes Glück eine Etage höher.
    danke, movingshadow, für diesen ansatz! der spricht mich an.

    mir geht es oft ähnlich, wie fastjack oder auch liliana es schildern.
    z.b. macht es mich manchmal sehr traurig, dass ich die "krieger-erfahrung" nicht mit meinem mann teilen kann, dass er sich mehr über haben, konsumieren definiert als über sein inneres. aber meist (ne, eher öfters, leider nicht meistens) ist es das wissen um die anderen krieger- auch wenn ich sie nicht kenne oder schon lange nicht mehr getroffen habe -das mich dann tröstet.

    irgendjemand postete letztens von der meditationsminute. ich werde diese in meinen tagesablauf einbinden, damit wir/ich nicht so alleine sind/bin...

    alles liebe!
    Hält Dich das aus,
    Was Dich aufhält?
    Gehörst Du dazu
    Und wie hältst Du das aus?

  8. #8
    Registriert seit
    21.11.2004
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    105

    Standard

    Hallo Wohlfühlmanager,
    das freut mich für jedes Licht, das mitleuchtet.
    Es ist die Weltmeditationsminute und wird persönlich weitergegeben.
    Für jeden Tag in der Woche gibt es einen, wie sagt man
    am besten... Leitsatz für die Meditation. Die dann wiederholt werden.
    Ich werde an dieser Stelle, für dich und dadurch für alle hier lesbar,
    jeden Tag einen Posten!
    Für Donnerstag:

    Donnerstag


    Indem wir grünes Licht ausstrahlen,

    senden wir unseren Seelenfrieden in

    immer tiefere Weiten aus und werden

    uns dabei bewußt, daß das höchst er-

    reichbare Glück aller Wesen auch unser

    gemeinsamer Seelenfrieden ist.


    Auf diese Weise verläuft auch der

    Alltag friedvoller für uns.
    schweig...
    denke...
    hole Luft...
    und jetzt sprich Auge in Auge mit mir

  9. #9
    Registriert seit
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    531

    Standard

    Hallo Ihr Lieben,
    dem, was WFM geschrieben hat, kann ich mich nur anschließen.
    Zu gerne würde ich meine Erfahrungen, Freuden, Sorgen und Nöte als Krieger auch mit meiner Frau teilen. Diese ist zwar nicht gerade so auf Konsum aus, kann aber mit der Thematik der Krieger rein gar nichts anfangen. Für sie scheinen Krieger irgendwelche spinnerten Halleluja-Freaks zu sein, die auf völlig irrationale Weise eine Welt verbessern wollen, die sich nicht verbessern lassen will. Nicht, dass sie dies je so klar ausgedrückt hätte, aber ich spüre es immer wieder, wenn sie mitbekommt, dass ich hier im Forum rumflitze.
    Okay, das ist ihre Haltung, denke ich mir dann, wir müssen nicht in allem 100%ig kompatibel sein, eine eigene Meinung und ein eigener Glaube gehört auch mit dazu.
    Wo es für mich schwierig wird, ist die Frage, wie ich es meinem Sohn erkläre. Klar, ich versuche ihm natürlich vorzuleben, was es heißt ein Krieger zu sein. Momentan kann ich mich auch darauf noch beschränken; aber irgendwann wird er entsprechende Fragen stellen. Und da werde ich erst mal ratlos nach Antworten suchen. Was, wenn er irgendwann mal in der Schule rumtönt "Mein Papa ist ein Krieger!" und ihn seine Klassenkameraden mit einer Mischung aus Hohn und Mitleid ansehen? Ich kann nur hoffen, dass wir Krieger uns bis dahin so etabliert haben, dass es da nichts zu höhnen und spotten gibt

    Fazit: So wie Jesus mit seinen Jüngern zunächst als Sektierer verachtet wurde, so müssen auch wir uns damit abfinden, dass man uns für Spinner oder sowas hält. Dass wir vermutlich auf dem Richtigen Weg sind, wird sich wohl später erst zeigen.

    Lasst es Euch gut gehen!

    Shay
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard

    Lieber Shay,
    gib deiner Frau das Buch "Hühnersuppe für die Seele" zu lesen und sag ihr,
    das das Gefühl, das wir Krieger bei unserer Aufgabe empfinden das gleiche ist, das
    sie manchmal beim lesen dieses Buches hat.
    Und genau dafür kämpfen wir, denn all diese Geschichten handeln von kleinen "Kriegern",
    und sie wird sehen, wie man als einzelner die Welt verbessern kann.
    Ist eines meiner Lieblingsbücher, die auch ein Kind versteht.
    Kinder müssen nur noch nicht weinen. Erwachsene schon!
    Viel Spaß beim Karneval ;-)
    Mir gehts schon besser!!!
    schweig...
    denke...
    hole Luft...
    und jetzt sprich Auge in Auge mit mir

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