Liebe Brüder und Schwestern, mir geht es hier um ein Thema das mich nun schon längere Zeit beschäftigt, und welches mir auch schon manche durchwachte Nacht beschwert hat.
Ich denke ihr alle wisst, was das für ein Gefühl es ist ein "Krieger des Lichts" zu sein, oder ein Suchender, ein Freigeist oder wie auch immer man es nennen mag. Ich denke niemand fühlt in der Hinsicht gleich aber jeder der es fühlt, ist sich seiner Rolle bewußt und weiss das er anders ist als die anderen. Nicht in der Hinsicht das er über anderen steht, aber das er die Welt und das was um ihn herum passiert mit anderen Augen wahrnimmt und auch anders handelt und sich selber hinterfragt. In meinen Augen ist dies auch eine nicht immer leicht zu tragende Bürde auch wenn ich sie für meinen Teil gerne ertrage und mir nicht vorstellen könnte anders zu fühlen und zu denken.
Nun kommen wir aber zu der damit verbundenen Problematik. Ich weiss, das wird sich jetzt ein wenig komisch und vieleicht auch überheblich anhören, aber ich für meinen Teil komme mit Menschen, die nicht so fühlen und keine Krieger sind, immer weniger zurecht. Speziell wenn sie zu meinem engeren Bekanntenkreis gehören. Ich darf mich glücklich schätzen in einigen meiner mittlerweile besten Freunden ebenfalls Krieger und Gleichfühlende gefunden zu haben und das rettet auch meine oft aufkeimende Einsamkeit. Aber alle anderen zu denen ich versuche engere Bindungen aufzubauen (in welcher Hinsicht auch immer) und bei denen ich merke das sie eben nicht soweit sind und wohl auch in diesem Leben nicht mehr so weit kommen werden, langweilen mich nach einiger Zeit. Immer die selben Themen, immer die selben Geschichten immer die gleiche Beschränktheit die sie sich selbst auferlegt haben. Es ist so als ob man als Sehender einem Farbenblinden die Herrlichkeit von Farbtönen erklären will und gleichzeitig weiss, das sie das wohl niemals begreifen werden, da ihnen der Sinn oder einfach die Anlage zu fehlt.
Das sind Momente wo ich mich teilweise mich vor mir selbst schäme, weil ich mich irgendwie über die anderen Stelle und insgeheim wünsche das auch sie die Herrlichkeit der uns umgebenden Welt erkennen mögen. Aber sie tun es nicht und dadurch keimt auch dieses Gefühl der Einsamkeit in einem hoch, denn man realisiert plötzlich das man doch irgendwie auf verlorenem Posten steht. Man kann mit den anderen nicht mehr so an ihren einfachen Vergnügungen teilhaben wie man möchte weil es einem alles sehr schal vorkommt. Wie schon gesagt sind die wenigen engsten Freunde die einzigen die diese Einsamkeit bisher bekämpfen konnten aber auch sie schaffen es nicht so vollständig wie ich mir wünschen würde. Und das sind auch die Momente wo mir diese Bürde so unendlich schwer vorkommt und ich auch nicht weiss, wie ich damit umzugehen habe. Am stärksten merke ich das an Beziehungen die ich eingegangen bin und wo ich sehr schnell gemerkt habe, das das entscheidende Verbindende Element fehlt. Immer wenn ich das realisiert habe wurde die ganze Beziehung auf einmal schal und leer und ich konnte mich nicht mehr daran erfreuen, was dann natürlich sehr schnell zum Bruch geführt hat. Ich frage mich ob ich einfach das Pech hatte bisher kaum Gleichgesinnte zu treffen oder ob ich einfach nicht den Blick habe diese zu erkennen.....


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