Liebe Freundinnen und Freunde,
ich weiß nicht, ob es Euch auch so berührt, aber die Nachricht vom Tod von Papst Johannes Paul II macht mich doch sehr betroffen.
Er war weiß Gott keineswegs unumstritten. Seine Ansichten, die er teils mit großer Vehemenz vertrat, konnte ich oftmals nicht teilen, sie entbehrten in meinen Augen häufig der Realität. Seine Verherrlichung des Leidens schien oft absurd, seine Haltung bezüglich AIDS, Empfängnisverhütung usw. war oft zweifelhaft und manchmal sogar unangebracht. Für mich als Protestant stellte er somit sicher nicht die große Instanz dar, die er für viele Katholiken war.
Aber: Mit Karol Woytyla verliert die Welt einen Menschen, der sich immer wieder einmischte, im Kleinen wie im Großen, einen Menschen, der auch vor den Mächtigsten Leuten dieser Erde keine Angst hatte, der immer wieder alles in seiner Macht stehende dafür tat, dass wir einer friedlicheren Welt ein Stückchen näher kommen. Einen, den die Kinder und Jugendlichen wirklich interessierten - unabhängig vom Wohlwollen der Medien, die ihn dabei begleiteten.
Die Welt hat einen großen Menschen verloren, die katholische Kirche sicher einen ihrer populärsten Hirten.
In meinen Augen war er ein Krieger des Lichts - einer mit Fehlern (so wie wir alle), aber einer, der unverdrossen kämpfte - bis zum letzten Tag.
Ich persönlich trauere um ihn.
Shay
Einen lieben Gruß an alle:
Martin
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„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.“