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Thema: Gibt es "DIE Liebe des Lebens" ?

  1. #1
    Krischan Gast

    Standard

    Ich grüße euch Krieger des Lichts

    Es gibt eine Frage, seit längerem in mir. Und ich möchte euch um Denkanstöße bitten.

    Für das Verständnis, ein wenig zu meiner Vorgeschichte.
    Meine Gefährtin hat mich vor mehreren Wochen verlassen. Wir waren über zwei Jahre zusammen, was für mich sehr lange ist.
    Sie hat mich Verlassen „weil ihr Herz nicht mehr konnte“, hat Sie gesagt.

    Sie ist auf der Suche nach dem Partner ohne den Sie nicht mehr Leben will. Ich wahr derjenige nicht. Und Sie hat auch gesagt „das ich auch die Möglichkeit haben soll diejenige zu treffen ohne die ich nicht Leben möchte“.

    Ich habe Sie ehrlich und immer geliebt! Doch immer, in dem Verständnis das ich nicht abhängig von ihr bin. Und auch ohne Sie leben könnte, auch wenn ich das nicht wollte. So wahr ich am Anfang unsere Beziehung nicht mal in Sie „verliebt“. Doch habe ich ihr gesagt das ich Sie aufrichtig Lieben werde. Und das tat ich.

    Nicht das ihr mich falsch versteht, ich unterscheide zwischen dem „Verliebt“ sein und der „Liebe“. Nun ja wie auch immer – es wahr eine Entscheidung ihres Herzens und ich glaube es wahr die Richtige Entscheidung für Sie.

    Aber nun frage ich mich doch: Gibt es so was. Jemanden zu finden mit dem man sein ganzes Leben verbringen wird. Ohne den man nicht mehr Leben kann. Den man über alles Liebt. Für den man alles aufgibt.

    Nach meinem Verständnis sollte man sich von keinem anderen Menschen abhängig machen. Was natürlich nicht heißt das man nicht Lieben kann oder sogar ein ganzes Leben mit einem Partner verbringt. Aber ich glaube das es sich doch eher darauf beläuft das Beziehungen wieder auseinander gehen. Nicht das ich mir das Wünsche oder so handeln würde.

    Versteht ihr was ich meine?
    Ich meine, ich kann die Vorstellung schon verstehen und erkenne auch den Reiz ihrer Vorstellung. Eine so Intensive aufopfernde Liebe das man einfach nicht mehr weiter Leben möchte wenn der andere stirbt.
    Versteht mich nicht falsch. Hätte es eine Situation gegeben in der Ihr Leben bedroht wäre, ich hätte ohne eine Sekunde zu Zögern mein Leben gegeben um Ihres zu retten.
    Aber wäre Sie gestorben So hätte ich weiter gelebt. Und natürlich wäre es schwer gewesen aber ich glaub ich wäre wieder glücklich geworden.

    Ich zweifele…gibt es das was Sie sucht?…gibt es so was auch für mich?…ist es richtig?

    Liebe Grüße und Danke Krischan

  2. #2
    morflow Gast

    Standard

    Erstmal moin.Mein erster Beitrag auf diesem wunderbarem Forum!
    Hallo Krischan.
    Da hast Du Dir aber ein Thema ausgesucht! Nach einigen sogenannten, zum Teil mehrjährigen, Beziehungen, bei denen ich mir sicher war es wäre fürs Leben, bin ich davon abgekommen mir darüber Gedanken zu machen.Scheiße. stimmt nicht. Momentan mache ich mir sogar sehr viel Gedanken, und wie der Zufall es so will stellst Du hier gerade an dem Tag, an dem ich diesés Forum entdecke, solche Fragen.
    Die Frage ist warum wir nach so etwas suchen, warum wir das Bedürfniss danach haben, uns danach sehnen.
    Ist es die Angst davor enttäuscht zu werden, alleine zu sein, Angst vor Veränderung? Was heißt zu lieben?
    Genau, was heißt lieben? Ich meine, lieben tun wir viele Menschen. Was lässt uns dazu bringen einem einzelnen Menschen das volle Vertrauen zu schenken, ich meine, ich stelle gerade diesen ganzen Beziehungskram in Frage, Monogamie, "the one and only" und so.
    Die meisten Menschen haben ein oder mehrere gute Freunde, mit denen sie all ihre Sorgen und Wünsche teilen, manche, mit denen sie gerne abends was unternehmen und manche, zu denen sie sich körperlich hingezogen fühlen.
    Doch suchen wir uns einen Menschen aus, der für uns alles in sich vereint.
    Ist das die Suche nach dem Gegenstück? Das ist es doch, wohin unsere von der Dualität beherrschte Welt strebt: die Vereinigung der Gegensätze.
    Demnach zur Folge müsste es doch auch so etwas wie die große Liebe geben, der perfekte Gegenpart.
    Was ist aber, wenn wir dem glauben dürfen, was ich tue, dass in jedem von uns das göttliche wohnt bzw. unsere Seele selber Gott ist (zumindest ein Funken davon, will mir nicht zuviel anmaßen, auch wenn man dazu sagen muss, dass das göttliche ja unbegrenzt ist, ein Funken also auch alles ist, das ist aber ein anderes Thema), und Gott selber eins ist, das müssten wir das alles doch als materielles Handeln abtun und Sex einfach als Mittel zur Fortpflanzung.
    Wahrscheinlich sollen wir eh die Liebe, die wir bereit sind der einen Person gegenüber aufzubringen allen gegenüber aufzubringen bereit sein. Dafür müssten wir aber wohl erleuchtet sein.
    Also zurück zu alten Gewohnheiten, doch mit dem Bewusstsein, das wir eh nicht wissen was geht, und alles auf sich zukommen lassen.
    Versuchen den Augenblick so zu genießen, und nicht zu weit nach vorne denken. Das macht, glaube ich, zuviel kaputt.
    Du siehst, ich weiß selber nicht was Sache ist, mir sprengt es grade eh das Hirn. Vielleicht kann noch jemand anderes was dazu sagen?

    der tom

  3. #3
    Krischan Gast

    Standard

    Ich danke dir Tom für deine Gedanken

    Ich habe in den letzten Wochen mein Gleichgewicht verloren und hab sowenig Kraft in letzter Zeit. Auch bin ich dabei mein Gleichgewicht wieder zufinden und ihr hier habt mir auch sehr viel Kraft gegeben. Ich Danke euch.

    Ich bin sehr dankbar für mein Leben und auch für das was ich gerade durchmache. Den ich wachse sehr daran. Es ist nicht einfach und irgendwie wird es doch wieder einfach wenn man seinem Weg folgt und auf sein Herz hört. Aber ich strauchele auf meinem Weg. Obwohl ich meinen Weg fest vor Augen habe und auch weiß das ich nicht von im abkommen werde und das es der meinige ist.

    Es fällt mir oft schwer das was ich bereits erkannt habe auch zu leben. Und im alltag nicht wieder zu vergessen. Es ist ein ständiger Kampf, das Leben. Ich Lebe fürs Kämpfen. Und ich bin glücklich und doch oft voller trauer.

    Und so kniee ich in demut vor euch nieder und bitte euch Krieger des Lichts um kraft

  4. #4
    morflow Gast

    Standard

    Hey Krischan, lass den Kopf nicht hängen!
    Ich weiß, solche Zeiten kommen. Und gehen.
    Das Schwierigste ist, glaube ich, wenn wir das Gefühl haben nicht weiter zu kommen, oder wenn wir in alte Gewohnheiten zurückfallen. Dann machen wir uns Vorwürfe, fragen uns was wir zu tun haben, ohne Antwort zu bekommen.
    So hilft eigentlich wohl nur weiter wie bisher zu leben, ich meine den Alltag (Arbeit, Kochen, Bekannte), doch was man gelernt hat vergisst man nie. Vielleicht braucht es mehrere solcher Phasen, und genau in ihnen werden wir uns dessen bewusst.
    Im Griechischen gibt es das Wort Katabasis. Es bedeutet sowas wie "die größt-mögliche Kathastrophe". Es ist ein Ereigniss, das einen zu einem tiefen Sturz bringt, einen zerschmettert. Die darauffolgende "Zeit der Asche" dient dazu sich dessen bewusst zu werden, was war, über das zu trauern, was man verloren und hinter sich gebracht hat, und um zu wissen was man will.
    Als vor 1 1/2 Jahren mich meine damalige Liebste, mit der ich fast drei Jahre zusammen war, verlassen hat, nahm ich mir ein kleines Zimmer, in dem ich vier Monate vor mich hinvegetierte. Ich kam von der Arbeit heim, rauchte einen Joint, später nochmal einen , und noch einen. Außer kiffen, lethargisch da liegen, Scheiße fressen und die Welt nicht mehr zu verstehen habe ich praktisch nichts gemacht. Davor war ich ein sehr spiritueller Mensch, doch es hatte keinen Sinn mehr, ich war am Boden.
    Doch als ich drüber hinweg kam, mit dem Kiffen aufhörte (was ich auch musste, da ich Psychosen und Paranoyas bekam), war ich mir plötzlich voll bewusst dessen, was ich will, und was ich mir unter so etwas wie einer Beziehung vorstelle.
    Geholfen hat mir vor allem eine Frau, die ich kennenlernte, und ein Buch, dass sie mir gab, welches ich im Moment zum zweiten Mal lese. Oder immer mal reinschaue. Sie wurde später meine Geliebte, bis auch das zum Ende kam.
    Doch glaube ich genau durch diese Zeit mich selbst, zumindest ein stückweit, gefunden zu haben und reifer geworden zu sein. Hier begann auch mein Weg des Kriegers. Hier entwickelte ich das Bewusstsein über meiner Selbst.
    Und dass wir uns nicht stressen müssen, wenn wir schwach sind und des kämpfens müde sind, sondern uns auch diese Hilflosigkeit zugestehen und mal schmollen dürfen.
    So stehe auf, Krieger, rüste dein Schwert, denn der Kampf wird kommen. Doch die Kraft ist gottgegeben, auf sie kannst Du vertrauen. Einen kleinen Teil davon bekommst Du von mir.
    So denn, liebste Grüße

    der tom

  5. #5
    Registriert seit
    22.04.2004
    Ort
    Erftstadt, Germany
    Beiträge
    531

    Standard

    Hallo Krischan, hallo Morflow,

    Ihr habt da in der Tat ein interessantes und schwieriges Thema angesprochen. Ich möchte hier versuchen, meine Meinung dazu kundzutun:

    Ja, die Liebe des Lebens kann es geben. Ich glaube aber, dass sie den meisten Menschen nicht begegnet. Warum? Hmm.... vielleicht, weil sie es müde sind, danach zu suchen? Oder weil sie Ihnen zwar begenet ist, sie diese aber nicht erkannt haben? Oder weil die Menschen einfach noch nicht wirklich bereit waren diese Liebe zu erkennen und zu finden? Ich glaube, da gibt es Millionen von Gründen.

    Ich weiß ja nicht mal, ob ich die Liebe meines Lebens gefunden habe - auch wenn ich jetzt seit fast sechs Jahren glücklich verheiratet bin und mit meiner Frau einen wundervollen Sohn habe. Ist das die Liebe meines Lebens? Ich weiß es nicht. Wenn sie es wäre, müsste ich im Umkehrschluss sofort ausschließen können, dass mir irgendwann ein anderer Mensch begenet, der in mir noch mehr Feuer entfacht, als es meine Frau vermag. Kann ich das ausschließen? Offen gesagt: nein. Aber ich glaube einfach daran, dass das nicht geschehen wird. Ich glaube daran, dass unsere Ehe stabil und stark genug ist, die eine oder andere Krise erfolgreich zu meistern.

    Manchmal aber entpuppt sich etwas, was man für die Liebe des Lebens hält, als die Katastrophe des Lebens.
    So eine ätzende Story wie Tom habe auch ich erlebt. Bei mir war es auch so, dass mich meine damalige Freundin, die ich völlig irrational und blind über alles liebte, nach über viereinhalb Jahren verließ, um mit einem anderen Mann zusammen zu leben. Bei mir waren es zu diesem Zeitpunkt nicht gerade Joints, die mich über Wasser hielten, sondern eben Rotwein, aber auch den fing ich mnchmal schon vormittags an, um mich dann abends endgültig volllaufen zu lassen. Und ich hatte den Wunsch, mich an allen Frauen für das zu rächen, was mir diese eine angetan hatte. Dementsprechend gab es da also eine Phase, in der ich mir quasi jede Frau nahm, derer ich habhaft werden konnte, nur um sie anschließend fallen zu lassen, wie eine heiße Kartoffel.
    Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass mich das keineswegs weiterbrachte. Ich besuchte Freunde in der Schweiz, führte lange und ausführliche Gespräche darüber - und lernte kurze Zeit später meine jetzige Frau kennen.

    Was ich daraus gelernt habe:
    1. Es gibt nichts auf der Erde, dessen Du Dir allzu sicher sein darfst.
    2. Wahre Liebe findet man nicht, in dem man sucht - sie kommt zu einem.
    3. Rotwein hilft nicht bei Liebeskummer - Reden und Boxen, Laufen und Schreien kommen da viel besser.

    Ich weiß, all das hilft nicht wirklich. Und real mitfühlen kann auch niemand (Gefühle sind einfach so individuell wie Fingerabdrücke). Aber die Begebenheiten widerholen sich und es finden sich Parallelen.

    Alle Liebe Euch allen: Shay
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  6. #6
    delgadito Gast

    Standard

    Hallo Krischan,

    bei euren Gedanken zur Liebe macht ihr - glaube ich - einen Denkfehler. Indem ihr die Liebe in irgendeinem Menschen seht dem ihr irgendwann begegnet oder bereits begegnet seid.
    Aber ich glaube Coelho schreibt in seinen Büchern etwas anderes. Am Ende von "Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte" steht geschrieben:

    "Die Liebe bleibt, nur die Männer ändern sich!". In deinem Fall Krischan würde dieser Satz lauten "Die Liebe bleibt, nur die Frauen ändern sich!".

    Das heißt, die Liebe ist nicht ein Mensch dem man begegnet, sondern Liebe ist etwas was in einem selbst ist und was jeder bereit ist einem anderen Mensch zu schenken.

    Ich selbst kann dir - Krischan - bei deinen Problemen nicht helfen. Aber ich kann Dir dieses Buch "Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte" empfehlen. Es ist - finde ich - eine sehr schöne Liebesgeschichte, die mir selbst sehr viel geholfen hat.

    Gruß Dirk

    ... der jetzt weiterliest im "Zahir"

  7. #7
    morflow Gast

    Standard

    Völlig recht, Dirk.
    Doch was ist das, was uns dazu bringt, unsere ganze Liebe auf einen Menschen zu konzentrieren, bereit zu sein, alles zu geben und zu akzeptieren (bis zu einem gewissen Punkt, natürlich)?

    Gib mal ein statement ab, wenn Du mit dem Zahir fertig bist

  8. #8
    anistepha Gast

    Standard

    Ich kanns mir auch nicht erklären was es ist, dass uns dazu treibt

    *mehr an einen anderen menschen zu denken als an sich selber.
    *nur daran interessiert zu sein was genau diesen menschen glücklich macht, einfach weil man nur dann selber glücklich ist.
    *usw ..

    gibt einige dinge die nur dann doppelt so viel sind wenn man jemanden hat mit dem man sie teilen kann.

    Bin auch schon aufs statement gespannt :-)
    .. weil helfen kann auch ich dir leider auch nicht dirk, aber ich möcht gern das
    zitat hier hinschreiben:

    "Um an seinen eigenen Weg zu glauben, muss der Krieger des Lichts nicht zuerst beweisen, dass der Weg des anderen falsch ist."

  9. #9
    Registriert seit
    22.04.2004
    Ort
    Erftstadt, Germany
    Beiträge
    531

    Standard

    Nächstenliebe ?
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  10. #10
    Krischan Gast

    Standard

    Ich danke euch allen!
    Mehr kann ich gerade nicht sagen.

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