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Thema: Ein krieger,der keiner sein will?

  1. #1
    joel. Gast

    Standard

    Hallo ihr alle!

    Ich weiss eigentlich gar nicht so genau,was ich schreiben will,bzw. wo ich anfangen soll,mal sehen.

    Mein wesentliches Problem besteht darin,dass ich gerne ein Krieger wäre,gerne das Leben lieben würde,aber nicht weiss wie,den Ansatz dazu nicht finde oder den Mut nicht aufbringe,diese Veränderung zu vollbringen,ich weiss es nicht.
    Das Leben erscheint mir z.Z. eher als Sinnentleert und traurig,was a)so nicht stimmt und b)schon ein Widerspruch in sich ist.
    zu a): Ich weiss,dass das Leben nicht sinnentleert ist.Ich weiss,dass der Sinn darin liegt um das,was des Kampfes würdig ist,zu kämpfen und seinem Traum zu folgen.Ich sehe nur nicht das,was des Kampfes würdig ist und weiss auch nicht (mehr?),was ich überhaupt erreichen will.
    Wobei ích mir manchmal nicht sicher bin,ob ich es doch sehe und nur nicht den Mut auf bringe darum zu kämpfen.Ich weiss eigentlich gar nichts.
    zu b)wenn etwas traurig ist,kann es ja nicht sinnentleert sein,da nichts traurig sein kann,wenn es dazu keinen Anlass oder Sinn gibt.

    Und das wirklich schlimme für mich an der ganzen Sache ist,dass ich erst 15 Jahre alt bin (wobei ich hoffe,dass euch das nicht daran hindern wird mich nicht weniger ernst zu nehmen,als jemand anderen) .Sollte ich mich denn als Kind nicht mehr als jeder andere am Leben erfreuen können?Wenn ich 15Jahre alt bin,habe ich vermutlich noch einige Jahre vor mir habe,die ich gerne genießen würde.Doch wenn ich jetzt schon keinen Spass am Leben mehr habe,wie soll es dann erst in 10 Jahren aussehen?

    Ich hoffe das hört sich nun nicht allzu selbstmitleidig an,was nämlich absolut nicht mein Ziel ist.
    Ich schreibe das,weil ich dachte,dass wenn ich bei euch keinen Rat bekommen kann,dann vllt nirgendwo.

    Also wenn ihr euch vllt schon in ähnlichen Situationen befunden habt oder sonst Gedankenanstöße wisst,dann würde ich mich sehr freuen,würdet ihr mich daran teilhaben lassen.


    Ich sehe mich nicht in der Position einen schlauen Spruch niederzuschreiben,deshalb ganz schlicht =) :

    Gruß,Joel

  2. #2
    Registriert seit
    20.06.2004
    Ort
    Erfurt
    Beiträge
    81

    Standard

    Hallo Joel,

    Zuerst einmal,keine Angst, du wirst ernst genommen.
    Ich kenne deine Situation sehr gut. War auch schon öfter so am Boden, dachte, dass es keinen Sinn in all dem gibt.
    Aber du kannst mir glauben, es gibt einen, auch wenn du iohn im Moment vielleicht nicht sehen kannst. Dass ist wie mit der Sonne, wenn es bewölkt ist, du kannst sie dann nicht sehen, aber sie ist immer da...
    Der Weg, den wir gehen, liegt nicht immer klar vor uns, wichtig ist, dass man immer einen Fuß vor den anderen setzt und weiter geht. Du wirst deinen Weg finden und DEINEN Sinn. Das Wichtige ist, dass du nur immer daran glaubst.

    Liebe Grüße und viel Kraft

    davanala
    Sieh die Wahrheit, wo immer du bist. Und dann setze deine Reise fort.

  3. #3
    Registriert seit
    08.05.2005
    Beiträge
    289

    Standard

    Willkommen Joel,

    stimme davanala zu, jeder hier wird Dich ernst nehmen. Ich denke der Titel deines Threads ist falsch! Du willst Krieger sein. Das ist gut. Ich denke nicht, das es ein bestimmtes Alter gibt in dem man Krieger ist oder wird oder sein kann. aber auch ein Krieger ist nicht von Anfang an der Kämpfer, der er nach vielen Schlachten und Erfahrungen ist. Alles beginnt am Anfang, manches braucht Zeit. Du bist in einem Alter, in dem Du den Sinn im Leben noch nicht gefunden haben mußt (manche finden ihn ja leider nie ;( ). Aber es ist gut, dass Du interessiert bist an den Dingen des Lebens. Das ist der Anfang! Gehe mit offenen Augen, Ohren und vor allem auch mit offenem Herzen durchs Leben. Du wirst Deine Kämpfe haben, Du wirst den Moment erkennen an dem es nötig ist zu kämpfen. Dabei muß es nicht immer um die Rettung der Welt gehen.
    Nimm Dir Zeit, alles andere wird kommen.

    Gruß und Licht vom

    Pilger
    - Et in Arcadia Ego -

  4. #4
    XIII Gast

    Standard

    Ollà
    Ich glaub allein die Tatsache dass du dir über all dies Gedanken machst, macht dich zum Krieger. Und das Gefühl was du hast ist ja nichts weiter als eine Phase...die bestimmt wiederkehren wird, aber sie ist ja nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Sowas bietet immer Chancen für einen "Neuanfang", und dabei kannst du alles erreichen!

  5. #5
    Falke Gast

    Standard

    Hallo Joel,

    ich glaube jeder kennt die situation, in welcher du dich gerade befindest. mir selbst ging es vor einigen jahren nicht anders. aber ich kann dir sagen dieses gefühl potenziert sich nicht mit deinen lebensjahren, es ist wie XIII schon sagte nur eine phase, die mal kommt mal geht (und meistens durch herzensangelegenheiten ausgelöst oder verstärkt wird). nimm nicht alle dinge so bitterernst und erfreue dich auch mal der kleinen dinge, die das leben bietet (ein sonnenuntergang, ein lächeln in der straßenbahn, ein kühles bier nach einem fussballspiel bei 30 grad). das lenkt dich dann mal von all dem weltschmerz ab.

    gleichzeitig möchte ich dir aber auch sagen: nimm dich als person so wie du bist, dh sieh deine tiefgründigkeit als gabe. sieh dich als etwas besonderes. das, was du hast, haben nicht viele, denn indem du in der art über das leben und dessen sinn nachdenkst, bist du weiter als der großteil deiner mitmenschen, die wenn überhaupt erst am ende ihres lebens nach einem sinn suchen und erkennen müssen wie sie ihre zeit verschwendet haben!
    mach das beste aus dem was dir gegeben ist: mir hilft es zB beim schreiben.

    ich hoffe, das hat etwas beim finden deines weges geholfen!

  6. #6
    st.auer Gast

    Standard

    joel. postete
    Hallo ihr alle!

    Ich weiss eigentlich gar nicht so genau,was ich schreiben will,bzw. wo ich anfangen soll,mal sehen.

    Mein wesentliches Problem besteht darin,dass ich gerne ein Krieger wäre,gerne das Leben lieben würde,aber nicht weiss wie,den Ansatz dazu nicht finde oder den Mut nicht aufbringe,diese Veränderung zu vollbringen,ich weiss es nicht.
    Das Leben erscheint mir z.Z. eher als Sinnentleert und traurig,was a)so nicht stimmt und b)schon ein Widerspruch in sich ist.
    zu a): Ich weiss,dass das Leben nicht sinnentleert ist.Ich weiss,dass der Sinn darin liegt um das,was des Kampfes würdig ist,zu kämpfen und seinem Traum zu folgen.Ich sehe nur nicht das,was des Kampfes würdig ist und weiss auch nicht (mehr?),was ich überhaupt erreichen will.
    Wobei ích mir manchmal nicht sicher bin,ob ich es doch sehe und nur nicht den Mut auf bringe darum zu kämpfen.Ich weiss eigentlich gar nichts.
    zu b)wenn etwas traurig ist,kann es ja nicht sinnentleert sein,da nichts traurig sein kann,wenn es dazu keinen Anlass oder Sinn gibt.

    Und das wirklich schlimme für mich an der ganzen Sache ist,dass ich erst 15 Jahre alt bin (wobei ich hoffe,dass euch das nicht daran hindern wird mich nicht weniger ernst zu nehmen,als jemand anderen) .Sollte ich mich denn als Kind nicht mehr als jeder andere am Leben erfreuen können?Wenn ich 15Jahre alt bin,habe ich vermutlich noch einige Jahre vor mir habe,die ich gerne genießen würde.Doch wenn ich jetzt schon keinen Spass am Leben mehr habe,wie soll es dann erst in 10 Jahren aussehen?

    Ich hoffe das hört sich nun nicht allzu selbstmitleidig an,was nämlich absolut nicht mein Ziel ist.
    Ich schreibe das,weil ich dachte,dass wenn ich bei euch keinen Rat bekommen kann,dann vllt nirgendwo.

    Also wenn ihr euch vllt schon in ähnlichen Situationen befunden habt oder sonst Gedankenanstöße wisst,dann würde ich mich sehr freuen,würdet ihr mich daran teilhaben lassen.


    Ich sehe mich nicht in der Position einen schlauen Spruch niederzuschreiben,deshalb ganz schlicht =) :

    Gruß,Joel

  7. #7
    st.auer Gast

    Standard

    Jedes Wort dort oben Joel ist ein Zeichen wahren Kampfes. Kampf um das höchste Ziel. Ich muss sagen, dass ich stolz auf dich bin. Und wie es die 'Mächte' wollen, bist du hier gelandet. Das hat ebenfalls seinen Grund. Wenn es dir schwer fällt im Leben, dann sei beruhigt, denn viele die heute Krieger sind, haben nicht später begonnen mit ihrem Kampf. Heut stehn sie im Leben und vermögen es nach und vor allen Schlachten noch immer mit einem Lächeln abends einzuschlafen.
    Was deine Ziele anbelangt und einen würdigen Kampf, so kann ich dir nur empfehlen: hab nie Angst davor dein Bestes zu geben. Oft ist man durch Trauer geneigt, schnell die Segel zu senken und sich treiben zu lassen. Und obwohl du dich womöglich so fühlst, ist es ein Sieg ohne Gleichen in solch einer Situation nicht über Bord zu gehen. Warte einfach auf den frischen Wind. Eine günstige Welle. Wie lange es auch dauern mag, vergiss nicht:
    ...Weil der Krieger an Wunder glaubt, geschehen sie. Er weiß für jede Niederlage gibt es zwei Siege.

  8. #8
    Registriert seit
    20.06.2004
    Ort
    Erfurt
    Beiträge
    81

    Standard

    Seid gegrüßt,

    @ st.auer: Ich denke, es ist nicht schlimm, wenn man ab und zu die Segel streicht und sich treiben lässt. Es gibt Situationen, die erfordern ein solches Verhalten. Man muss eben nicht nur um den Sieg kämpfen, sondern man muss sich auch eingestehen können, wenn man einen solchen nicht erringen kann. Und dann ist es eben besser, sich aus der Arena zurück zu ziehen. Man kann eben nicht jeden Kampf gewinnen, das Wichtige ist aber, dass man dann eben nicht das Kämpfen im allgemeinen aufgibt, sondern eben nur diesen einen Kampf als verloren hinnimmt. Wie du schon sagtest, für jede Niederlage gibt es zwei Siege. Ein Krieger weiß dass und wird niemals aufgeben.
    Die Segel streichen und sich treiben lassen, bedeutet ja auch nicht zwangsläufig etwas schlechtes. Manche Dinge kann man eben nicht beeinflussen, aber oft habe ich in solchen Momenten die besten Ideen, eben dann, wenn ich mich treiben lasse...

    Das Leben ist zu schön, um sich nicht daran zu erfreuen und alles hat auch einen positiven Effekt (z.B. scheint grad die Sonne und ich geh gleich baden, das ist der positive Effekt, wenn man grad keinen job hat...) Also, wie Falke schon sagte, nicht alles so ernst nehmen...

    Liebe Grüße

    davanala
    Sieh die Wahrheit, wo immer du bist. Und dann setze deine Reise fort.

  9. #9
    st.auer Gast

    Standard

    @all,

    ein kleines Gedicht um Das greifbar zu machen, was uns stets umgibt...

    Dreißig Speichen gehören zu einer Nabe,
    doch erst durch das Nichts in der Mitte
    kann man sie verwenden;

    man formt Ton zu einem Gefäß,
    doch nur durch das Nichts im Innern
    kann man es beutzen;

    man macht Fenster und Türen für das Haus
    doch erst durch das Nichts in den Öffnungen
    erhält das Haus seinen Sinn.

    Somit entsteht der Gewinn
    durch das, was da ist,
    erst durch das, was nicht da ist.

    Lao-Tse

    Und das ist es, das wir oft zu tief spüren, in uns aufnehmen.
    Eben diese Leere. Wir können sie nutzen oder verfluchen.
    Ändern wird sie sich daurch aber nicht. Außer in uns selbst...

  10. #10
    Registriert seit
    18.05.2005
    Ort
    Freiburg im Breisgau
    Beiträge
    492

    Standard

    Willkommen joel.

    gleich vorneweg, ich bin auch 15 und bewundere dich führ deinen Mut das hier einfach so offen zu sagen, ich habe mich aus dem gleichen grund, den du oben angibst auch nicht getraut und habe gewartet und gewartet, naja und vorhin habe ich grad zugegeben, dass ich in der 9. klasse bin und jetzt auch noch mein alter. dafür erstmal danke!

    und jetzt zu deinem "problem", mir geht es zwar nicht genauso, aber ähnlich. Ich habe vor einiger zeit für mich geklärt, dass es einen sinn gibt, aber jetzt bin ich in einem tief, in dem ich mich frage, wieso ich überhaupt angefangen habe zu denken, wobei ich das denken über den tieferen sinn u. ä. meine, das, was ich auch als guten kampf bezeichenen würde. ich frage mich ob es nicht evtl. besser gewesen wäre einfach ohne diese gedanken zu leben, die anderen um mich rum können das doch auch. Mir wäre so viel leid und mühe erspart geblieben, ich hätte ein leben ohne so extreme höhen und tiefen leben können und wäre glücklich gewesen. und da habe ich ein buch nochmal gelesen das mir mein firmpate geschenkt hat und das mir damals schon geholfen hat und dessen sinn ich beim zweitenmal aber noch ein bisschen mehr verstanden habe: Siddharta. In diesem buch geht es um genau diese probleme, der sinnfindung und des bemerkens, dass es die anderen doch viel besser haben, oder eben doch nicht.
    und jetzt bin ich in der situation das ich dies und jenens zwar weiß, aber noch nicht lebe, und das ist eine ganz miese situation. ich habe keinen, mit dem ich von angesicht zu angesicht darüber reden kann, mit dem ich diese situation vllt. auch meistern kann, keinen an den ich mich wenden kann, oder bei dem ich das gefühl habe mich an ihn wenden zu können und auch antworten bekomme. (wieder so eine sache: ich weiß das mir da keiner außer ich eine antwort geben kann, aber ich lebe es noch nicht, und so bin ich immer weiter auf der suche nach einem, der mir antworten gibt ohne ihn zu finden, aber in mir selbest suchen kann ich eben auch irgendwie nicht. ganzschön verzwick das ganze aber naja)

    du siehst daraus, dass es uns allen mal so geht und es wie hier schon oft geschrieben phasen sind, die du nur auf deinem ganz persönlichem weg lösen kannst, die aber immer wieder kommen

    @Falke keine anstiftung zu illegalen sachen bitte (alkohol ist unter 16 illegal)

    tschau acep
    "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" Mt 4,4

    "Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein." Franz Kafka

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