Hallo Stygis,
prinzipiell keine schlechte Idee.
Aber: Irgendwie riecht mir das ganze schon nach einem gewissen Personenkult, den ich so nicht befürworten kann. Ein Treffen der KdL sollte immer eine individuelle Sache bleiben. Wir sind keine Organisation - wir sind bestenfalls ein Haufen sehr ähnlich denkender Menschen, die sich "irgendwie und irgendwo" finden. Und einem Menschen hinterher zu rennen, nur weil er diese Denkweise etwas öffentlich gemacht hat, finde ich auch nicht so gut.
Ich gebe zu, dass ich Paulo gerne einmal persönlich kennenlernen würde. Ich würde gerne mit ihm ein-zwei-drei Tassen Kaffe schlabbern (oder auch ein Kölsch oder einen französischen Roten) und mich mit ihm unterhalten. Aber da steht er in einer Reihe mit anderen Menschen wie z.B. dem Dalai Lama, dem Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, Bob Geldof, Thomas D. und anderen.
Nur denke ich: welches Interesse sollten diese Menschen haben, mich (uns) kennenzulernen? Wie wichtig werden wir für sie sein?
Und welchen Grund hätten wir jetzt ganz konkret, dort hin zu fahren? Nur weil wir dann mit dem Gefühl nach Hause gehen, "Hui, ich habe Paulo Coelho getroffen?" Was unterscheidet uns dann von anderen Celebrity-Jägern?
Ich hätte einfach die Sorge, dass so eine persönliche Sache wie die Andacht in Lourdes dann genauso verkommerzialisiert wird, wie vieles anders, was dort stattfindet.
Wie seht Ihr das?
*lg* Shay
Einen lieben Gruß an alle:
Martin
--
„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.“