Hi Kiegers,
Wie aus dem Baumpflanz – Thread hervorgegangen ist, sind sich alle ziemlich
einig, dass das derzeitige Vorgehen der Menschheit in nicht allzu ferner
Zukunft den Lebensraum Erde in der uns bekannten Form an die Grenzen ihrer
Belastbarkeit bringen wird. Weiterhin entnehme ich Euren Meinungen, dass die
Menschen so ohne weiteres ihr Verhalten nicht ändern werden.
Im Klartext: Wir vernichten uns selber.
Wisst Ihr, wenn ich so von oben auf uns runterschauen könnte – und selber
nicht von hier unten wäre – würde ich uns für einen ziemlich bescheuerten
Haufen halten. Von oben betrachtet wäre die ganze von uns geschaffene
Kompliziertheit keine Entschuldigung mehr für unser gemeinsames oder
einzelnes Vorgehen. Versteht mich bitte nicht falsch, über mich selber würde
ich auch den Kopf schütteln. Und wie könnte man dieser wunderbaren Natur
am besten helfen, wenn man da oben sitzt?
Mir wird gerade klar, dass der Mensch mit seinem derzeitigen Verhalten für die
Erde das ist, was der Ebola-Virus für den Menschen ist: Tödlich.
Sollte der Begriff „höhere Lebensform“ lediglich darauf hinweisen, dass wir mit
Messer und Gabel essen?
Kann es denn sein, dass jeder Ameisenhaufen eine höhere kollektive
Intelligenz aufweist, als die gesamte Menschheit?
Harte Fragen, ich weiß. Doch stellt Euch einmal das Potential vor, das in uns
steckt, wenn wir miteinander und füreinander handeln! Ich bin der festen
Überzeugung, dass dieses Potential so riesig wäre wie das gesamte
Universum.
Aber warum glauben wir, unser Verhalten nicht ändern zu können? Was bringt
uns dazu, ein stressiges, zerstrittenes, ängstliches und voneinander
getrenntes Leben in sinnlosem Luxus (noch dazu auf Kosten anderer) einem
friedlichen, gemeinsamen Leben in Liebe und Bescheidenheit und trotzdem
ohne jeglichen Mangel vorzuziehen?
Weil wir glauben, das sei nicht möglich?
Weil wir Angst vor dem Verlieren haben?
Weil wir nicht damit anfangen, damit uns niemand auslachen kann, wenn es
nicht so klappt?
Weil wir unser Bewusstsein nicht verändern, damit niemand sagen kann: Was
tust Du denn schon groß?
Weil wir auf die anderen zeigen und sagen, die machen sowieso nicht mit?
Und wenn es keinen Grund mehr gibt zu glauben, dass wir uns nicht ändern
können, wie fangen wir an? Was ist der erste Schritt?
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mitmacht.
Vielleicht ist ja dies hier schon ein kleiner Schritt.
Ein Wulk.


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