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Thema: Demokratschie!

  1. #1
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    Wennigsen
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    Gesundheit!

    Also gut, ich bin gerade in Tipper-Laune und möchte hier mal ein Fass aufmachen:

    Beim Breuberg-Thread und unsere Treffen ist am Wahltag. Mein Kommentar zur bereits getroffenen Wahl und das es für mich alles nur eine "gute" Show ist.

    Wer von euch bezweifelt in einer Scheindemokratie zu leben?
    Unsere Meinung ist nur dann gefragt, wenn diese entsprechend manipuliert werden kann, damit das Ergebnis rauskommt, welches dem System entspricht und letztlich der Bürger den Eindruck bekommt daran beteiligt zu sein.

    Ich sagte es bereits, als ich die aufgesetzte Ansage unseres Präsidenten hörte, dass "ER" eine Neuwahl beschlossen hat, gingen mir folgende Dinge durch den Kopf:

    - Die SPD wird wiedergewählt
    Warum? Weil Menschen sich nur selten eingestehen Fehler zu machen und letztlich durch verschiedene Medien die Bürger in den Kopf gepflanzt bekommen haben, dass alles was die SPD macht, schlecht ist. Dies schon seit Anbeginn des Regierungswechsels.
    Nun droht die allgemeine Meinung sich gegen die Regierung zu stellen. Folglich muss man eine aufwändige Show inszinieren, um den Bürger von der Richtigkeit des Weges zu "überzeugen".
    Wenn zuviele Meinungen auseinander gehen, kommt man nur sehr schwer zum Hauptziel. Das Ziel ist also die Gegensprecher der SPD wieder zu minimieren den Leuten klar zu machen, dass sie letztlich doch alles richtig gemacht haben. Genau das möchte auch der Bürger hören, oder bestätigt bekommen.

    Wir brauchen ein paar Zutaten:
    - Medien
    - "Skandale" / Absurdes
    - Einen Herausforderer (CDU), der für die Bürger steht, aber von der SPD gesteuert (vorgeführt) wird
    - Statistiken

    Dies verpacke man als "freie Meinung", schüttle, schockiere, provoziere, intrigiere und streue unter die Bürger.
    Auch hier gilt das Mehrheitsprinzip, von Bürgern, die keine Ahnung haben - und ich schließe mich bei den undurchsichtigen Konzepten ein, ist die Statistik eine ernstzunehmende Waffe. Man schließt sich in der Regel der Mehrheit an, selbst wenn man glaubt doch eine andere Meinung haben zu müssen. Das ist sogar psychologisch bewiesen. Man muss nur ein wenig die Medien verfolgen, was im Moment nicht so schwer ist - für mich ist klar, was da läuft.

    Sorry, das ganze ist für mich ein großer Pups. Mit den verschleuderten Steuergeldern könnte man TATSÄCHLICH die Wirtschaft ankurbeln, doch die ganze Show ist nötig, um wieder mehr Gedanken positiv zu bündeln, sehr wahrscheinlich auch mit dem Ergebnis, dass es tatsächlich aufwärts geht. Hier müssen sich aber die Volklenker noch etwas mehr einfallen lassen, um aus der depressiven Stimmung herauszukommen. Ich denke der Schröder vermittelt diesen Eindruck schon ganz gut, ob er ihn übertragen kann ist fraglich. Letztlich glaubt niemand daran, dass selbst wenn die CDU (Achtung Statistik vor ein paar Monaten noch 60% CDU zu 40% SPD), die Regierung übernimmt etwas an der Lage ändern könnte.

    Es geht also darum aus dem Sumpf der Depression auszubrechen und eine große Party zur Motivation zu veranstalten. Mal gespannt, ob das gelingt.

    Ich bin ein Nichtwähler.
    Jeder der meint, dass damit ja Randgruppen wie die NPD gestärkt werden mag rein Mathematisch recht haben, die Praxis beweißt aber die Scheindemokratie. Als im Osten beispielsweise die Rechten den Einzug laut Wahl in den Bundestag erhalten sollten, wurde dieser Kurzerhand von den anderen Parteien verhindert. Hallo Wahl? Nicht das ich dafür wäre - aber worüber sollte man sich sorgen, wenn ohnehin deine Stimme nicht zählt?

    Ich bin daher auch nicht für die SPD, falls der Eindruck enstehen sollte - da ich die Politik der Grünen beispielsweise zum erbrechen finde. Ich zahle gerne die Ökosteuer, aber nicht für die Rentenkasse. Sondern, wie sie ursprünglich behaupteten, um es in erneuerbare Energie und Forschung zu stecken.

    Grüße

    Eurer Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  2. #2
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    Hallo Tobi,

    ich muss dir zunächst einmal zustimmen, das ganze Theater geht mir auch mächtig auf die Nerven. Dieser ganze Zirkus der da veranstaltet wird und am Ende kommt eh nichts raus.
    Aber deswegen nicht zur Wahl zu gehen ist auch keine Lösung. Wird von den "Experten" eh nur wieder als Politikverdrossenheit gewertet und kein Arsch kümmert sich darum. Ne andere Möglichkeit, seinen Protest auszudrücken wäre, zur Wahl zu gehen und den Wahlzettel ungültig zu machen. Bringt vielleicht auch nicht wirklich mehr, aber ich glaube, wenn das genug Leute machen, könnten die vielleicht doch drauf aufmerksam werden, dass in diesem Staat etwas ganz gehörig schief läuft.

    Es ist was faul im Staate Deutschland.
    Ob wir's ändern können? Ich weiß es nicht.

    In diesem Sinne,

    Julia
    Sieh die Wahrheit, wo immer du bist. Und dann setze deine Reise fort.

  3. #3
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    Hallo Julia!

    In der Tat, das habe ich auch schon gemacht - aber letztlich ist selbst das mir zuviel geworden - weil es mir schlicht zu blöd ist - da es ohnehin egal zu sein scheint.

    Es ist in meinen Augen auch keine Lösung zur Wahl zu gehen, wenn ich die Wahl zwischen Pest und Rinderwahn habe.

    Also was tun im Staate Deutschland? Klar, eine eigene Partei machen, die von den "großen Mächten" eh nicht reingelassen wird. Na vielen Dank.

    Weißt du, ich gehe nicht zur Wahl und rege mich deshalb auch nicht auf. Traurig ist halt immer das gleiche Wahlversprechen in Nachhinein als nicht erfüllt zu erkennen - noch ein Grund mehr nicht zu wählen (in meinen Augen).

    Lieben Gruß

    Tobi

    P.S.: Ich warte noch darauf, dass Jauch in seiner WWM-Show als Antwort auf die Frage: "Welchen Wunsch erfüllen Sie sich jetzt endlich mit 16.000 Euro?"
    "Einmal wieder Volltanken."
    erhält.
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  4. #4
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    @ Tobi:

    Dein letzter WWM-Kommentar ist gut...

    Nun, ich sehe das ganze so:

    Es sind ja nicht nur die Politiker, die uns hier nach Strich und Faden vorführen und gegen die Wand laufen lassen. Es sind ja auch nicht nur die Wirtschaftswasserköpfe, die uns das sauer erarbeitete Geld direkt wieder abnehmen.

    Das Grundproblem sind wir (speziell Deutschen) selber. Wir sind es doch, die das alles mitmachen. Wir sind es alleine, die sich täglich der ikmmer entsetzlicheren TV-Verblöde aussetzen, wir wählen diese Apparatschiks immer wieder, obwohl wir es besser wüssten, wir kaufen doch jeden Rotz, nur weil er in der Werbung erscheint. WIR WEHREN UNS JA NICHT!

    Ja, es gibt bei uns Gewerkschaften. Was machen die? Herumhuren, sich von ihren Bossen Reisen bezahlen lassen und all so einen Unfug. Werden die ihrem Gewerkschaftlichen Auftrag gerecht? Nein. Weil es keiner mehr von ihnen verlangt.

    Ja, wir haben eine sogenannte Demokratie. Wir dürfen alle vier Jahre zur Urne schreiten und unser Zettelchen brav gefaltet in den Kasten stecken. Wir wählen unsere Politiker doch selber. Aber werden diese Politiker ihrem Auftrag gerecht? Nein. Weil wir alle wissen und akzeptieren, dass sie es nicht tun.

    Ja, wir haben ein recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Wir haben das Recht, für unsere Meinung und Wünsche auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Tun wir das? Nein! Weil kämpfen viel zu aufwändig und energiezehrend ist. Weil wir Angst haben, unser Maul aufzumachen. Weil wir uns seit Napoleons Zeiten vor ernsthaften Konsequenzen fürchten. Weil wir zu Kaiser Wilhelms Zeiten gelernt haben, den Arsch zusammen zu kneifen, damit der Stiefel, der uns tritt, nicht drinnen stecken bleibt.

    Tobi, wir Bürger sind die Idioten! Wir sind das bequeme Volk, das in Ruhe gelassen werden will und zufrieden ist, dass die Quälerei nicht größer ist. Wir sind die Dummköpfe, die das Maul nicht aufkriegen und nicht in der Lage sind, das zu artikulieren, was uns ankotzt. Wir sind die Schafe, die die Knallköppe im Bundestag und Bundesrat machen lassen, was sie wollen!

    Uns selbst sollten wir in den Hintern treten - und danach erst denen, die genau das tun was wir wollen...

    Martin


    ...hat sich grade in Rage getippt...
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  5. #5
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    Grüsse an alle,

    leider hab ich grad wenig Zeit aber am WOE ist ja mehr davon da. Also ich denke nicht, dass wir in einer Scheindemokratie leben. Ich denke auch nicht, dass der Präsi abgenickt hat, was ihm vorgegeben wurde. Die bisherigen Präsidenten haben nämlich durchaus öfter gegen die Regierung (auch ihre "eigene") gehandelt und z.B. Gesetze wegen verfassungsrechtlicher Bedenken nicht ausgefertigt.
    Womit Ihr recht habt, die meißten Politiker sind Lichtjahre weg vom wirklichen Leben. Wenn ich mir die Leutchen hier im Wahlkreis anschaue wirs mir mulmig. Viele von denen dürfen tatsächlich meißt nur abnicken, was die Parteivorderen (oder irgendwelche Kommissionen) ausgeklüngelt haben. Da ist wirklich einiges im argen.
    Aber Shay hat auch recht damit, daß es letztendlich jeder in der Hand hat das zu verbessern. Jeder kann sich politicsh engagieren. Die Frage nach dem wo ist doch tatsächlich keine. Es geht doch erstmal ums tun. Zugegeben, ich bin eher bequem und meine wenige Zeit ist mir auch zu kostbar. Vieleicht darf ich mich dann aber auch nicht so dolle beschweren.
    Und, glaub doch keiner, dass es uns nicht schlechter gehen könnte. Wer echte Repression, Folter, politische Morde etc erlebt hat, zweifelt jedenfalls nicht, dass es sooo schlecht hier nicht ist.
    Aber zugegeben, vieles hier ist im argen aber auch weil wir tatsächlich alle eher bequem und satt sind.
    Ich finde Wählen grundsätzlich wichtig weiss aber das erste mal nicht was ich wählen soll. Da hilft mir auch kein Wahlomat. Auch taktisches Denken nicht.
    Tja, ein Teufelskreis!

    Und jetzt isses doch mehr geworden.

    Grüsse Euch alle nochmals,

    Pilger
    - Et in Arcadia Ego -

  6. #6
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    und um sich politisch zu engagieren muss man ja gar nicht partei- oder gewerkschaftspolitisch aktiv werden.
    alles was man irgendwie zum nutzen anderer auf die beine stellen mag ist ebenfalls politik.
    an dieser stelle haben wir die chance zu verändern.
    Hält Dich das aus,
    Was Dich aufhält?
    Gehörst Du dazu
    Und wie hältst Du das aus?

  7. #7
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    Leider bin ich gerade ziemlich im Stress...

    Schön, Shay, auf deinen Beitrag habe ich gewartet, wußte, dass wir da bissel diskutieren können.

    Um es im Moment kurz zu machen: ich lese hier von "allen" dass man sich im kleinen engagieren soll. Sicher! Nichts anderes habe ich gesagt, aber was bedeutet das für die anstehende Wahl? Geht man hin?

    Und auch hier würde ich gerne Wulkis meinung hören - das ist nämlich kein anderes Thema wie im Netzwerkprojekt. Hier gehöre ich zu den Leuten die sagen "ich habe keine Lust mehr auf tauziehen, macht nur, wenn es Spaß macht"

    Die Frage ist, gibt es eine Grenze, wo man am System einsteigt und wo aussteigt. Wie Wulki sagt, eigentlich, wenn man mit dem System nicht einverstanden ist, sollte man auch nicht weiter ziehen. Aber hier zieht jeder die Grenze für sich eben woanders. DAS hält letztlich auch das system zusammen.

    So short,

    euer Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  8. #8
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    ...irgendwie habe ich geahnt, dass das hier eine echt politische Diskussion wird. Ich werde nicht gern politisch, weil ich genau weiß, dass ich mich in Rage bzw. um Kopf und Kragen rede.

    Tobi, Dein Problem mit der Frage "Was soll ich denn nun ankreuzen?" kenne ich gut. Ich sags mal offen: auch der von mir so gern gepriesene Wahlomat hat mir nicht echt weitergeholfen, weil er mich meinungstechnisch genau zwischen Rot und Tiefrot gesteckt hat. Gut, was mach ich also, wenn ich zu dem einen Verein kein Vertrauen mehr habe, zu dem anderen aber noch keins habe? Wähle ich dann irgendeinen Verein Marke "Partei für allgemeinen Zwergenweitwurf"?

    Ja, wir haben die Wahlmöglichkeit, nein, wir haben keine wirkliche Alternative. Gut, wer Angie wählt (und das werden viele tun), solls meinethalben tun - sei es aus Überzeugung, sei es aus Verzweiflung.

    Tja, das "System"... Irgendwie scheint mir unser europäisches demokratische Wahlsystem inklusive der drumherum befindlichen Gesellschaft sowas wie die "Matrix" zu sein. Wir stecken irgendwie drin, wir merkens nicht wirklich, wir werden irgendwie still und ruhig gehalten, das TV verblödet uns nach Strich und Faden (siehe nur BB, die ganzen Soaps, "RealityShows", Irgendwer liebt irgendwen in Berlin usw.) und wir bezahlen elend viel Geld für den ganzen Scheiß. Doofheit im Breitwandformat.
    Die Arbeitslosen werden unruhig, weil Hartz IV von seinem Schrecken nichts verloren hat. Die Autofahrer werden unruhig, weil Spitzenpreise von € 1,20.9 für nen popeligen Liter Diesel nur eine Warnung sind - das Argument namens Katrina wird noch länger vorhalten, als die angezapften Ölreserven. Die Verbraucher werden unruhig, weil Tante Angela fröhlich mit einer Mehrwertsteuererhöhung winkt ("Komm, Kläuschen, gibt lecker Lebertran!!"). Ja, die Leute hier im Land sind unruhig. Ich gehe aber mal davon aus, dass sich diese Unruhe nicht wirklich auf das Wahlergebnis niederschlagen wird - wir haben, was die führenden Parteien angeht, die Wahl zwischen Flöhen und Läusen - glücklich machen sie uns alle nicht.
    Was wäre denn, wenn wir wirklich die Partei wählen würden, die unsere Meinung am ehesten vertreten würde? Die Grauen zum Beispiel (Hoch lebe Trude Unruh!), oder die Partei der Bibeltreuen Christen, oder die Autofahrerpartei? Auch die Partei der Yogischen Flieger, die vor Jahren mal antrat, fand ich sehr lustig. Freies Fliegen für jedermann! Hab ich mir schon immer gewünscht!
    Hmm... okay, angesichts der Tatsache, dass außer mir vermutlich noch ganze drei weitere Wähler die Partei der Yogischen Flieger wählen würden und die Stimme dieser Partei im Bundestag - naja - wahrscheinlich nicht wirklich existent wäre, macht das wohl nicht so viel Sinn.
    Also packe ich das ganze unter den kleinsten gemeinsamen Nenner:

    Demokratie ist, wenn man nach freiem Willen das für sich geringste Übel wählen darf.

    Aus diesem System aussteigen? Hmmmm... vielleicht schafft es ja mal einer, sich in die Matrix zu hacken. Vielleicht klappt es so.

    Vielleicht zeigen wir aber einfach ganz subversiv unsere Sahneseite und unterwandern die Matrix durch unsere Nächstenliebe. Wir machen eine kleine Graswurzelrevolution (na, wer von Euch kennt dieses Wort noch?) in der Form, dass wir den Menschen um uns herum zeigen, dass man kein Egoschwein sein muss, um glücklich zu überleben. Ich empfehle hier übrigens gerne ein Buch: "Widersteh' Dich! - Das Buch der Handlungen" von Werner Pieper, ISBN 3-925817-37-9.
    Dort findet sich übrigens auch ein toller Satz von einem gewissen Dr. med. K.A.Geck:

    "Ich erkläre mich: Mein Leben wird sich nicht mehr nur um mich drehen, um das, wozu ich Lust oder keine Lust habe, um das, wozu ich mich fähig oder unfähig halte, um das, wovor ich Angst oder keine Angst habe. Mein Leben dreht sich darum, was ich als meine Lebensaufgabe vor mich hin gestellt habe: Ich übernehme die bedingungslose, ungeteilte Verantwortung für den Zustand der Welt."

    In diesem Sinne gehe ich also am Sonntagnachmittag noch in die Kabine und werde vermutlich die Flöhe wählen...

    Machts gut!

    Martin
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  9. #9
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    P.S.: Nein, ich bin sicher kein Antidemokrat. Die Demokratie ist für mich bisher immer noch das beste aller politischen Systeme.
    Nur leider ist das, was aus der Demokratie gemacht wurde, in meinen Augen fast genauso schlecht, wie das, was aus Sozialismus und Kommunismus gemacht wurde: Die guten Ideen wurden verkauft, einige wenige stopfen sich die Taschen voll und die große Mehrheit zahlt dafür. Insofern haben die modernen politischen Systeme in meinen Augen nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Und auch eine Partei, die sich "soziale Gerechtigkeit" in den Namen schreibt, wird da vermutlich keine Ausnahme machen.
    Ich wünsche mir eine gewisse Form von "Radikal-Demokratie", wobei hier der Begriff "Radikal" allein von seinem Wortstamm "Radix" (Lat. für "Wurzel") aus zu verstehen ist. Also eine Demokratie, in der der Bürger mehr Einfluss auf die Politiker und damit die Politik per se hat. Ich möchte bei der Wahl eben nicht zwischen den geringsten Übeln, sondern zwischen den besten Möglichkeiten wählen dürfen.

    Martin
    Einen lieben Gruß an alle:

    Martin

    --
    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

  10. #10
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    Und das ist gut auf den Punkt gebracht.
    Momentan gibt es keine Alternative (zum gegenwärtigen politischen System der Demokratie). Aber wie wäre es denn, wenn "mein" Abgeordneter näher an mich und all die die er vertritt gebunden wäre? wenn er sich tatsächlich nicht nur alle 4 Jahre vor uns rechtfertigen müßte? Bürgerentscheid zur Abwahl / Auswechslung des Abgeordneten. NAtürlich widerspricht das dem Grundsatz des "freien" Mandants und der ist wie wir alle wissen ja sakrosankt! Soll doch niemand behaupten, dass Abgeordnete von irgendwas anderem als dem eigenen Gewissen und dem Interesse ihrer Wähler geleitet werden.

    Pilger
    - Et in Arcadia Ego -

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