Schreibzimmer.de - Ihr Literaturnetz jetzt neu eröffnet!
Corporate Fashion und Mitarbeiterbekleidung für Ihr Unternehmen.
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13

Thema: Stuttgart 21

  1. #1
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    Wennigsen
    Beiträge
    754

    Standard Stuttgart 21

    Morgen KDLs!
    Also eigentlich war ich da ja neutral eingestellt, aber zu erleben, wie der Staat mit Gewalt einen eigenen Willen durchsetzt läßt mir das Messer in der Tasche aufgehen. Es mag ein krasser Vergleich sein, aber wenn zehntausende nicht "einen" Bagger aufhalten können, wer sollte dann einen Hitler aufhalten?
    Das finde ich schon krass. Und vor allem was bleibt denn dann tatsächlich außer Gewalt übrig? Wie ich das bisher mitbekommen habe war ein Baustopp das Ziel, damit man zusammen vernüftig Reden und Lösungen finden kann. Das wird einfach krass ignoriert...

    Laut Aussage da unten haben die Bürger also das Recht sich neben dran zu setzen und zuzuschauen. Cool. Aber generell cool hinterfragt - Hut ab Frau Slomka!


    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  2. #2
    Mako Gast

    Standard AW: Stuttgart 21

    Hallo,

    Kann inhaltlich nicht über das Projekt urteilen. Habe allerdings vor ca. vier Wochen einen Artikel gelesen, in dem sich der Architekt des unterirdischen Bahnhofs gegen eine Verwirklichung aussprach.

    Nach meiner Einschätzung, geht es bei den Demos auch nicht mehr allein um Stuttgart 21. Und das kann ich gut verstehen. Hoffe auf einen langen Atem.

    Der Umgang mit den Demonstranten zeigt, was politisch Verantwortliche vom Volk halten. Die Bezeichnung Volksvertreter verdienen die schon lange nicht mehr.

    Schlimm das so Viele verletzt wurden.
    Schlimm aber auch, dass es allem Anschein nach mit Wissen und Wollen geschah.
    Das geht uns alle an.

    Mako

  3. #3
    SmileYW. Gast

    Standard AW: Stuttgart 21

    Oh man, wiederlich traurig und an sich satirisch ...
    2 Demonstranten wurden angeblich durch Wasserverwerfer so schwer verletzt, dass sie vermutzlich blind werden, von wegen Netzhaut gerissen, Linsen kaputt... ARGHS.
    Das ist alles andere als witzig, es wiederlich.

    Und die über 50% Dagegen + die Demonstranten zeigen doch schon, dass Politiker nichtsmehr mit dem Volk zutun haben, sondern dieses für noch unbekannte Zwecke, anscheinend dem Zweck der Kontrolle, mit massiver Gewalt unterdrücken...

    Wir müssen Demonstrationen anmelden und dann muss sie auch aufgelöst werden wenn der Staat es sagt..das ist keine Demo mehr, das ist eine Infoveranstaltung(in dem Fall).
    Das ist doch total blödsinnig =O

    Und die Polizisten sollten sich auch schämen, wie sehr muss man von Gehirnwäsche betroffen sein, verbittert sein, erpresst sein (je nach dem), dass man, in dem Fall, unschuldige Zivilisten so viel Schaden schaden zufügt?!

    Das ist keine Demokratie mehr.
    Wir werden unterdrückt =)
    Ironischerweise von Menschen, die meinen Menschen zu beschützen..und von Politikern und der Wirtschaft.....welche uns nichts gutes wollen... seufz .___.

    Sry, musste mich ein wenig drüber ablassen, weil es so traurig ist, so deprimierend =(
    Was ist das schon?
    Wo steht der Mensch?
    Wo sind wir?
    Wir werden alle nur wie Zahlen und Sklaven behandelt =(
    Unsere Meinung ist Okay, wenn wir dem Zustimmen, Egal wenn es uns Egal ist und wird vernichtet wenn wir dagegen sind, zu stark dagegen jedenfalls, wenn wir aufmurren, aber nichts tun , ist es der Regierung auch egal =(
    Seufz ... ich möchte das nicht, aber was kann ich , können wir tun?
    Was wollen wir tun?=O
    Stuttgart 21 ist ein Beispiel dafür was Meinungsfreiheit in unserem Land ist, eine Warnung davor wie es später aussehen wird... =(

    =(((((((

  4. #4
    Registriert seit
    08.05.2005
    Beiträge
    303

    Standard AW: Stuttgart 21

    Hmmmm.... also ob Stuttgart 21 nun gut ist oder nicht, nötig oder nicht weiss ich nicht. Aber ich frag mich bei der ganzen Sache schon wieso dieser massive Protest erst kurz vor Baubeginn losging. Ein Geheimprojekt war das ja anscheinend wohl nicht. Und wenn man bedenkt wie lange solche entscheidungsprozesse und die entsprechenden Planfeststellungsverfahren mit Beteilligung der Öffentlichkeit, dauern, dann wundere ich mich schon. Und was die Weisheit des Volkes angeht. Naja. Wenn ich mir so die Integrationsdebatte, die Moschee Debatte und ähnliches ansehe ist es vieleicht gar nicht sooo schlecht wenn das Volk nicht alles direkt entscheiden kann. Ich finde den Verweis auf die tollen Erfahrungen mit der direkten Demokratie hier in CH immer so lustig. Hier ist fast jede Woche ne Volksanbstimmung. Das Ergebnis zur Minarettinitiative ist ja über CH hinaus bekannt geworden. Grade gabs ne Initative zur Wiedereinführung der Todesstrafe, die dann gnädigerweise von den Initianten wieder (vorerst) zurückgezogen wurde, weil die Politik versprochen hat sich um schärfere Strafen zu kümmern etc. Diese Beispiele sind exemplarisch. Die Zielrichtungen beider Initiativen verstossen klar gegen internationales Recht. Hat hier zu entsprechenden Diskussionen geführt weil der Staat evtl in das Dilema kommt einer Initiative nachzukommen, die nach aussen klar rechtswidrig ist. Zudem sind die Beteiligungen an den Initativen insgesamt eher gering, letztendlich entscheiden Minderheiten über Mehrheitsthemen. KLar, können die andern ja auch hingehen.... Dann gibts noch die Gegeninitiativen und Wiederholungsinitiativen (falles es niccht geklappt hat) etc.
    Ich bin zwar nicht grundsätzlich gegen solche Initiativen, allerdings muss man da genau aufpassen wie man sowas regelt.

    Soweit meine 5 cent...

    Pilger
    - Et in Arcadia Ego -

  5. #5
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    Wennigsen
    Beiträge
    754

    Standard AW: Stuttgart 21

    Hi Pilger,

    eben, im letzten Satz sagst du es, es ist nur eine Frage der Reglung und Strukturierung. Es geht nicht darum, dass Minderheit die Politik beeinflussen, sondern nach dem Willen der Mehrheit. Wenn 100.000 Menschen die wiedereinführung der Todesstrafe forden ist dem nachzukommen. Das ist in meinen Augen Demokratie. Wenn dem so ist und die Mehrheit das als richtig empfindet, hat das so zu laufen. Ganz einfach. Unabhängig von meiner persönlichen Meinung. Wir können ja schauen, was sich wieder so in Amerika aktuell tut. Man bedenke, das Bush sogar wiedergewählt worden ist. An anderer Stelle haben wir ja schon festgestellt, dass Dank Senior Bush uns immerhin Helloween geschenkt wurde!

    Es hat also alles sein Gutes...

    Okay Sarksmus wieder aus:
    Es ist in meinen Augen auch völlig irrelevant, ob das vorher bekannt war oder nicht. Ich behaupte mal, dass ein Großerteil der Menschheit gegen Krieg ist und dennoch werden sie geführt. Und genau das ist der Punkt. Es kann einfach nicht sein, das einzelne Meinungen über tausenden von anderen gestellt werden. Wir sind alle gleich berechtigt, egal welchen Namen wir tragen.

    Das es vorher bekannt war, erinnert mich immer an "Per Anhalter ins All" - wo die Menschen lamentieren, von wegen die Erde muss gesprengt werden, da eine intergalaktische Umgungsstraße gebaut werden muss... Die Pläne lagen auch aus...

    Es ist ja nicht wirklich so, als gehen die damit Hausieren. Wie gesagt, ob gut oder nicht, meine Meinung richtet sich hier nach dem angewandten Prinzip und ich finde es gut, dass Widerstand herrscht und ich kann das nur befürworten.
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  6. #6
    Registriert seit
    08.05.2005
    Beiträge
    303

    Standard AW: Stuttgart 21

    Naja, das ist schon ein Bisschen anders als beim Anhalter. Das Projekt ist ja durchaus breiter diskutiuert worden und es hätte ja auch den Parteien, die ja in die Entscheidung eingebunden waren - damit meine ich die politischen PArteien in den Gremien - oblegen das je nach ihrer Richtung weiter publik zu machen. Dass die Parteien dann auf den Protestzug aufspringen, und zwar nachdem der Protest sich laut und medienwirksam geäussert hat ist doch heuchlerisch. Die sind doch sonst nicht so maulfaul. Hat anscheinend eben auch diese Parteien überascht. Und das das die Mehrheit ist deren Meinung da quasi Gewalt angetan wird muss mir auch erstmal einer nachweisen. Wie gesagt, mir ist Stuttgart 21 völlig egal aber manchmal hab ich bei solchen Sachen - und so auch hier - den Eindruck das wer am lautesten brüllt eben auch Recht hat...
    - Et in Arcadia Ego -

  7. #7
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    Wennigsen
    Beiträge
    754

    Standard AW: Stuttgart 21

    Hm, also Politik ernst nehmen habe ich mir schon gaaaanz lange abgewöhnt. Heuchlerrisch, das ist doch jedes Jahr beim Wahlkampf das gleiche, daher gebe ich nicht viel auf die Kasper, die die Fahne im Wind sind. Ich meine schaue dir mal die Initiativen gegen Atomstrom an, was die gekämpft haben für die beschlossenen Laufzeiten. Und nun winkt die Industrie mit paar Geldbündel und schon ist alles hinfällig. So läuft es doch ständig.

    Also für mich ist die Mehrheit nachgewiesen (oder auf der Hand liegend), nämlich indem 100.000 Menschen demonstrieren (ob Gewalt angetan oder nicht, es geht um eine Meinung). Also haben wir 100.000 Meinungen gegen - keine Ahnung - 100, die das beschlossen haben? Im Extremen reduziert sich das auf Entscheider, also sprich auf vielleicht 5 Leute, die Geld in die Handnehmen und letztlich auch wieder aufhalten (Chef von der Bahn als Beispiel (Grube)).

    Bleiben wir bei Grube - wie kann Grube seine Meinung, nämlich das da jetzt erstmal Bäume gefällt werden, über die von 100.000 anderen stellen? Ganz exakt um diesen Punkt geht es mir. Das einzelne Leute bestimmen können, was passiert, weil sie Gefolge haben, die ausführen - notfalls auch mit Gewalt. Dabei ist es egal, was vorher beschlossen wurde oder nicht. Recht und Geld darf in meinen Augen nicht gegen Mehrheiten gestellt werden.

    Wenn das der Fall ist, muss man schlußendlich die Leute schlicht auslachen, die glauben und sagen, dass ein Fall Hitler sich nie mehr wiederholen wird. Und soweit her ist der Vergleich nicht. Als Bush den Krieg angezettelt hat, war es genau das gleiche. 100.000sende waren dagegen. Trotzdem fielen die Bomben.

    Das ist genau das Kranke, was endlich aufhören sollte. Das hat nichts mit Brüllen, sondern mit Geld zu tun. Solange Geld keinen anderen Stellenwert bekommt, scheint das prima zu funktionieren. Das Werte- und Rechtssystem ist nunmal auch zum Großteil darauf aufgebaut.

    Ich sehe einen eventuellen Erfolg bei Stuttgart 21 als wesentlich bedeutender, nicht um des Projektes Willen, sondern um ein Umdenken zu erzeugen. Es ist viel weitreichender - zumindest in meinen Augen. Denn wenn wir wirklich in einer Demokratie leben, entscheiden mehrere, nicht einer - das gilt es zu beweisen.

    Das ist bedeutend für die Regierung und alle Wähler. Jeder der ein klein wenig denken und sehen kann, dass die Politik die "armen" ausnimmt, keine Versprechen hält, tut was sie will, auch gegen die Meinungen von weiten Bevölkerungsgruppen, wird statt das nächste mal zu wählen eher rebellieren. Und ich glaube, dass ist der Regierung auch bewußt - eben durch dieses Ausmaß, das es heute angenommen hat.
    Das halte ich für sehr gut, denn es gibt dem Einzelen wieder das Gefühl zusammen etwas erreichen/bewegen zu können. Das ist in meinen Augen wichtig, sonst können wir auch wieder eine Diktatur einführen.
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  8. #8
    Registriert seit
    08.05.2005
    Beiträge
    303

    Standard AW: Stuttgart 21

    100.000 gegen 100 oder 5? Naja in Stuittgart wohnen ja scvhon ein paar mehr oder? Und die sind ja nicht alle dagegen. Wenn ich mich richtig erinnere gabs da auch mal eine entsprechende Pro Demo. Insofern wäre es erstmal zu beweisen wer denn nun tatsächlich dafür und dagegen ist. Ist doch klar das in solchen Situationen die Gegner immer lauter, offensiver und merkbarer auftreten.
    Du hast ja in dem anderen kommentar mnoch gesagt "wenn das Volk das so beschliesst, dann hat das so zu geschehen". Also meinst Du das was "das Volk" in so einem Verfahren entschueidet also legitim ist, gelle? Was wenn die beschliessen das Christentum zur Staatsreligion zu machen oder Ausländer oder Menschen anderer Rasse einzusperren? Legitim, da ja "vom Volk" beschlossen? Und wenn es um echte Volksdemokratiue geht darfst Du ehrlicherweise keine Grenzen setzen. Mir wär da ehrlich gesagt Angst und Bange. In einer optimalen Welt würde in der Tat das Volk entscheiden. Es kann aber auch nicht so sein das solange Abgestimmt wird bisses denn passt. Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht der Ansicht, das das so wie es ist alles gaaanz klasse ist. Ich würde aber z.B. die jeweiligen Abgeordneten mehr an Ihr Wahlvolk binden. Was denn z.B. wenn man die per Mehrheitsbeschluss wieder abwählen könnte. DAs würde den einen oder anderen sicherlich etwas länger an seine Wahlversprechen binden oder dazu anregen mal zu überlegen was da so versprochen wird. Oder so...
    - Et in Arcadia Ego -

  9. #9
    Registriert seit
    06.04.2004
    Ort
    Wennigsen
    Beiträge
    754

    Standard AW: Stuttgart 21

    Also gerne können die PRO ebenso auftreten, tun sie aber nicht, weil es nicht soviel sind, oder die Politiker nicht soviele bezahlen können... Wie ich sagte, geht es mir um den Punkt, dass 100.000 Menschen vor einem Bagger stehen und schreien "aufhören" und Herr Grube BESCHLIEßT "Nee, weitermachen." - DAS kanns nicht sein. Das ist für mich der Punkt.

    ...Was das Volk entscheidet legitim ist. Ganz genau - ohne Einschränkung mit allen Konsequenzen, keine Grenzen. Mir würde da nicht Angst und Bang werden, denn es würde jeden einzelnen auffordern nachzudenken und für sich oder etwas einzustehen. Genau das bekommen wir ja abgenommen - das ist natürlich prima bequem - bloß nicht nachdenken und vor allem bloß keine Verantwortung übernehmen. Und da ist das System, wie es jetzt ist super. Mit der Konsequenz, dass es eben mehr an eine Diktatur erinnert.

    Ich glaube, dass die Menschen sich schon entwickelt haben und daher hätte ich keine Angst davor, dass "Minderheiten weggesperrt" werden würden. Glaub ich nicht. Wenn es so wäre, würde es an jedem von uns liegen seinen Arsch zu bewegen und zu sagen, "also ich bin dagegen". Im Moment herrscht ja eher die Stimmung - "ich kann eh nix dran ändern" - stimmt ja auch (siehe Grube und den Bagger).

    Im Umkehrschluß, und ich kann ja jetzt nur von meinem Glauben ausgehen, wenn es denn so wäre, dass tatsächlich die meisten für das Wegsperren wären, dann muß dies auch so vollzogen werden.

    Dabei wird dir Angst und Bang? Du würdest dich schlecht dabei fühlen?

    Welchen Unterschied spürst du - wenn ich annehme, dass du gegen Krieg bist, und dieser trotzdem geführt wird, Menschen geschlachtet und gefoltert werden? Das ist so jetzt besser oder ein Unterschied? Für mich nicht. Für mich gibt es den Unterschied, dass ich in "meinem System" wenigestens etwas tun könnte. Derzeit fühlt es sich für mich nicht so an.

    Um auf den Glauben nochmal zu kommen:
    Nach meiner Ansicht ist eben das zur Entwicklung nötig, von dem die Mehrheit es als richtig empfindet, auch wenn es vermeintlich falsch sein mag. Das falsche kehrt sich um, oder wird andere Dinge lostreten, wodurch die "Mehrheit" irgendwann erkennen kann, dass es falsch ist. Dieser Schritt ist immer zwingend nötig.

    Um wieder auf Stuttgart zu kommen:
    Ich denke nicht, dass es der aller beste Weg ist, wie es läuft. Klar. Auf der anderen Seite ist ein Wendepunkt - zumindest auf meiner Erfahrung beruhend - immer "apprupt". Erstmal gegen die Wand oder in den Graben fahren, rausziehen, sortieren, orientieren, neustarten und ein solches verlassen der Fahrbahn das nächste mal ausschließen/vermeiden - was gibt es dafür zu tun?

    Ich denke nichts groß anderes passiert hier auch - zumindest würde ich mir das wünschen, dass es künftige Konsequenzen hat.

    Ich finde es ganz interessant sich mit dir darüber auszutauschen, da du einen komplett anderen Background hast wie ich. Gerade dir müßte es schon aufgefallen sein, das das was vom Gesetz her rechtens ist, sich teilweise als unglaubliche Ungerechtigkeit (in Einzelfällen und Schlupflöchern) herausstellt. Das System zwar für eine Grundsicherheit sorgt, aber bei weitem nicht unfehlbar ist und gerade durch Reglementierungen ansporn zum umgehen besteht. Ein Nahezu ewiger Wettkampf. Es mag nicht alles schlecht sein, aber ich denke die vielen Ungerechtigkeiten die immer wieder ans Licht führen, dass sich auch hier alles um Geld dreht sollten Anlaß sein zum Nachdenken, zum Überdenken und zum Neubewerten.

    Und hier sind wir wieder bei meinem Glauben angekommen (ich bin jetzt auch gleich fertig...)
    Das System exisitert schon relativ lange und es geschehen Dinge wie Stuttgart21, die eine Welle lostreten und eine Veränderung herbeiführen. Ich denke, das ist nichts außergewöhnliches - manche warten schon sehr lange darauf (auch wenn die Veränderung jetzt vielleicht gar icht groß ausfallen wird), anderen ist das noch sehr neu und fremd.

    Und ich freue mich einfach, dass mal wieder eine Welle zu sehen ist und ich empfinde sie als richtig.

    Lieben Gruß

    Tobi
    Der Friede sei mit dir.
    Die Welle und das Meer sind eins

  10. #10
    Mako Gast

    Standard AW: Stuttgart 21

    Hallo,

    ich glaube, es würde dem Austausch zu diesem Thema gut tun, zwischen der allgemeinen Unzufriedenheit und „Stuttgart 21“ zu unterscheiden. Ist zugegeben schwierig, da auf die Proteste in Stuttgart sicherlich beides zutrifft.

    Grundsätzlich so glaube ich zumindest, zeigen Politiker halt die ganz normalen menschlichen Schwächen. Und das mit der Wahrheit und der Lüge, ist so ne Sache.

    Was mich neben dem 30.09. aber so richtig angepupt, ist die Aussage die Demonstranten wären undemokratisch. Diese Aussage sagt einiges über die „Denke“ in politischen Kreisen aus. Und fragt nach dem Unterschied zwischen legal und legitim.

    Es muss aber auch die Frage gestattet sein, in wieweit die Bürger ihrer Verantwortung nachgekommen sind. Was die Einen machen, müssen die Anderen ja nicht zwangsläufig zulassen. Wobei der Protest Vieler, in der Regel einen gemeinsamen Anlass und ein Ereignis mit Signalwirkung braucht.
    Zu hinterfragen wären auch die Auswirkungen, die von der so genannten Stammwählerschaft ausgehen. Nach meinem Demokratieverständnis insbesondere in einer Repräsentativen Demokratie, eher kritisch zu bewerten.

    Bei Stuttgart 21 habe ich den Eindruck, als wäre nie mit „Offenen Karten“ gespielt worden. Dieser Eindruck verstärkt sich durch die Schlichtungsgespräche. Es sieht so aus als wären die Karten schlechter als behauptet.
    Die Bürger sollen „blind“ einen hohen Betrag auf Karten setzen, die sie nicht kennen und auch nicht kennen sollen.

    Bedenken zu, und den Versuch Stuttgart 21 zu verhindern, gibt es ja schon länger. Alle bisherigen Versuche sind aber ins Leere gelaufen. So sind die Proteste eine aus der Not geborene Möglichkeit, sich doch noch mal mit Nachdruck Gehör zu verschaffen. Die Teilnehmerzahlen sind beachtlich. Für Proteste bedarf es nicht einer Mehrheit.

    Weiss jemand, ob und wo es Aufzeichnungen der Schlichtungsgespräche gibt.
    Muss sagen die Sequenzen auf youtube, sind aus meiner Sicht nicht repräsentativ ausgewählt.


    Mako

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Krieger des Lichts in Stuttgart
    Von HeiligerGeist im Forum Mitglieder-Treffen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.05.2005, 05:15

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •